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Dienstag, der 12. Maerz 2002, 08:35 Uhr
Name: Maud
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@ Willi

Deine Ansichten sind einseitig.
Die meisten Menschen hinterfragen im alltäglichen Leben nicht, sondern für sie gehört Religion als Tradition einfach zum Leben.
Bei Dir war es wahrscheinlich lange Zeit nicht anders, aber insgeheim bist Du konditioniert.
Ich weiß nicht, welches Ereignis Dich zum "Glauben" gebracht hat, doch an einen Gott/Allmacht zu glauben, heißt noch lange nicht an die Kirche oder die Bibel zu glauben. Wenn Du allerdings die Bibel als Wegweiser braucht, dann hast Du nicht gelernt, eigenständig zu leben. Doch wenn Du bewußt mit diesem Glauben glücklich bist, schön für Dich.
Für mich ist das vergleichbar mit einer Krücke.
Atheisten brauchen keine Krücken, das habe ich in meinem Umfeld und hier im GB immer wieder gesehen. Sie leben Deine sogenannten "christlichen Werte" ohne es vorgeschrieben zu bekommen. Atheisten schlucken nicht einfach alles runter, was ihnen vorgesetzt wird.
All die Exchristen, die Jahre lang christlich gelebt haben, haben sich mit dem Thema Kirche sehr intensiv auseinandergesetzt. Sie wissen wovon sie reden.
Bei Dir kommt vielleicht Deine Konditionierung durch. Passt vielleicht ganz gut zu Deinem Erlebten. Ich kanns nicht beurteilen.
Oder ist es einfacher Verantwortung an eine höhere Instanz abgeben?
Auch ich war mal katholisch, doch mit 10 Jahren hörte ich auf an die Kirche zu glauben. Später habe ich Bekanntschaft mit Philosophie, Religionen und Esoterik (nicht die überdrehte von heute) gemacht. Insgeheim war ich auch immer auf der Suche nach einem Gott.
Doch mein Leben nahm eine Wende, bei der ich auf mich selbst gestellt war, und das war das Schlüsselerlebnis, warum ich NICHT an einen Gott glaube.
Ich bin für mich und meine Umwelt und mein Tun selbst verantwortlich. Niemand sonst.
Da meine Mädels ohne Kirche und Gott aufgewachsen sind, sind sie neutral und kritisch gegenüber allem, das ihnen anscheinend wahre Erfüllung gibt. Und sie sind sehr selbstbewußt und selbstständig.
Alles was Du meinst auf christliche Erziehung zurückführen zu können, wurde Dir hier mehrfach widerlegt, denn auch die beiden Heikes und Herbert haben Dir immer wieder versucht zu erklären, dass es sehr wohl möglich ist ohne "Kirche und christlichen Glauben", zu leben und Kinder zu verantwortungsbewußten Menschen zu erziehen.
Vielleicht sogar mehr, als mit irgendwelchen Wischi-Waschi-Vorschriften ala lieber Gott und so.....

Was willst Du eigentlich hier im GB? Missionieren hat keinen Zweck. Und was Neues bringst Du auch nicht. Ist im Grunde alles schon mal durchgekaut worden. Vielleicht diskutierst Du lieber mit Gleichgesinnten auf einer christlichen Seite. Spart Dir sicher so manchen Adrenalinschub.

Gruß
Maud

Montag, der 11. Maerz 2002, 22:47 Uhr
Name: WilliWichtig
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=> Herbert

Ich schließe Kirche und totalitär aus,...
Was soll man dazu noch sagen?


Dass ich recht habe.

1. Du hast den Satz aus dem Zusammenhang gerissen
2. Wenn du die Kirche näher kennen würdest, würdest du nicht so reden

Ich halte insbesondere christliche Jugendliche auch nicht für gefährdet,...
Man gucke sich nur mal die Religionszugehoerigkeit der Drogentoten eines Jahres an... (alles Atheisten und Konfessionslose?)

Ach da sie an, eiskalt hab ich dich du dhfdgh: wenn es um Mord und Drogen geht, sind alle Menschen Christem - aber wenn es um Kirchensteuer und Staat-und-Kirche geht, sind alle Taufscheinchristen - na nu. Ich wette, dass die Masse der Drogentoten kaum aktive oder gläubige Christen waren.

