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Freitag, der 17. November 2000, 20:52 Uhr
Name: klaus lass
E-Mail: l.m.f.ing-@t-online.de
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Meine Antworten sind überfällig! An Heike und mein Freund das Neutron!

RADIO und tägliches Gesülze in meine Ohren!!
Richtig, es hat einen Staatsvertrag! Aber der ist uns aufgebürdet worden wie der Abzug der K-Steuer durch den Staat. Oder die Zwangstaufe. Ich wünsche mir Sender die den Sekten (Kirchen meine ich, mehr sind diese nicht) gehören und sich selbst finanzieren. Dann kann jeder Mensch der sich davon beglücken lassen will z.B beim rasieren am Einschaltknopf drehen. Wenn sich diese Sender wirtschaftlich nicht tragen ist der Sender weg vom Fenster = EVOLUTION. Klasse, so funktioniert die Welt. Jetzt noch die Macht liebes Neutron. Nicht die paar Hansel die in den Dom gehen ist die Macht! Nein, daß von rafinierten Menschen geschriebene Wort. Wenn Du Dein Kind nicht taufen läßt und es stirbt so kommt es in die Hölle! Du verstehst? Angst ist hier das Machtmittel! Muß ich noch mehr Beispiele bringen?

So, und nun noch ein Beitrag zum baldigen "CHRISTENFEST"
274 Jahre nach Zeitrechnung befahl der Machthaber Aurelius das der Kult des persischen Lichtgottes Mitras zur Staatsreligion erhoben werden sollte. Der 25 Dez. wurde als ungefärer Tag der Wintersonnenwende zum Geburtstag der unbesiegten Sonne festgelegt. Der Mitraskult war der mächtige Rivale der Christenvereinigung. Nachdem die Sekte der Christen oberhand bekam klaute man den 25 Dez. und ersetzte den Sonnengeburtstag zum Geburtstag zu dem Tag der die Sonne geschaffen hat! Raffiniert nicht war! Noch ein punkt zum nachdenken! Daß Jesus Geburtstag (sofern es den Mann gab) kaum im Winter lag, spielt bei den gläubigen ja keine Rolle. Denn was steht in Lukas 2,8. Es waren Hirten auf dem Felde, die hüteten des Nachts ihre Herde! Dieses tat man aber nur im Frühling zur Zeit des Lammes, sonst blieben die Tiere unbewacht. Aber der L- Bericht ist wohl ohnehin nur gut erfunden, damit das Lamm Gottes zu richtigen Jahreszeit geboren wurde, der Zeit des neuen Lebens. Und so kann man wenn man nicht nur Glauben und alles ohne nachzulesen und nachzudenken übernehmen will glücklichsein! Liebes Neutron ich Klaus Lass will Dir nichts wegnehmen! Eventuell animieren zu lesen Gilgamesch, Herrmann Hesse die Griechen und und und! Aber Achtung die Macht! Du könntest ja in die Hölle kommen! Dein Vorwurf ich würde Deine Arbeit nicht achten ist einfach unrecht. Ich habe große Achtung vor den Menschen die in Deiner Welt tätig sind.
Ich wünsche Dir liebe Grüße Klaus Lass

Freitag, der 17. November 2000, 05:09 Uhr
Name: Steffen Hillner
E-Mail: shillner@yacia.de
Homepage: keine Homepage

Hallo,
Ich kann euch nur zu dieser Website beglückwünschen, da fühlt man sich als Atheist gar nicht mehr so verloren in dieser Halbmittelalterlichen Welt und merkt das es mehr als 1,4 Milliarden nicht Religiöse/Atheisten auf diesem Planeten gibt. Weiter so. :-)

Bye

Dienstag, der 14. November 2000, 20:22 Uhr
Name: Peter Urlag
E-Mail: johnny1000@gmx.de
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Ständekämpfe in der jungen Republik

