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Montag, der 1. April 2002, 01:28 Uhr
Name: Ralph
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Ufz, und wieder ne Menge Text...

(Ossi)

Ich versuche im Moment neben meinem Job noch ein Studium auf die Reihe zu kriegen und da stehen demnächst Prüfungen und eine Diplomarbeit an.

Reine Neugier :), was studierst du denn?

(Frank)

Nein, es wurde von den Kaisern soweit ich weiß ausgerottet. Das Urchristentum schreibt das Leben in gleicher Armut wie Jesus vor.

Die religiöse Verbreitung des Christentums fand durch die Kaiser statt, aber eben veränderte sich so manches. Ich denke, die Kirche hat sich in 2000 Jahren ganz schön von Gottes Wort abgewendet und muss sich ihm wieder zuwenden. Selbst die Predigten sind schrottig, viel zu lang und viel zu komplex, aber dazu komm ich noch später.

Mit dieser Art von Glauben konnte der römische Klerus und der Adel aber nicht allzuviel anfangen. Daher hat man sich halt was neues ausgedacht. Diese Schichten wollten wahrscheinlich einen mit Reichtum und Unterdrückung vereinbaren Glauben.

Ja, am schlimmsten finde ich Heiligenverehrung, Riten und irgendwelche Sakramente, heilige Türen und Tücher und weiß was ich. Wie gesagt, ich denke die Kirche hat sich stark vom Christentum abgehoben - Luther oder Zwingli usw. haben sich schon wieder angenähert. Aber ich denke mit der Aufklärung wird das Christentum auch wieder zu seinen Inhalten kommen und aufleben.

Es spricht nicht nur nichts dagegen, es ist sogar die eigene Lehre des christlichen Gottes.

Genau.

Herbert stellt immer wieder die Frage was der Mensch davon hat Gott anzubeten. Für mich stellt sich viel mehr die umgekehrte Frage: Was hat Gott davon, dass der Mensch ihn anbetet?

Anbeten ist das falsche Wort - anbeten tuen vielen einen Star, oder so. Man fleht doch Gott um ein Anliegen an oder dankt ihm. Übrigens finde ich es im Christentum so erstaunlich, dass eigentlich nur ein Einheits-Gebet ohne viel geplapper von Jesus erwähnt wurde. Insofern sind die Kirchen eigentlich von der Bibel weg.

Ich zitiere:

Mt 7,7: "Bittet, so wird euch gegeben."

Mt 6,5: "Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt."

Also insofern, hat sich die Bibel wirklich entfernt und das ganze Papsttum mit seinen heiligen Türen und Gewändern.

Ein allmächtiger Gott könnte sowieso alles in seinem Sinne geschehen lasssen.

Und wieder ein biblischer Beweis dafür:

Mt 6,8: "Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet."

Gott weiß was wir wollen - er könnte es auch geschehen lassen (vielleicht tut ers auch).

Aber ich denke du meinst eher, Gott hat uns ja mit unseren Fehlern erschaffen und wenn man z.B. Einstein folgt, ist alles die Folge von einem Anfang - leuchtet auch ein. Andererseits ist alles nur Theorie, daran denken viele nicht! Bevor wir hier weiter unsere Zeit verdebattieren müssten wir wissen, was das 'Seien' eigentlich wirklich ist und hier denke ich kommen wir nicht weiter.

Demnach läßt er dann auch geschehen wer an ihn glaubt und wer nicht.

Hat nicht Jesus selbst gesagt, er hat uns erwählt, und nicht wir ihn?

Insofern ist ein Ungläubiher nichtmal Schuld an seinem Unglauben, sondern es ist Gottes Wille.

Vielleicht ist es so.

Meinet wegen, solange die Kirche nicht enteignet wird.

Die Kirche hat den größten Teil ihres unermeßlichen Reichtums selbst durch Enteignung angehäuft.

Wann heute? Vor 50 Jahren? Vor 200 Jahren? Vor 1000 Jahren?. Wenn man sagt, die Kirche hat vor Gründung der BRD Land enteignet, so müsste man die Angelsachsen aus England werfen und das Land den 'Kelten' zurückgeben. Die Amis müssten auch weg und das Land den Indianern geben... Verstehst du was ich meine?

