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Sonntag, der 28. April 2002, 08:26 Uhr
Name: Moh'd SALEH's Augenzeugen / Eyewitness
E-Mail: TrueHolocaust_PalestinianGenocide@yahoo.
Homepage: http://www.yilmazguney.com/haberler/political_news.htm

Moh'd SALEH's Augenzeugen / Eyewitness erzählen:

Massaker, Zensur und Medienspektakel...

News that couldn't become NEWS:

http://www.yilmazguney.com/haberler/political_news.htm

-Evidence: Independent sources' news and documentary films on the True Holocaust Palestinian Genocide were systematically censured and destroyed by the Imperialists...
"Nieder mit der Okkupation palästinensischer Gebiete! Okkupationsmafia den faschiozionistischen Juden raus aus okkupierte Nahosten/Palästina!", rufen die Antifaschisten auf am erster Mai -der internationale Kampftag der Arbeiterklasse! -Mitbestimmung für Millionen gegen Imperialismus-!

Antifa index:

http://www.antifanews.de/index2.htm

*

Sonntag, der 28. April 2002, 08:26 Uhr
Name: Moh'd SALEH's Augenzeugen / Eyewitness
E-Mail: TrueHolocaust_PalestinianGenocide@yahoo.
Homepage: http://www.yilmazguney.com/haberler/political_news.htm

Moh'd SALEH's Augenzeugen / Eyewitness erzählen:

Massaker, Zensur und Medienspektakel...

News that couldn't become NEWS:

http://www.yilmazguney.com/haberler/political_news.htm

-Evidence: Independent sources' news and documentary films on the True Holocaust Palestinian Genocide were systematically censured and destroyed by the Imperialists...
"Nieder mit der Okkupation palästinensischer Gebiete! Okkupationsmafia den faschiozionistischen Juden raus aus okkupierte Nahosten/Palästina!", rufen die Antifaschisten auf am erster Mai -der internationale Kampftag der Arbeiterklasse! -Mitbestimmung für Millionen gegen Imperialismus-!

Antifa index:

http://www.antifanews.de/index2.htm

*

Sonntag, der 28. April 2002, 01:33 Uhr
Name: Heike N.
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

@Herr Rieper

Die männliche Jugend hat sich in den letzten 50 Jahren radikal verändert. Vorher gingen Jungen mit 13 in die Lehre, fuhren später zur See, wurden Soldat, gingen oft kilometerweit zu Fuß zur Arbeit und Schule. Der Strenge in Schule und Familie standen aber auch Freiräume gegenüber - damals, als es noch Bolzplätze gab ohne das Schild "Betreten verboten".

Letztens las ich, dass sie für die "Grünen/Bündnis 90" eintreten. Eine seltsame Einstellung in diesem Zusammenhang. Holzhacken, statt nachgeben von Trieben? Verzeihung, aber genauso kommt es mir vor. Pfadfinderidylle?

Jugendliche in die Pflicht nehmen wie sie sagten... In welche?

Eine Kollegin von mir sagte letztens ähnliches. Sie war in der DDR FDJ-Gruppenführerin. Nach ihren Aussagen gab es so etwas nicht, weil ... siehe oben.

Sonntag, der 28. April 2002, 01:21 Uhr
Name: Heike N.
E-Mail: worldsherold@aol.com
Homepage: http://www.worlds-herold.de

@Ralph

1. Wenn Jesus Gottes Sohn (=Gott) ist, so wird er wohl asexuell gewesen sein, da Gott ja nicht Kinder zeugen wollte, sondern den Menschen ein paar grundsätzliche Dinge (wieder) klar machen wollte.

Da muss ich dir widersprechen: Die Evangelisten benutzen den Begriff "Mensch", Matthäus sogar unzählige Male "Sohn des Menschen". Wenn Jesus (wie ein normaler Mensch) Trauer, Freude, Leiden, Schmerz, Mitleid und Zuneigung (ja sogar Nächstenliebe) erfahren konnte (wie es lt. Bibel der Fall ist), fühlte er wie ein Mensch. Andernfalls (wir könnten dann getrost die Mendelschen Gesetze zu Hilfe nehmen *grinsel* ist er ein Halbgott, also zwar eine halbe Stufe unter seinem Vater (jeder, der das Sonntag-Nachmittagsprogramm guckt, kennt Zeus und Herkules *nochmal grinsel*), aber nichts desto trotz ein Gott zweiter Wahl (es sei denn, eines der vielen Konzile von Menschen, dem frühen Klerus, durfte sich anmaßen, Göttlichkeit/Wesensgleichheit etc. willkürlich festzulegen). Dann allerdings wäre die Bibel (bzw. die Aufzeichnungen der Augenzeugen der Augenzeugen) falsch.

