Gästebuch
Wir freuen uns über (fast) jeden Eintrag in unserem Gästebuch. Nutzen Sie einfach das untenstehende Formular. Diskussionen sollten, sofern ein passendes Forum vorhanden ist, in unsere Diskussionsforen verschoben werden. Pöbeleien und Werbung sind nicht erwünscht, HTML-Tags werden in Text umgewandelt. Kursiv-Formatierung mit *Sternchen*, Fett mit _Unterstrichen_. (Sternchen sind daher als **, Unterstriche als __ zu maskieren.)

Name:
E-Mail:
Homepage:

Dienstag, der 31. Oktober 2000, 16:06 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: Herbert.Ferstl@t-online.de
Homepage: keine Homepage

Wer fuer konsequente Trennung von Staat und Kirche eintritt, kommt nicht umhin, die Kirchensteuer in ihrer derzeitigen Form zu kritisieren, respektive fuer deren Abschaffung einzutreten. Vereine - somit auch religioese - sind fuer die Mitgliedsbeitraege selbst zustaendig.
Nachfolgend der Einfachheit halber ein Auszug aus der Web-Site von www.ibka.org:

Wie wird die Kirchensteuer verwendet?
Viele glauben, der Großteil der Kirchensteuer komme sozialen Zwecken zugute. Das ist jedoch falsch: In Wirklichkeit werden zwei Drittel der Kirchensteuer für die Bezahlung von Pfarrern und Kirchenpersonal verbraucht. In keinem anderen Land der Welt verdienen Pfarrer so viel wie bei uns: etwa 8.000 DM im Monat. Ihre Besoldung und Versorgung entspricht der eines Regierungsdirektors.
Bischöfe werden aus öffentlichen Steuermitteln bezahlt und beziehen rund 15.000 DM, Erzbischöfe sowie der evangelische Landesbischof sogar fast 20.000 DM.
Für öffentliche soziale Zwecke bleiben - selbst nach kirchlichen Angaben - nur höchstens 8 Prozent der Kircheneinnahmen übrig, der Rest wird größtenteils für Kirchenbauten und Verwaltungszwecke verwendet. Die Kosten von kirchlichen Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Altenheimen etc. werden fast ganz - zwischen 85 und 100 Prozent - aus öffentlichen Steuermitteln finanziert oder von Elternbeiträgen, Krankenkassen etc. gedeckt.

Sparen die Kirchen dem Staat Geld?
Im Gegenteil: Die Kirchen verwenden von ihren bundesweit jährlich 17 Milliarden DM Kirchensteuereinnahmen nur rund 1,5 Milliarden DM für öffentliche soziale Zwecke.
Andererseits kostet den Staat die Finanzierung rein innerkirchlicher Anliegen (z.B. Militärseelsorge, Bischofsgehälter, Staatszuschüsse, Priester- und Theologenausbildung an den theologischen Fakultäten etc.) über 9 Milliarden DM, die Subventionen der Gemeinden werden zusätzlich mit etwa 5 Milliarden DM veranschlagt.
Insgesamt kosten die deutschen Kirchen, die reichsten der Welt, den Steuerzahler jedes Jahr über 10 Milliarden DM!

Soweit zum Text des IBKA. Nachstehend die veroeffentlichten Zahlen des bfg-Augsburg zu diesem Thema:

Die Kirchensteuereinnahmen der kath. Kirche 1995 beliefen sich auf DM 8.391 Mio.
Daraus ergaben sich lt. Kirchlichen Angaben folgende Ausgaben:
Pfarrer und anderes kirchl. Personal (keine Caritas): knapp 70 %
Sachkosten, Verwaltung: ca. 10 %
Kirchenbauten: ca. 10 %
Schule und Bildung (man beachte die Deklaration,
da hier nicht oeffentliche Schulen damit gemeint sind, sondern interne "Glaubensschulungen") ca. 10 %
Soziales und Caritatives: ca. 10 %
–––––––––––––––––
Davon Ausgaben fuer oeffentl. soziale und
Bildungsaufgaben: ca. 8-9 %

Summe der Aufwendungen fuer oeffentl.
soziale Leistungen somit: ca. DM 1.200 Mio.

