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Dienstag, der 19. Maerz 2002, 18:34 Uhr
Name: Heike J.
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Siehst du, also hat die Konditionierung doch was gebracht. Sie geht nicht aus Glaubensgründen hin

Aus Glaubensgründen geht wohl kaum ein Jugendlicher hin. Auch von Jugendlichen aus nicht-atheistischen Elternhäusern hörst du die gleichen Gründe.

Dienstag, der 19. Maerz 2002, 18:29 Uhr
Name: WilliWichtig
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=> Heike J.

Der Einfluss der Umgebung und der Gruppendruck ist nicht zu unterschätzen. In dem Alter haben Eltern herzlich wenig Einfluss.

Eben, sie lässt sich nicht wegen dem Glauben konfirmieren, sondern wegen dem Gruppenzwang. Also ist es kein Beweis für die Nicht-Konditionierung.

Welches Motiv steckt dahinter?
Am RU hat sie schon mehrfach als Gast teilgenommen. Sie fand den Unterricht recht lustig, es würde auch gar nicht über Gott gesprochen.

Es wird im Religionsunterricht auch kaum über Gott gesprochen. Es geht meist um die christliche Ethik, sowie um Bibelexegese etc.

Zur Konfirmation möchte sie, weil es
1. es dann Geld gibt
2. Konfifahrten gemacht werden
3. sie dann die anderen aus der Grundschule wiedersieht.
In der Reihenfolge hat sie es gesagt.

Hauptgrund ist sicher, dass ihre beste Freundin, mit der sie alles zusammen macht, auch teilnimmt.

Siehst du, also hat die Konditionierung doch was gebracht. Sie geht nicht aus Glaubensgründen hin, sondern wegen dem Geld, Konfifahrten etc.. Vielleicht hab ich mich damals als Jugendlicher deshalb nicht konfirmiert, um wenigstens nicht beim Glaubensbekenntnis lügen zu müssen.

=> Alle

Also, das Halleluja aus Händels Messias z.B. gefällt mir ganz außerordentlich gut.

Stimmt eigtl. man müsste doch eigentlich in einer atheistischen Welt alle damaligen musikalischen Werke (insbesondere Bach) verbrennen - schließlich sind sie ja nicht mehr Ideologie geeignet... :-)

Dienstag, der 19. Maerz 2002, 18:25 Uhr
Name: Heike J.
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Insbesondere, wie der Konfi-Gottesdienst gewesen ist (mindestens beim Vaterunser muß man aufstehen!) und ob die anschließende Feier mit der ganzen Familie recht nett war....

Erst mal abwarten, ob sie den zweijährigen Unterricht durchhält ;-). Tja, bei der Familenfeier würden dann neben den atheistischen Eltern zwei evangelische Omas, ein neuapostolischer Opa, eine russisch-orthodoxe Tante und ein konfessionsloser Onkel anwesend sein. Das nennt man Pluralismus ;-)

Dienstag, der 19. Maerz 2002, 18:20 Uhr
Name: Amberball
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Zur Konfirmation möchte sie, weil es
1. es dann Geld gibt
2. Konfifahrten gemacht werden
3. sie dann die anderen aus der Grundschule wiedersieht.
In der Reihenfolge hat sie es gesagt.

HAHAHA echt witzig (entschuldige bitte), so ist es wohl immer!

Aber Heike, nicht wahr, Du unterrichtest doch diese Gästebuchgemeinde laufend über den Fortgang der Dinge? Insbesondere, wie der Konfi-Gottesdienst gewesen ist (mindestens beim Vaterunser muß man aufstehen!) und ob die anschließende Feier mit der ganzen Familie recht nett war....
(ich bin gehässig, ich weiß)

Grüße
Amberball

Dienstag, der 19. Maerz 2002, 18:02 Uhr
Name: Heike J.
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Da hat dann wohl alle Konditionierung nichts geholfen

Der Einfluss der Umgebung und der Gruppendruck ist nicht zu unterschätzen. In dem Alter haben Eltern herzlich wenig Einfluss.

Dienstag, der 19. Maerz 2002, 18:00 Uhr
Name: Heike J.
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Welches Motiv steckt dahinter?

Am RU hat sie schon mehrfach als Gast teilgenommen. Sie fand den Unterricht recht lustig, es würde auch gar nicht über Gott gesprochen.