2. War die damalige Welt eine "Männerwelt" - das er einen "Lieblingsjünger" hatte, heißt aber nicht, dass er schwul ist. Dass er sich ausschließlich mit Männern befasste stimmt nicht. Hauptsächlich - o.k.: Aber es war eine Männerwelt, in der Frauen nichts zu sagen hatten. Das heißt aber nicht, dass alle schwul waren.

Ich sagte ausdrücklich "fast". Und laut Bibel war Jesus einer der ersten, die sich (lt. Bibel) für die Gleichberechtigung bzw. die Belange der Frauen einsetzte (siehe z. B. Matthäus, Johannes, Galater). Also: warum kaum Frauen? Ist m. E. eine berechtigte Frage. Entweder, es gab wirklich kaum welche (warum?), oder die Evangelisten haben gegen die Absichten ihres "Herren" berichtet. Das zweitere würde übrigens arg an Urkundenfälschung und Manipulation grenzen...

3. Man muss es nicht auf die Spitze treiben und aus jeder Vermutung ein Theaterstück machen, wenn man weiß, dass man mit den Zorn von nicht gerade wenigen Menschen dann spielt. Eine Kritik nur dann, wenn die Annahmen gerechtfertigt sind - und wenn, in einer Form, die nicht provokativ ist (z.B. Buch).

Das wiederum zeigt mir eine übermäßige Ehrfurcht, die man nur vor gesellschaftlich höher Gestellten hat, deren Worte man befolgt, ohne sie zu hinterfragen. Ähnlich wie man die Kenntnisse "Halbgötter in Weiß" nicht hinterfragt, weil sie ja studiert haben. Eine solche Obrigkeitshörigkeit ist mir fremd und deshalb hinterfrage ich. Das hat nichts mit Theaterstück zu tun, sondern mit völlig urteilsfreiem "hinter die Kulissen schauen wollen", um mir selber ein Bild zu machen. Und aus eben diesem Grund darf ich auch hinterfragen, ob Jesus eine Sexualität hatte (er drehte sich bei deinen Worten vermutlich im Grabe um, könnte er) und wie diese Sexualität sich darstellte. Ich wüsste nicht, was daran seltsam wäre. Deine Aussagen erinnern mich an eine Geschichte, die ich einmal in einer Biografie von - frag mich nicht von wem - gelesen habe: auf die ernst gemeinte Frage, ob Jesus denn auch wie ein normaler Mensch zur Toilette gehen musste, erhielt derjenige von seinem Religionslehrer (Pater schieß-mich-tot-irgendwas) eine schallende Ohrfeige.

Samstag, der 27. April 2002, 23:20 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

@ Ralph,

Es gibt aber sowohl bei "gutem" und "schlechtem" Verhalten sicher auch eine Motivation durch die Weltanschauung,...

Sicherlich mag die Realitaet so sein.
Doch was haette selbstlose Naechstenliebe zwingend mit (missionierendem) Christentum zu tun? Waere der "gute Mensch" nur deshalb gut, weil er GLAEUBIG/unGLAEUBIG ist? Huelfe er seinem Naechsten dann eben nicht mehr in gleichem Umfange, verloere er seinen GLAUBEN? Was motiviert christliche Missionare nach Indien zu gehen?
In Parenthese: Heute hatte ich ein interessantes Gespraech mit einem atheistischen Arzt, der fuer 27 Monate in Lesotho/Suedafrika (freiwillig) gearbeitet hat.

Was war denn mit diesem jüdischen Museum?

Diese Debatte geistert doch seit vielen Monaten durch die Medien: http://www.juedisches-museum.org
Staendig wird der Leiter des oeffentlichen Museums, Hr. Purin, sowie die dortigen Ausstellungen - diesmal "Feinkost ADAM" - angegangen und finden das Missfallen von einigen juedischen Gemeinden, die sich auf den "wahren juedischen GLAUBEN" berufen, indem sie sich selbst als die offiziellen Vertreter desselben hochstilisieren.

