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Donnerstag, der 21. Maerz 2002, 20:55 Uhr
Name: WilliWichtig
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http://www.ibka.org/artikel/miz94/kinder.html

"Ein Kind könnte durch eine Religionsgemeinschaft gefährdet werden, es könnte auch durch eine atheistische Gemeinschaft gefährdet werden,"

Warum gibt es dann den IBKA, wenn er selbst seine Existenz als gefährlich betrachtet?

" aber ohne Gemeinschaft entfallen derlei Gefahren. "

Auch Käse. Das Kind kann zur Mitgliedschaft in eine Gemeinschaft verleitet werden.

"Die abschreckende Austrittsprozedur werte ich als (versuchte) Nötigung zur Kirchenmitgliedschaft; eine Vereinfachung ist ein Gebot der Religionsfreiheit! "

So ein Unfug. Die Austrittsprozedur (die ich mir auch mal überlegt habe) fand ich weder sonderlich abschreckend, noch als Nötigung. Der Autor übertreibt maßlos.

"Dem ist aus weltanschaulich neutraler Sicht entgegenzuhalten: Schon die Anwesenheitspflicht bei religiösen Handlungen ist fragwürdig und als rechtswidrig einzustufen. "

1. Es gibt keine weltanschaulich neutrale Sicht. Atheisten (u.ä.) sind im Bezug auf Religionen nicht neutral. Wer mir das erzählt lügt (0).

2. Es besteht in der ev-luth. Kirche nur bei sehr wenigen aktiven religiösen Handlungen Anwesenheitspflicht (Konfirmation; Hochzeit) - und das ist dann, wenn eben eine aktive Rolle gefordert ist. Eine kirchl. Hochzeit ohne die zu verheiratenden wäre doch etwas stupide, oder?

"Kein Kind darf genötigt werden, an religiösen Handlungen teilzunehmen oder seine religiöse Überzeugung zu offenbaren! "

Mit dem letzteren bin ich völlig einverstanden.

Das erstere ist auch Unfug. Meiner Meinung haben Eltern das Recht über die Erziehung ihrer Kinder auch hinsichtlich der Religion zu entscheiden - schließlich wollen sie das Beste für ihre Kinder.

Thema Gott in der Präambel

Liebe Landsleute, ist es nicht überzogen sich um eine lächerlichkeit wie das Wort 'Gott' zu ärgern? Dass der Staat uns aushorcht, die Amerikaner uns aushorchen, das Presserecht vom Staat beschnitten wird, Dinge verschleiert werden - und das im großen Stil, ist den meisten nicht all zu wichtig. Aber wenn ein kleines Wort, in einer nicht gesetztkräftigen Präambel steht, dann muss darüber für viele tausende Euros diskutiert werden, anstatt sich aktiv gegen unsere immer mehr schwindenen Rechte für Pressefreiheit und Privatsphäre zu kümmern...
Krank sowas.

Donnerstag, der 21. Maerz 2002, 20:53 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Herr es ist schön, dass du uns deinen Sohn gesandt hast.

Wegen mir nicht!

Nimm es nicht so ernst, wenn Spinner Bücher schreiben, in denen 'Gott ist tot!' steht....

Gott ist nur deswegen nicht tot - weil er noch nie existent war.

...oder Komiker dein Wort lächerlich zu machen.+

Was hat denn dieser Gott so alles woertlich gesagt? (ausser in der Genesis).

Vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.*

Denn sie wissen nicht, was sie GLAUBEN!

Donnerstag, der 21. Maerz 2002, 20:36 Uhr
Name: Heike N.
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@Willi

Als Atheistin stellst du das Christentum auch als Unfug und Quatsch dar. Bist du nicht einwenig rekursiv?

Hoppala, wann denn?

Du behauptest ganz und fest, dass Religion Aberglaube ist...

Hoppala, wann denn?

Ich habe immer behauptet, dass Religion und Glaube Sache des einzelnen ist. Missioniert mich jemand, antworte ich entsprechend.

Knallt mir jemand entgegen, dass meine Weltanschauung Unfug ist, bekommt er eine entsprechende Antwort.

Wie es in den Wald hineinruft...

Ossi ist auch ein Christ. Mit ihm kann ich mich eigentlich gut austauschen, ohne dass der eine den anderen verheizt.
Also immer schön den Ball flachhalten und nicht ins Abseits kommen.

Heike N.

