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Sonntag, der 10. Maerz 2002, 23:39 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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und schwupp: Ein Gang höher - nun bin ich dir überlegen :-)

Warst Du doch schon immer... :-))))

Was ist an der Taufe abzulehnen?

Die von unsgezeugten Kinder erhielten ihre Namen ohne Taufe. Was ist daran abzulehnen? Uebrigens alles Namen nichtchristlichen Urspunges :-))))

Wenn Eltern eine christliche Erziehung für ihre Kinder als richtig erachten, ist das ihr Recht.

Deren ihr Problem. Ich wende mich nur gegen Missionsversuche an Kindern in staatlichen Einrichtungen.

Du kannst mir konkret nicht sagen, ob es besser ist Christ oder Atheist zu sein.

Da ich beides "durchwandelte" vermag ich durchaus ein differenziertes Urteil darueber zu treffen.

Wenn Eltern es für besser halten, ihr Kind als Christ zu erziehen, dann ist es ihr gutes Recht - bzw. sie haben die Pflicht ihr Kind ordentlich (als Christ == ordentlich) zu Erziehen

Atheisten <> ordentlich
(also unordentlich)? :-))

Fuer mich sterben Tote dann, wenn man sie vergisst.

Tote sterben nicht, nur Lebende können sterben. Ich habe noch nie einen Toten gesehen, der krank wird und stirbt.

Du hast den Sinn des gesagten nicht verstanden. Bitte wende Dich an einen Professionellen... :-))

Falsch, nicht die Traditionen, sondern Ideologien und Machtgehabe.

Faslch! Aus Traditionen entstehen nachweislich Ideologien... (siehe z.B. Schuetzen- und Soldaten- und Veteranenvereine.)

Achso, du bist kein deutscher Staatsbürger?

Bin ich noch - ein Ablegen der Staatsbuergerschaft - zum Staatenlosen - ist im Gesetz nicht vorgesehen. Geguckt haben die am Landratsamt dennoch bloed. Na ja - noch wenige Jahre bis zu meiner "Rente" und ich wende diesem Land, dieser Nation eh` den Ruecken zu...

Nein, aber dir eines Beweisen: Atheist muss genausowenig Mitglied des IBKA sein, wie Christ ein Kirchenmitglied.

Was soll das beweisen? Beide Gruppierungen sehe ich als Interessenvertretungen (mit unterschiedlicher staatl. Bewertung und Foerderung).

Sieh es so: Ihr Atheisten schafft euch mit Wortglauberei ausreden.

Wortglauberei? Der Duden bedient sich leider keiner Wortglauberei. Dort sind Definitionen exakt beschrieben. Religionen sind nun mal Ideologien.

Ob ich nun einer Philosophie folge, oder einer Religion - da sehe ich keinen Unterschied.

Ich schon. Aber mach Dir nichts draus, da hatten auch schon andere GLAEUBIGE Probleme damit - gerade eben, weil sie ein Leben lang einer Ideologie folg(t)en.

In beiden Fällen folge ich in der Praxis einer bestimmten Meinungsgruppe und versuche so viele Menschen wie möglich zu meiner Meinungsgruppe hinzuzufügen.

Das sehe ich anders. Kritische Aufklaerung hat nichts mit Mission in staatl. Raeumen zu tun. Niemand wird zwangsweise mit den Ideen des IBKA konfrontiert. Ich kenne keinen "Funktionaer" des IBKA, der andere Buerger missioniert haette. Christen dagegen schon.

Nein, nur für die Lügen die er [der Atheismus] verbreitet.

Und die waeren bitte sehr?

Ich habe vor drei Wochen mit Menschen gesprochen, die im 2. Weltkrieg viel erlebt haben - und die Erlebnisse haben mir wieder mal die Existenz Gottes bewiesen.

Und der WK II. hat mir - wie uebrigens alle anderen Kriege auch - mal wieder die NICHTEXISTENZ eines Gottes vor Augen gefuehrt.

Religionen sind Ideologien und nehmen den Menschen Verantwortung ab. Genau darin sehe ich ein Uebel der Menschen: kein selbstverantwortliches Handeln zu erlernen. GLAUBEN ist einfach bequemer.
Nenne mir bitte nur einen einzigen Grund (aber bitte nicht das so genannte "ewige Leben", das egoistischerweise jeder gerne besitzen moechte), warum ich an einen Gott GLAUBEN sollte?

Ob du nun glaubst, meinst, denkst, wählst, erschaffst - das ist gleichgültig. Unterlasse deine Wortglauberei.

Sprache ist implizit und deshalb ist es aeusserst wichtig zu wissen, von was man spricht. GLAUBE schreibe ich deshalb stets GROSS, weil GLAUBE eine fiktive Annahme ist.
Eine Meinung, Stellungnahme, Ansicht, Wissen, Denken, etc. ist etwas voellig anderes als GLAUBE.

Ich habe jetzt keine Lust im GB zu blättern, dennoch hast du dich (mindestens Andeutungsweise) als Humanist bezeichnet.

Nun bezichtige ich Dich hier oeffentlich der Luege, solange Du nicht das Gegenteil evident nachgewiesen hast (was Dir nicht moeglich sein wird). Ich habe mich nie - und auch nicht nur ansatzweise oder andeutungsweise - als Humanist bezeichnet.
Entweder stellst Du das klar oder wir unterlassen weitere Debatten!