"[...] die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik." (Marx).

Das denke ich nicht....

Meine persoenlich gesammelten Erfahrungen in diesem Bereich bestaetigen freilich diese These ausserordentlich.

Meine Meinung ist, dass eine Gesamtgesellschaftliche Kritik die Voraussetzung aller Kritik ist.

Das ist m.E. eben ein fataler Trugschluss. Die umfassende Kritik der Gesellschaft impliziert die Religionskritik. Und eben erst wenn diese fundamentale Kritik zugelassen wird, ermoeglicht dies die Kritik des Restes.
Gerade Marx erkannte schon damals, dass GLAUBE eine Art von Persoenlichkeitsreflexion ist, deren Kritik letztlich nur einer persoenlichen Kritik an den GLAUBENDEN gleichkommt, respektive darin muendet.

Die meisten Menschen werden primär durch ihr "weltliches" Umfeld geprägt, nicht durch ihre Weltanschauung/Religion.

Wobei die kirchlichen Organisationen mit ihrer gesellschaftlichen Relevanz dafuer Sorge tragen, dass dieses "weltliches" Umfeld" moeglichst religioes bleibt (Taufe, RU, Kommunion, Schulgottesdienst, etcpp.).

Meiner Meinung nach, stabilisiert aber sachliche Kritik sogar eher - weil man sachlich antworten kann.

Das mag durchaus auf Dinge zutreffen, die nicht transzendenter Natur sind. Was will man sachlich in so genannten "letzten Dingen" argumentieren? Dies - und GLAUBEN - entzieht sich jeglicher verifizierbaren Rationalitaet.

Dieses "Internetschwein" oder das Theater mit dem "Schwulen Jesus" hingegen ist nicht sachlich, sondern provokativ.

Fuer wen? Fuer mich nicht.
Andersherum koennte man aber argumentieren, dass Atheisten ebenso staendig provoziert werden (Kirchengebaeude, Kruzifixe allerorten, Glockengelaeut, Prozessionen, etcpp.). Welcher GLAEUBIGE braechte soviel "Sachlichkeit" auf, auf diese GLAUBENSdinge zu verzichten?

Natürlich sind die Grenzen fließend, aber Provokation muss bei einer solchen Kritik vermieden werden, denn provokation führt zu Hass und Hass macht dann wieder Gewalt etc...

Provokation fuehrt nicht zwingend zu Hass. Eigentlich nur dann, wenn die geGLAUBTEN Wahrheiten als unverrueckbare Wahrheitsdogmen in den konditionierten Koepfen der GLAEUBIGEN festsitzen. Kritische Provokation von GLAUBENSdingen u. geGLAUBTEN Wahrheiten soll die Moeglichkeit sein, den Betroffenen die Absurditaet und Irrationalitaet ihrer Konditionierung widerzuspiegeln.

Wenn ein fiktiver Gott beleidigt wird, soll er sich gefaelligst selbst wehren und die vermeintlich Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

Als Christ ist das auch meine Ansicht. Die Frage ist aber nicht ob, sondern wann...

O.K. - Das ist aber private Ansichts- und GLAUBENSsache und hat in Form eines RU in staatlichen Schulen nichts zu suchen.

Diese in der Kindheit begründete Religionsstruktur ist auch eigentlich das Messer, dass die Kirche sich selbst rammt. In dem Moment, in dem die Kinder sehen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt und dass alles nicht so einfach ist,...

Ich denke, das ist weniger die Erkenntnis des erfundenen Weihnachtsmannes, als vielleicht die Realitaet des Erkennens des (menschlichen und tierischen) Leids (und anderer Dinge).

...ändert sich das Weltbild und sie werden Areligiös.

Wenn umfassende Information zugrunde gelegt wird, sehe ich persoenlich dies voellig legitim (natuerlich ghet dies auch ohne diese Info, doch dann ist es eher eine oberflaechliche, schlecht begruendete Entscheidung, die es erschweren kann, verantwortliches Handeln zu uebernehmen).

(Die Zahl wirklich Atheisten ist nicht zu groß,...

Das "Britannica Book of the Year 1998" spricht von etwa 150.000.000 bewusst erklaerten Atheisten weltweit, wobei die tatsaechliche Zahl hoeher liegen duerfte.