Zur Konfirmation möchte sie, weil es
1. es dann Geld gibt
2. Konfifahrten gemacht werden
3. sie dann die anderen aus der Grundschule wiedersieht.
In der Reihenfolge hat sie es gesagt.

Hauptgrund ist sicher, dass ihre beste Freundin, mit der sie alles zusammen macht, auch teilnimmt.

Dienstag, der 19. Maerz 2002, 18:00 Uhr
Name: Amberball
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Meine Tochter beglückte mich heute mit der Ankündigung, dass sie jetzt wieder am RU teilnehmen möchte und mit ihren Freundinnen ab Sommer den Konfirmationsunterricht besuchen möchte... Soviel zum Thema "atheistische Prägung durch das Elternhaus".

Ist ja bemerkenswert! Da hat dann wohl alle Konditionierung nichts geholfen. Mal sehen, wann Herberts Kleiner soweit ist (siehe meine Diskussion mit ihm etliche Seiten zuvor)
Herbert, was sagst Du dazu?

Amberball

Dienstag, der 19. Maerz 2002, 17:53 Uhr
Name: M.
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Das ist allemal besser, als auf Wolke 7 tagaus tagein das Halleluia zu
anzustimmen

Also, das Halleluja aus Händels Messias z.B. gefällt mir ganz außerordentlich gut.
M.

Dienstag, der 19. Maerz 2002, 17:43 Uhr
Name: WilliWichtig
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Homepage: keine Homepage

=> Heike J.

Meine Tochter beglückte mich heute mit der Ankündigung, dass sie jetzt wieder am RU teilnehmen möchte und mit ihren Freundinnen ab Sommer den Konfirmationsunterricht besuchen möchte... Soviel zum Thema "atheistische Prägung durch das Elternhaus".

Welches Motiv steckt dahinter?

=> Herbert

Der Teufel (oder was auch immer) tut mir jetzt schon leid.
Doch nur, wenn man daran GLAUBT...

Mann, bist du humorlos.

Dienstag, der 19. Maerz 2002, 17:39 Uhr
Name: Heike J.
E-Mail: keine E-Mail
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100 Kilo Lebendge

Ist deine Frau schwanger oder du? ;-)

Meine Tochter beglückte mich heute mit der Ankündigung, dass sie jetzt wieder am RU teilnehmen möchte und mit ihren Freundinnen ab Sommer den Konfirmationsunterricht besuchen möchte... Soviel zum Thema "atheistische Prägung durch das Elternhaus".

Dienstag, der 19. Maerz 2002, 16:57 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Heike,

Hülfäää, ich wusste, dass ich was übersehen hatte "sfg"

Jooo.
100 Kilo Lebendge... aeh... Todesgewicht in der Hoelle (freue mich schon auf die suendigen Weiber...:-))) ). Das ist allemal besser, als auf Wolke 7 tagaus tagein das Halleluia zu anzustimmen... :-)))

LOOOOOOOOL!

Dienstag, der 19. Maerz 2002, 16:54 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Der Teufel (oder was auch immer) tut mir jetzt schon leid.

Doch nur, wenn man daran GLAUBT...

Dienstag, der 19. Maerz 2002, 16:50 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Ossi,

Herbert:
Um zu GLAUBEN, dass es keinen Gott gibt, setzt dies die Moeglichkeit eines Gottes voraus

Also ich glaube, dass es Dein lila Einhorn nicht gibt - setzt das dessen Existenz voraus ?

Wenn Du GLAUBST - dann potentiell ja!
Aber Du hast den feinen aber gravierenden (nicht nur semantischen) Unterschied nicht erkannt, der im Satzanfang steckt ("um zu GLAUBEN..."). Sonst wuerdest Du nicht (weiterhin) schreiben: "Also ich GLAUBE..."

Der Unterschied ist: Du GLAUBST (ob an einen [fiktiven] Gott oder an ein nicht existentes Einhorn) - und ich GLAUBE nicht.

Die meisten Menschen akzeptieren die Möglichkeit, dass wir Menschen durch eine langwierige Evolution entstanden sind - diese Theorie wird nie beweisbar sein, aber es gibt viele Indizien, die es uns ermöglicht, dieses Puzzle zusammenzusetzen und für die wahrscheinlichste Möglichkeit zu erklären. Gibt es also die Möglichkeit der Evolution oder nicht ? Beweisbar ist es nicht.

Ich bin kein fanatischer Verfechter der Evolutionstheorie. Ich denke, man benoetigt weder diese Theorie noch einen (fiktiven) Gott, um ein ethisch moeglichst einwandfreies Dasein zu fuehren.