Donnerstag, der 21. Maerz 2002, 20:34 Uhr
Name: WilliWichtig
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http://www.ibka.org/artikel/miz94/kinder.html

"Über die Taufe als religiöse Handlung hat der Staat die Entscheidung den Eltern zu überlassen. Fragwürdig sind jedoch die Rechtsfolgen der Taufe: eine unbefristete Kirchenmitgliedschaft samt Kirchensteuerpflicht. Dies ist ein Eingriff in ein anderes Grundrecht des Kindes: in sein Recht auf Eigentum (Artikel 14 GG). "

So ein Käse.

Das Kind kann rechtzeitig aussteigen, wenn es meint dies tun zu wollen.

Donnerstag, der 21. Maerz 2002, 20:29 Uhr
Name: williWichtig
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=> Heike N.

Meine Meinung bzgl. eines Austausches mit dir habe ich bereits deutlich dargelegt, oder? Menschen, die von vornherein alles, was ihnen unbekannt ist bzw. nicht in den Kram passen als "Quatsch" und "Unfug" darstellen, sehe ich nicht als adäquate Gesprächspartner an. Weiterhin muss ich dich bei Krankheit weder pflegen noch bist du mir als Mensch sonst irgendwie wichtig, als dass ich Ambitionen für mich sehe, dir bestimmte Dinge nahezulegen.

Das habe ich erwartet. Als Atheistin stellst du das Christentum auch als Unfug und Quatsch dar. Bist du nicht einwenig rekursiv?

Du behauptest ganz und fest, dass Religion Aberglaube ist, aber redest dich mit Diskussions-Blabla heraus, wenn du mir eine Antwort auf etwas geben sollst, das nachweislich (nicht einmal in Gedankenmodellen) keine chemische oder physikalische Wirkung hat.

Donnerstag, der 21. Maerz 2002, 19:31 Uhr
Name: Heike J.
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Durch die Taufe wird niemand zu irgendwas gezwungen,...

1. Zumindest zur Teilnahme am Unterrichtsfach Religion (RU).

Das ist falsch. Über die Teilnahme entscheiden die Eltern. Taufe oder Kirchenmitgliedschaft begründet nicht die Teilnahme am RU.

*zum Taufen = Eintritt gibt´s kein Mindestalter. Zum Austritt schon...??) :-)))

Nein, gibt es nicht. Die Eltern können jederzeit ihr Kind abmelden. Nur das Kind darf leider nicht selbst entscheiden.

Donnerstag, der 21. Maerz 2002, 19:24 Uhr
Name: Heike N.
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@Willi,

Wo verbleibt die Antwort auf die Frage 'wie Homöopathie wirken soll'?

Meine Meinung bzgl. eines Austausches mit dir habe ich bereits deutlich dargelegt, oder? Menschen, die von vornherein alles, was ihnen unbekannt ist bzw. nicht in den Kram passen als "Quatsch" und "Unfug" darstellen, sehe ich nicht als adäquate Gesprächspartner an. Weiterhin muss ich dich bei Krankheit weder pflegen noch bist du mir als Mensch sonst irgendwie wichtig, als dass ich Ambitionen für mich sehe, dir bestimmte Dinge nahezulegen.

Und sollte dir das arrogant vorkommen: Ja, ist es. Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

Heike N.

Donnerstag, der 21. Maerz 2002, 19:18 Uhr
Name: Heike J.
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Herr es ist schön, dass du uns deinen Sohn gesandt hast

... damit wir ihn am Kreuz dir zu Ehren und zu unserem Wohle opfern und quälen konnten.

Donnerstag, der 21. Maerz 2002, 19:16 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Ossi,

Thema "Grosses Verwandtenschenken":

Ich kenne dieser HVD-Jugendfeiern zwar nicht, aber die Jugendweihen des Jugendweiheverbandes sind (zumindest hier im Osten) das große Familienereignis, bei dem die Jugendlichen dann eine Menge Geld und Geschenke abstauben können.

Und ich kenne den Ablauf der Jugenweihe (im Osten) nicht. Ich denke, HVD-Jugendfeiern haben mit der ehedem staatlich sanktionierten Jugendweihe des nunmehr bundesrepublikanischen Ostens wenig gemein. Schon die Historie (Jugendfeier besteht seit Mitte des 19. Jahrhunderts) spricht fuer sich.
Leider wird das selbst von einigen (christlichen) Politikern (z.B. dem Minister und Ex-Religionslehrer Freller in Bayern) nicht erkannt oder von ihnen (in den Medien) falsch dargestellt.