Die Zahlen der evang. Kirche liegen ebenfalls vor, zeigen sich aber beinahe aequivalent.

Öffentlicher Finanzierungsanteil bei Sozialeinrichtungen in kirchl. Trägerschaft
(Betriebskosten; zusätzliche freiwillige Zuschüsse der Kommunen nicht mitgerechnet):

Kindergärten (Bayern): 80% (Kommune u. Land je 40%; ohne 15% Elternbeiträge)
(Kindergarten-Finanzierung im Bundesdurchschnitt: Kommune/Land: 75 %, Eltern 15 %, Kirche 10 %)

Schulen (in Bayern): 90% (Grund-, Haupt- und Sonderschulen 100%)
Krankenhäuser :100% (durch Kassensätze; Investitionen zu 100% vom Staat)

Altenheime :100% (ähnliche Regelung wie Krankenhäuser)

Öffentliche Finanzierung innerkirchlicher Einrichtungen:

Kirchlicher Religionsunterricht an öffentlichen Schulen bundesweit): 4.700 Mio. DM

Priester- u. Theologenausbildung an Universitäten sowie Unterhalt kirchl. Fachhochschulen: 1.100 Mio. DM

Staatszuschüsse aufgrund von Konkordaten u. Kirchenverträgen: 1.600 Mio. DM

Seelsorge an öffentlichen Einrichtungen (Militär, Polizei, Gefängnis, Anstalten): 130 Mio. DM

Denkmalschutz für Kirchenbauten (nur Bund und Länder): 270 Mio. DM

Ausgaben öffentlicher Rundfunkanstalten für rein kirchliche Sendungen: 300 Mio. DM

Steuereinbußen wegen unbeschränkter Abzugsfähigkeit der Kirchensteuer: 4.600 Mio. DM

Zwischensumme: 12.700 Mio. DM

Nicht enthalten sind Zuschüsse von Kommunen, Kreisen, Bezirken, der Bundesanstalt für Arbeit (ABM-Stellen) und vom Bundesamt für den Zivildienst, das ca. 70 % der Kosten von Zivildienstplätzen trägt. Die Wohlfahrtsverbände sparten 1988 durch Zivis 2,2 Milliarden DM; Caritas und Diakonisches Werk profitierten davon zu rund 40 % (vgl. Frankfurter Rundschau, Dokumentation, 17.3.89). Die Auflistung ist unvollständig, weil niemals alle Haushaltsposten nach versteckten Zuschüssen an die Kirchen zu durchforsten sind. Allein die Subventionen der über 15.000 Kommunen werden auf über 5 Milliarden DM geschätzt, so daß aus allgemeinen Steuern mehr für innerkirchliche Zwecke ausgegeben wird als über die Kirchensteuern. Das heißt: Alle Steuerzahler - Kirchenfreie wie Mitglieder - finanzieren interne Kirchenangelegenheiten mit einem Betrag mindestens in Höhe der Kirchensteuer.

(Stand: 13.01.1997; Studienrat Gerhard Rampp, Vorsitzender bfg-Augsburg, Quelle: diesseits Ausgabe 38/Maerz 1997)

Dienstag, der 31. Oktober 2000, 08:42 Uhr
Name: Heike
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Christ,
deine Abhandlung enthält einen Satz, der wichtig ist: "Die Kirchensteuer mindert als abzugsfähige Sonderausgabe die staatliche Steuerlast."

Die Kirchensteuer ist voll abzugsfähig, obwohl nur ein geringer Anteil in allgemeine soziale Aufgaben fließt. Den größten Teil davon bezahlt nämlich eh der Staat (siehe Krankenhäuser).

Mit anderen Worten: Der Staat hat höhere Steuereinbußen durch die volle Abzugsfähigkeit, als die Kirche ihm durch ihren Anteil Kosten spart.