(Heike J.)

Ich würde nicht unbedingt sagen, dass man es "missbraucht". Es wird "gebraucht". Und es lässt sich vortrefflich zum Herrschen mit Angst und Vertrösten aufs Jenseits gebrauchen.

Gut danke!

Denn die "Religion des Fortschritts" (wenn du mich verstehst) war und ist die Lieblingsreligion moderner Diktatoren (keine Scherereien mehr mit Bischöfen).

Die Bischöfe haben sich doch noch fast jeder Diktatur angepasst und machten keine "Scherereien"... Und damit handeln sie sogar ganz nach "Gottes Wort": Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat.

Aber er sagte auch

Mt 23.11: "Der größte unter euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht. "

Also wollte er Politiker die sich für das Volk abarbeiten und nicht vom Volk leben!

Denn es ist keine Obrigkeit ohne von GOtt; wo aber Obrigkeit ist, die ist von GOtt verordnet. Wer sich nun wider die Obrigkeit setzet, der widerstrebet GOttes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfangen.

Nun, unsere Demokratie ist seit 50 Jahren sehr stabil. Die in den USA seit fast 200 Jahren auch.

(Herbert)

was spricht dagegen, dass er nicht auch Humanisten und ethisch-ehrbare aufnimmt?

Johannes 6,40:
"Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag."

Aber es heißt auch:

Mt 25,32:

"Und der wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. 37Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben, oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen, oder nackt und haben dich gekleidet? Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. "

Ich denke, Gott wird da wohl absehen können. Aber ich kann da wohl schlecht urteilen über Gott.

Ich denke aber auch an die Seeligpreisungen:

Mt 5,4

"Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. "

Ich will aber gar nicht!

1. Warum? Wenn dir dort Friede,Freude Eierkuchen angeboten wird, darauf willst du verzichten?
2. Kann ich dir dann nicht helfen.

Schon mal was von der Pascal`schen Wette gehoert?

Bis grade eben noch nicht. Habe sie aber schnell nachgelesen. Worauf willst du hinaus?

Wenn ich annehme, dass, wenn ich mich zu Gott ehrlich bekenne, ich dann ewiges Leben erlange...

Also ein ganz egozentrischer Wunsch, der mit jesuanischer Naechstenliebe erst mal gar nichts gemein hat.

Nur eine knappe Antwort, den Rest kannst du dir denken:

'Zieh den Balken erst aus deinem Auge...'

(und wenn ich ein solches will),

Sehr gut formuliert. "...wenn man ein so genanntes ewiges Leben haben will!". Mir reicht mein irdisches vollkommen.

Naja, du weißt ja nicht, was möglich ist - vielleicht wirst du mit ewigem Nicht-Sein belohnt :-).

Ich sehe es so: Wenn ich mit dem Christentum recht habe, dann würdest du als Atheist Schaden nehmen - wenn du recht hast, kann es mir egal sein, denn nach dem Tod ist wärs dann eh aus und dann ist es egal ob ich schlecht oder gut gelebt habe.

Ich sehe es so: Das irdische Leben, dass ich derzeit fuehre ist Realitaet - das jenseitige Leben nicht. Diese Realitaet vergeude ich nicht mit einem Imitat, Fiktion oder Maerchen.

Ich vergeude es auch nicht mit einem Imitat, Fiktion oder Märchen. Gott ist Realität und mir konnte bisher kein Atheist einen Beweis geben, dass dem nicht so ist - ich konnte aber zumindest (wenn ich auf Gottes Wort verzichte) Andeutungen geben, dass dem so ist.

Da halte ich es oekonomischer auf die Karte des realen Lebens zu setzen. Diese Karte halte ich bereits in der Hand.

Auf diese Karte setze ich. Ich lebe, versuche zu helfen, wenn jemand in Not ist, singe im Kirchenchor, versuche die Welt kennen zu lernen, arbeite etc. etc. etc.

