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Mittwoch, der 27. Maerz 2002, 23:57 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Du hast doch das Abschaffen des RUs auf Grund des Grundrechtes auf Meinungsfreiheit angesiedelt.

Habe ich das?
Ich berufe mich doch eigentlich auf die konsequente Trennung von Staat und Kirche (z.B. GG, Art. 3 (3) oder GG, Art. 4, oder die Artikel 136-141 der Weimarer Verfassung, die Eingang in den Art. 140 des GG gefunden haben.

Wie ist es aber mit dem Grundrecht auf Freizügigkeit im Artikel 11? Tag täglich werden tausende von Schülern in Schulen gegen ihren Willen eingesperrt.

Was hat dies speziell mit Art. 11 zu tun? Man koennte sich genauso gut auf GG, Art. 1 (1) berufen und sich in seiner Wuerde verletzt fuehlen, wenn man per Schulgesetz dazu verpflichtet wird, taeglich ab dem sechsten Lebensjahr eine Schule zu besuchen!
Freizuegigkeit bedeutet, dass jeder Schueler innerhalb des Bundesgebietes dort zur Schule gehen kann, wo es ihm beliebt (respektive seiner Eltern).
Zur Schulpflicht siehe:
http://www.prof-kraft.de/pflicht/bericht.htm

Dass es auch ohne geht, zeigen christliche Fundis:
http://www.zwoelfstaemme.de/kontroverse_schulpflicht.htm

Zudem wird die Meinung von den Schülern nicht nur im RU manipuliert, sondern auch in Sozialkunde oder Deutsch.

Richtig. Da die ueberwiegende Mehrheit der Lehrkraefte der christlichen Religionsgemeinschaft angehoert, wird hier unterschwellig (meist nicht absichtlich) christliches Gedankengut vermittelt. Stoert aber nicht weiter, das eine gewisse "Streuwirkung" nie ganz auszuschliessen ist. Christliche Mission ist in diesen Unterrichtsfaechern allerdings untersagt.

(Zum Art. 11 GG fallen mir gerade ad hoc einige Einschreankungen ein: Umsiedlungen zugunsten des Braunkohletagebaus, Bundeswehrangehoerige, Staatsbeamte...)

Mittwoch, der 27. Maerz 2002, 23:30 Uhr
Name: WilliWichtig
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Noch was: Bitte beurteilt das Christentum nicht nach dem, was ich gesagt habe! Einiges soll euch aber dennoch Denkanstöße geben. Aber eines ist wichtig: Beißt euch nicht an euerem Atheismus fest - das habt ihr nämlich, und leugt es trotzdem.

Mittwoch, der 27. Maerz 2002, 23:28 Uhr
Name: illiWichtig alias Vincent alias ...
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Um euch alle endlich von einer Last zu erlösen:

Ich habe mich drei mal verstellt, einmal als Franz Hübner, einmal als Vincent, einmal als WilliWichtig - habe drei unterschiedliche Charaktere verwendet, um mehr über Atheisten in Erfahrung zu bringen.

Ich versuche einen zusammenfassenden Bericht über alle Weltanschauungen zu verfassen und einen Vergleich aller wichtigen Religionen und Weltanschauungen zu schaffen. Zudem suche ich, als Agnostiker, entweder einen absoluten Gegenbeweis gegen Gott oder einen absoluten Gottesbeweis.
Es tut mir leid, wenn ich hier einige Male einige Leute beschimpft habe. Ihr seid ganz nette Leute.

Aber ich brauchte einen Weg, um korrekt zu forschen. Viele meiner Kollegen lesen nur Bücher und sammeln Stoff, um daraus Bücher zu schreiben. Ich will aber neben Büchern und Theorie die Menschen in der Praxis haben. Dazu habe ich seit ich rational denken kann unzählige Briefwechsel geführt. Aber erst seit das Internet groß herauskam, ging es mit meinem Werk voran. In Diskussionsforen etc. konnte ich mich als verschiedene Charaktere verstellen und so die Mitglieder unterschiedlicher Religionen und ihre Kernüberzeugungen quasi 'live' kennenlernen.
Selbst tendiere ich als Agnostiker zum Christentum, obwohl ich 'gebürtiger' Moslem bin.