Das was ich glaube, ist das was ich sehe. Darum bin ich Christ.

Was traegst Du denn fuer eine Brille, dass Du etwas siehst, was ich nicht (mehr) sehe?

Die Bibel ist sowenig ein Beweis fuer einen Gott/Goetter, wie alle Schriften von angeblichen Goettern vor dem biblischen. Exemplarisch genannt seien hier der Attis-, Asklepios-,...

Toll, dass du das Aufzählen kannst. Nun nimm dir den 1 Euro und kauf dir ein Eis.

Bist wohl am Ende mit Deinem Christenjaeger-Latein? Ich habe Dich mit Faelschungen Deiner Bibel konfrontiert (an die Du GLAUBST) und Du meinst, ich solle einen Euro nehmen und mir ein Eis kaufen!?
- no further coment!

(Schon mal was von kritischer Bibelforschung gehoert? Das ist Forschung, die unabhaengig arbeitet vom Geld und Einfluss der Kirchen.)

Gott ist absolut, nicht Moralvorstellungen.

Kaese! Was sind dann die unveraenderlichen, somit absoluten zehn Gebote, an die sich kaum ein Christ haelt? Zum Beispiel Exodus, Kapitel 20: "Du sollst dir kein Bildnis [Schnitzbild] noch irgendein Gleichnis [Abbild] machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden ist, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht."
Mir scheint immer mehr, Du kennst die Inhalte Deiner eigenen Bibel nicht!

Es gibt aber auch keinen Gegenbeweis. Oder kannst du ihn mir mit eigenen Worten kurz und knapp liefern.

Das waere, wie den Gegenbeweis zum Lila Einhorn zu erbringen.

Stimmt, denn du hast ja immer recht.

Ob ich recht habe oder nicht, spielt keine Rolle:
ICH GLAUBE AN KEINE GOETTER (fuer Dich GOTT) mehr!

Dann schreib mir mal die "reale Adresse" Deines Gottes auf!

Bete.

Autosuggestion? Nein danke!
Habe ich jahrzehntelang praktiziert - am Schluss GLAUBT man naemlich wirklich! Mittlerweile kann Dir jeder Neurobiologe diese bewussteinsveraendernden Vorgaenge erklaeren.

Thema Subsidiaritaetsprinzip:
Du hast das Christentum nicht verstanden. Rein gar nicht. Du musst dich mal mit einem echten Pfarrer unterhalten und dich über manches aufklären lassen.

Habe ich alles, alles hinter mir. Beim Wechseln meines ehedem religioesen Standpunktes habe ich auch konsequenterweise meine Ueberzeugung gewechselt. Doch hatte ich es mir keinesfalls einfach gemacht. Da lagen viele Gespraeche mit GLAEUBIGEN und Priestern dazwischen. Einer davon ist auch schon aus der Kirche rausgeflogen...
Siehe:
http://www.grober-pope.de

Wenn die Kirche die Gebäude vermietet. Meinst du ehrlich, das macht die?

Wenn keiner seine Kids mehr reinschickt?!! Was GLAUBST Du wie die Pfaffen rennen, wenn es um ihre Kohle (Mieteinnahmen) geht. Dabei geht doch eher ein Kamel durch ein Nadeloehr, als dass ein Reicher...
Aber das spielt fuer GLAEUBIGE keine Rolle, wenn sie erkennen, wie ihre Pfruende und Felle davonschwimmen. Ihnen geht es nicht darum, den jesuanischen Weg der Armut, des Teilens und der Naechstenliebe zu gehen. Nein - Kinder werden in den GLAUBEN gepresst. Koste es dem Steuerzahler was es wolle. Nein - Waffen werden wieder gesegnet (die Feinde, die UnGLAEUBIGEN sollen sterben. Selbst aber hat man jaemmerliche Angst vor dem Tod. Man koennte ja zu schnell ins gelobte Paradies kommen). Munitions- und Ruestungsindustrie werden selbst vom hoeheren Klerus fuer gut empfunden, da deutsche Arbeitsplaetze damit gesichert werden. Traurig sind sie nur, wenn damit Deutsche selbst umkommen :-)))
Kindersoldaten in Afrika tragen G3-Gewehre, das stoerte noch keinen Bischof. Aber wie der Klerus doch, was er im Mutterleib schuetzt, preisgibt im Krieg; als sammelte er in den Baeuchen der Frauen - Kanonenfutter.

und die Kommunen gewaehren zum Betrieb und fuer Umbauten laufend Sonderzuschuesse.

Weil die Kirche dem Staat diese Leistung abnimmt.

Dann kann der Staat konsequenterweise diese Leistung auch selbst erbringen und zahlt dafuer keinen Pfennig mehr. Die Mitarbeiter unterliegen zudem nicht mehr dem kirchl. Arbeitsrecht (keine unehelichen Kinder bei Erzieherinnen, keine "Wilden Ehen", etc.).

Meine politische Ansicht ist Demokratie und Dezentralismus/Föderalismus.

Dass Du keinen blassen Schimmer hast, sieht man an diesen Statements. Welche Art von Demokratie meinst Du denn? Die parlamentarische, die praesidiale, mit direkt oder indirekt ausgeuebter Staatsgewalt, die repraesentative Demokratie, die Basisdemokratie, die Leihdemokratie, etc.?

aber in der SED (äh PDS) sitzen teilweise noch die ganzen DDR-Verbrecher.
aha, du wählst also bewusst Verbrecher?