Dann gibt es noch einen anderen Grund: Du willst ja nicht in Unwahrheit leben.

Ich lebe weder in Wahrheit noch in Unwahrheit, sondern nach den ethischen Praemissen, die mir auf der Basis der Gemeinschaft - in der ich mich bewege - "mitgeteilt" werden. Leidreduzierung ist dabei nur ein Aspekt, aber ein erheblicher. Ethisch leben muss ich deshalb keinesfalls zwingend; ich tue es aus dem Bewusstsein des selbstverantwortlichen Handelns heraus

Folgendes soll keine Beleidigung sein, aber ein Beweis, das ich deinen Text ebenfalls christlich Umschreiben kann, ohne das er dabei an Wert verliert:

"Ich lebe weder in Wahrheit noch in Unwahrheit, sondern nach den ethischen Praemissen, die mir auf der Basis von Gottes Wort - das er verkündete - "mitgeteilt" wurden. Leidreduzierung und Nächstenliebe ist dabei nur ein Aspekt, aber ein erheblicher. Ethisch leben muss ich deshalb zwingend; ich tue es aus dem Bewusstsein des selbstverantwortlichen Handelns heraus und aus dem Bewusstsein vor Gott und den Menschen."

–-

Wie schon gesagt. Ich halte nichts davon, nur deswegen ethisch zu handeln, weil es ein Hirngespinst so vorgibt.

Du hattest ja das mit der Bibel ob wahr oder unwahr 'mal dahingestellt', darum habe ich den Kommentar wegelassen, dass es nicht zwingend ist.

- Wirklichkeitsnähe

Ich denke, die habe ich ebenso.

Ich denke, die hat keiner 100%ig :).

- Ewiges Leben

Nein danke!

Deine Entscheidung, aber keine recht sinnvolle.

Doch zur allgemeinen Belustigung noch einen Text dazu, den ich gerade im WWW gefunden habe:

Zitat:
(Zusammenfassung)

1. Ein guter Gott würde sich offenbaren.
Das hat er durch Jesus Christus getan.

2. Ein guter Gott könnte uns nicht verurteilen, da er unser Schöpfer ist
Wir kennen nicht den physischen Zustand des "Seiens". (selbst die Urknall-Theorie ist nur eine Theorie, wenn auch eine Logisch (ich bin kein Kreationist!) )

Fuer mich kann eigentlich gar nicht`s mehr schiefgehen. Fuer mich sind schon Messen gelesen worden und seit ich erklaerter Atheist bin und mich entsprechend oeffentlich in den Medien aeussere, beten so viele Menschen fuer mich (und lassen mich das z.T. wissen), dass ich eigentlich nur noch in den "Himmel" kommen kann - vorausgesetzt ich wollte dies :-)))

Vielleicht ist das ja der Weg für dich von Gott. So abwegig ist das nicht. In Gottesdiensten wird oft für die Gebetet, die nicht zu Gott gefunden haben oder sich von Gott entfernt haben. Wenn dein Charakter einen Gottesglauben nicht zulässt, so wäre es doch ein nachweislicher Akt der Nächstenliebe, dass man Atheisten in sein Gebet einschließt. Und ich wette viele Christen machen dies und der ein oder andere Christ hier im GB auch (was ich für wen mache und bete sage ich, aus christlicher Überzeugung, nicht).

Wer so alles Prominenter GLAUBT - und warum?
http://www.was-glaubst-du.de/index.html *

Mal abgesehen von den Promis, der Rest ist ganz gut.

(Rieper)
Ich hoffe sie lesen mich! Ich finde es echt Klasse von Ihnen, dass sie sich hier her wagen. Dennoch hätte ich eine Bitte an sie und ihre Kollegen: Machen sie die Predigten einfacher - erzählen sie einfach den Leuten aus der Bibel und vom Glauben - und zwar nicht all zu abstrakt. Machen sie Predikten nicht länger als 5 Min. Lieber auf Inhalt als auf Länge zählen. Könnten sie das an ihre Pfarrerskollegen weiter geben. Es ist mir ein persönliches Anliegen, aber ich weiß nicht ganz, wem ich das sagen kann.