Fuer mich sind die meisten christlichen Pfadfindertruppen faschistoide Kaderschmieden.

Ein beweis, dass du die Pfadfinder nicht kennst. Du beurteilst etwas das du nicht kennst. Ich nenn dir mal ein paar Grundregeln des VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder):

Ich bin eine christliche Pfadfinderin/ein christlicher Pfadfinder und halte mich an diese Regeln:

1. Ich will mein Leben nach meinem Herrn Jesus Christus ausrichten.

2. Ich achte andere Menschen.

3. Ich bemühe mich um Wahrheit

4. Ich helfe, wo ich Nöte erkenne.

5. Ich bin kameradschaftlich und freundlich.

6. Ich schütze die Natur und ihre Lebewesen.

7. Ich lasse mich nicht von materiellen Gesichtspunkten bestimmen.

8. Ich bin zuversichtlich und bejahe mein eigenes Leben.

9. Ich trete für Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit ein.

10. Ich gehe mit dem was mir anvertraut ist, verantwortlich um.

Ich war auf mehreren Pfadfinderlagern als Besucher. Die Kinder, der ganze Verband hat mir imponiert. Es ist kaum Militärisch - ja im Gegenteil. Gut, es gibt Trachten, sie sollen aber ungleichheit verbergen (im VCP ist die Trachtordnung zwar da, aber auch nicht so eng zu sehen). Die Kinder haben aber imense Gewinne. Sie lernen mit dem Minimum zu leben, mit Werkzeugen umzugehen, lernen mit Menschen umzugehen, lernen Gemeinschaft, lernen selbstverantwortlich zu handeln (selbst Gruppen leiten), lernen Demokratie (der Verband ist komplett Demokratisch Organisiert - selbst die Stammesleitung wird gewählt), sind bei Organisationen weltweiten verständnisses verbunden. Es gibt Weltpfadfindertreffen - seit einiger Zeit über das Internet (suche nach "JOTI"). Pfadfinder sind die Leute, die selten zum Bund gehen.
Du verwechselst Pfadfinder mit der FDJ oder HJ. Zudem musst du die Amerikanischen "Staats"Pfadfindern von den christlichen Pfadfindern in Deutschland unterschieden. Aber ein Beweis, dass du scheints in 30 Jahren weniger von Kirche und kirchlichen/christlichen Gruppen mitbekommen hast als ich in einem knappen Jahrzehnt. Hier einige Links, die dir solche Vorurteile abbauen helfen:

http://www.scoutnet.de/
http://www.vcp.de/

Aber auch der Glaube ein Schutzwall sein kann_.

Nur fuer den, der sowas benoetigt.

Ich habe für dich mal das "kann" herausgehoben. Der Rest erübrigt sich, Leseratte.

Dann kann man nicht mehr stolz sein, ein Deutscher zu sein.
Deutscher? Was ist das?

Eine weitläufige Sache. Rechtlich gesehen Staatsbürger.
Angehöriger eines bestimmten Westlich-Abendländischen Kulturkreises im Bereich von Deutschland. Wobei Staatbürger nicht zwingend ist, es gibt Deutsche, die nicht die Staatsbürgerschaft haben - Östereicher, Vertriebene, Ausgereiste...

Aber nun fang nicht mit einer Ausländer-Diskussion an, der Sache bin ich satt, denn dieser übertriebene Pseudo-Pazifismus ist eine Sache die nutzlos ist und mit Pseudo-Pazifiszen rede ich nicht mehr, das hat keinen Sinn. Blind jeden reinlassen, führt zu einer Katastrophe. Für Frieden bin ich, um jeden Preis - aber der Weg zum Frieden muss so sein, dass er funktioniert und fest ist. Mir wäre es auch am liebsten, jeder würde sofort seinen Egoismus aufgeben und friedlich sein, aber das klappt einfach nicht. Frieden und Brüderlichkeit fordern stabile Konzepte - wie eben das Christentum.