Dienstag, der 31. Oktober 2000, 08:02 Uhr
Name: Heike
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Du lieferst leider keine Zahlen, nur das altbekannte öffentlichkeitswirksame Gewäsch, mit der die Menschen verdummt werden sollen.

Was wird z.B. im Krankenhausbereich aus Kirchensteuermitteln bezahlt: "Aus Kirchensteuermitteln wird allein die Krankenhausseelsorge finanziert, aber das gilt für alle Krankenhäuser unabhängig von der Trägerschaft.

Für kirchliche Häuser werden im Einzelfall Zuschüsse für den Bau und die Ausstattung von Krankenhauskapellen gewährt. Ich hoffe, daß damit Ihre Fragen beantwortet sind." So die Antwort des Bistums (siehe www.kirchensteuer.de)

Du wolltest "echte Zahlen" liefern. Weder die Homepage des Bistums (www.bistum-limburg.de) noch deine Abhandlung liefern diese.

Montag, der 30. Oktober 2000, 19:11 Uhr
Name: Christ
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Hallo Heike ,

da Du immerwieder mit den gleichen Zahlen agierst, möchte ich einmal echte Zahlen und was mit den Kirchensteuern wirklich geschieht aufzeigen. Im übrigen hat jeder Zugriff auf diese Zahlen der einzelen Bistümer.

Die Kirchensteuer FAQ
(Frequently Asked Questions)

Inhalt

Fakten und Zahlen
Die Kirche hat nichts zu verbergen
Reizwort Kirchensteuer
Geschichte der Kirchensteuer
Ein System ohne Alternativen?
Haupteinnahmequelle: Die Kirchensteuer
Kirchensteuer - ein gerechtes System
Der Einzug der Kirchensteuer
Gewählte Gremien entscheiden
Fragen und Antworten
Die Kirche tut immer so sozial, gibt sie nicht in Wirklichkeit für soziale Aufgaben kaum etwas aus?
Warum läßt sich die Kirche ihre Sozialarbeit noch vom Staat bezahlen?
Warum geht die Kirchensteuer nicht direkt an die Gemeinden, wäre das nicht viel gerechter?
Die Kirche hat doch ein riesiges Vermögen, könnte sie nicht leicht auf die Kirchensteuer verzichten?
Warum werden aus der Kirchensteuer eigentlich der Vatikan und der Papst finanziert?
Ist es nicht ein Skandal, daß die Kirche auch an Arbeitslosen verdient?
Fakten und Zahlen
Die Kirche hat nichts zu verbergen
Kirchensteuer - für viele ist das ein Reizwort. Natürlich, Steuern zahlt niemand gerne. Und zur Kirche hat ohnehin jeder seine eigene Einstellung. Kirchenkritik beginnt oft beim Geld: Zu reich sei die Kirche, sie betreibe Geheimniskrämerei und wirtschafte am Ende in die eigene Tasche, so lauten einige der häufigsten Vorurteile.

Wer von seinem hart verdienten Geld Steuern zahlt, will wissen, was mit dem Geld passiert. Darum geht es in dieser Broschüre. Auf einen Blick sehen Sie, was die katholische Kirche in Ihrem Bistum mit der Kirchensteuer finanziert. Wer mehr wissen will, kann sich bei allen Bistümern detailliert über die Haushaltspläne informieren.

Reizwort Kirchensteuer
Jede Gemeinschaft braucht die Unterstützung ihrer Mitglieder, auch die Kirche. Die Finanzierung der kirchlichen Dienste und Aufgaben unterscheidet sich von Land zu Land. In Deutschland gibt es seit Ende des vergangenen Jahrhunderts das System der Kirchensteuer, das schließlich 1919 in der Weimarer Reichsverfassung als eigenständiges kirchliches Besteuerungsrecht fest verankert wurde.