Sonntag, der 31. Maerz 2002, 23:34 Uhr
Name: Ossi
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Hallo Ihr alle,

um es gleich mal vorwegzunehmen, ich bin weder Williwichtig, noch Vincent noch Anti-Antichrist usw. Also keine Sorge, dass ich hier jemanden was vorspiele oder jemanden zum Clown machen will ;-)

Hab in letzter Zeit wenig von mir hören lassen, weil es mir einfach an Zeit fehlt. Ich versuche im Moment neben meinem Job noch ein Studium auf die Reihe zu kriegen und da stehen demnächst Prüfungen und eine Diplomarbeit an. Ich werde mich die nächsten Wochen also nur sporadisch einklinken und es leider auch nicht schaffen, alles zu lesen. Ging ja ganz schön turbulent hier zu, in den letzten Tagen.

@ Amberball

Hallo - also auch ein Ossi ? Singst Du im Halberstädter Kirchenchor ?

@ Frank

Ich habe auch von Computern absolut keine Ahnung, aber ich weiss, dass es Linux gibt und wass Browser sind ;-)

Ansonsten wünsche ich erstmal allen ein schönes und (wer was damit anfangen kann: gesegnetes) Osterfest und stimme dem Anti-Antichrist = Ralph gerne zu:

Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden !

Sonntag, der 31. Maerz 2002, 23:12 Uhr
Name: Frank
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Homepage: keine Homepage

Das Urchristentum stammte nicht von Kaisern ab!

Nein, es wurde von den Kaisern soweit ich weiß ausgerottet. Das Urchristentum schreibt das Leben in gleicher Armut wie Jesus vor. Mit dieser Art von Glauben konnte der römische Klerus und der Adel aber nicht allzuviel anfangen. Daher hat man sich halt was neues ausgedacht. Diese Schichten wollten wahrscheinlich einen mit Reichtum und Unterdrückung vereinbaren Glauben.

Sonntag, der 31. Maerz 2002, 23:07 Uhr
Name: Frank
E-Mail: keine E-Mail
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Nur wenn du zu ihm hälst und auf ihn vertraust! Ich denke die Seligpreisungen etc. muss ich nicht zitieren. Aber er hat auch gesagt, dass Friedfertige etc. selig sind - was spricht dagegen, dass er nicht auch Humanisten und ethisch-ehrbare aufnimmt?

Es spricht nicht nur nichts dagegen, es ist sogar die eigene Lehre des christlichen Gottes.
Herbert stellt immer wieder die Frage was der Mensch davon hat Gott anzubeten. Für mich stellt sich viel mehr die umgekehrte Frage: Was hat Gott davon, dass der Mensch ihn anbetet?
Ein allmächtiger Gott könnte sowieso alles in seinem Sinne geschehen lasssen. Demnach läßt er dann auch geschehen wer an ihn glaubt und wer nicht. Insofern ist ein Ungläubiher nichtmal Schuld an seinem Unglauben, sondern es ist Gottes Wille.

Meinet wegen, solange die Kirche nicht enteignet wird.

Die Kirche hat den größten Teil ihres unermeßlichen Reichtums selbst durch Enteignung angehäuft.

Sonntag, der 31. Maerz 2002, 22:48 Uhr
Name: Heike J.
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Um noch mal zu prüfen: Also du sagst, dass man das Christentum für Macht mißbraucht - aber das Christentum nicht ursprünglich zum Machtmißbrauch gedacht war?

Ich würde nicht unbedingt sagen, dass man es "missbraucht". Es wird "gebraucht". Und es lässt sich vortrefflich zum Herrschen mit Angst und Vertrösten aufs Jenseits gebrauchen.

Denn die "Religion des Fortschritts" (wenn du mich verstehst) war und ist die Lieblingsreligion moderner Diktatoren (keine Scherereien mehr mit Bischöfen).