Das Gefasel von der "Zwangstaufe" hängt mir ganz schön zum Hals raus...

Kann ich mir denken...

(tschuldige).

Ist akzeptiert :-))

Meine Eltern haben mich "gezwungen" dass ich die deutsche Staatsbürgerschaft erhalte,...

Letztlich haben sie Dich sogar in diese Welt "gezwungen"...

...Deutsch als Muttersprache lerne, ich eine mitteleuropäische Mentalität besitze, die haben mich als Säugling gezwungen, dass ich esse, was die kochen, haben mir ein eigenes Bett aufgezwungen und dann haben die mich auch noch ZWANGSGETAUFT ??? Ganz schöne Schweine, meine Eltern, was ?

Ich denke, Du vermengst hier einiges.
Aus vielerlei Gruenden ist Religionsfreiheit ein einklagbares "Menschenrecht" - "mitteleuropaeische Mentalitaet" nicht.
Zitat:
"Kinder sind (...) Menschen. D.h. ihre Würde ist prinzipiell gegeben und soweit zu achten und zu schützen, und sie sind von Anfang an Träger aller Grundrechte", so schreibt Professor Dr. Heinhard Steiger. - Eigentlich sollte das selbstverstaendlich sein.......

Bitte weiterlesen unter:
http://www.ibka.org/artikel/miz94/kinder.html

Die Taufe, eine religioese Zeremonie, bildet fuer den Einzug der Kirchensteuer die Rechtsgrundlage. Ein kirchlicher Ritus begruendet somit Rechtswirkungen fuer den buergerlichen Bereich. Dies widerspricht den Freiheitsrechten des Art. 4 im GG der BRD.
Wollen sich Buerger der Kirchensteuerpflicht entziehen, muessen sie ihren Austritt aus ihrer Religionsgesellschaft formgerecht (vor dem Amtsgericht, dem Kreisgericht oder dem Standesamt) erklaeren. Das ist in vielen Bundeslaendern sogar kostenpflichtig (DM 60,00 in Nuernberg).
Durch die Taufe unmuendiger Kinder sichern sich die Kirchen einen grossen Bestand an Mitgliedern, die in oeffentlichen Urkunden und Statistiken als (Taufschein-)Christen gefuehrt werden und damit spaeter zur Zahlung der vom Staat beigetriebenen Kirchensteuer verpflichtet sind. Darueber hinaus begruenden die grossen christlichen Religionsgesellschaften mit dem Taufschein-Christentum ihren Status als "staerkste gesellschaftlich relevante Gruppe", ihre Ansprueche auf oeffentliche Subventionen und Einflussmoeglichkeiten.

Durch die Taufe wird niemand zu irgendwas gezwungen,...

1. Zumindest zur Teilnahme am Unterrichtsfach Religion (RU). Ethik ist Pflichtersatzfach, dass ehedem eingefuehrt wurde, um die Abmeldungen vom RU moeglichst gering zu halten (siehe auch Ethik primaer am Nachmittag).

2. Durch die Kindstaufe werden die Nichtchristen gezwungen, den Religionsunterricht der Getauften mitzufinanzieren. Der Ethikunterricht (EU) wird zwar auch von den GLAEUBIGEN mitfinanziert, ist aber auf Druck der GLAEUBIGEN eingefuehrt worden. Nicht wenige Gottlose, die den RU konsequent ablehnen, haetten bevorzugt keinerlei weltanschaulichen Unterricht.

Die wichtigsten Punkte der uebrigen Thematik und Problematik hat Heike J. bereits erklaert. Negative psychologische Aspekte lasse ich bewusst ganz weg. Darueber gibt es viel Literatur.

Im uebrigen erklaere ich mich damit einverstanden, den Getauften einen RU auf freiwilliger und selbstfinanzierter Basis (oder die Finanzierung uebernehmen die christlichen Vereine) zuzugestehen. Zum Beispiel am Sonntag Vormittag...
Ich erklaere mich weiterhin damit einverstanden, in den Schulen ein ordentliches Unterrichtsfach einzufuehren, dass nicht von Lehrern abgehalten wird, denen die "missio" oder "vocatio" als Vorbedingung gemacht wird fuer eine Lehrerlaubnis. Ein allgemeines Unterrichtsfach (nicht trennend nach Konfessionen und "Wahrheiten"), in dem alle theistischen und atheistischen Weltanschauungen (Philosophien, Religionen, Sekten und GLAUBENSueberzeugungen...) gleichwertig behandelt werden.