Geschichte der Kirchensteuer
Die Kirchensteuer steht am Ende der Entflechtung von Staat und Kirche. Lange lebte die Kirche von der Abgabe des sogenannten "Zehnten", von staatlichen Zuwendungen und den Erträgen ihrer Besitztümer. Wo das Christentum Staatsreligion war, sorgte das Gemeinwesen für die Finanzierung der Kirche. Im Zuge der Aufklärung kam es zur allmählichen Trennung von Staat und Kirche. Mit dem Reichsdeputationshauptschluß im Jahre 1803 wurde die Kirche weitgehend enteignet. Die Kirchengüter fielen an den Staat. Als Ausgleich übernahm dieser mehr schlecht als recht die Finanzierung der Kirchen. Als die Aufgaben der Kirche wuchsen und dem Staat das Geld knapp wurde, schuf er, zunächst gegen den Widerstand der katholischen Kirche, die Kirchensteuer. Er reduzierte so seine Ausgleichsverpflichtungen aus den Enteignungen der Säkularisation von 1803 auf einen relativ geringen Betrag von Staatsleistungen. Für die Finanzierung der Kirchen waren nun vorrangig deren Mitglieder zuständig, die fortan ohne jede staatliche Einflußnahme über die Verwendung ihrer Steuergelder frei entscheiden konnten. Die Kirchensteuer, die heute von manchen Kritikern als "Zwangssystem" gekennzeichnet wird, ist das Ergebnis eines langen Trennungsprozesses von Staat und Kirche, ein wichtiges Stück kirchlicher Freiheit.

Ein System ohne Alternativen?
Niemand in der Kirche will das deutsche System der Kirchenfinanzierung heiligsprechen. Nichts ist so gut, daß es nicht noch verbessert werden könnte. Das gilt aber auch für alle anderen Kirchenfinanzierungssysteme. Wo sich die Kirche ausschließlich über Spenden finanzieren muß - wie z. B. in den USA -, dreht sich manche Predigt um nichts anderes als um Geld, und diejenigen, die viel geben, haben in den Gemeinden oft den größten Einfluß. Ähnliches gilt für die Finanzierung durch den Staat, wie beispielsweise in Schweden. Die Gefahr der Abhängigkeit wächst. Auf den ersten Blick überzeugend wirkt das italienische System einer allgemeinen Sozial- und Kultursteuer, bei dem jeder einzelne jährlich entscheidet, ob die Kirche oder der Staat seinen Beitrag bekommen soll. Fehlende Planungssicherheit und neue Abhängigkeiten sind dabei einige der Nachteile für die Kirchen. Ein wirklich überzeugend besseres System als die Kirchensteuer gibt es im Moment nicht.

Haupteinnahmequelle: Die Kirchensteuer
Heute stammt der größte Teil aller kirchlichen Einnahmen aus der Kirchensteuer. Ohne dieses Geld wären die vielfältigen Dienste nicht zu finanzieren. Andere Einnahmen sind staatliche Zuschüsse zu sozialen oder kulturellen Einrichtungen sowie Teilnehmerbeiträge, Mieten, Pachten, Zinsen und die sogenannten Staatsleistungen. Natürlich hat die Kirche auch Rücklagen. So ist sie zum Beispiel verpflichtet, die Altersversorgung der Priester und anderer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern. Sie muß für den Unterhalt ihrer Gebäude sorgen und auf Einnahmeausfälle vorbereitet sein. Außerdem gibt es noch zweckgebundene Spenden und Kollekten.