Wie auch immer. Ich danke euch, für diese aufschlussreiche Zeit und möchte mich im Namen der Wissenschaft bei euch entschuldigen, ihr wart leider die Website, bei der ich mich entschlossen habe, als schwerstbehinderter Mann, einmal als paranoider James-Bond-Typ und einmal als pubertierender Trottel aufzutreten. Ich hoffe die Wissenschaft entschuldigt dies alles, ich bin nur ein einsamer Träumer auf der weiten Suche nach der Wahrheit. Leider habe ich nicht mehr viel Zeit zu leben und muss mich nun beeilen. Eines Tages findet ihr das Werk für das ich euch genervt habe im Internet. (Anbei ihr seid die einzigen, bei denen ich mein Handeln aufgelöst habe, viele Tausende stehen im Dunkeln, was meine Person betrifft)

–-

Noch etwas persönliches:

Lieber Frank, bleib bei deinem alten Glauben. Bei meiner Analyse kam heraus, dass jede Weltanschauung haltlos ist - jedoch wird das moderne Christentum nach meiner Erkenntnis eine Bahn einschlagen, in der die Mitglieder der Kirchen als letztes am besten Lachen werden - nicht wegen Reichtum, sondern weil sie die Freidenstifter der Zukunft werden und ausgeglichene Menschen hervorbringen - dies ist ein Teil meiner Studie.

Lieber Herbert,
bleibe weiter belesen! Du bist ein schlauer Kopf und ein lebender Beweis, dass sowohl Bildung als auch auch das Leben die wahre Schule ist und man beides braucht, um klug zu sein.

Lieber Ossi,
du hast viel verstanden und scheintst mir auch ein verständiger Mensch zu sein. Bleibe beim Christentum! Im Moment schneidet es bei den Weltanschauungen bei mir noch am Besten ab. Vieles in der Bibel mag erlogen sein - aber ein großer Teil ist eine wichtige Wahrheit.

Lieber Antichrist, Anti-Antichrist und Wolfgang,
wenn ihr nicht schreien würdet, sondern denken, dann würdet ihr im Leben ernsthaft weiterkommen. So bleibt ihr stecken, da ihr in Klischees hängenbleibt.

Liebe Heike N.,
leider konnte ich von deiner Bildung nicht viel spüren, denn du bist ziemlich impulsiv.

Liebe Heike J.,
auch du bist nicht gerade auf den Kopf gefallen. Skepsis ist gesund und wichtig. Allerdings sollte man auch sein eigenes Tun und Handeln ständig Kritisieren, wenn man auf dem Weg zur Wahrheit ist.

Mittwoch, der 27. Maerz 2002, 23:09 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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So einfach ist es hier einfach nicht. Klare Aussagen, wie das Gebot der Nächstenliebe oder die 10 Gebote sind z.B. nicht frei interpretierbar.

Was ist dann aber mit dem zweiten Gebot und den Bildnissen von Gott/Goettern, mit denen Christen ueberall hausieren gehen?

Mittwoch, der 27. Maerz 2002, 23:06 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Hm, was ist mit Leibniz? Mit Gauß? Adenauer? Weizäcker?

Alles wohl Menschen, denen wir nichts zu verdanken haben??

Weizsaecker? Doch nicht jene Politikerfamilie, die grosse Beteiligungen bei Boehringer-Chemie haben?
Stichwort: Lieferant fuer chemische Waffen im Vietnamkrieg!

Denen hat die Welt wirklich was zu verdanken...

Mittwoch, der 27. Maerz 2002, 22:55 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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So ein Blödsinn! Worauf begründet deine Annahme? Die wichtigsten Wissenschaftler und Philosophen (u.ä.) unserer Geschichte waren bekennende Christen (Voltaire, Galileo, Newton, Planck...) - Menschen denen wir unseren Wohlstand und Fortschritt zu verdanken haben.

An "Fortschritt" dieser Art muss man aber GLAUBEN - und das tue ich nicht mehr. Es gibt ein anderes (irdisches) Leben, als dieses. Ja, es gibt unzaehlige andere Moeglichkeiten, das Leben zu leben (auch ohne Fortschritt). Wie schon gesagt - erst mal alles in Frage stellen... :-))

Mittwoch, der 27. Maerz 2002, 22:51 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Wenn es ein ewiges Leben gibt - warum sollte ich es denn nicht annehmen?

Wenn es ein ewiges Leben gibt - warum sollte ich es denn nicht ablehnen?