(Zudem müsste die PDS sich eigentlich aus gutem Grund aus der Debatte raushalten)

Montag, der 11. Maerz 2002, 22:20 Uhr
Name: WilliWichtig
E-Mail: keine E-Mail
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=> Herbert (danke für die vielen Lacher, die du mir heute mit deinem Gelaber wieder bereitet hast :-) )

Wo steht denn auf dieser Web-Site, dass wir Menschen vom GLAUBEN abbringen wollen?

Hm.... lass mal nachdenken .... Niedermachende Witze über Religionen .... hm.... merkwürdige Aufdeckungen über Religionsgemeinschaften ... Titel: Humanist .... hm....

Das ist irgendwie, wie bei Microsoft. Bill Gates würde es öffentlich auch nicht wagen, dass er jedigliche Konkurrenz am Boden hätte - ist nicht gut fürs Geschäft und laufende Prozesse. Übertrags mal (nicht unmittelbar, ich hoffe du schaffst das) auf dich.

Hehe... Siggi kann sich ja auch nüch mehr wehren. Bemühe deine Suchmaschine mal bzgl. Jung.

Jajajaja... Es ist immer Praktisch Titel und Name zu haben, wenn man gegen etwas ist.

Ich glaube der ist aktueller. Hinsichtlich Psychoanalyse bin ich nicht so fit.

Deshalb nennst du aber Religiöse öfters mal schizo oder geistesgestört.

Hinsichtlich Psychologie da schon eher: nicht jeder, der "GLAUBT" ist gleichzeitig ein Wahnkranker. Derjenige, der allerdings seinen Glauben zum Nabel der Welt macht und andere missionieren muss, erfüllt zumindest in Ansätzen die Kriterien für Paranoia.

Paranoia = Verfolgungswahn; Größenwahn. Religionen sind nicht größenwahnsinnig, sondern Ideologiewahnsinnig - aber nicht nur Religionen und nicht jeder Religiöse. Parteien, Weltanschauungen - durch die Reihe.

Willst du die Helfer des Missionswerkes, die Bildung in Afrika in manchen Gegenden überhaupt ermöglichen als geistesgestört bezeichnet. Tut mir leid, meiner Meinung kannst DU nicht jemand Geistesgestört nennen, wenn du

a) Kein Psychologe bist
b) Du die Personen nicht persönlich kennst
c) Nicht fähig bist, ihre Ansicht zu verstehen (nicht zu akzeptieren - aber du bist nicht mal fähig sie zu verstehen)
d) Nicht fähig bist, deine eigenen Ansichten ohne eigenes Denken zu erreichen, sondern hirnrissige Sprüche brauchst

Da sehe ich aber auch einen kleinen Unterschied: Ob ich nun Fussballvereine mit Tennisvereinen oder Kirchen (Religionen mit Koerperschaftsstatus) mit eingetragenen Vereinen vergleiche.

Religionen sind komplexer, als normale Vereine. Woran du dich gewöhnen solltest (unabhängig von deiner Aussage), dass man mit Religionen nicht "spielen" darf. Der 11.9 hat bewiesen, dass Menschen nicht ihre Gefühle kontrollieren können. Wir Menschen sind keine Vulkanier :-).

Zudem gibt es exakte biblische und religioes-kirchliche Vorstellungen, wie ethische Praemissen und Lebensweisen von christlichen Glaeubigen auszusehen haben (siehe auch Katechismus). Mit dem Anspruch, mit dem die christliche Religion antritt, muss sie sich auch messen lassen - alles andere ist wischi-waschi und ein individuell zusammengebastelter HobbyGLAUBE,

HobbyGlaube ist Astrologie. Ich versuche so viel wie möglich die Bibel als Grundlage zu sehen, aber auch die Geschiichte und am meisten die Natur- und Geisteswissenschaften. Die Informatik ist ein kleiner Teil, der durch Logik Gott beweist. Die Physik hat ihn schon bewiesen.

Die "wiedergeborenen" und "wahren" Christen, die ich kenne und die konsequent versuchen ihr Leben nach der jesuanischen Lehre auszurichtenen, sind in keinen der beiden Gross-Sekten Mitglied. Kirchenmitgliedschaft in den beiden Grosskirchen hat mit echtem GLAUBEN ueberhaupt nichts zu tun - jedenfalls nicht zwingend.