Ich wuerde Verdaechtigungen an Deiner Stelle nicht so unvorsichtig hinausposaunen - wo doch die genannten Verbrecher mitlesen koennten. Wer ist in der PDS ein Verbrecher? Bitte Name, Funktion und Wohnort. Ansonsten schweige mit Deinen nicht belegbaren Anschuldigungen, die nichts anderes sind als das Nachgeplappere von konservativen Politikern.

Der CDU ist unser Wohlstand zu verdanken, aber das vergisst du. Der PDS ist aber unsere schlechtere Wirtschaftslage zu verdanken, da die BRD die runtergewirtschaftete DDR bezahlen muss.

LOOOOOL! Bei Dir ist wirklich was schiefgelaufen...

Ich war früher mal SPD wähler - bis zu dieser Rot/Grünen-Schrottregierung.

Ich hatte noch nie SPD gewaehlt - eine Partei die mit ihren Stimmen bereits 1914 die Finanzierung den WK I. absegnete. Aber immer wenn Soldaten maschieren sollten, war die SPD kaum zu halten...

Ein getaufter Säugling ernennt keine radikale Partei für die Regierung.

Die PDS ist nicht radikaler als die SPD oder CDU. Ansonsten waere sie von den Etablierten schon laengst abgesaegt worden.

In der Tatsache, dass der Mensch Mischkost aus Pflanzen und Fleisch braucht - ich habe einen Biologieprofessor gefragt, der mir das bestätigt hat.

Ich habe viele Biologieprofessoren, Aerzte, Sportaerzte und Ernaehrungsfachleute gefragt. Und alle stimmten mit mir darueber ueberein, dass sich der Mensch als Vegetarier vollwertig ernaehren kann, ja sogar weitaus gesuender und umweltgerechter als mit Fleisch.

Zum Mehrheitswillen beim Kruzifixurteil:
Nein, aber die Gesetzgebung der Mehrheit.

Dann schaffe eine legislative Mehrheit, die im GG jene Artikel aendert, die bisher das Abnehmen des Kruzifixes in der Rechtssprechung rechtfertigen.

Die PDS ist eine unappetitliche undemokratische und sozialistische Partei (abgeändertes Stoiberzitat :-). Und wird zudem vom Verfassungschutz teilweise erwähnt.

Sozialistisch ist sie, das ist Fakt. Der Rest sind persoenliche Meinungen. Vom Verfassungsschutz werde auch ich ueberwacht - Du vielleicht auch... Bist Du deswegen unappetitlich? :-)))

Dennoch - es wird sich von selbst erledigen. Noch ein paar Kruzifixurteile und einige Andersglaeubige, die ihre Religionsunterrichtsansprueche anmelden und klacks.... sind die Kinder ploetzlich nicht mehr GLAEUBIG! Was da wohl der "liebe Gott" dazu sagt?

[...]Meinst du die aus der Kirche ausgetretenen oder nicht-mehr-Kirchenbesucher sind Atheisten wie du?

Nein - die meisten treten wegen der Kirchensteuer aus. Ich bin ueber die aktuellen Zahlen (und Gruende) der Ausgetretenen unserer Marktgemeinde meist sehr gut informiert. Die Mehrzahl war aber auch vorher entweder nur so genannte "Taufscheinchristen" oder so genannte "Wischi-Waschi-Christen". Die haben mit Jesus, Gott oder seiner Lehre so wenig am Hut wie vielleicht Du vor Deiner "Bekehrung". Nur zweimal im Jahr (Ostern und Weihnachten) in die Kirche gehen, macht noch keinen "wahren" Christen aus. Klaert man aber die GLAEUBIGEN - oder besser die Kirchensteuerzahler - auf, das etwa 2/3 der bezahlten Kirchensteuer schon fuer die Gehaelter der Pfaffen draufgeht und die Kirchen von der gesamten Kirchensteuer lediglich max. 10 % fuer soziale Zwecke aufwenden (was sie selbst zugeben), dann ist die Betroffenheit meist gross.

Falsch, sie glauben an Okkultistische Dinge oder Astrologie (die Nachweislich als Scharlatanerie bezeichnet werden darf).

Jeder soll doch nach seiner Fason gluecklich werden, solange nicht missioniert wird in staatlichen Einrichtungen.

Auswendig kenne ich sie nicht. Komplett durchgelesen und durchgearbeitet habe ich sie.

Verstanden aber nicht - oder?

Sonntag, der 10. Maerz 2002, 23:09 Uhr
Name: WilliWichtig
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Hmmm... der letzte Absatz von mir klingt kotziger als jede "Poesie"... :-) Wie man schreibt, wenn man sich was von der Seele tippt ist doch immer wieder seltsam...

Sonntag, der 10. Maerz 2002, 23:07 Uhr
Name: WilliWichtig
E-Mail: keine E-Mail
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=>Heike N.

Sicherlich. Doch wenn Eltern ihren homosexuellen Kindern vermittelten, dass sie in die Hölle kommen, obwohl die nur ihre Liebe leben wollen, dann ist das eine schlimme Sache.

Jemanden in den Tot mit Angst zu drängen ist natürlich falsch. Ich weiß zwar nicht was die Hölle ist und ob ich dahin komme... andererseits ist das mir auch wiederum egal - mein motto, aus allem das beste machen. Wie auch immer, auf alle Fälle ist es aus meiner christlichen Sicht wichtig, dass man als Christ Menschen in Angst hilft. Das ist nicht nur Thema bezogen.