Mittwoch, der 27. Maerz 2002, 22:44 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Das meine ich und sicherlich auch jeder andere mit 'wahren' und 'unwahren' Christen. Es ist nicht die Ansicht, sondern das Handeln, das einen zum Christen macht...

Ja, ja - Am Handeln, "An den Fruechten...". Doch wenn es lediglich darum ginge, beduerfte es keines GLAUBENS!

...- insofern sind wir in Europa damit in einer heidnischen Hochburg - wenn du verstehst was ich meine :-).

Ich verstehe sehr gut - doch gerade die "ethisch handelnden Heiden" sind fuer die GLAEUBIGEN und ihre Religionen ein groesseres "Problem" oder geistige Herausforderung/Konkurrenz, als die z.T. delinquenten Priesterkasten.

Was die ethische Begründung betrifft ja - was das Weltbild betrifft nicht. Und hier kann man, wie ich bewiesen habe, weder das A- noch Theistische Weltbild wirklich die Wahrheit für sich behaupten, wo wir schon beim Agnostizismus wären.

Fuer mich gibt es keine Wahrheiten... :-))
Die primaere Relevanz aus dem Agnostizimus ist lediglich ein atheistisch gefuehrtes Leben.

Ich sehe die Begründung im Theismus und im Christentum in vielem - vielleicht in manchen, wo du es nicht siehst.

"...du nicht mehr siehst", waere wohl treffender gewesen... :-))
Ich hatte es einst ja aehnlich gesehen...

Wie aber schon gesagt, sind Wahlfächer im Bezug auf Religion eben eine kritische Sache.

Doch nur, wenn sich definitiv (wieder aller Erwartung :-)) ) herausstellen sollte, dass fast alle Kids, die dieses RU-Wahlfach besuchen, weit ueber Durchschnitt ethisch und moralisch hochstehend handeln wuerden (was ja offensichtlich nicht der Fall ist; siehe auch ganz unten).

Hier liegt übrigens ein Gegenargument im 'Frohen-Drohbotschaft'-Argument, dass hier gerne verwendet wird: Trotz der vielen Drohungen hat die Mehrheit der Menschen eben doch keine Angst vor Gottes Wort - selbst wenn sie es kennen.

Diese Angst ist nicht darin begruendet, Furcht vor Gott oder seinem Wort zu haben - die Angst liegt vielmehr in der Potentialiatet des Nichterlangens des so genannten "ewigen Lebens" mit gleichzeitig angedrohter ewiger Hoellenverdammnis.

Allerdings sind die meisten Themen der christlichen Moral und Ethik nach ausgerichtet.

Dazu beduerfte es einer Definition "originaer christlicher Moral/Ethik", respektive "abendlaendischer Werte". Bei genauerer Betrachtung aber, sind viele Dinge eben nur okkupiert oder abgekupfert worden. Jahrtausende vor dem Christentum gab es sehr wohl eine "verbindliche" Ethik. Nicht diese Ethik deckt sich mit der des Christentums, sondern die des heutigen, profanen Christentums deckt sich (teilweise) mit der davorhergehenden. Dass die christlich-klerikalen "Marktschreier" nun wie aufdringliche Schmeissfliegen behaupten, diese Werte seien christlich und als solche - den Kids in den Schulen - zu vermitteln sind, ist voellig absurd (siehe z.B. "Geschichte der Ethik" von Jan Rohls, Mohr Siebeck Verlag, Tuebingen, 2. Auflage).

Thema "Drogenkonsum":
Das ist nicht gesagt - wenn die Eltern richtig eingreifen nicht. Wenn....

...und wenn nicht, hilft das Vermitteln angeblich christlicher Werte oder Beten?

[...] Da ist das Problem des 'Was-wäre-die-Welt-ohne-Religionen'-Arguments.

Das klingt ungefaehr so, wie die Argumentation der Impfbefuerworter: Den Wenigen, die sich nicht impfen lassen, passiert nur deswegen nichts, weil sie als "Trittbrettfahrer" davon profitieren, dass sich XY % der Anderen impfen hat lassen.

Atheisten sozusagen als ehtische Trittbrettfahrer?

Aus christlicher Sicht ist es nicht relevant, da es die Welt ohne Gott nicht gäbe. Aber selbst wenn es relevant ist, es ist zu komplex, um genau sagen zu können, wie die Menschheit sich ohne Religionen entwickelt hätte.