So hatte die junge Republik schon früh mit Problemen zu kämpfen. Die Patrizier wollten nun die Macht vollends an sich reissen, während die Plebejer, die die
Unterstützung der Könige verloren hatten, auf neue Möglichkeiten sannten sich zu behaupten.
Diese Auseinandersetzung dauerte knapp zwei Jahrhunderte, vom Anfang der Republik bis ins Jahr 287 vor Chr. Am Ende konnten die Plebejer sagen, dass alles
erreicht wurde, worum man gekämpft hatte. Die dadurch Entstandene Veränderung im privaten sowie im politischen System schwächte Rom nicht etwa, nein ganz im
Gegenteil, die Kraft der Republik wurde verdoppelt. Die Verschmelzung der beiden Stände erwies sich als sehr nützlich im Kampf gegen die mächtigen Samniten, im
Osten Roms.
Der Kampf zwischen Patriziern und Plebejern hatte seinen Ursprung in der damaligen Sozialstruktur. Neben den freien Bürgern, den
Patriziern gab es keine Freien mehr. Allmählich bildete sich eine Schicht heraus, die weder zu den Sklaven noch zu den Patriziern
gehörten. Die Plebejer. Sie waren weder privatrechtlich den Patriziern gleichgestellt noch hatten sie irgendwelche politische Rechte. Die
Plebejer hatten keine Chance sich irgendwie auf die Ebene eines Bürgers vorzukämpfen, denn sowohl die Einheirat als auch die
Rechtsgeschäfte waren einem unterschichtigen Bewohner verwahrt. Und mit der wachsenden Expansion des angehenden Römischen
Imperiums wuchs die Zahl der Plebejer stetig im Verhältnis zu den Patriziern. Der eigentliche Auslöser des Ständekampfes fand sich in
der Tatsache, dass der Plebs selbstbewusster wurde. Dies konnte vor allem auf die militärische Umstrukturierung zurückgeführt werden.
Als der Einzelkampf der Schlachtordnung Platz machen musste, war es unvermeidbar, dass mehr Soldaten in die Armee berufen
wurden. Die einzige Quelle die eine solche Armee füllen konnte, machte man in den Plebejern aus. Das Missverhältnis von Leistung für
den Staat und politischer und privater Freizügigkeit vor Augen, brachte die Plebejer zum Aufwachen. Sie forderten mehr
Mitspracherecht in militärischen Fragen, wie z. B. bei Kriegserklärungen und Friedensverträgen und Einfluss bei der Wahl der höchsten
patrizischen Ämter. Doch wollte der Plebs keineswegs Kommandostellen und Beamtenposten besetzten, es ging lediglich um den Erwerb politischer Rechte und der
privatrechtlichen Gleichstellung.
Die patrizische Übermacht versuchte die ersten Versuche der Plebejer mehr Mitspracherecht zu erlangen, zu verhindern, und die grossen Familien schlossen sich
enger zusammen um dem Druck der Bevölkerung besser standzuhalten. So blieb dem Plebs nur noch der Ausweg in die Illegimität.
Um die Voraussetztungen für das Gelingen ihrer Forderungen zu schaffen, gründeten die Plebejer eine Organisation. Selbstverständlich musste diese Organisation
gegen den Willen der Patrizier, und das heisst gegen den Staat, also auf revolutionärer Weise aufgebaut werden. Und dies taten die Plebejer auch. Sie gründeten die
plebejische Volksversammlung, die concilium plebis. Innerhalb der concilium plebis wurden Beamte gewählt (tribuni plebis), die den Plebs vertreten sollten. Um
den Einfluss der Geschlechter so gering wie möglich zu halten, wurden die Versammlung nicht in Geschlechtsverbände eingeteilt, sondern in Amtsbezirke. Am Ende
des 5. Jahrhunderts vor Chr. gab es 20 Volkstribunen; 4 in der Stadt Rom und 16 auf dem Lande. Bald wurde die Volksversammlung der Plebejer zu einem Staat im
Staate. Damit musste sie auch gegen jede Auflösung gesichert werden, denn ihr fehlte ja die staatliche Autorisation, sie war sogar gegen den Staat gerichtet. Was
immer die Plebs taten, konnte von den Patriziern mit dem Verweis auf revolutionäre Aktionen bei Seite geschoben werden. Die Patrizier konnten die Plebs auch
problemlos anklagen. Somit musste die Versammlung geschützt werden. Um dies zu erreichen, wurde sie als "religiöse Weihe" getarnt.
Dadurch konnte die concilium plebis nicht mehr belangt werden. Denn nach dem bestehenden "heiligen Gesetz" wurden die Tribune