Stimme ich überein. Dennoch hat die Kirchenmitgliedschaft nichts schlechtes - okay, Kirchensteuer - okay Sonntags früh aufstehen. Dennoch, du bist in einer Gemeinschaft mit überwiegend freundlichen und hilfsbereiten Menschen, lernst selbst anderen zu helfen, du kommst leicher an soziale Arbeiten und hast natürlich bei der Sache auch noch Spaß. Was ist daran schlecht?
Ich sehe mich nicht als "wahr" oder "wiedergeboren", wie die Opas aus der U-Bahn. Nein, ich habe das Gefunden, was nachweislich Realität ist. Da ist nichts besonderes dran, neugier und wissenschaftliches arbeiten - und schon findet man zu Gott.

In der Regel merkt man es selbst nicht, wenn man Verantwortung abgibt (oder zumindest erst sehr spaet).

Ach als Atheist hast du das noch nicht gemerkt?

Ideologien nehmen Menschen immer Verantwortung ab.

Atheismus ist wohl keine Ideologie. Halt, stimmt jetzt kommt wieder dein dummes gefasel. Bloß weil du nicht wahr haben willst, dass dein Nicht-Gott-Glaube deinem Gott-Glauben vom Prinzip ähnlich ist - nur dass du mit dem Nicht-Gott-Glaube falsch liegst.

Fuer mich hat eine "letzte Instanz" den bitteren Beigeschmack einer "letzten Rache". Nach dem Motto, dass der Moerder, der nie vor einem irdischen Richter steht, spaetestens "da oben" geraecht wird. Indem man sich nicht nur vor seinen Mitmenschen versucht zu rechtfertigen (sondern auch noch vor einer letzten Instanz), wird diese Gesamtheit der Rechtfertigung aufgeteilt.

Wird das in der BRD?

In einen realen Part und in einen fiktiven. Wenn man nur (oder unter anderem) deswegen ein moeglichst ethisch einwandfreies Leben fuehrt, weil einem letztlich die "Angst" vor einem Gottesgericht davon abhaelt, "schlecht" zu sein, dann zeigt dies evident auf, das die Verantwortung fuer verantwortliches und selbstverantwortliches Handeln nicht mehr voellig bei einem selbst liegt.

Ich z.B. hab ethisch Korrekt auch ohne Christentum gehandelt. Das Christentum sehe ich als Erweiterung, als Bereicherung - es ist gut zu wissen, ein Stück mehr der Realität zu kennen.

Ich halte die wissenschafltiche Methode fuer die redlichste: Wer eine Hypothese oder Theorie aufstellt hat auch den verifizierbaren Beweis fuer die Richtigkeit seiner Annahme zu erbringen - solange gilt das Gegenteil.

Beweise für Gott gibt es mehr als Gegenbeweise.

GLAUBE halte ich fuer eine Form von Geisteskrankheit (ist uebrigens nicht nur meine Erkenntnis; siehe Freud)

Worauf basiert deine Erkenntnis? Da du nicht sagst, mancher Glaube, sagst du also damit, glaube generell. Zudem ist Freud verrückt gewesen.

Ich messe Parteien nicht zwingend an ihrer Vergangenheit. Wie schon gesagt, da gaebe es bei vielen was auszugraben. Sicherlich gaebe es auch in anderen Parteien Ex-IM der Stasi, die Dreck am Stecken haben.

Nicht nur das. Denke ich an die ganzen Kohl etc. Geschichten, sieht man aber, dass vieles klappt. Vielleicht könnt ihr ja euren Psycho-James-Bond fragen, ob der was dazu weiß.
Die Grünen kommen für mich außer Frage, denn die reden a) dummes Zeug, was Umweltschutz betrifft b) halten sie nicht zu ihrer Meinung. Die SPD war zwar lange für mich meine bevorzugte Partei, aber nach dem Rot-Grünen-Unsinn, ist es aus. Mal sehn, was die CDU zu bieten hat.