Mir ist reicht es aus, zu sehen, wie ungenuegend sich die Menschen mit Religion entwickelt haben.

Thema "Religion im KiGa":
Nein, aber es wird ihnen beigebracht, was 'recht und nicht recht ist.'

Den Kindern in den zigtausenden "Freien Kindergaerten", Kinderinitiativen und Kinderlaeden in der BRD auch. Aber meist ohne Gott.

Nun gut - ich könnte sagen, da es Gott gibt, sichert der RU das ewige Leben ...

:-)))
("Nur wer an mich GLAUBT, wird leben...")
Wenn der RU lediglich ueber Religionen informieren sollte - wie weisgemacht werden soll - dann ist ja wohl nunmehr doch ein "bischen" Mission noetig, um den Kids das "ewige Leben" zu sichern.

Nun, wenn jemand es als Ideologie hat, sich nicht zu bewegen?

Ist so nicht richtig. Der Begriff "Ideologie" ist eindeutig definiert.

Es gibt doch z.B. Islamunterricht. Der Staat hat akzeptiert, dass es mittlerweile viele Moslems gibt und führt - wo rentabel - Islamunterricht ein.

Rentabel? Fuer wen sollte Religionsunterricht wirtschaftlich rentabel sein? Oder versteht man unter Rentabilitaet die Anzahl der GLAEUBIGEN?
Ja dann aber ab in den RU mit Muslimen, Scientologen, Zeugen Jehovas`, Juden, Buddhisten, etc.

Oben hast du noch gesagt, er [RU] wäre freiwillig.

Sorry, haette schreiben sollen: Der Besuch des RU/EU nicht.

Thema 'freier Wille' ...

Man verschone mich...
(Absolut "Freier Wille" in Form von unabhaengigen Willensentscheidungen ist eine Illusion).

Gut, der EU ist nicht neutral. Aber ein gemeinschaftlicher 'Moralunterricht' würde es auch nicht sein.

Wer wuerde denn hier besonders bevorzugt oder benachteiligt?

[...] Wenn man jemanden verstehen will, muss man wissen, auf was seine Welt aufbaut. Christentum und Islam sind große Weltreligionen - Milliarden von Menschen folgen ihnen - somit ist es durchaus berechtigt, aufzuzeigen, wie sie leben.

Aufzeigen ja - Missionieren NEIN!

Es gibt genuegend Menschen, die ohne Kirche, ohne Religion und ohne Gott bewiesen haben, dass sie zu ethischem Handeln faehig sind.

Es geht um mehr als das ethische Handeln. Es geht darum, wie welche Religion die Welt sieht und wie man die Welt unter welcher Religion sehen kann. Wie ich bewiesen habe, kann man mit einem Gott als Person (bitte nicht das Wort 'persönlicher Gott' - das führt zu Mißverständnissen) vielfältige Weltbilder, die alle zusammen mit den Naturwissenschaft im Einklang stehen, aufbauen.

Man kann alles Noetige/Unnoetige aufbauen. Man kann sich aber im Leben weit wichtigeren Dingen widmen, als fiktiven Gottern und dem eigenen, angeblich ewigen Heil.

[...] Aber die ständige Auseinandersetzung unter vielfältigen Gesichtspunkten (Theologie, Interpretation, Naturwissenschaften) mit dem Glauben ist wichtig und würde das Christentum enorm stärken.

Wozu waere diese Staerkung wichtig?
Einwandfreie Ethik ohne Gott ist fakt und auf ewiges Leben kann man freilich verzichten.

Nun ganz so einfach ist es nicht. Das Problem ist, dass immer weniger Menschen freiwillig wählen und bei Volksentscheiden oft nicht wissen worum es überhaupt geht.

Moment - das nun als Begruendung herzunehmen, ist nicht redlich. Die Politikverdrossenheit der letzten 15 Jahre ist ja erst das Ergebnis/die Folge von der Nichtzulassung aktiver Buergerbeteiligung in Form von Entscheiden. Ehedem lagen Wahlbeteiligungen viel hoeher und dies wurde damals als Grund gesehen, auf Buergerentscheide zu verzichten. Heute wird damit argumentiert, dass die Buerger kein Interesse daran haetten, respektive wird mangelndes Fachwissen angefuehrt. Wer schon mal einiges mit Lokalpolitikern und MdB`s zu tun hatte, der kommt nicht unmhin festzustellen, dass auch hier erhelbliche Wissensdefizite vorhanden sind.