dadurch in den heiligen Bann den Unverletztlichkeit gestellt. Jeder Angriff auf sie wäre ein Frevel der Götter. Durch diesen Trick konnte
sich der Plebs wirksam gegen die Patrizier schützen.
Doch als revolutionäre Einrichtung konnte der Plebs keine eigenen Forderungen stellen, er konnte nur den Weg des passiven
Widerstands wählen (vor allem die Verweigerung des Militärdienstes), um die Patrizier dazu zu zwingen, dass sie auf ihre Forderungen
eingehen würden. Natürlich konnten die Patrizier den Plebs wegen Gehorsamsverweigerung bestrafen. Um diese Gefahr in Grenzen zu
halten, mussten die Plebejer bereit sein auch nackte Gewalt anzuwenden. In der Tat sah dies so aus: Alle Plebejer die von den
Patriziern bestraft wurden, wendeten sich an die Volkstribunen, um deren Hilfe zu erhalten. Wagte es darauf hin der Patrizier die heilige
Person des Tribunen zu missachten, so musste er in Kauf nehmen, dass der gesamte Plebs zur Verteidigung des Tribunen anrückte.
Sollte es ab und zu doch vorkommen, dass sich ein Patrizier gegen den gesamten Plebs stellte, so konnte er, gemäss des "heiligen
Gesetzes", dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Er wurde der Gotteslästerung angeklagt. Meistens lautete der Schuldspruch auf
Todesstrafe. Diese Vorgehensweise der Plebejer wurde auch Lynchjustiz genannt.
Wenn der Staat nicht an innerer Zwietracht zerbrechen wollte, musste man eine Konsens zwischen Patriziern und Plebejern finden.
Und da die patrizischen Herrscher auf die Plebejer, die das gesamte Heer stellten, angewiesen waren, mussten die Patrizier der entschlossenen Front der Plebejer
nachgeben.
Zunächst erreichten die Plebejer die Teilnahme an der politischen Macht. Eine neue Volksversammlung wurde geschaffen, deren organisatorische Grundlage nicht
mehr der Geschlechtsverband, die Kurie, war, sondern eine militärische Einheit, die Zenturie. Diese neue Versammlung, die comitia centuriata war im Prinzip eine
Heeresversammlung und entsprach damit dem höheren Anteil der Plebejer am Heeresdienst. Allerdings war sie keineswegs demokratisch; denn um so mehr
Vermögen man sein eigen nennen konnte, um so mehr Stimmrecht besass man. Die Einteilung der Stimmberechtigten in sogenannte Vermögensklassen wurde von
einem Zensoren (von censere schätzen) durchgeführt. Selbstverständlich hatten somit immer noch die Patrizier eine geringfügige Mehrheit, aber war dies immer noch
ein riesiger Fortschritt für die Plebejer. Sie hatten Einzug in die Volksversammlung erhalten.
Die Zenturienversammlung wurde die wichtigste Volksversammlung im Rom und ist es auch bis ans Ende der Republik geblieben. Allerdings wollte der Plebs die
eigene Versammlung und die Tribune nicht aufgeben. Schliesslich war der Kampf und das Misstrauen gegenüber den Patriziern zu gross gewesen, als dass man sich
die Errungenschaften der "Revolution" einfach so aus der Hand reissen lassen wollte. Die Lynchjustiz wurde jedoch abgeschafft. Denn hatte der Plebs nun ein
entscheidendes Wörtchen mitzureden in der Volksversammlung.
Ein anderes Zugeständnis der Patrizier gegenüber dem Plebs war die schriftliche Fixierung des geltenden Rechtes. Da das Recht zu
dieser Zeit zum grossen Teil aus Spruchrecht bestand, war es sehr schwer die gewundenen Formen der Rechtssprechung für
jedermann zugänglich zu machen. Mit der schriftlichen Festsetzung des Rechts wurde somit ein gewaltiger Schritt nach vorne Getan.
Es kann als erstes monumentales Werk der Römer gehandelt werden. Die Aufgabe, der Kodifizierung des Rechte wurde 10
Männern (decemviri) anvertraut. Als Ergebnis der Decemvirn wurden die Zwölf Tafeln, die die gesamte damalige Rechtsgebung
schriftlich gefasst hatten, geschaffen. Die Wirkung der Zwölf Tafeln kann man nicht hoch genug einschätzen. Konnte doch nun jeder
Bürger die geltenden Gesetzte nachlesen und sich frei seine Gedanken dazu machen.
In der Mitte des 5. Jahrhunderts vor Chr. gelang den Plebejern noch ein weiterer Erfolg. Das Eheverbot zwischen Patriziern und
Plebejern wurde aufgehoben, was die Verschmelzung der beiden Stände möglich machte.