...christlich erzogen würden die Kinder christlicher Eltern sicher auch ohne Taufe werden.

Auch das bezweifle ich auf das aeusserste, zumindest was die Masse betrifft. Die Majoritaet sieht doch gerade den RU als massgeblichen Faktor, um den Kids religioese Ueberzeugungen und Werte (was auch immer das sein soll) beizubringen, zu denen das Elternhaus - aus welchen Gruenden auch immer - nicht mehr faehig ist. Die Eltern aeussern sich geradezu besorgt ueber das eigene mangelnde Religionsverstaendnis, respektive die fehlende Zeit, sich mit diesem Thema gemeinsam mit den Kids auseinanderzusetzen.
Ergo: Verantwortung wird abgegeben!
Da ziehe ich meinen Hut vor GLAEUBIGEN, die ihren GLAUBEN noch zuhause praktizieren und (vor-)leben.
Was aber letztlich auch hierbei herauskommen kann ist, dass diese Eltern nicht nur den staatlich sanktionierten RU ablehnen, sondern den gesamten Schulunterricht (Info darueber auf "Der Humanist" oder im WWW), weil er ihrer Ansicht nach die Kinder areligioes tangiert.

Wenn den Kindern das nicht gefällt, dann können sie jederzeit aus der Kirche austreten, wenn sie das entsprechende Alter erreicht haben.

Wieso gleich zwei Einschraenkungen?

1. Nichtgefallen (Austritt mit 14 - das haette ich ehedem meinem "alten Herrn" antun sollen. Der haette mich sofort halb tot gepruegelt, enterbt und sonstnochwas...)

2. Altersgrenze (zum Taufen = Eintritt gibt´s kein Mindestalter. Zum Austritt schon...??) :-)))

...und wenn sie meinen, eine Taufe ist gut für ihr Kind, dann ist das ihr gutes Recht.

Dieses "Recht" ist zwar (zumindest in der BRD) legitimiert durch das so genannte "elterliche Erziehungsrecht", es wiederspricht dennoch dem Art. 18 der UN-Charta der Menschenrechte und anderen Grundrechten. Weiteres hierzu siehe unter o.g. Link.

Unterstellst Du jetzt einfach mal - ich halte Christen für toleranter.

Was sich an den vielen geschaendeten Friedhoefen, Mahnmahlen, an den Anschlaegen auf Asylbewerberheime, Synagogen, Moscheen und dem Niederpruegeln von Menschen mit anderer Hautfarbe wiederspiegelt. Aso... waren ja alles keine Getauften...

Aber mal davon abgesehen, würde sich dieser Obermufti dann ja auch ganz schön lächerlich machen, in Europa wird ja keinem Moslem verboten zu missionieren !

In Indien ist das Missionieren den Christen auch nicht verboten. Aber wenn einer wie der Papst das Vorgenannte praktiziert, nein, nein, der macht sich keinesfalls laecherlich (ist ja ein Christ) - ein Mufti schon.

LOOOOOOOOOOL (sorry!)

Genau, da wird nämlich immer noch zwangsmissioniert. Wer sich nicht taufen lässt, wird verbrannt. Mutter Theresa soll da ganz besonders viele ermordet haben - eigenhändig !

Ueber Mutter Teresa (uebrigens ohne H im Namen) gibt es zwischenzeitlich so viel Angreifbarers, das ich lediglich wenige Presseartikel hierzu poste:

(2071) London. In einer ausführlichen Dokumentation entzauberte der angesehene britische Privatsender Channel Four den Mythos der in Indien lebenden albanischen Nonne Gonxha Bohaxhiu, die als "Mutter Teresa" international bekannt wurde.
Im Gegensatz zu dem von ihr vermittelten Eindruck weile die Friedensnobelpreisträgerin von 1979, die sich 1980 von dem haitianischen Diktator "Baby Doc" Duvalier mit einem Orden auszeichnen ließ, nur selten in ihrem Heim in Kalkutta, sondern fliege um die Welt, um das Prestige ihres "Ordens der Barmherzigkeit" zu mehren. Eine medizinische Versorgung findet im "Heim für die sterbenden Armen" praktisch nicht statt. Der Autor Christopher Hitchens kritisierte, die Menschen, die sonst qualvoll auf der Straße sterben würden, sterben stattdessen qualvoll in Mutter Teresas Sterbehospiz. Hitchens fand heraus, daß die Nonne bei der Kampagne zur Steigerung des Spendenaufkommens mit einem US-Millionär zusammengearbeitet hat, der sein Vermögen mit Unterschlagung und Betrug aufgebaut hatte. Politisch sei sie eine "erbarmungslose Fundamentalistin", die sich als Symbolfigur "des rechten katholischen Flügels" präsentiere.
Ein Ordensmitglied in London erklärte, man habe zwar von dem Filmvorhaben gewußt, werde aber nichts unternehmen als "beten für den Produzenten und für alle, die mitgewirkt haben." (Süddeutsche Zeitung, 10.11.94)