Ich wäre dafür, jedoch sind eben die meisten Menschen nicht an Politik interessiert.

Sie sind schon daran interessiert. Sie erkennen lediglich zunehmend, dass es voellig zwecklos ist, alle paar Jaehrchen blos eine politische Willenserklaerung abzugeben (an die sich eh kaum jemand gebunden fuehlt), statt an tatsaechlichen politischen Entscheidungen beteiligt zu werden.

Eine direkte Demokratie würde nur funktionieren, wenn die Leute ständig an allen Entscheidungen interessiert wären und verstehen worum es geht.

Viele Politiker verstehen ebenso nicht worum es geht. Den Wirtschaftslobbyisten hoerig, gucken sie eben meist auf den eigen wirtschaftlichen Vorteil. Nicht gerade honorig aber bei dem jetzigen System durchaus verstaendlich und nachvollziehbar. Die Mehrzahl der Buerger wuerde natuerlich an jenen Abstimmungen sich beteiligen, die sie direkt und indirekt betreffen. Daran kann ich nichts Verwerfliches erkennen. Bestimmen doch in einem Gemeinderat auch nur 24 Raete ueber das Wohl und Wehe von 17.000 Einwohnern. Wenn sich also bei einer Abstimmung nur 1.500 Buerger beteiligten, sind das immer noch wesentlich mehr, als o.g. 24 (die auch nicht immer alle anwesend sind und grundlegende Entscheidungen in nichtoeffentlichen Sitzungen ausbaldowern).
Ausserdem habe wir lt. Verfassung eine Volksherrschaft/ Demokratie und keine Gemeinderats-Herrschaft/Oligarchie. Die Buerger mussen bisher auch damit einverstanden sein, wenn 24 entscheiden und muessten eben bei 1.500 ebenso einverstanden sein.

...Aber gerade das langsame außenpolitische in Krisenregionen ist hier das Problem. Die Politiker sind langsam und wenn es dann erst zu spät ist, muss man schließlich mit Gewalt eingreifen.

Muss...??

Eben, das ist, das was ich meinte. Viele fühlen sich darin wohl, dass die Kirchenglocken läuten.

Gerade alle (einlullende) Konditionierungen stelle ich saemtlich in Frage. Wohlfuehlen sozusagen ethisch neu definiert. Einst fuehlte ich mich wohl, taeglich Tiere zu verspeisen...

Ich wohne in einer ländlichen Region (wenn ich nicht arbeite) - da gehört es dazu, dass die Kirchturmuhr schlägt und dass es gelegentlich nach Kuhmist stinkt. Wäre das nicht so, wäre das nicht das Zuhause, in dem ich seit Ewigkeiten lebe.

Man hat aber keinen Anspruch darauf, dass es nach Kuhmist stinkt. Geht der Bauernhof pleite, waere das Idyll und ebenso das Heimatgefuehl zerstoert?

Eben solche Details, wie Glockenläuten oder Gerüche etc. machen etwas unterbewusst zu dem Ort, an dem man sich wohl fühlt.

Ich fuehle mich dort wohl, wo Natur noch Natur ist, die naechste Autobahn und Bundesstrasse weit weg sind und kein Flugzeug oder Verbrennungsmotor zu hoeren sind. Ruhe! Absolute Ruhe und ausser den Geraeuschen der Natur NICHTS... das waere die Grundlage fuer ein Refugium.

[...] - aber ohne Kühe wäre es nicht mehr die ländliche Region, in der ich aufgewachsen wäre - das Dorf wäre ein anderes.

Das Leben aendert sich staendig - und das, was sich noch vor 36 Jahren als wohliges "Heimatgefuehl" in meinem Bewusstein konstituiert hat, ist heute vielleicht nicht mehr existent. Das Stadthaus in Nuernberg, indem ich noch (zuhause) geboren wurde, hatte ich in positiver (verklaerter?) Erinnerung. Vor wenigen Jahren habe ich dort mal das Automobil gestoppt (bin in den Jahren oft daran vorbeigefahren) und habe das grosse Tor zur Hofeinfahrt geoeffnet, bin in den Hinterhof gegangen, ins Treppenhaus, dort den schoenen Deckenputz angeschaut... habe mir die Wohnungseingangstuere angeguckt im 2. OG. (wo ich bis zu meinem sechsten Lebensjahr gewohnt hatte), bin auf den (offenen) Dachboden geklettert. Was soll ich sagen?!! Alles ganz anders, als in meiner Erinnerung.
Und wenn ich nun wieder an dieses Haus denke, sehe ich (fast nur) die Bilder wie vor 36 Jahren...