Sieg des Plebs

Allmählich begann die alte Unzufriedenheit der Plebejer wieder zurückzukehren. Was ihnen anfangs kaum für möglich erschien, das
wollten sie nun erreichen. Der Plebs wollte in die Exekutive des Reiches eintreten; will meinen, dass die Plebejer Beamtenposten
übernehmen sollen. Diese grundlegende Änderung im Gedankensystem der Plebs war darauf zurückzuführen, dass sich durch die
neuen Rechte die ihnen zugestanden worden sind, sich immer mehr reiche Plebejerfamilien bildeten und im gleichen Zug immer mehr Plebejer zu militärischem
Ansehen gelangten; der patrizische Geschlechterstaat begann sich aufzulösen. Der Auslöser des erneut entfachten Ständekampfes konnte man im schweren Krieg,
den Rom gegen das etruskische Veii führte ausmachen. Wieder einmal forderte der patrizische Staat alles von seinen Bewohnern und wieder nutzten dies die Plebejer
aus.
Vor allem gelüstete es den Plebejern nach Machtstellungen in militärischen Kreisen, da sie die grösste Belastung in der römischen Schlachtordnung trugen. Zuerst
sollten die Bemühungen der Plebejer umsonst sein. Doch im Jahre 387 vor Chr. ereignete sich die Katastrophe. Der Keltensturm. Rom lag in Schutt und Asche und
der römische Staat war ins Nichts gestürzt. Mit dem Brande Roms war letzten Endes auch das Schicksal des patrizischen Roms besiegelt. Der alte Ständekampf
entbrannte aufs neue mit äusserster Heftigkeit. Volkstribune und die Volksversammlung der Plebejer übernahmen wieder ihre alte Funktion; wieder wurden Patrizier
hingerichtet. Mit allen Mitteln versuchten die Volkstribunen den Staatsapparat lahmzulegen und sich dadurch den politischen Gegner gefügig zu machen. Bald musste
die patrizische Führung das Militär benutzen um die Revolution ein klein wenig einzudämmen. Patrizier wie Plebejer landeten auf dem Schafott.
Schlussendlich sahen die Patrizier ein, dass sie, auf kurz oder lang, wiederum den Kürzeren ziehen mussten. Man schloss einen
Kompromiss und kam überein, in Zukunft drei höchste Beamte zu wählen, die alle drei oberste Feldherrengewalt erhalten sollten. Von
diesen dreien durfte einer Plebejer sein. Bald darauf wurde das römische Heer in zwei Heere gespalten. Je eines dieser Heere wurde einem
der gewählten höchsten Beamten, den consules (von consalire, zusammenspringen) unterstellt. Der letzte hohe Beamte blieb in Rom. Er
wurde jedoch bald überflüssig und die eigentlich Macht über Rom war unter den beiden Konsuln aufgeteilt.
Nun hatten die Plebejer eigentlich alles erreicht was sie wollten. Sie konnten jegliches politische Amt und mit wenigen Ausnahmen jedes
priesterliche Amt bekleiden; sie waren in allen Belangen den Patriziern gleichgestellt. Aber sie wollten nicht auf ihre Institution, die
plebejische Volksversammlung mit ihren Volkstribunen verzichten. Jedoch wollten die Patrizier diese Organisation unbedingt abschaffen.
Dies läutete den letzten Kampf zwischen Plebejern und Patriziern ein. Er sollte schnell beendet sein.
Ein letztes Mal demonstrierte der Plebs seine Macht und brachte die Patrizier zur Aufgabe. Um der Forderung des Erhalts der
Volksversammlung Nachdruck zu verleihen, zog der gesamte Plebs mit Sack und Pack aus Rom ab und liess sich auf dem "Heiligen Berg"
(mons sacer) nieder. Diese Aktion verfehlte ihre Wirkung nicht. Schnell gaben die Patrizier nach und auch die letzte Sache wofür die
Plebejer gekämpft hatten war vollendet. Somit konnte der Ständekampf im Jahre 287 vor Chr. endgültig beendet werden.