Auf Gott weisen auch eine Menge Indizien hin...

Ich sehe keine...

...und hinzu kommen persönliche Erfahrungen von Millionen von Menschen (Zeugenaussagen).

Das sind primaer neurobiologisch wirkende Mechanismen (teils anerzogen, Konditionierung, Mindmapping, Autosuggestion, etc.).

Also vor Gericht würden diese Indizien und die Zeugenaussagen als Beweis für die Möglichkeit eines Gottes genügen.

Wenn der Richter Christ ist - sicherlich :-)))
Aber im Ernst. Wieso sollte ich an einen Gott GLAUBEN? Ich brauche oder will weder ein ewiges Leben noch bedarf ich biblisch-ethischer Lebenshilfe.

Oder man dreht das einfach um:

Das ist sicher legitim...

Nicht derjenige, der behauptet, das tatsächlich beschriebene Blatt sei leer ist in der Beweislast, sondern derjenige, der behauptet (und anschliessend daran GLAUBT), dass da dennoch nichts draufsteht.

Das waere ungefaehr so, wenn der des Mordes ueberfuehrte Taeter vom Anklaeger verlangte, seine Unschuld zu beweisen... :-)))
Dein umgekehrtes Beispiel hapert lediglich an der Kleinigkeit, dass diesen (Gottes-)Beweis noch nie jemand erbracht hat, der behauptete, Gott sei real existent. Das leere Blatt - das gottlose Universum, der gottlose Neugeborene, etc. - ist und bleibt eben leer. Ausser man hat Tomaten auf den Augen oder konditioniert den Saeugling jahrelang religioes und interpretiert in jede Unerklaerbarkeit einen Gott hinein.
Dass dabei alle Religionen die gleiche Vorgehensweise praktizieren und im Endergebnis verschiedene Goetter und verschiedene - doch singulaere und "alleinseeligmachende" - Wahrheiten finden, hat noch keinen GLAEUBIGEN stutzig gemacht. Genau so wenig wie der Umstand, dass noch alle (fiktiven) Goetter nur in Menschengestalt auf die Erde gekommen sind.

Na dann beweise mal Deinen Glauben !

Ich habe weder einen GLAUBEN, noch GLAUBE ich.

Ich denke!

Gruesse
Herbert

Dienstag, der 19. Maerz 2002, 15:42 Uhr
Name: WilliWichtig
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

1. Es ist ein großer Unterschied zu einer "christlichen Jugendarbeit" und dem Großziehen von Kindern. Du kennst die Jugendlichen nur von einer Seite und in einem bestimmten Alter, Deine Meinung ist also einseitig. Die beiden Heikes und Herbert stimmen mir sicher zu.

Habe ich das behauptet? Ich habe nur gesagt, dass ich einige Änderungen im Verhalten im Bezug auf Gewalt, Drogen und Sekten (insbesondere in der offenen Jugendarbeit) bemerkt habe. Zudem bin ich öfters mal in Informatikunterrichtsstunden an versch. Schulen (Gymnasien / Realschulen) und habe insbesondere Drogenkonsum stark zunehmend beobachtet.

2. In der klassischen Homöopathie nach Hahnemann wird mit niederen Potenzen, d.h. weniger verdünnt, gearbeitet, oder mit Wickeln, Blutegeln etc. Ich habe ein altes Heilmittelbuch (1856) in dem die selben Wirkstoffe angewendet werden, die noch heute in der Homöopathie/Naturheilkunde angewendet werden.

Hahneman lebte in einer Zeit, in der er kaum über die heutigen Kentnisse von Biologie, Chemie und Physik verfügte. Er wußte kaum etwas über Atome, wichtige Modelle sind erst im 20 Jh entdeckt und entworfen worden. Er wusste nichts über Gene, geschweigedenn die moderne Chemie (Begründung der Chemie auf der Atomtheorie).

Auf welche wissenschaftliche Theorie stüzt denn die Wirksamkeit der Potenzierung?

Meine Kinder wurden immer erfolgreich behandelt, selbst Neurodermitis verschwand. Hochpotenzen, das meinst Du wahrscheinlich, können gefährlich werden, wenn zuviel herumexperimentiert wird.