(2396) Kalkutta. Mutter Teresa, die bisher stets als vehemente Gegnerin der Sterbehilfe aufgetreten war, hat nun selbst weitere Behandlungen abgelehnt, um in Würde zu sterben. Ein Arzt der Klinik in Kalkutta, wo sie sich wegen Herzproblemen aufhielt, teilte der Zeitung Tinies of India mit, die Patientin habe seit Mitte November weitere medizinische Untersuchungen abgelehnt und ihren Wunsch, fried-lich zu sterben, mehrfach wiederholt. Als Grund gab sie nicht zuletzt finanzielle Erwägungen an: Die vielen armen Menschen könnten sich eine derart aufwendige Behandlung auch nicht leisten. Kurioserweise waren es nun Ärzte, die das Selbstbestimmungsrecht der Nonne mißachteten und versuchten, sie von ihrer Meinung abzubringen.
Ob die katholische Klosterschwester - aus eigener praktischer Erfahrung klüger geworden - nun auch für ein allgemeines Selbstbestimmungsrecht anderer Menschen beim Sterben eintritt, war leider nicht zu erfahren. (Süddeutsche Zeitung, 27.11.96)

(2717) Kalkutta. Der Orden Mutter Teresas hat die Gläubigen um Wunder-Berichte für eine rasche Heiligsprechung der katholischen Ordensgründerin gebeten. Das sagte Sunita Kumar, die Sprecherin der "Missionarinnen der Nächstenliebe" der dpa in Kalkutta. Der Papst hatte das Kirchengesetz geän-dert, um das Verfahren zur Seligsprechung Mutter Teresas vorzeitig einzuleiten. Schwester Nirmala, die Nachfolgerin Mutter Teresas, sagte nach Angaben ihrer Sprecherin: "Wir beten alle, und wir bitten alle, die wollen, dass Mutter selig- und heiliggesprochen wird, ebenfalls zu beten." Der Erzbischof von Kalkutta, Henry D'Souza, hält es nach indischen Presseberichten für möglich, dass Mutter Teresa schon im Jahr 2000, dem Heiligen Jahr der katholischen Kirche, heiliggesprochen werden könnte. D'Souza muß die für das Verfahren nötigen Berichte über das Leben Mutter Teresas und die Wunder, die sie angeblich gewirkt hat, zusammenstellen. In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass der Papst im Fall Mutter Teresas das Kirchengesetz außer Kraft gesetzt hat, wonach der Prozeß zur Seligsprechung erst fünf Jahre nach dem Tod eröffnet werden durfte. (AOL-Newsbote 2.3.99)

Anm. MIZ: Mutter Teresa ist wahrlich eine Heilige, wie sie im Buche steht! Der vielgepriesene "Engel der Armen" war nämlich in Wirklichkeit ein unerbittlicher Todesengel. Teresa wollte keine Menschen, sondern Seelen retten. Ihr Lebensziel war es, möglichst viele Menschen zum Christentum zu bekehren. Die Heilung irdischer Gebrechen geriet dabei völlig in den Hintergrund. Konsequent wie die "Heilige in Spe" nun einmal war, investierte sie deshalb auch die vielen Millionen Dollar, die ihrem vermeintlichen Hilfswerk gespendet wurden, nicht in die dringend notwendige bessere medizinische Versorgung der Kranken, nein, Teresa wußte damit Besseres anzufangen: Sie bunkerte das Geld auf Konten des Vatikans - zum Zwecke einer weiteren Christianisierung der Welt. Zu diesem Zweck stieg Teresas Orden auch in das illegale Adoptionsgeschäft ein, die barmherzigen Schwestern entführten indische Kinder, um sie im Westen gegen harte Währung abzusetzen. (Freilich: Dies alles war nur zum Besten der Kinder gemeint. Schließlich wurden sie ja per Adoption vom moslemischen bzw. hinduistischen Aberglauben befreit und landeten in guten christlichen Familien...) Kurzum: Mutter Teresa, mit ihrem blinden Missionseifer, ihrem fanatischen Demokratiehass und ihrer tiefen Verbundenheit zu den diversen Diktatoren und Folterknechten dieser Welt, hat gute Chancen, zur Heiligen des Jahrhun-derts gekürt zu werden. Aufklärung tut not!