Militärische Aktionen vom Anfang der Republik bis zum Ende des Ständekampfes

Schauplatz der kriegerischen Ausseinandersetzungen Roms, nach dem Sturz der etruskischen Herrscher, war die breite latinische Ebene. Stärkste Gegner Roms
waren die Städte Veii, Caere und Falerii und die Stämme der Volsker und später der Samniten (siehe Karte).
Nach dem Sturz von Tarquinius Superbus verlor Rom nicht nur seinen etruskischen König, sondern auch die Unterstützung der etruskischen Nachbarstädte;
vielmehr wurden sie zu Feinden. Da die etruskische Herrschaft in ganz Italien gebrochen worden war, machte sich jeder Stamm auf neue Territorien zu erobern.
Durch diese Vorgänge gedrängt, musste sich Rom aussenpolitischen Spielraum schaffen. Vor allem Veii machte den Römern zu schaffen. Die schier uneinnehmbar
scheinende Stadt wurde immer zur grösseren Bedrohung für Rom. Schliesslich stellte sich Rom der Herausforderung und griff Veii an. Nach einem zehn jährigen
Ringen (406-396 vor Chr.) konnte die Stadt eingenommen werden. Die Römer zerstörten sie völlig. Der Hass der Römer auf die Stadt Veii überlebte bis heute.
Noch immer ist der Stadthügel von Veii wüst und leer.
Durch dieses Ringen wurde Rom wiederum zu stärksten Macht in der Umgebung; das Territorium hatte sich beinahe verdoppelt. Aber kurz nach dem Erfolg über
Veii stellte sich die Katastrophe in Rom ein. Der Keltensturm brach über Italien herein und zog auch Rom in seinen Strudel von Tod und Verderben. Nach der
Eroberung des etruskischen Gebietes nördlich von Rom, stiess ein Schar Gallier unter der Führung von Brennus nach Rom. Rom wurde vernichtend geschlagen. Die
Kelten marschierten weiter auf ihrem Plünderungszug durch die Appenienen-Halbinsel und erreichten Süditalien.
Der Tag an dem die Kelten in Rom einmarschierten, blieb den Römern bitter in Erinnerung. Er ging als sogenannter dies ater
(der schwarze Tag) in die Geschichte ein. Glücklicher Weise hatten die Nachbarn Roms selbst mit Problemen zu kämpfen
und konnten sich seine schlechte Lage nicht zu Vorteil machen. Nur die Volsker konnten einige Gebiete an sich reissen. Als
Konsequenz aus der Niederlage gegen die Gallier wurde eine Mauer rund um die Stadt Rom gebaut und schon bald darauf
sollte ein neues Bündnis mit den übrigen latinischen Städten geschlossen werden. Massgebend an diesem Bündnis beteiligt
war Spurius Cassius nach dem das Bündnis auch benannt wurde (foedus Cassianum). Das Ziel auf längere Zeit war
allerdings, dass Rom die latinischen Städte erobern könnte und sie dem römischen Staatsgebiet (acer romanum)
einverleiben.
Im Jahre 346 vor Chr. gelang den Römern ein entscheidender Schlag gegen die Volsker; sie konnten die volskischen
Stämme vernichtend dezimieren. Weiter militärische Aktionen wurden gen Süden durchgeführt. So wurde eine wichtige
Strasse nach Kampanien erobert, die es den Römern später ermöglichen sollte dort leicht einfallen zu können. Als die Römer
immer mehr die Oberhand im latinischen Bund fassten, begannen sie erste Keime der Zwietracht unter den Bündnispartnern
zu säen.
Nachdem die schwere Niederlage gegen die Kelten verdaut war und sich Rom wiederum zu alter Stärke formieren konnte,
baute sich ein neuer mächtiger Gegner auf. Die Samniten. Sie standen mit einem Bund mit verschiedenen anderen Stämmen