Vergleiche ich jedoch die politische Realitaet der Regierungsparteien der letzten zehn Jahre an ihren Versprechungen ("bluehende Landschaften", etc.) und ihren einst hoch gesteckten Anspruechen (raus aus der NATO, Abschaffung der BW), mit den Programminhalten und der Realpolitik der PDS, sind mir diese "roten Socken" wesentlich symphatischer,

Was hat die PDS in den letzten zehn Jahren besser gemacht, als die anderen Parteien. Ich sehe nichts. Nichtmal gute Vorschläge.

als die Kriegspraxis aller anderen Parteien.

Ich weiß nicht, in welcher Traumwelt du bist. Naja die PDS will ja Drogenkonsum legalisieren - betroffen? Der 11. 9 dürfte vielen gezeigt haben, dass es Länder und Staaten in dieser Welt gibt, die politisch nicht stabil sind. Leider kann man nicht alles mit Worten regeln. Wären alle Menschen echte Christen, gäbe es zwar keine Kriege, aber dem ist nicht so. Wie auch immer, die BW abzuschaffen oder der Afghanistan-Einsatz abzulehnen, ist ein Fehler. Die BW brauchen wir, der Osten Europas und Asiens ist lange nicht politisch stabil. Afghanistan muss gesichert werden.
Das ist wie mit dem Atomausstieg. Wir bauen alle hochsicheren deutschen Atomkraftwerke ab und nutzen den Atomstrom aus Tschechien. Da hinkt was an der Sache.
Das andere ist, die (SED) PDS ist wohl eine Partei, die an den heutigen Kriegen nicht unbeteiligt ist - suche im Lexikon unter "Ostblock" oder "Kalter Krieg", oder konsultiere ein Geschichtsbuch.

Ich wage sogar zu behaupten, dass diese Regierungspolitik der vergangenen zehn Jahre inzwischen mehr Menschen das Leben gekostet hat, als in den letzten zehn Jahren in der Ex-DDR durch die SED.

Was ist mit der KPdSU? Die SED ist nicht nur für die Taten in der Ex-DDR, sondern auch mitverantwortlich an Verbrechen in Rußland. Teilweise durch wegschauen, aber schon allein durch die Partnerschaft.

Montag, der 11. Maerz 2002, 21:44 Uhr
Name: Heike N.
E-Mail: worldsherold@aol.com
Homepage: www.worlds-herold.de

Hallo Herbert,

Aber doch nur zum Teil - oder?
(Bin da mit Siggi gerade nicht auf dem Laufenden)

Hehe... Siggi kann sich ja auch nüch mehr wehren. Bemühe deine Suchmaschine mal bzgl. Jung. Ich glaube der ist aktueller. Hinsichtlich Psychoanalyse bin ich nicht so fit. Hinsichtlich Psychologie da schon eher: nicht jeder, der "GLAUBT" ist gleichzeitig ein Wahnkranker. Derjenige, der allerdings seinen Glauben zum Nabel der Welt macht und andere missionieren muss, erfüllt zumindest in Ansätzen die Kriterien für Paranoia.

Gruß
Heike N.

Montag, der 11. Maerz 2002, 21:32 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

@ Heike,

Der alte Siggi ist mittlerweile überholt.

Aber doch nur zum Teil - oder?
(Bin da mit Siggi gerade nicht auf dem Laufenden) :-))

Montag, der 11. Maerz 2002, 21:13 Uhr
Name: Heike N.
E-Mail: worldsherold@aol.com
Homepage: www.worlds-herold.de

@Herbert,

GLAUBE halte ich fuer eine Form von Geisteskrankheit (ist uebrigens nicht nur meine Erkenntnis; siehe Freud)

Der alte Siggi ist mittlerweile überholt.

@Willi Wichtig

Morgen antworte ich auf dein Posting (im Büro, da hab ich mehr Zeit *flöt grinsel*)

@Ossi

Meine Meinung [zur PDS] hat sich halt aus persönlichen Erfahrungen und aus persönlichen Erfahrungen von Freunden mit dieser Partei ergeben. [...] Viele sind heute Sozialhilfeempfänger und müssen psychologisch betreut werden.