Die Bischöfe haben sich doch noch fast jeder Diktatur angepasst und machten keine "Scherereien"... Und damit handeln sie sogar ganz nach "Gottes Wort": Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von GOtt; wo aber Obrigkeit ist, die ist von GOtt verordnet. Wer sich nun wider die Obrigkeit setzet, der widerstrebet GOttes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfangen.

Sonntag, der 31. Maerz 2002, 22:00 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Ralph,

was spricht dagegen, dass er nicht auch Humanisten und ethisch-ehrbare aufnimmt?

Johannes 6,40:
"Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag."

Johannes 11,25:
"Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist"

Johannes 11,26:
"...und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit."

Johannes 12,48:
"Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, hat den, der ihn richtet: das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag."

Gott ist gerecht, hat er so gesagt, also wird er doch wohl auf das bisschen Gottvertrauen verzichtten und auch den moralisch ehrbaren Mensch nehmen.

Ich will aber gar nicht!

Aber als reuiger gläubiger und auf Gott vertrauender und nach seinem Gesetz lebender Christ bin ich halt auf Nummer sicher :)

Schon mal was von der Pascal`schen Wette gehoert?

Sonntag, der 31. Maerz 2002, 21:14 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Ralph,

Wenn ich annehme, dass, wenn ich mich zu Gott ehrlich bekenne, ich dann ewiges Leben erlange...

Also ein ganz egozentrischer Wunsch, der mit jesuanischer Naechstenliebe erst mal gar nichts gemein hat.

(und wenn ich ein solches will),

Sehr gut formuliert. "...wenn man ein so genanntes ewiges Leben haben will!". Mir reicht mein irdisches vollkommen.

...dann ist das ein guter Grund zu glauben.

Bisher waren`s drei WENN`s...
(das vierte folgt gleich)

Ich sehe es so: Wenn ich mit dem Christentum recht habe, dann würdest du als Atheist Schaden nehmen - wenn du recht hast, kann es mir egal sein, denn nach dem Tod ist wärs dann eh aus und dann ist es egal ob ich schlecht oder gut gelebt habe.

Ich sehe es so: Das irdische Leben, dass ich derzeit fuehre ist Realitaet - das jenseitige Leben nicht. Diese Realitaet vergeude ich nicht mit einem Imitat, Fiktion oder Maerchen.

Und die Chancen stehen bei dieser Angelegenheit eben eins zu eins, nur dass ich eben in einem Fall die Chance auf ein ewiges Leben verlieren kann. Das ist (wie WW sagte) der ökonomische Grund an Gott zu glauben.

Da halte ich es oekonomischer auf die Karte des realen Lebens zu setzen. Diese Karte halte ich bereits in der Hand.

Dann gibt es noch einen anderen Grund: Du willst ja nicht in Unwahrheit leben.

Ich lebe weder in Wahrheit noch in Unwahrheit, sondern nach den ethischen Praemissen, die mir auf der Basis der Gemeinschaft - in der ich mich bewege - "mitgeteilt" werden. Leidreduzierung ist dabei nur ein Aspekt, aber ein erheblicher. Ethisch leben muss ich deshalb keinesfalls zwingend; ich tue es aus dem Bewusstsein des selbstverantwortlichen Handelns heraus (Stichworte: Utilitarismus, Altruismus).

Das sind drei Gründe:

- Göttlich geschützte Ethik

Wie schon gesagt. Ich halte nichts davon, nur deswegen ethisch zu handeln, weil es ein Hirngespinst so vorgibt.

- Wirklichkeitsnähe

Ich denke, die habe ich ebenso.

- Ewiges Leben

Nein danke!