unter anderem auch mit den starken Oskern. Bald sollte eine erste heftige Berührung der beiden Rivalen folgen; der Erste Samnitenkrieg. Der 343 vor Chr.
begonnene Krieg wurde aber schon zwei Jahre später wieder abgebrochen. Die Waffen sollten nur einen kurzen Augenblick ruhen. Zwar nicht gegen die Samniten
mussten die Römer erneut die Waffen erheben, aber, was nicht minder schlimm war, gegen seine Bündnispartner aus dem latinischen Bund. Entweder musste Rom
sich beugen oder die anderen Städte wurden unterworfen; es gab keine andere Lösung.
Der Bruderkrieg zwischen Rom und den Latinern zog sich über drei schwere Jahre hin (340-338 vor Chr.). Die Latiner
hatten sich weitere Unterstützung gegen die Römer holen können, indem sie die Aurunker auf ihre Seite ziehen konnten. Am
Vesuv sollte es zu einer Entscheidungsschlacht zwischen Latinern und Römern kommen. Die Latiner und ihre Verbündeten
wurden vernichtend geschlagen, sie waren nur noch ein Hauch aus vergangener Zeit. Man erzählt sich, dass der römische
Konsul Publius Decius Mus sich in dieser Schlacht für sein Heer geopfert habe. Er hatte im Traum von einer Gottheit
erfahren, dass der Feldherr des einen und das Heer des anderen Volkes in der Schlacht zugrunde gehen würde, und so
weihte er sich das feindliche Heer in aller Form den Göttern.
Der Ausbruch des Zweiten Samnitenkrieges hatten seinen Grund in einem Bündnis das die Hafenstadt Neapel mit Rom
schloss. Dies quitierten die Samniten nicht und der zu erwartende Krieg brach aus. Die Römer entschlossen sich dem Krieg
ein rasches Ende zu bereiten und mit einem raschen Vorstoss ins Landesinnere von Samnium wollten sie die Entscheidung
herbeiführen. Doch der Angriff endete mit einem Fiasko. Die römische Streitmacht hatte Glück, dass die Samniten nicht
rachsüchtig waren und so lebend nach Hause gelangten. Aber mussten sie trotzdem eine grosse Schmach ertragen. Alle
Waffen wurden abgegeben und jeder römische Soldat musste unter einem Joch hindurchschreiten um zurück in seine Heimat
zu kehren. Sechs Jahre später konnten sich die Römer wieder aufraffen und schafften es eine Stadt auf samnitischem Gebiet
zu erobern. In ihr wurde eine römische Kolonie gegründet die den Samniten wie ein Pfahl im Fleisch war. Zahlreiche weitere
solcher Kolonien wurden von den Römern geründet und schliesslich waren die Samiten fast eingekreist. Aber es sollte noch 40 Jahre dauern bis eine endgültige
Entscheidung gefallen war.
Zur gleichen Zeit wie die Kolonien gegründet wurden, bauten die Römer auch ihre erste grosse Strasse (Via Appia) die künftig eine wichtige Nachschubachse der
Republik wurde. Die Römer zogen eine weitere Lehre aus dem Zwischenfall mit den Samniten: sie veränderten ihre militärische Taktik und die Bewaffnung der
Legionen. Die starre Phalanx der Römer hatte sich als weniger wirkungsvoll als der kleinere und beweglichere Manipel der Samniten erwiesen. Auch der kurze und
effektivere Wurfspeer (pilum) wurde von den Römern übernommen. So konnten nun die Römer erneut einen Angriff starten, der dieses Mal weitaus überlegter und
wirkungsvoller ausfallen sollte. Zwar wurden die Samniten nicht zu Boden geworfen aber immerhin waren sie zu einem Frieden bereit (304 vor Chr.).