Ja, aber ihnen alle Möglichkeiten offen zu lassen um einen eigenen Lebensweg zu finden auch!

Wie mans nimmt. Wie gesagt, nicht alle Möglichkeiten sind die besten Möglichkeiten. Ich habe die Möglichkeit Drogen zu nehmen oder mich in die Luft zu sprengen, dennoch bin ich froh, dass meine Eltern mich davor bewahrt haben, diese Möglichkeiten auszuschöpfen.

Wenn dein Kind z.B. Drogen nehmen würde, oder einer satanistischen Sekte beitreten würde - würdest du nicht einschreiten?

Meine Tochter wird 16, insofern ist diese Fragestellung aktuell, ja. Ich habe meine Tochter über menschliche Werte informiert, aufgeklärt, war ein entsprechendes Vorbild, immer mit der Einschränkung, dass ich auch ein Mensch bin (Mit Fehlern und Schwächen). Sie ist außerordentlich informiert, auch über Dinge, die ich ihr nicht mitgeteilt habe (was mich angenehm überrascht hat) auch sehr kritisch. Sie raucht, hat Haschisch probiert. Die Tatsache, dass sie mir das mitteilt, gibt mir Recht in meiner Vorgehensweise

Soweit okay.

(ich habe sowas meinen Eltern verschwiegen, ging dir das nicht ähnlich?)

Nun, ich habe zwar nie geraucht und Drogen genommen und bin Anti-Alkoholiker. Dennoch als ich das erste Mal einen Server am anderen Ende der Leitung lahmgelegt habe... nein erzählt habe ich das nicht.

Satanisten lt. ihrer eigenen Aussage: die sind bekloppt. Das sagt sie übrigens über alle Glaubensrichtungen.

Nun gut, war auch zu erwarten. Aber ich will trotzdem die Antwort, was würdest du machen, wenn deine Tochter einer okkultistischen Sekte beitreten würde und du wüsstest, dass diese Sekte (nehmen wir z.B. Scientology) bewusst und gezielt Gehirnwäsche betreibt.

Dann urteile nicht pauschal. Differenziere!

Ich Urteile über die pauschal, die pauschal über andere urteilen. Solange das Christentum von Atheisten pauschal beurteilt wird, beurteile ich Atheisten auch pauschal.

Ganz klar: nein. "Den rechten Weg" gibt es nicht. Den muss jeder für sich selbst finden. Man kann als Eltern nur Hilfestellung bieten.

Und wenn diese Hilfestellung eine Religion ist? Fakt ist, ihr könnt mir nicht beweisen, dass die Angehörigkeit am Christentum schlecht für mich ist (mal abgesehen von der Kirche).

Ich verfolge Herberts Postings lange genug um beurteilen zu können, dass er das gerade nicht tut (was mir oftmals auf die Nerven geht). Doch fange ich langsam an, gerade bzgl. dieser (aller) Wortklauberei genau aufzupassen und zu differenzieren.

Moment, wenn er mir ständig sagt, dass er "denkt" und nicht "glaubt", dann ist das Wortglauberei, denn er weiß worauf ich hinaus will, aber er lenkt damit ab.

Ich bin intolerant zu intoleranten.

Ich auch. Und wenn du dich erinnerst, bist DU hier reingeplatzt mit nichts als Vorverurteilungen. So, wie du nun postest, kann man sich mit dir austauschen :-)

Nun gut, ich habe gesehen, dass das keinen Sinn macht. Ich habe bewusst Vorverurteilt.

Vieles. Es würde das GB sprengen.

Nee, damit speise ich mich nicht ab. Dann gehe ins Forum.