Natürlich, es ist Konditionierung - das ist das treffende Wort. Aber eine Konditionierung die den meisten Menschen eben die Heimat ausmacht. Man ist gewohnt, dass Kühe irgendwo muhen - wenn es nicht mehr so wäre, wäre die Umwelt eine andere.

Siehe oben.

Heimat ist ein Teil der eigenen Person - sie wurde einem antrainiert, aber ohne sie würde man auch nicht überleben.

Doch! Siehe oben. Siehe auch Vetreibungen in Kriegen.

Ich hasse zwar das ganze Bappzeugs an Weihnachten, aber vielen Leuten vermittelt es das Gefühl zu Hause zu sein.

Waehrend der so genannten Weihnachtsfeiertage sind wir nie zuhause. Keine Feier, keine Geschenke, kein Baum! Wie eben bei den "wahren" Christen, die den Weihnachtsbaum als nichtchristliches Symbol Zeichen ablehnen. :-)))

[...] Wenn jemand gut Deutsch kann - eben so wie ein Deutscher - dann kommt er einfach leichter durch.

Denken sich das die Deutschen im Urlaub auch? (oder sprechen sie dann die jeweilige Landessprache?) :-))

Und wenn in den Großstädten nicht alle Ausländer in einer Siedlung leben (in Nürnberg ist eine solche glaube ich Gostenhof - oder?),...

Wobei Gostenhof mittlerweile als Paradebeispiel moderner Stadtteilgestaltung/-sanierung und Auslaenderintegration dient.

...sondern sich mit den Deutschen ordentlich mischen würden, würde es auch keine Probleme geben...*

Warum sieht man dies immer so einseitig? Warum gehen die (vermeintlichen) Christen nicht auch auf die Nichtdeutschen zu und vermischen sich mit denen?

Nochmal zum Thema Ethik. Habe da folgende Zahl im WWW gefunden:
Schon mal nachgedacht, warum 78% aller Straftaten in Bayern von Katholiken begangen wurden?

Mittwoch, der 27. Maerz 2002, 21:22 Uhr
Name: Heike N.
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Hallo Frank,

Hat mich am Anfang auch ziemlich überrascht dieses pubertäre Gehabe. Mittlerweile kann ich nur noch darüber lachen und wenn es mir notwendig erscheint biete ich eben entsprechend Paroli auf dem gleichen Niveau.

Mache ich mittlerweile nicht anders. Ich habe mir HTML selber beigebracht. Es funktioniert: darauf bin ich stolz. Die Tatsache, dass meine Kenntnisse mehr als laienhaft sind, stört mich dabei gar nicht. Es gibt immer irgendwelche Leute, die es besser können *achselzucken* ich gönne es ihnen.

Zu allem anderen: ich weiß, was ich kann und weiß, ich bin die erste, die sich über unbekanntes informiert, ich kann dazu stehen, dass ich nicht alles weiß. Alles andere kann ich ganz entspannt beobachten oder kommentieren.

Gruß
Heike

Mittwoch, der 27. Maerz 2002, 21:11 Uhr
Name: Frank
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Heike N.
Du hast von Anfang an provoziert, indem du die Aufmachung dieser Page auf mehr als pubertierende Weise versucht hast, zu verreißen.

Diese Art und Weise der "Diskussion" ist leider im Internet (IRC,Newsgroups) auch in akademischen Kreisen des IT-Bereiches nicht unüblich.
Viele dort halten sich für sowas wie eine auserwählte Elite weil sie mit ein paar Kenntnissen aufwarten können die die meisten Normalanwender nicht haben oder ein anderes Betriebssystem verwenden als die breite Masse.
Hat mich am Anfang auch ziemlich überrascht dieses pubertäre Gehabe. Mittlerweile kann ich nur noch darüber lachen und wenn es mir notwendig erscheint biete ich eben entsprechend Paroli auf dem gleichen Niveau.

Gruß Frank

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