Von Seiten der Römer konnte man aber nicht von einem Frieden sprechen. Denn an der Nordfront mussten die Legionen schon wieder gegen neue Gegner
antreten. Die Sabiner und Aequer. Mit den Aequern hatte man kurzen Prozess gemach, die Sabiner jedoch machten mehr Probleme. Mit ihnen sollten die Römer
vierzehn Jahre im Krieg stehen. Acht davon parallel zum Dritten Samnitenkrieg, der im Jahre 298 vor Chr. ausbrechen sollte, weil die Römer einem kleinen kleinem
Stamm nahe der Samniten zu Hilfe eilten. Der Dritte Samnitenkrieg wurde viel schwerer als die beiden vorangegangenen Kriege.
In den ersten Kriegsjahren sollte keine Entscheidung fallen. Immer wieder gab es Erfolge auf dieser und auf jener Seite. Seinen kritischen Punkt erreichte der Krieg
erst im Jahre 295 vor Chr., als die Gallier wieder mit grosser Macht nach Süden einbrachen; es waren vor allem Senonen, die ihre Sitze in der Umgebung des
heutigen Ravenna und Ancona hatten. Es sah so aus als hätten sie die Sabiner zu Hilfe gerufen. So schien Rom gleichzeitig gegen Samniten, Gallier, Sabiner und
Etrusker zu kämpfen; eine wahre Verschwörung. Es gelang aber den Römern die Macht an der Nordfront zu erhalten und so konnten sie sich vollkommen um die
Samniten kümmern. Aber es wollte und wollte keine Entscheidung im Süden fallen und die Römer sahen keine Chance mehr die Samniten zu besiegen. Zwar konnten
die Römer wiederum ein wichtige Kolonie gründen, die die Samniten vollends einschnürte aber im Jahre 290 vor Chr. folgte der Friedensschluss.
Zur gleichen Zeit als die Samnitenkriege beendet waren konnte auch wieder der innenpolitische Friede gefunden werden. Die Ständekämpfe wurden beigelegt. Die
letzte Entscheidung sollte mit dem Einmarsch von König Pyrrhos erfolgen. Pyrrhos wurde von der griechischen Stadt Tarentum, die sich auf italischem Boden befand
und dies nahe des samnitischen Gebiets, um Unterstützung gegen die Römer gebeten. Durch eine Provokation Roms wurden sie in den Krieg gerissen.
König Pyrrhos war einer der besten Feldherren, die die griechische Antike hervorgebracht hatte. Ihm schwebte schon der
Traum einer griechischen Kolonie, die über ganz Italien reichte, vor. Dieser Traum wurde von den Römern jäh verstoben.
Allerdings ging die erste Schlacht die König Pyrrhos mit der römischen Republik führte mit einem klaren Sieg für den
Griechen aus. In dieser Schlacht begegneten die Römer zu ersten Mal einem Elephanten; er muss ihnen riesige Furcht
eingejagt haben, schliesslich hatten sie noch nie zuvor ein solches Tier gesehen. Lange konnte sich Pyrrhos aber nicht halten.
Bald sah er sich von römischen Bastionen umringt. Und diese waren alles andere als gewillt zurück zu treten. So musste er
einsehen, dass er seine Hoffnungen einer griechischen Kolonie begraben musste und als eine Hilferuf der griechischen
Städte auf Sizilien erreichte nutzte er diese Gelegenheit um sich aus dem Staub zu machen. Während seiner Abwesenheit
gewannen die Römer überall in Italien wieder an Boden und konnten ein Bündnis mit den Karthagern schliessen. Rom
konnte sich nun auch den Samniten bemächtigen die keinen indirekten Schutz des König Pyrrhos mehr besassen. Innerhalb
von zwei Jahren wurden alle süditalischen Stämme und Stadt zu Boden geworfen. Rom war nun Herrin über ganz Italien
(270 vor Chr.).