Kirchensteuer - ein gerechtes System
Basis für die Berechnung der Kirchensteuer ist die staatliche Lohn- und Einkommensteuer. Die Kirchensteuer beträgt davon 9 Prozent. Beträgt zum Beispiel die Lohn- oder Einkommensteuer auf 1000.- DM, werden 90.- DM Kirchensteuer einbehalten. Sind Kinder zu berücksichtigen, ist nach dem Jahressteuergesetz 1996 die Berechnung der Kirchensteuer etwas komplizierter geworden. Für die Ermittlung der Kirchensteuer wird beim zu versteuernden Einkommen ein Freibetrag von 6.264 DM pro Kind und Jahr abgezogen. Entscheidend ist der Eintrag von Kinderfreibeträgen auf der Lohnsateuerkarte. Aus den staatlichen Steuertabellen ist unter Berücksichtigung dieses Freibetrages die entsprechende Kirchensteuer abzulesen. Der Solidaritätszuschlag hat auf die Höhe der Kirchensteuer keinen Einfluß. Die Kirchensteuer mindert als abzugsfähige Sonderausgabe die staatliche Steuerlast.

Die Kirchensteuer ist ein gerechtes System, das Rücksicht nimmt auf die finanziellen Möglichkeiten des einzelnen. Wer wenig oder gar keine staatlichen Steuern zahlt, muß auch wenig oder keine Kirchensteuer zahlen. Ob jemand viel oder wenig Kirchensteuer zahlt hat für seine Stellung in der Kirche keine Bedeutung.

Der Einzug der Kirchensteuer
Der Einzug der Kirchensteuer durch die Finanzämter ist vielen Kritikern ein Dorn im Auge. Diese Dienstleistung des Staates wird den Kirchen in Rechnung gestellt. Je nach Bundesland wird eine Gebühr in Höhe von 3 bis 4,5 Prozent der eingezogenen Kirchensteuern gezalt. Müßte die Kirche ihre Steuern selbst einziehen, wären die Verwaltungskosten weit höher. Dieses Geld ginge für Seelsorge und andere Dienste verloren.

Gewählte Gremien entscheiden
Verantwortlich für die Verwendung der Kirchensteuer sind die Diözesankirchensteuerräte. In diesen Gremien sind gewählte Mitglieder in der Mehrheit. Der Kirchensteuerrat verabschiedet den Haushaltsplan und die Jahresrechnung eines Bistums und kontrolliert die Verwendung der Steuermittel.

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Kirchensteuer - Fragen und Antworten
Die Kirche tut immer so sozial, gibt sie nicht in Wirklichkeit für soziale Aufgaben kaum etwas aus?
Rund ein Fünftel der Kirchensteuern fließt in soziale Einrichtungen - vom Kindergarten bis zur Krankenpflegestation. Hinzu kommt, daß in vielen dieser Einrichtungen und Dienste Frauen und Männer ehrenamtlich mitarbeiten, weil sie soziales Engagement als wesentliche Konsequenz ihres Glaubens an einen menschenfreundlichen und gütigen Gott sehen. Wer von der Kirche nur soziale Dienstleistung erwartet, übersieht, was sie als Ganzes ist und sein will. Kirche hat einen dreifachen Auftrag: Seelsorge, Gottesdienst und Caritas. Diese Bereiche gehören zusammen und bedingen einander. Seelsorge und soziales Engagement lassen sich nicht gegeneinander ausspielen.

Warum läßt sich die Kirche ihre Sozialarbeit noch vom Staat bezahlen?
Eine Grundlage unseres Sozialstaates ist das Subsidiaritätsprinzip. Das bedeutet, daß der Staat möglichst viele seiner sozialen Aufgaben freien Trägern überläßt. Caritas und Diakonie werden nicht anders behandelt als andere Träger der freien Wohlfahrtspflege, zum Beispiel Arbeiterwohlfahrt oder Deutsches Rotes Kreuz. Wenn sie anstelle des Staates soziale Dienste anbieten, die allen Bürgern offenstehen, werden diese Dienste auch von den allgemeinen Steuern der Bürger mitfinanziert. So fließen auch in viele kirchliche Einrichtungen erhebliche staatliche Zuschüsse. In der Regel reichen diese Zuschüsse aber nicht aus, so daß solche Einrichtungen zusätzlich auch aus Kirchensteuermitteln und Spenden finanziert werden müssen. Andere Einrichtungen - wie Krankenhäuser - werden über die Pflegesätze finanziert.