Ich sehe es so, wie der Psycho-Bond, "Gott steckt im Detail". Es sind die vielen kleinen Dinge die zu einem großen ganzen Zusammenwachsen, die mich überzeugt haben. Nicht nur die Bibel, zwar sehe ich die Bibel als Grundlage - aber nicht als Grundtatsache. Zuvor war mir jede Art von religiösität Scheißegal. Ich wollte Programmieren, Programmieren, zu Parties gehen. Ich befasste mich zwar einwenig mit Politik, aber wenn es um Religion ging, langweilte mich das ganze nur. Gott und Kirche waren für mich verstaubte Legenden, für die ich kein Interesse hatte. Es war ein Teil dessen was existierte aber nicht in meinen Lebensstil passte - schließlich will man ja Sonntags ausschlafen. Selbst die Konfirmation war nicht, meinen Eltern zu teuer und ich hatte was ich wollte - also Geld brauchte ich keins und X Stunden Konfirmandenunterricht wollte ich miir sparen. Gott gab es für mich nicht, aber es war mir egal, ob es ihn gab oder nicht - mich betraf das irgendwie nicht, ich weiß nicht warum, aber mir war es einfach ziemlich egal. Es fing mit der Bibel, dem Koran und anderen ähnlichen Dingen an - eher zur Belustigung, aber gerade die Bibel hatte mich nachdenklich gestimmt. Weniger die Tatsache ob es einen Gott gibt oder nicht, ob Jesus nun auferstanden ist oder nicht, ob es ein ewiges Leben gibt oder nicht, weniger das war es was mich interessierte. Es ging vielmehr um die Sache mit der Nächstenliebe, das war der Einstieg. Ich setzte mich dann mit dem Atheismus und dem Humanismus auseinander (mir ging es nicht um die Gott/Nicht-Gott Frage, sondern um die Nächstenliebe). Ein lustiges Ereigniss, war, als mich ein Freund fragte wie ich zur Religion stehe - sagte ich, ich bin Humanist. Rums krachte mir ein Kreutz, das über der Tür hing urplötzlich auf den Kopf. Wirklich - im gleichen Moment. Ich sagte: "Ich bin Humanist - ob es Gott gibt oder nicht ist mir egal" dann machte es Krach, der (nicht rostige) Nagel sprang auseinander und das Kreuz krachte mir auf den Kopf. - Ein eindrückliches Erlebniss :-).
Es war viel erlebt. Aber wie gesagt, die Details des Gesamtbildes aber auch das Gesamtbild selbst, brachten mich zu Gott. Nicht weil ich alles mit Gott begründen kann (das könnte ich auch mit einem lila Hund der fliegt) - sondern, es ist eine Art Gewissheit, aber es sind Dinge die ich selbst erlebt habe, Dinge die andere erlebt haben. Es sind Bücher die ich las und diskussionen die ich geführt habe, es sind Gebete. Ich denke eines ist der feste Glaube von Menschen, die dafür keinen Grund haben. Menschen, die in Angst und Not, in schwerer Krankheit leben, dennoch glauben. Kluge Menschen. Es ist aber auch mein Leben, meine Erfahrung selbst. Es ist die Wissenschaft, die Technik, die Volkommenheit, aber auch die Unvolkommenheit unserer Welt. Die Existenz von Vielfältigkeit und dennoch Unvielfältigkeit. Es sind Lexika, das Internet, die physikalischen Gesetze, die moderne Hirnforschung, Philosophen, die Menschheitsgeschichte, meine Geschichte, die Gedankenwelten die ich in meinem Computer erschaffe, es ist Leid und Freud, Not und Angst, Überfluss und Sicherheit, es ist Tod und Leben, Gesundheit und Krankheit, Hass und Liebe, Einsamkeit und Gesellschaft. Es ist alles, die Existenz, Gedanken und Wissen. Ich bin nicht durch Wunder zu Gott gekommen, sondern durch wissenschaftliches Vorgehen. Ich probierte verschiedene Religionen aus, das Christentum funktionierte und funktionierte. Das Gebet zum "Gott Abrahams" funktioniert. Es sind Gefühle, aber eigentlich eher die nachweisliche Gewissheit und Prüfung. Es ist viel, ich denke alles.
Es ist keine befriedigende Antwort, aber ich müsste meine gesamte Autobiografie schreiben und dazu fehlt mir die Lust und hier der Platz.

PS: "Querlesen" kenne ich spätestens seit meinem Studium

Das hoffe ich.

Sonntag, der 10. Maerz 2002, 22:34 Uhr
Name: Ossi
E-Mail: keine E-Mail
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Habe heute das schöne Wetter genutzt und einen wunderschönen Sonntagsausflug gemacht - jetzt bin ich zu müde, um auf alles einzeln zu antworten und werde mir das eine oder andere rauspicken:

zum Thema PDS-Gelder:

Spendenaffären usw. sind sicher schlimm, sollten geahndet und die verantwortlichen bestraft werden. Ich sehe trotzdem noch einen Unterschied zu den SED/PDS-Vermögen. Vielleicht stelle ich es jetzt etwas übertrieben dar, aber die SED ist zum Teil an ihr Vermögen so ähnlich gekommen, wie die Nazis an Judengold - für mich sind das Verbrecher. Und dass die sich heute als Pazifisten hinstellen, sehe ich als besonderen Hohn an - vor zwölf Jahren haben die noch alles verhaftet und brutal unterbunden, was irgendwie nach Friedensbewegung und Pazifismus aussah (z.T. auch Freunde/ Bekannte von mir)! Ist vielleicht für einen "Wessi" schwer nachvollziehbar, meine Abneigung, aber es lohnt sich, zu hinterfragen !

Zum Thema Indoktrination von Kindern:

Ich denke, alle Kinder werden indoktriniert - ob nun christlich geprägt, moslemisch geprägt, atheistisch geprägt, antichristlich geprägt, nazistisch geprägt, kommunistisch geprägt, pazifistisch geprägt, tolerant, intolerant, ökologisch .....
Kein Kind hat eine Wahl, wie seine Erziehung aussieht, aber ich unterstelle einfach mal, dass alle Eltern das beste für ihre Kinder wollen - und wenn viele Eltern der Meinung sind, es ist das beste, ihre Kinder christlich zu erziehen, dann lasst ihnen doch bitte dieses Recht und behauptet nicht immer, christliche Eltern würden ihre Kinder vergewaltigen. Und wenn Ihr das als Vergewaltigung seht, dann sagt wenigstens dazu, dass das alle Eltern (ihr eingeschlossen) machen - nur halt mit unterschiedlicher Ausprägung !

zum Thema RU abschaffen, damit erledigen sich auch die Religionen:

Herbert, wie erklärst Du Dir dann, dass es in Russland, Rumänien, Ungarn usw. immer noch Christen gibt und dass es 1989 in der DDR mehr Kirchenmitglieder gab, als heute in den neuen Bundesländern ? Da wurde nicht einfach nur der RU abgeschafft, da wurden Leute massiv gehindert, ihren Glauben auszuüben, z.T. wurden Leute eingesperrt, gefoltert und sogar umgebracht, nur weil sie Christen waren (besonders schlimm war es in Rumänien). Trotzdem gibt es sie immer noch und hat es sie die ganze Zeit gegeben. Wahrscheinlich hälst Du mich jetzt für naiv und es gibt sicher auch eine Menge wissenschaftlicher Erklärungsversuche: aber das ist z.B. für mich ein Beweis für Gott. Was sollte die Leute sonst so stark gemacht haben ?
Vielleicht unterschätzt Du die Leute und ihren GLAUBEN und überschätzt die Macht Deines DENKENS - nicht jeder wird die selben Erfahrungen machen, wie Du und nicht jeder wird beim DENKEN auf die selben Ergebnisse kommen, wie Du. Deshalb halte ich es für ganz schön eingebildet, allen anderen gegenüber so zu tun, als hättest Du den Stein der Weisen gefunden. Das mag für Dich stimmen, aber wie gesagt, jeder kommt zu einen anderen Ergebnis. Und jeden, der zu einem anderen Ergebnis, als Du kommt, als wahnkrank zu bezeichnen, das wiederum ist wirklich wahnkrank.
Kämpfe für die Trennung von Staat und Kirche, die Abschaffung des RU, die Veränderung des Kirchensteuersystems usw. wenn Dich das glücklich macht. Aber bitte beleidige nicht ständig den Rest der Welt. Wenn Du religiöse Menschen als WAHNKRANK bezeichnest, dann tust Du das auch mit mir und dieses Recht spreche ich Dir ausdrücklich ab. Du bist nicht mein Psychologe und wenn Du Dir diese Funktion anmasst und mich als wahn- oder geisteskrank bezeichnest, dann sehe ich das auch als persönliche Beleidigung an und ich unterstelle Dir mal, dass das eigentlich nicht Deine Absicht ist.
Also bleib bitte fair und wenn Dir gegenüber jemand unfair ist, dann ist es ein Zeichen von Schwäche, allen möglichen anderen gegenüber, die Dir nichts getan haben, auch unfair zu werden !

O.k. - soweit von mir das "Wort zum Sonntag" - ich weiss, ich bin auf dieser Seite Gast und kann niemanden vorschreiben, wie er sich "zu Hause" benehmen soll - aber vielleicht könnt Ihr es ja als Anregung akzeptieren. Gute Nacht allerseits !

Sonntag, der 10. Maerz 2002, 22:10 Uhr
Name: House "THE DREAM"
E-Mail: dreamro@hotmail.com
Homepage: http://www.rhp.ro/dream

Haben Sie bitte einen Blick auf diesem 4web page und sehen Sie, daß was mit Zicklein von Rumänien... geschieht, danken wir Ihnen im voraus, weil Sie uns ein Bit von Ihrer Zeit geben. Auch ein Bauteil von unserer Organisation ist im 10of April bis bis Juli in Deutschland. Wenn Sie mit ihr in Verbindung treten möchten zu gefallen, informieren Sie uns in der E-mail dreamro@hotmail.com

Please have a look on this web page and see what is happening with kids from Romania ...we thank you in advance because you give us a bit from your time. Also a member from our organisation will be in the 10of April until to July in Germany. If you would like to contact her please let us to know in the e-mail dreamro@hotmail.com

www.rhp.ro/dream

GOD BLESS YOU
GOTT SEGNEN SIE

Sonntag, der 10. Maerz 2002, 22:02 Uhr
Name: Heike N.
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Hallo Willi Wichtig,

Wenn Eltern meinen, dass es für ihre Kinder schlecht ist homosexuell zu sein, dann ist das ihre Entscheidung.

Sicherlich. Doch wenn Eltern ihren homosexuellen Kindern vermittelten, dass sie in die Hölle kommen, obwohl die nur ihre Liebe leben wollen, dann ist das eine schlimme Sache. Ich kenne jemanden, der hat sich aus diesem Grund das Leben genommen.

Es ist doch die Aufgabe der Eltern ihr Wissen und ihre Erkenntnisse an die Kinder weiterzugeben.

Ja, aber ihnen alle Möglichkeiten offen zu lassen um einen eigenen Lebensweg zu finden auch!

Wenn dein Kind z.B. Drogen nehmen würde, oder einer satanistischen Sekte beitreten würde - würdest du nicht einschreiten?

Meine Tochter wird 16, insofern ist diese Fragestellung aktuell, ja. Ich habe meine Tochter über menschliche Werte informiert, aufgeklärt, war ein entsprechendes Vorbild, immer mit der Einschränkung, dass ich auch ein Mensch bin (Mit Fehlern und Schwächen). Sie ist außerordentlich informiert, auch über Dinge, die ich ihr nicht mitgeteilt habe (was mich angenehm überrascht hat) auch sehr kritisch. Sie raucht, hat Haschisch probiert. Die Tatsache, dass sie mir das mitteilt, gibt mir Recht in meiner Vorgehensweise (ich habe sowas meinen Eltern verschwiegen, ging dir das nicht ähnlich?)
Satanisten lt. ihrer eigenen Aussage: die sind bekloppt. Das sagt sie übrigens über alle Glaubensrichtungen.

Kann ich nicht beurteilen, ich kenne deine Familie nicht.