Nein, sondern weil es keinerlei Wissenschaftlichen Beleg auf generelle Wirksamkeit gibt. Wenn ich z.B. D30 nehme, dann ist das 10^30 mal verdünnt. Oder C30 100^30 weißt du was das für eine Zahl ist? 100^30 = 10^60 also eine Zahl mit 60 Nullstellen! Was soll bei dieser Verdünnung noch wirken? (Hier ein Beleg zu meinem Text: http://www.50plus.at/Default.htm?http%3A//www.50plus.at/lexikon/verduennung-homoepathie.htm )
Mir geht es dabei tatsächlich um Unterlassene Hilfeleistung, wenn ein Arzt einem Patienten Wasser verschreibt?
Aber ich habe schon schlimmeres gehört - Teilweise werden Strichnin oder sogar Quecksilber verschrieben.

Meine Arbeit im Krankenhaus liegt 25 Jahre zurück, da gab es noch keine Esoterikwelle. Die Erfolge, die ich dort gesehen habe, waren überzeugend genug. Ist Akkupunktur für Dich auch Esoterik?

Bei Akkupunktur sehe ich es teils teils. Es gibt nachweislich Wirkungen u.a. durch Nervenstimulation oder durch das öffnen von Blutgefäßen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es gegen Schmerzen, Stress usw. helfen kann. Jedoch stehe ich der Sache in einigen anderen Bereichen skeptisch gegenüber - Krankheiten wie Krebs oder Virus/Bakteriellekrankheiten etc. mit Akupunktur zu heilen ist meiner Meinung nach gefährlich.

Homöopathie ist nicht anderes als eine "natürliche" alte Behandlungmethode

Was ist bitte an einem chemisch produzierten Medikament unnatürlich? Nichts. Es gibt in unserem Universum nichts unnatürliches oder übernatürliches, denn sonst würde es den physk. Gesetzen wiedersprechen. Darum glaube ich an Gott.
Wie auch immer. Wenn ich krank bin mache ich folgendes:

1. Bei leichterer Erkrankung auf die Selbstheilungskräfte des Körpers bauen. Die meisten normalen Medikamente lindern nicht die Krankheit, sondern in erster Linie die Symptome (Menthol gegen Schleimhautreizung; Paracetamol/Aspirin (Acetylsalicylsäure
um mal die Hersteller außen vor zu lassen) gegen Fieber...)

2. Bei schwerer / längerdauernter Erkankung, sofort Hausarzt aufsuchen und die Wirksamkeit verschriebener Medikamente Prüfen

3. Bei unbekannten Beschwerden auf alle Fälle den Hausarzt aufsuchen

Deine Meinung ist einseitig, da Du sicher noch keine eigenen Erfahrungen gemacht hast!

Insofern schon, weil ich so einen Quacksalber eine Zeitlang als Hausarzt erleben musste und der mir irgendetwas verschrieben hat, dass ich mit meinen bescheidenen chemischen Prüfungsmethoden als reines Wasser idendifizieren konnte - und dafür hat er auchnoch die Krankenkassen abgezockt.

3. Ich "glaube" grundsätzlich an keinen Gott (egal welche Religion) deshalb lehne ich die "christliche Kirche" ab, denn die gibt es bei uns hauptsächlich,

Ach wirklich? Ich dachte die Christen wären in der Minderheit in Deutschland (so Heike J. zur Kirchensteuer)

und bin für die Trennung von Kirche und Staat.

Das ist deine freie politische Ansicht. Mittlerweile bin ich auch dafür, denn dann habt ihr Atheisten keine Argumente mehr.

Doch ich lasse jedem seinen Glauben, wenn er meint damit glücklich zu sein. Glauben und Kirche sind Privatsache.

Nun gut. Einverstanden. Ich sehe aber Homöopathie nicht als Glauben an, sondern als das an, zu dem es sich selbst ernannt hat: Medizin.
Diese Diskussion hier betreibe ich nur, um euch bestimmte Falschaussagen vorzuhalten.

4. Wenn ich mir überlege, was die Armen in Afrika verdienen, wenn sie überhaupt Arbeit haben, finde ich es unverschämt, dass ihnen von der Kirche ihre einzigen Pfennige aus der Tasche gezogen werden.

So ein Käse! Die Kirche ist dort in manchen Regionen sogar einer der wichtigsten Arbeitgeber. In der "Demokratischen Republik" Kongo würden die Menschen in Gefängnissen ohne die Kirche schlichtweg verhungern, da es dort keine Gefängnisspeisung gibt.