Warum geht die Kirchensteuer nicht direkt an die Gemeinden, wäre das nicht viel gerechter?
Das wäre vielleicht durchschaubarer, aber nicht gerechter. Es sollte nämlich nicht so sein, daß eine Gemeinde, in der viele Reiche wohnen, besonders wohlhabend ist, während eine andere, in der viele Arbeitslose leben, sich nicht einmal einen Seelsorger leisten kann. Die zentrale Verwaltung der Kirchensteuer und ihre Verteilung nach gleichen Schlüsseln garantiert jeder Gemeinde eine angemessene Grundausstattung, gleich wieviel Kirchensteuern in ihrem Gebiet eingenommen werden.

Die Kirche hat doch ein riesiges Vermögen, könnte sie nicht leicht auf die Kirchensteuer verzichten?
Nein, ohne die Kirchensteuer müßte die Kirche viele Einrichtungen und Dienste aufgeben. Über einen großer Teil ihres Vermögens kann die Kirche nämlich nicht beliebig verfügen. Grundstücke dienen meist unmittelbar kirchlichen Zwecken, weil sie mit Kirchen und Gemeindehäusern bebaut sind. Sie sind, beispielsweise in Innenstadtlagen, viel wert, aber finanziell nicht verwertbar, im Gegenteil sie kosten infolge des nötigen Bauunterhaltes Geld. Natürlich haben die Bistümer auch Rücklagen. So muß die Versorgungsrücklage beispielsweise so hoch sein, daß daraus die Ruhestandsgehälter der nicht rentenversicherten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezahlt werden können, ohne daß die Rücklage dadurch aufgebraucht wird. Andere Rücklagen dienen dem Bauunterhalt, der Finanzierung von Neu- und Umbauten oder auch der Finanzierung des Bistumshaushaltes, wenn das Kirchensteueraufkommen nicht ausreicht.

Warum werden aus der Kirchensteuer eigentlich der Vatikan und der Papst finanziert?
Weil die katholische Kirche sich ausdrücklich als Weltkirche versteht und der Vatikan wichtige übergeordnete Aufgaben wahrnimmt. Über den Verband der Diözesen Deutschlands tragen alle deutschen Bistümer pro Jahr 15 Milionen Mark für diese Aufgaben der Weltkirche bei. Das entspricht einem Anteil von rund 0,2 Prozent am gesamten Kirchensteueraufkommen.

Ist es nicht ein Skandal, daß die Kirche auch an Arbeitslosen verdient?
Es wäre tatsächlich ein Skandal, wenn sie an Arbeitslosen verdiente. Doch da Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger keine staatlichen Steuern bezahlen, zahlen sie auch keine Kirchensteuer. Das weitverbreitete Mißverständnis entsteht dadurch, daß bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes alle "normalen Belastungen" berücksichtigt werden, auch die Kirchensteuer. Das gilt selbst dann, wenn jemand gar keiner Kirche angehört. Dies ist eine staatliche Vorschrift, an der die Kirchen nichts ändern können. Und da es nur ein Berechnungsmodell ist, haben sie auch nichts davon.

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Öffentlichkeitsarbeit des Bistums Limburg, Roßmarkt 10, 65549 Limburg, Tel. 06431/295276

zurück zur HomePage Bistum Limburg
zurück zur Leitseite www.kath.de

Montag, der 30. Oktober 2000, 07:35 Uhr
Name: Heike
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Christ,
es ist ein Irrtum, dass die Nicht-Kirchenmitglieder mit der Kirchensteuer nichts zu tun hätten. Die Kirchensteuer wird nur zu max. 10 % für allgemeine soziale Aufgaben eingesetzt, ist aber voll von der Steuer als Sonderausgaben absetzbar. D.h. wir alle subventionieren die Kirchensteuer stärker als sie für die Öffentlichkeit eingesetzt wird. Von den vielen anderen Milliönchen, mit denen auch der Konfessionslose die Kirchen aus Steuergeldern finanziert, ganz zu schweigen.