Freitag, der 10. November 2000, 21:45 Uhr
Name: Gründer des F.A.
E-Mail: forumatheismus@gmx.de
Homepage: keine Homepage

Ich wünsche Ihnen einen guten Tag.

Ich freue mich jedesmal über Ihre Site, und habe sie deswegen als Startseite eingerichtet. Ich habe vor knapp 1 Jahr das Forum Atheismus an meiner Schule "Schickhardt Gymnasium - Herrenberg" gegründet, und wir veranstalten einen Informationsabend zum Thema Atheismus. Denn in unserer Arbeit sind wir von gläubigen Personen (in Ausnahmen; ich möchte nicht sagen, dass alle religiösen Menschen automatisch fanatisch und intolerant sind) doch stark mit Vorurteilen konfrontiert worden. Deswegen der Abend mit anschließender Diskussion. Ich würde sie, und alle die Interesse, und vor allem die örtliche Möglichkeit haben dazu rechtherzlich einladen, denn dies wird unter garantie ein Abend mit stark protestantischer "Umgebung". Ein Vortrag über Atheismus, eine Vorstellung einzelner Mitglieder und ein Rollenspiel in dem wir Vorurteile aufzeigen, werden geboten. Bis dann,
Ihr

Forum Atheismus, Schickhardt Gymnasium Herrenberg.
(um Stuttgart/Böblingen)

Donnerstag, der 9. November 2000, 02:16 Uhr
Name: Gegner
E-Mail: Non,sorry
Homepage: keine Homepage

Heike,sag doch mal was über Dich.
Ich habe alle Deine Bieträge gelesen und bin zu dem Schluss gekommen ,dass es viel zu wenige Deiner Art gibt!Exist. denn schon Ein Glücklicher der Dich haben kann?Es wäre schon fein von Dir wenn Du Dich dazu.......naja lasse Dir etwas Zeit zum überlegen.Es sind keine Boshaftigkeiten die mich leiten.

Samstag, der 4. November 2000, 08:29 Uhr
Name: Boris
E-Mail: proxim@gmx.at
Homepage: kickme.to/proxim

Mir gefällt sehr dass die ganze Site thematisch so breit angelegt ist. Werd' sicher öfters mal vorbeischauen. Weiter so!

Mittwoch, der 1. November 2000, 20:49 Uhr
Name: ines
E-Mail: bluemli1@t-online.de
Homepage: hab ich nicht

Soweit ich das hier beurteilen kann recht interessant und doch sehr beeindruckend, auch wenn ich gerade erst angefangen habe es mir anzusehen. Später also noch etwas mehr. Gruß i.

Dienstag, der 31. Oktober 2000, 19:25 Uhr
Name: Heike
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Ich habe mich noch mal wegen der kirchlichen Sendezeiten kundig gemacht. Die sind in den Landesmediengesetzen geregelt, z.B. Baden-Württemberg: 5
Verlautbarungspflicht, Sendezeit für Dritte

(2) Der römisch-katholischen Kirche, den evangelischen Landeskirchen und den israelitischen Religionsgemeinschaften sind auf Verlangen in Vollprogrammen angemessene Sendezeiten für die Übertragung gottesdienstlicher Handlungen und Feierlichkeiten sowie sonstiger religiöser Sendungen einzuräumen. Verzichten die vorgenannten Religionsgemeinschaften auf die Ausübung ihrer Rechte nach Satz 1 und wird in Vollprogrammen auf Grund einer Vereinbarung mit dem Veranstalter Sendezeit für andere Sendungen zur Verfügung gestellt, soll der Veranstalter eine angemessene Finanzierung der Sendungen ermöglichen."

Nicht, dass das falsch verstanden wird. Im Textzusammenhang ist ersichtlich, dass unter dem finanzierenden Veranstalter der Sender gemeint ist.

Dann gibt es noch Regelungen zum Programmbeirat. Wieder Beispiel Baden-Wüttemberg:

"In einen Programmbeirat müssen jedenfalls die römisch-katholische Kirche, die evangelische Landeskirche, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Frauenverbände, Elternbeiräte, die nach 29 des Bundesnaturschutzgesetzes anerkannten Umweltverbände, Jugendorganisationen, Sportorganisationen und kulturelle Organisationen in dem Verbreitungsgebiet je einen Vertreter entsenden können."

Für den Medienrat gilt entsprechendes. Auch da sind die Religiösen an erster Stelle genannt. "1) Der Medienrat setzt sich zusammen aus
einem Vertreter der evangelischen Landeskirchen,
einem Vertreter der römisch-katholischen Kirche,
einem Vertreter der israelitischen Religionsgemeinschaften,
einem Vertreter der Freikirchen, ..."
dann erst folgen die anderen Gruppierungen.

Dann gibt es noch den Rundfunkstaatsvertrag. Auch hier heißt es:

" 42 Sendezeit für Dritte

(1) Den Evangelischen Kirchen, der Katholischen Kirche und den Jüdischen Gemeinden sind auf Wunsch angemessene Sendezeiten zur Übertragung religiöser Sendungen einzuräumen; die Veranstalter können die Erstattung ihrer Selbstkosten verlangen."

Wenn das Land es nicht anders festlegt (s.o).

Auffallend und ärgerlich ist, dass trotz weltanschaulicher Neutralität des Staat nur bestimmte Weltanschauungen dieses Sendeprivileg genießen.

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