Mein Dad ist im Stadtrat für die PDS irgendwo in den neuen Bundesländern. Er war auch schon zu Zeiten der SED Mitglied. Ich habe selten einen so ehrlich seine Meinung vertretenen Mann erlebt. Und das nicht nur, weil er mein Vater ist. Ich sah ihn erst nach 20 Jahren wieder (nach der Maueröffnung wieder, hatte also als Kind keinen großen Bezug zu ihm). In Rheinland-Pfalz habe ich eine CDU-Stadträtin kennen gelernt, die ich ernsthaft fragen musste, ob sie nicht in der falschen Partei ist, da ihre politische Arbeit eher bei den Grünen anzusiedeln war. Hier geht es mal wieder um "Menschen" und nicht um eine "Institution".

"Es ist ein ziemlich offenes Geheimnis, daß die Satiriker gerade in Deutschland besonders schwer dran sind. Die hiesige Empfindlichkeit grenzt ans Pathologische. Der Weg des satirischen Schriftstellers ist mit Hühneraugen gepflastert. Im Handumdrehen schreien ganze Berufsverbände, Generationen, Geschlechter, Gehaltsklassen, Ministerien, Landsmannschaften, Gesellschaftsschichten, Parteien und Haarfarben auf. Das Wort 'Ehre' wird zu oft gebraucht, der Verstand zu wenig und die Selbstironie - nie." (Erich Kästner). Diese Aussage trifft nicht nur auf Satiriker zu, sondern auf jeden, der Kritik übt. Unreflektiert wird gleich "geschossen".

Gruß
Heike N.

Montag, der 11. Maerz 2002, 21:02 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
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Nun gut, du bist auch nicht Betreiber dieser Seite.

Wo steht denn auf dieser Web-Site, dass wir Menschen vom GLAUBEN abbringen wollen?

Montag, der 11. Maerz 2002, 20:58 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Ich schließe Kirche und totalitär aus,...

Was soll man dazu noch sagen?

Montag, der 11. Maerz 2002, 20:56 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
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Ich halte insbesondere christliche Jugendliche auch nicht für gefährdet,...

Man gucke sich nur mal die Religionszugehoerigkeit der Drogentoten eines Jahres an... (alles Atheisten und Konfessionslose?)

...zumal die christliche Jugendarbeit (z.B. christliche Pfadfinder), sogar ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit antrainieren.

Fuer mich sind die meisten christlichen Pfadfindertruppen faschistoide Kaderschmieden.

Aber auch der Glaube ein Schutzwall sein kann.

Nur fuer den, der sowas benoetigt.

Montag, der 11. Maerz 2002, 20:52 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
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Dann kann man nicht mehr stolz sein, ein Deutscher zu sein.

Deutscher? Was ist das?

Montag, der 11. Maerz 2002, 20:48 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
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@ Ossi,

Das ist ein evidenter Unterschied zur religioesen Indoktrination ...

Das sehe ich im Prinzip halt nicht so, aber das habe ich ja schon geschrieben.

Ob Du das so siehst oder nicht - fakt ist, dass es eben so ist. :-)))

Ich denke, so konsequent ist wohl kaum eine Vereinigung, weil Vereinigungen - auch die Kirche - keine abstrakten Gebilde sind, sondern aus Menschen (mit allen menschlichen Fehlern) bestehen.

Da sehe ich aber auch einen kleinen Unterschied: Ob ich nun Fussballvereine mit Tennisvereinen oder Kirchen (Religionen mit Koerperschaftsstatus) mit eingetragenen Vereinen vergleiche. Zudem gibt es exakte biblische und religioes-kirchliche Vorstellungen, wie ethische Praemissen und Lebensweisen von christlichen Glaeubigen auszusehen haben (siehe auch Katechismus). Mit dem Anspruch, mit dem die christliche Religion antritt, muss sie sich auch messen lassen - alles andere ist wischi-waschi und ein individuell zusammengebastelter HobbyGLAUBE, der zwar dem Namen nach auch ein GLAUBE ist, aber eben nicht mehr.