Montag, der 30. Oktober 2000, 00:55 Uhr
Name: F.Hanisch
E-Mail: gottes@arschloch.de
Homepage: keine Homepage

Christ:

Ich habe es gelesen. Und?
Kommt mir immer noch sehr merkwürdig vor, wie du dadurch auf "Schöpfer = Schöpfung" kommst, aber damit muss ich wohl leben. Tja.

Sonntag, der 29. Oktober 2000, 22:35 Uhr
Name: Christ
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Klaus Lass,

Dein Ton klingt schon etwas moderator, aber ich möchte Dir doch einige Antworten geben:

Meinen Glauben kannst Du mir nicht nehmen und auch andere nicht. Auch ich habe in manchen Dingen Zweifel, aber die muß ich mit mir und mit meinem Gott (Glauben) ausmachen.

Die meisten Zweifel kommen mir immer wenn Ihr über die Macht der Kirche redet. Wo hat denn in unserer säkularisierten Welt die Kirche noch die Macht? Der Kirchenbesuch liegt bei 5 - 10% n der kath. Kirche. Wo ist da die Macht?

Dies ist in einem Staatsvertrag so geregelt und der Staat läßt sich dies auch gut honorieren.

Zum Gesülze im Rado nur soviel: Es gibz genügend Gesülze welches ich nicht hören möchte und wer schütz mich dort?

Da es jedem freisteht keine Kirchensteuer zu zahlen, d.h. aus der Kirche auszutreten hab Ihr auch absolut nichts damit am Hut wie die "Chefs" bezahlt werden. Ich finde es immer besonders lustig, wenn sich Menschen über die Kirchensteuer audregen, die überhaupt keine zahlen!

Die fragen aus meinem Posting vom 21.10.2000

Christ

Sonntag, der 29. Oktober 2000, 18:22 Uhr
Name: klaus lass
E-Mail: l.m.f.-ing@t-online.de
Homepage: keine Homepage


marcel, ich habe Deine Aussagen gelesen und kann Dir voll und ganz
zustimmen.
Nur die Sonne läßt uns leben!
Viele Grüße Klaus Lass

Sonntag, der 29. Oktober 2000, 18:19 Uhr
Name: klaus lass
E-Mail: l.m.f.-ing@t-online.de
Homepage: keine Homepage

Neutron hör zu!
Keiner will Dir Deinen glauben wegnehmen!
Ich würde mich freuen, wenn die Macht abgebaut werden kann.
Wodurch?
Keine vom Staat einbehaltene K- Steuer.
Kein Radiogesülze(Kirche) in mein Ohr, zu keiner Zeit.
Kein Religionsunterricht zwangsweise in den Schulen! Erst einmal muß ich, ich habe nicht die Möglichkeit zu sagen ich will!
Eintritt in die Kirchen! Der Chef der Gemeinde muß sein Lebensunterhalt verdienen.
und, und, und!
Bitte nocheinmal Deine Fragen! Trotzdem liebe rüße Herr Neutron


Sonntag, der 29. Oktober 2000, 17:34 Uhr
Name: Christ
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

F. Hanisch:

Lies und ich brauch Dir nichts zu erklären!

Christ

Sonntag, der 29. Oktober 2000, 17:33 Uhr
Name: Christ
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Klaus lass es!

Seit wann kann ein Neutron so etwas?

Was für eine Type ich bin werde ich Dir nicht erkläre und vergiß nicht, an einem Kotzbrocken kann man leicht ersticken!

Das rauchen habe ich mir vor langer Zeit abgewöhnt, aber ich toleriere die Raucher, weil ich weiß wie schwer es ist davon abzukommen. Toleranz ist aber etwas, was Du wohl noch nie gehöst bzw. gelebt hast. Ich bin froh, dass ich die Freiheit habe auf den Qual zu verzichten, ohne andere ständig zu kritisieren!