[...] Jene Christen, die aber sich mit diesem Bruch ernsthaft auseinandersetzen ändern etweder grundlegend ihre Anschauung, oder werden oft dann zu sehr gläubigen Christen (studieren Theologie etc.).

Ja. Weniger aber ist der gewaehlte Weg interessant, als die von diesen Menschen gefuehrte intensive Auseinandersetzung mit (humanistischer) Ethik.

Die Frage ist was "GLÄUBIGE" in diesem Fall sind. Ich denke ein Humanist wird eben auch eine Motivation durch seine rationale Weltanschauung haben.

Er handelt aber ohne letztgueltige Begruendung (in Form von Rechenschaft) seines Tuns und aus sich selbst heraus (Inhärenz des ethisch moeglichst einwandfreien Handelns). Darin sehe ich eine der wenigen Moeglichkeiten, die Menschheit vor den negativen Auswirkungen der Religionen/kirchlichen Organisationen mit ihren unumstoesslichen Dogmen und "Wahrheiten" zu bewahren.

Die einen Helfen allgemein und jedem, die anderen Helfen beim Aufbau der christlichen Gemeinden (aber betreiben andere Arbeiten nebenbei auch noch). Die offizielle Intention ist die Nächstenliebe und ich denke, die inoffizielle ist es auch.

Ich denke, das ist eben keine absolut selbstlose Hilfe. Die negativen Auswirkungen menschlichen Leidens werden zwar durch die mitgebrachte materielle Hilfe reduziert - was zugegebenermassen sehr anerkennenswert ist - aber um welchen Preis?

"Eine falsche Aussage ist die Aussage, dass das was ist nicht sei, oder dass das was nicht ist sei; eine wahre Aussage dagegen ist die Aussage, dass das was ist sei, und dass das was nicht ist nicht sei." (aus Metaphysik)

Warum gibt es dann Atheisten :-)

Weil es keinen Gott gibt (...und dass das was nicht ist nicht sei) :-))

Gruesse
Herbert

Samstag, der 27. April 2002, 19:13 Uhr
Name: Pfarrer Rieper, Cloppenburg
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

in 19-Jähriger erschießt 17 Menschen an der eigenen
Schule und am Ende sich selbst. Was muss vorher
passiert sein, dass ihm das Leben vertrauter Mitschüler
und sein eigenes so wertlos werden konnte?
Erst nach und nach wird aus dem Puzzle dieses
Amoklaufs wohl ein Bild werden. Ein Schulverweis allein ist
noch keine Erklärung für den Exekutionsplan. Aber die
Psychologen wissen noch nicht viel über die Amokläufer
an Schulen. Nur das: In allen Fällen der jüngsten Zeit,
etwa in Meißen, in Bad Reichenhall, war es für den Täter
ein letzter "Befreiungs"-Versuch - von aufgestautem
Hass, Frust und Ausweglosigkeit. Der Preis waren das
Leben anderer und die eigene Zukunft.
Reicht es, für diese Tragödien immer nur die üblichen
Ursachen zu bemühen? Zu viel Gewalt im Fernsehen,
Zugang zu Waffen, zerrüttete Familienverhältnisse? Nein.
Ein anderer Faktor ist ganz offensichtlich - aber er wird
einfach übersehen: Alle Amoktäter sind Jungen oder
junge Männer.
Die männliche Jugend hat sich in den letzten 50 Jahren
radikal verändert. Vorher gingen Jungen mit 13 in die
Lehre, fuhren später zur See, wurden Soldat, gingen oft
kilometerweit zu Fuß zur Arbeit und Schule. Der Strenge
in Schule und Familie standen aber auch Freiräume
gegenüber - damals, als es noch Bolzplätze gab ohne das
Schild "Betreten verboten".
Heute ist der Jungen-Alltag komfortabler - und es ist
viel mehr Zeit totzuschlagen. Ausgerechnet in der
kraftüberschießenden, körperlich und seelisch schwierigen
Pubertät werden Jungen den Bildschirmen und den
Konsumreizen überlassen und von einer
Ausbildungs-Warteschleife in die andere geschickt. Das
ist allemal riskant, in einem Einwanderungsland mit
Armutsgefälle geradezu tollkühn. Störenfriede und junge
Straftäter einfach härter zu bestrafen, ist noch kein
Konzept: Eine Gesellschaft, die ihre Jungen nicht
versteht, nicht erforscht, nicht fordert, muss sich über
fehlgeleitete Energien und nie gelernte Frustbewältigung
nicht wundern.
Zweitens: Die Schule - der Tatort - ist für junge
Menschen der Ort, wo die Weichen für ihr späteres
Fortkommen gestellt werden. Ärger mit Lehrern oder
Mitschülern gab es immer. Aber heute stehen die Schüler
unter einem enormen Auslesedruck. Fehler in der Wahl
der Schulform, Pech oder Faulheit in manchen Fächern
entscheiden über die Chancen bei Berufsausbildung und
Berufswahl. In den heruntergesparten Schulen mit großen
Klassen aber können Lehrer einzelne Jugendliche mit
Problemen weder im Blick behalten noch betreuen - wenn
sie es sich denn zutrauen.
Gemeinschaftssinn fördern, Einzelne auffangen, in die
Pflicht nehmen, das kostet Zeit, Stellen, Qualifikation -
und Geld. Aber es kann Leben retten.