Wenn die Kirche hier in Deutschland oder in einem anderen "reichen" Land Geld sammelt um in Afrika eine Kirche zu bauen, ist das ok. Aber ich spende nicht Kleidung, wenn es die Bedürftigen kaufen müssen!

Das sehe ich falsch. Wenn wir in der "3. Welt" nur schenken ist das keine Lösung. Warum? Weil die Menschen sich daran gewöhnen. Die Projekte des Missionswerks sind viel sinnvoller:

1. Akkute Hilfe in Notsituationen
2. Ansonsten Aufbau von Infrastruktur. Sie wollen den Menschen sowohl Schulbildung ermöglichen und Arbeitsplätze schaffen. Blind nur schenken ist falsch, denn die Menschen gewöhnen sich schnell daran, Hilfe zu bekommen und begeben sich dann in eine Abhängigkeit, die nicht der Sinn des ganzen ist. Sinn ist: Helfen, damit die Leute wirtschaftlich von Spenden unabhängig leben können.

Das ist für mich paradox, und leider wird da viel Mißbrauch getrieben, nicht nur von der Kirche,.

Gut, das wiederum stimmt. Und es geht viel schief. U.a. hängen in Johannisburf wichtige Hilfslieferungen seit Jahren fest. Oder aber Gelder verschwinden in verschiedenen Löchern. Wenn ich von Afrika rede, dann auch davon, dass Gelder in irgendwelchen dortigen Regierungstöpfen verschwinden oder einfach Lieferungen und Geldspenden beschlagnahmen. Aber auch in Deutschland geht viel verloren. Allerdings traue ich dem ev. Missionswerk mehr Sorgfalt zu als den ganzen weltlichen Organisationen, die immer im Fernsehn Werbung machen (nicht wegen dem Missionswerk, sondern wegen bestimmter Nachrichtenberichte).

Von denen erwartet man es nur nicht, wenn es speziell um Sachspenden angeht. Und ich bin sicher, die Mehrheit der "christlichen" Bevölkerung weiß das nicht und würde das nicht akzeptieren.

Das stimmt nicht. Du urteilst hier so pauschal, wie ich über manch anderes.

Ich habe es auch nur erfahren, weil ich hinterfragt habe.

Das Hinterfragen ist hier wichtig - aber man muss besonders die Details der Operationen kennen.

Dir ist die Kirche also auch wichtiger als die armen Menschen!?

Nein.

Angeblichen Trost und christliches Mitleid mehr als nützliche Sachspenden im Winter?!

Wie gesagt, wenn Not am Mann ist, Spende ich gerne auch Sachen. Aber lieber versuche ich zu Helfen, dass in den betroffenen Ländern die Menschen eigenständig und durch Spenden aus dem Westen unabhängig Leben können. Das ist eine viel sinnvollere Spende als wenn ich meine Altkleider (was viele Machen) in einer Tonne zur Entsorgung spende.

Du würdest also arme Menschen mit Bibeltexten und Jesusgeschichten vollsülzen und ihm keine warme Decke geben?!

Nein. Übrigens in vielen afrikanischen Ländern sind gerade die ev. luth. Kirchen von selbst entstanden. Der o.g. Kongo sei ein Beispiel. Die Kirche wurden von Afrikanern gegründet, die Radio hörten.

Aber sicher, das kommt an zweiter Stelle, zuerst mal missionieren.

Die Mission heißt für mich, wie viele andere:

1. Bei akuter Not helfen
2. Ansonsten infrastruktur Aufbauen
3. Über Gott erzählen

Dies muss gleichmäßig geschehen, so dass den betroffenen nicht der Glaube kommt, weil wir helfen, sondern weil sie die mögliche Entscheidungsfreiheit haben.

Davon werden sie nicht satt. Wer nicht glaubt, bekommt kein Brot und keine warme Jacke!

Stimmt ganz und gar nicht. In den Schulen der Kirchen sind alle möglichen Kinder untergebracht. In den Gefängnissen werden alle möglichen Menschen ernährt. Du urteilst wirklich pauschal.

Das ist "christliche Moral". Und da wunderst Du Dich, dass wir manchmal eine Wut auf die Kirche haben?

Nun das o.g. reicht, um diesen Satz zu wiederlegen. Wenn du mir vorwirfst, ich kenne mich nicht mit Homöopathie aus - dann werfe ich dir hier mit wesentlich konkreteren Argumenten vor, dass du dich mit dem Schaffen der christl. Missionswerke nicht auskennst.

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