Dann urteile nicht pauschal. Differenziere!

Meine Frage ist an euch ist, ob Eltern nicht das Recht und sogar die Pflicht haben ihre Kindern auf den (aus ihrer Sicht) rechten Weg zu bringen?

Ganz klar: nein. "Den rechten Weg" gibt es nicht. Den muss jeder für sich selbst finden. Man kann als Eltern nur Hilfestellung bieten.

Mir ging es nicht um den Begriff, sondern dass Herr Hohlkopfklopfer ständig eine unnötioge Wortglauberei betreibt, um meinen Fragen auszuweichen.

Ich verfolge Herberts Postings lange genug um beurteilen zu können, dass er das gerade nicht tut (was mir oftmals auf die Nerven geht). Doch fange ich langsam an, gerade bzgl. dieser (aller) Wortklauberei genau aufzupassen und zu differenzieren.

Ich bin intolerant zu intoleranten.

Ich auch. Und wenn du dich erinnerst, bist DU hier reingeplatzt mit nichts als Vorverurteilungen. So, wie du nun postest, kann man sich mit dir austauschen :-)

Vieles. Es würde das GB sprengen.

Nee, damit speise ich mich nicht ab. Dann gehe ins Forum.

Gruß
Heike

PS: "Querlesen" kenne ich spätestens seit meinem Studium

Sonntag, der 10. Maerz 2002, 21:36 Uhr
Name: WilliWichtig
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=> Heike N.

Ich kenne jemanden, der hat sich jahrelang mit einem schlechtem Gewissen herumgeschlagen, weil ihm durch seine christliche Erziehung vermittelt wurde, dass Onanieren eine Sünde ist.
Einige Bekannte haben sich jahrelang nicht zu ihrer Homosexualität bekennen können (vor sich selbst), weil sie durch ihre christliche Erziehung vermittelt bekommen haben, dass Homosexualität Sünde ist.

1. Ich kann es auf Grund mangelnder Erfahrung nnicht genauer beleuchten - mir fehlte die christliche Erziehung
2. Wenn Eltern meinen, dass es für ihre Kinder schlecht ist homosexuell zu sein, dann ist das ihre Entscheidung.

Alle Eltern meinen es mit Sicherheit "gut", wenn sie ihre Kinder nach ihren Werten erziehen. Aber ihre Werte müssen nicht unbedingt die Werte ihrer Kinder sein.

Wieso nicht? Es ist doch die Aufgabe der Eltern ihr Wissen und ihre Erkenntnisse an die Kinder weiterzugeben.

Ich habe meine Tochter aufwachsen lassen ohne Kriegsspielzeug, weil ich eine pazifistische Einstellung habe. Sie schuf sich ihre eigenen Werte: sie möchte gerne zur Bundeswehr bzw. ist fasziniert davon. Shit happens.

Ich selber bin nicht christlich erzogen worden und war lange Jahre aktive Christin.

1. Nun bist du es nicht mehr
2. Ändert das doch nicht an der Tatsache, dass Eltern das Recht und die Pflicht haben, ihre Kinder vor dem Gesetz und vor ihrem Gewissen und Wissen bestens zu erziehen

Warum nicht seinen Kindern die Wahl lassen?

Wenn dein Kind z.B. Drogen nehmen würde, oder einer satanistischen Sekte beitreten würde - würdest du nicht einschreiten?

Ich habe bewusst meine Tochter nicht taufen lassen mit dem Hintergrund, sie selber entscheiden zu lassen. Sie wollte nicht. Und nicht etwa, weil ich ihr vermittelt hätte, dass das Christentum "schlecht" wäre. Ganz im Gegenteil habe ich sie bewusst mit verschiedenen Religionen/Anschauungen konfrontiert (christlicher Part in der Familie meines Stiefvaters, moslemischer Part in der Familie einer Freundin, die die Namensgeberin und "Patin" des zweiten Vornamens meiner Tochter ist, atheistischer Part in der Familie, agnostischer Part)

Kann ich nicht beurteilen, ich kenne deine Familie nicht.

"Mündig" sollte schon jeder sein, oder nicht?
DAS und nichts anderes ist die Verpflichtung der Eltern: seine Kinder zu selbstbestimmten, mündigen Menschen zu erziehen.

Das stellte ich nicht zur Frage. Meine Frage ist an euch ist, ob Eltern nicht das Recht und sogar die Pflicht haben ihre Kindern auf den (aus ihrer Sicht) rechten Weg zu bringen?

... ist ein enormer Unterschied.
glauben: ich nehme unreflektiert etwas bestehendes an.
meinen: ich vermute, dass etwas der Wahrheit entsprechen könnte (oder auch nicht).
denken: ein Prozess, der mit Hilfe meiner Erfahrung und meinem Wissen zu einer Meinung/Ansicht/Anschauung führt.
wählen: ich suche mir aus dem mir zur Verfügung stehenden das heraus, was mir als richtig (oder als das kleinere Übel) erscheint.
erschaffen: ich kreiere etwas neues.

Mir ging es nicht um den Begriff, sondern dass Herr Hohlkopfklopfer ständig eine unnötioge Wortglauberei betreibt, um meinen Fragen auszuweichen.

Und du nennst uns intolerant?

Ich bin intolerant zu intoleranten. Das ist eine schlechte Eigenschaft von mir.

Was siehst du denn?