Doch zur allgemeinen Belustigung noch einen Text dazu, den ich gerade im WWW gefunden habe:

Zitat:
Sollte es trotz aller Widersprüche doch einen Gott geben, so hat ein Gottesleugner und Gottesgegner wie ich trotzdem auch nach seinem Tode nichts zu befürchten. Wenn dieser Gott wirklich gut ist, so wird er nicht die fehlende Erkenntnis verurteilen, denn er wird die eingeschränkte Erkenntnisfähigkeit des Menschen berücksichtigen müssen. Ist er unser Schöpfer, so hat er selbst den Menschen die Erkenntnis gegeben. Ansonsten hätte er zumindest die Macht und Pflicht gehabt, sich angemessen zu zeigen. Ein guter Gott würde einen Menschen niemals dafür verurteilen können, was dieser Mensch in bestem Wissen, Gewissen und mit voller Überzeugung getan hat, denn Wissen, Gewissen, Überzeugung und Verstand sind menschliche Eigenschaften und kämen unter Umständen gar von Gott selbst. Hätte Gott gewollt, dass dieser Mensch zu ihm findet, hätte Gott die Möglichkeit dazu gehabt sich in der für diesen Menschen richtigen Art zu offenbaren, während dem Menschen durch seine gegebenen Beschränkungen diese Möglichkeit fehlte.

Ein guter und gerechter Gott würde so handeln. Ein schlechter Gott hingegen nicht. Ein bösartiger Gott könnte durchaus auf die Idee kommen, uns für unsere Menschlichkeit zu bestrafen. Aber einen schlechten Gott anzubeten ist ein Verbrechen, dass wir besser nicht begehen wollen. Lieber gehe ich daran zugrunde, gegen einen schlechten Gott anzukämpfen, als mich zu seinem Komplizen machen zu lassen.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ein Gott durch seine Macht die Pflicht hat, jeden Menschen auf den rechten Weg und hin zum richtigen Glauben zu führen. Wenn nun aber Du oder ich nicht an einen Gott glauben, so heisst das, dass es mit absoluter Sicherheit keinen Gott gibt, der uns auf den richtigen Weg führen will. Gäbe es einen solchen Gott, so würden wir ihn zwangsläufig erkennen können. Weil es Menschen gibt, die Gott nicht erkennen können, wissen wir, dass es entweder keinen Gott gibt, oder dass sich dieser nicht um uns bemüht. Wenn es einen Gott gibt, der sich aber nicht zu erkennen gibt, hat er kein Recht, uns wegen unseres Unglaubens zu verurteilen. Tut er es dennoch, ist er böse und ungerecht und wir sind verpflichtet, uns gegen ihn zur Wehr zu setzen, um uns nicht zu Mittätern machen zu lassen.

PS: Fuer mich kann eigentlich gar nicht`s mehr schiefgehen. Fuer mich sind schon Messen gelesen worden und seit ich erklaerter Atheist bin und mich entsprechend oeffentlich in den Medien aeussere, beten so viele Menschen fuer mich (und lassen mich das z.T. wissen), dass ich eigentlich nur noch in den "Himmel" kommen kann - vorausgesetzt ich wollte dies :-)))

Sonntag, der 31. Maerz 2002, 20:54 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Homepage: keine Homepage

Wer so alles Prominenter GLAUBT - und warum?

http://www.was-glaubst-du.de/index.html

LOOOOOL!

Sonntag, der 31. Maerz 2002, 20:39 Uhr
Name: Ralph
E-Mail: keine E-Mail
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Nein, aber das Christentum (wie andere Religionen auch) ließ und lässt sich trefflich zum Herrschen verwenden. Das hatte dann auch Konstantin spitz gekriegt g

Du hast Recht, wenn Religion auch Weltanschauung enthält. Denn die "Religion des Fortschritts" (wenn du mich verstehst) war und ist die Lieblingsreligion moderner Diktatoren (keine Scherereien mehr mit Bischöfen).

Um noch mal zu prüfen: Also du sagst, dass man das Christentum für Macht mißbraucht - aber das Christentum nicht ursprünglich zum Machtmißbrauch gedacht war?

Sonntag, der 31. Maerz 2002, 20:23 Uhr
Name: Heike J.
E-Mail: keine E-Mail
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Das Urchristentum stammte nicht von Kaisern ab!

Nein, aber das Christentum (wie andere Religionen auch) ließ und lässt sich trefflich zum Herrschen verwenden. Das hatte dann auch Konstantin spitz gekriegt *g*

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