Wer wen nicht versteht und wer es versäumt Antworten zu geben sei dahingestellt. Ganz zu Anfang hatte ich versucht einige Fragen zu stellen, die Du bis jetzt nicht beantwortet hast.

Auf Deine Beleidigungen von wegen pampig und arrogant will ich nicht näher eingehen, nur soviel, schau morgens erst einmal in den Spiegel!

Ich habe auch kein Problem über meinen Beruf zu sprechen, da ich im sozialem Bereich eines Altenheimes tätig bin und dort versuche den letzten Rest der Würde der alten Menschen zu erhalten. Falls Du noch weiß was das ist?

Im übrigen könntest Du was Glaube betrifft sehr viel bei diesen alten Menschen lernen, aber hier möchte ich jetzt kein neues Faß aufmachen.

Einst ist sicher, und da können auch alle Deine verbalen Angriffe nicht hinüber wegtäuschen, ihr habt nicht einen Beweis gegen Gott und darum fllt Eure Kritik ja auch sehr schnell ins persönliche hinab und ihr werdet beleidigeng. Letztlich habt ihr des selbst zu verantworten, falls Du diesen Begriff kennst!

Auch Du wirst den "Glauben" nicht töten!

Christ

Sonntag, der 29. Oktober 2000, 12:30 Uhr
Name: klaus lass
E-Mail: l.m.f.-ing@t-onlin.de
Homepage: keine Homepage

Das Neutron ist anmassend und stinkt schon leicht! Was bist Du für eine Type? Ein Dialog ist nicht aufzubauen, für mich entwickelts Du Dich zu einem Kotzbrocken.
Du, ER oder Sie bist wie die Raucher!
Wir haben schon immer geraucht und finden das toll! Einmal abhängig, aktzeptiert und nie mehr darüber nachgedacht, man ist zu gebrauchen. Und dann verbreitet Ihr sogenannte Christen diesen Qualm in die Welt hinaus, ohne Rücksicht auf die Mitmenschen, denn es rauchte ja immer schon. Das es Menschen in dieser Welt hat, die nicht rauchen wollen, weil diese den Geschmack nicht mögen, diesen Einheitsdreck, den Mann oder Frau schwer aus den Klamotten rausbekommt, wollt Ihr nicht sehen. Ich halte es da lieber und immer in meinem Leben so, das ich stolz darauf bin, selber denken gelernt zu haben. Versuche es doch mal mit dem alten SENECA! Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer!
Und dann erwarte ich von Dir Neutron endlich Antworten und nicht so einen Käse von FKK und Teile verbrennen! Wovon lebst Du eigentlich? In der freien Wirtschaft kannst Du meiner Meinung nach kein Geld verdienen! Du hörst nicht zu, Du wirst pampig und bist arrogant. Wahrscheinlich ein in der Lehrzeit pupertierender Bischofslehrling, der angesetzt wird, hier zu provozieren. So stelle ich mir dieses Neutron vor! Große Klappe und das Geld von anderen Menschen verbraten! Ich hoffe, das ich es erlebe, das dieses verlogene Machtgefüge (Kirche alle) den Niedergang erleben muß.
Die Chance haben wir aber nur, wenn die Menschen gebildeter werden, denn dann kann man diese ja nicht mehr hinter das Licht führen. Naja, ich hoffe darauf und trage mein bestes dazu bei! Das war mein WORT zum Sonntag! Klaus Lass

Sonntag, der 29. Oktober 2000, 02:25 Uhr
Name: F.Hanisch
E-Mail: han.isch@t-online.de
Homepage: keine Homepage

Christ:
Könntest du mir näherbringen, wo genau diese Verse deine These unterstützen?

Gästebuch-Archiv
13 | 12 | 11 | 10 | 9 | 8 | 7 | 6 | 5 | 4 | 3 | 2 | 1

Copyright © 1999, Der Humanist (Gästebuch entwickelt von Erik Möller) - Copyright © der Einträge bei ihren Autoren