Vieles. Es würde das GB sprengen. Von der vollkommenheit der Natur bis zu meinen Erlebnissen und den Erlebnissen von Milliarden anderer Menschen. Z.B. der Psycho-James-Bond, ich weiß nicht, ob ich ihm glauben soll - die Geschichte ist zu fantastisch - andererseits, wenn ich an die Glaubenserlebnisse von Christen auf der ganzen Welt höre wiederum nicht. Es ist zu viel, um alles zu sagen, aber ich habe die Bibel und viele andere Religionen/Weltanschauungen auf alles bezogen, habe es mit verschiedenen Religionen versucht. Ich zahlte zwar Kirchensteuer, war aber ein klassischer "Taufscheinchrist". Letztenendes blieb ich einfach beim Christentum, denn die Lehre von Jesus halte ich weitestgehend für die wahrnehmbare Realität.

Damit du dir das unnötige argumentieren sparst: Wenn ich etwas lese oder erfahre ist meine Methodik folgende:

Lesen - nochmal lesen - anschließend über das Internet querverweise suchen - an eine UNI gehen / Bibliotheken aufsuchen - Beweise / Ähnlichkeiten / Gegenbeweise suchen - beides auf eine Liste schreiben - einen guten Freund fragen -Informationen Abwiegen - In einen Umschlag packen - Ein bis Zwei Jahre warten - Umschlag aufpacken - Prozedur von vorne beginnen (zweimal wiederhohlen; bei Fragen zu dem Thema ebenfalls wiederhohlen)

Ich denke dass ist ein neutraler und objektiver Weg "philosophische" und glaubensbezügliche Fragen zu beantworten. Dies ist auch einer der Gründe warum ich einen hochbezahlten sicheren Job als Dipl. Informatiker abgelehnt habe (den ich angeboten bekommen habe) und Admin geworden bin: Ich habe den ganzen Tag Zeit darüber nachzudenken - nur ab und zu gibts ein paar Probleme - paar Softwareupdates. Aber die meiste Zeit kann ich an schnellen Rechnern arbeiten - habe Zugriff auf viele Informationen - kann viele Leute kontaktieren und meinem Hobby nachgehen: Programmieren und über "Gott und die Welt" nachdenken.

Sonntag, der 10. Maerz 2002, 20:04 Uhr
Name: Heike N.
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Hallo Willi Wichtig,

Wenn Eltern eine christliche Erziehung für ihre Kinder als richtig erachten, ist das ihr Recht. Wenn du nun sagst, dass den Kindern hier die Möglichkeiten beschränkt werden etc., dann irrst du.

Ich kenne jemanden, der hat sich jahrelang mit einem schlechtem Gewissen herumgeschlagen, weil ihm durch seine christliche Erziehung vermittelt wurde, dass Onanieren eine Sünde ist. Einige Bekannte haben sich jahrelang nicht zu ihrer Homosexualität bekennen können (vor sich selbst), weil sie durch ihre christliche Erziehung vermittelt bekommen haben, dass Homosexualität Sünde ist.
Alle Eltern meinen es mit Sicherheit "gut", wenn sie ihre Kinder nach ihren Werten erziehen. Aber ihre Werte müssen nicht unbedingt die Werte ihrer Kinder sein. Ich habe meine Tochter aufwachsen lassen ohne Kriegsspielzeug, weil ich eine pazifistische Einstellung habe. Sie schuf sich ihre eigenen Werte: sie möchte gerne zur Bundeswehr bzw. ist fasziniert davon. Shit happens.

Ich selber bin nicht christlich erzogen worden und war lange Jahre aktive Christin.
Warum nicht seinen Kindern die Wahl lassen? Ich habe bewusst meine Tochter nicht taufen lassen mit dem Hintergrund, sie selber entscheiden zu lassen. Sie wollte nicht. Und nicht etwa, weil ich ihr vermittelt hätte, dass das Christentum "schlecht" wäre. Ganz im Gegenteil habe ich sie bewusst mit verschiedenen Religionen/Anschauungen konfrontiert (christlicher Part in der Familie meines Stiefvaters, moslemischer Part in der Familie einer Freundin, die die Namensgeberin und "Patin" des zweiten Vornamens meiner Tochter ist, atheistischer Part in der Familie, agnostischer Part)

Ein Kind hat auch nicht die Wahl, ob es als mündiger Bürger erzogen wird.

"Mündig" sollte schon jeder sein, oder nicht?
DAS und nichts anderes ist die Verpflichtung der Eltern: seine Kinder zu selbstbestimmten, mündigen Menschen zu erziehen.

glaubst, meinst, denkst, wählst, erschaffst...

... ist ein enormer Unterschied.
glauben: ich nehme unreflektiert etwas bestehendes an.
meinen: ich vermute, dass etwas der Wahrheit entsprechen könnte (oder auch nicht).
denken: ein Prozess, der mit Hilfe meiner Erfahrung und meinem Wissen zu einer Meinung/Ansicht/Anschauung führt.
wählen: ich suche mir aus dem mir zur Verfügung stehenden das heraus, was mir als richtig (oder als das kleinere Übel) erscheint.
erschaffen: ich kreiere etwas neues.

Tja, dann wundert mich es nicht, dass du so einen Unfug redest: Typisch Atheist.

Und du nennst uns intolerant?

Das was ich glaube, ist das was ich sehe. Darum bin ich Christ.

Was siehst du denn?

Gruß

Heike N.

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