Ausserdem halte ich es eher für inkonsequent, halbherzige Gläubige rauszuschmeissen - wie will man deren Glauben dann festigen ?

Die "wiedergeborenen" und "wahren" Christen, die ich kenne und die konsequent versuchen ihr Leben nach der jesuanischen Lehre auszurichtenen, sind in keinen der beiden Gross-Sekten Mitglied. Kirchenmitgliedschaft in den beiden Grosskirchen hat mit echtem GLAUBEN ueberhaupt nichts zu tun - jedenfalls nicht zwingend.

Als Christ gebe ich Verantwortung für mein Tun nicht ab, im Gegenteil: ich muss mich nicht mehr nur vor mir selbst verantworten, sondern auch noch vor einer "höheren Instanz" und vor meinem nächsten.

In der Regel merkt man es selbst nicht, wenn man Verantwortung abgibt (oder zumindest erst sehr spaet). Ideologien nehmen Menschen immer Verantwortung ab. Fuer mich hat eine "letzte Instanz" den bitteren Beigeschmack einer "letzten Rache". Nach dem Motto, dass der Moerder, der nie vor einem irdischen Richter steht, spaetestens "da oben" geraecht wird. Indem man sich nicht nur vor seinen Mitmenschen versucht zu rechtfertigen (sondern auch noch vor einer letzten Instanz), wird diese Gesamtheit der Rechtfertigung aufgeteilt. In einen realen Part und in einen fiktiven. Wenn man nur (oder unter anderem) deswegen ein moeglichst ethisch einwandfreies Leben fuehrt, weil einem letztlich die "Angst" vor einem Gottesgericht davon abhaelt, "schlecht" zu sein, dann zeigt dies evident auf, das die Verantwortung fuer verantwortliches und selbstverantwortliches Handeln nicht mehr voellig bei einem selbst liegt.

Wie Du schon sagst, "Du gehst davon aus" -

Nicht unbedingt.
Die Natur selbst geht davon aus... :-))

...das ist eine Annahme, die weder Du beweisen noch ich widerlegen kann - da halte ich die agnostische Herangehensweise für seriöser.

Ich halte die wissenschafltiche Methode fuer die redlichste: Wer eine Hypothese oder Theorie aufstellt hat auch den verifizierbaren Beweis fuer die Richtigkeit seiner Annahme zu erbringen - solange gilt das Gegenteil.

Wie gesagt, Du kennst mein Gehirn nicht und kannst nicht sehen, ob es krank ist.

GLAUBE halte ich fuer eine Form von Geisteskrankheit (ist uebrigens nicht nur meine Erkenntnis; siehe Freud)

Meine Meinung [zur PDS] hat sich halt aus persönlichen Erfahrungen und aus persönlichen Erfahrungen von Freunden mit dieser Partei ergeben. [...] Viele sind heute Sozialhilfeempfänger und müssen psychologisch betreut werden.

Ich messe Parteien nicht zwingend an ihrer Vergangenheit. Wie schon gesagt, da gaebe es bei vielen was auszugraben. Sicherlich gaebe es auch in anderen Parteien Ex-IM der Stasi, die Dreck am Stecken haben. Vergleiche ich jedoch die politische Realitaet der Regierungsparteien der letzten zehn Jahre an ihren Versprechungen ("bluehende Landschaften", etc.) und ihren einst hoch gesteckten Anspruechen (raus aus der NATO, Abschaffung der BW), mit den Programminhalten und der Realpolitik der PDS, sind mir diese "roten Socken" wesentlich symphatischer, als die Kriegspraxis aller anderen Parteien. Ich wage sogar zu behaupten, dass diese Regierungspolitik der vergangenen zehn Jahre inzwischen mehr Menschen das Leben gekostet hat, als in den letzten zehn Jahren in der Ex-DDR durch die SED.

Montag, der 11. Maerz 2002, 20:40 Uhr
Name: WilliWichtig
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tschuldigung für das dreifachposting, hab mich etwas achtlos umgedreht und die gesamte Verbindung meiner Arbeitsstation gekillt...

liebes notizbuch: morgen verlege ich das kabel zum Hub endlich ordentlich... :-)

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