(2797) Kalkutta. Die Seligsprechung von Mutter Teresa ist nach Ansicht des katholischen Erzbischofs von Kalkutta, Henry D'Souza, nur noch eine Frage der Zeit. Wie D'Souza erklärte, habe er keine Zweifel daran, dass die Seligsprechung sehr bald vorgenommen werde. Nach katholischer Tradition gilt die Seligsprechung als Vorstufe zur Heiligsprechung.
Der Erzbischof nahm den Orden Mutter Teresas, die Missionarinnen der Nächstenliebe, gegen Kritik in Schutz, dass es bei der Seligsprechung vor allem um Spendengelder gehe.
Papst Johannes Paul II. hatte im Fall Mutter Teresas das Kirchenrecht außer Kraft gesetzt, wonach das Verfahren erst fünf Jahre nach ihrem Tod hätte beginnen dürfen. Mit der Sondergenehmigung könne es bereits in einem, aber auch erst in zwei bis drei Jahren abgeschlossen sein, so der Erzbischof. Als Grund für das unübliche Vorgehen gab er an, dass möglichst viele Beweise zusammengetragen werden sollten. "Viele Zeugen könnten sterben", sagte er. Außerdem gebe es weltweiten Druck, Mutter Teresa heilig zu sprechen. (Frankfurter Rundschau 6.8.99; Aol-NewsBote, 25.8.99)
Anm. MIZ: Mutter Teresa ist in der Tat eine wunderbare katholische Scheinheilige, die es wahrhaft verdient hat, in Rekordgeschwindigkeit seliggesprochen zu werden (siehe die entsprechenden Beiträge in dieser Ausgabe der MIZ).

Heike meinte:
Sollte meine Tochter einmal die Ambitionen haben, kirchlich zu heiraten, wird sie meine Entscheidung akzeptieren müssen, dass ich an diesem Teil der Aktion nicht teilnehmen werde. Das hat mit Schmollen nichts zu tun, sondern mit der Abgrenzung der eigenen Meinung gegenüber anderen.

Sehe ich auch so. Zudem werde ich wohl kaum von einem Toten zu seiner Bestattung eingeladen :-))

Fuer mich steht fest, dass ich fuer den Rest meines Lebens nie mehr zu einer Bestattung, respektive Bestattungsfeier gehen werde. Weder bei meinem noch lebenden Vater noch bei den von uns gezeugten Kids. Warum auch? Aus Gruenden der Pietaet? Aus Gruenden der so genannten "letzten Ehre"? Aus Gruenden des Anstandes oder der "Schuldigkeit"? Aus Gruenden des Abschiednehmens? Oder aus welchen Gruenden sonst?
Nochmal: Tote sterben dann, wenn man sie vergisst.
Mir ist es tausendmal lieber, in den Gehirnen der mir Nahestehenden einen "positiven" Eindruck zu hinterlassen, als dass jene zu (m)einer Bestattungszeremonie antanzen...
Die Gattin und die Kids wissen bereits jetzt, dass die sterblichen Ueberreste von mir in der Plastination oder in der Anatomie landen. Das ist fuer sie was Selbstverstaendliches...

Na wenn Du es nicht anders schaffst, Dich abzugrenzen.

Haette ich kein Recht zur Abgrenzung?

Hast Du Angst, in der Kirche "rückfällig" zu werden ?

Nein - Eher die Befuerchtung, eine Handgranate reinzuwerfen. :-)))

(Sorry fuer diese bloede, unqualifizierte und nicht tatsaechlich ernst gemeinte Antwort - aber die Frage war ja...)

Gruesse
Herbert

Donnerstag, der 21. Maerz 2002, 19:07 Uhr
Name: Gang Wolf
E-Mail: keine E-Mail
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Herr es ist schön, dass du uns deinen Sohn gesandt hast.
Nimm es nicht so ernst, wenn Spinner Bücher schreiben, in denen 'Gott ist tot!' steht oder Komiker dein Wort lächerlich zu machen.
Vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.

Donnerstag, der 21. Maerz 2002, 18:51 Uhr
Name: WilliWichtig
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=> Maud und => Heike N.

Wo verbleibt die Antwort auf die Frage 'wie Homöopathie wirken soll'?

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