Samstag, der 27. April 2002, 18:35 Uhr
Name: Heike J.
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

und wenn, in einer Form, die nicht provokativ ist (z.B. Buch)

Bücher sind nicht provokativ? Dann frage ich mich aber, warum auch Bücher auf dem Scheiterhaufen landeten - bzw. bei Fundis heute noch landen.

Dann steht also hinter dem Länderraub unserer Vorfahren unser ganzes Volk und wir sind mit unserem Grund und Boden Nutznießer von noch wesentlich blutigeren Ereignissen.

Du vergleichst immer zwei völlig unterschiedliche Dinge. Einmal eine Organisation und auf der anderen Seite einen Staat bzw. ein Volk, das an ein bestimmtes Gebiet gebunden ist.

Wenn eine Organisation oder Unternehmung Schriften herausgibt, die z.B. zum massenhaften Bäumefällen auffordert und der gesamte Vorstand und die Führungskräfte beteiligen sich selbst daran - würdest du nicht der Organisation als Ganzes die Schuld geben, auch wenn ein paar wenige, in der Organisation unbedeutende, Mitglieder diese Aktion verurteilen? Sicher würdest du. Und du würdest dich fragen, was diese anderen Mitglieder überhaupt in der Organisation wollten.

Die Kirche macht es geschickt: Heute tut die Kirchenleitung so, als ob die paar unbedeutenden Mitglieder, von denen sie vorher nichts wissen wollte, plötzlich "die Kirche" wäre.

Samstag, der 27. April 2002, 17:07 Uhr
Name: Ralph
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

(Heike N.)

Ralph: Meiner Meinung nach, stabilisiert aber sachliche Kritik sogar eher - weil man sachlich antworten kann. Dieses "Internetschwein" oder das Theater mit dem "Schwulen Jesus" hingegen ist nicht sachlich, sondern provokativ.

Das "Internetschwein" ist provokativ gemeint, ok, gebe ich dir Recht.

Danke :-)

Aber was bitte ist provokativ an der Tatsache, dass manche Menschen darüber nachdenken, ob Jesus nicht evtl. homosexuell war? Die Überlegung dabei: er umgab sich fast ausschließlich mit Männern, hatte einen Lieblingsjünger. Einige Passagen der Bibel lassen den Schluss zu, dass er möglicherweise intensiveren Kontakt zu jungen Männern hatte. Homosexualität ist eine Variante der Sexualität, mehr nicht. Meinst du, dass ein Mensch wie Jesus von Nazareth ein asexueller Mensch war? D. h. eine Person, die ein natürliches Bedürfnis des menschlichen Lebens nicht in sein Leben integriert hat?

1. Wenn Jesus Gottes Sohn (=Gott) ist, so wird er wohl asexuell gewesen sein, da Gott ja nicht Kinder zeugen wollte, sondern den Menschen ein paar grundsätzliche Dinge (wieder) klar machen wollte.

2. War die damalige Welt eine "Männerwelt" - das er einen "Lieblingsjünger" hatte, heißt aber nicht, dass er schwul ist. Dass er sich ausschließlich mit Männern befasste stimmt nicht. Hauptsächlich - o.k.: Aber es war eine Männerwelt, in der Frauen nichts zu sagen hatten. Das heißt aber nicht, dass alle schwul waren.

3. Man muss es nicht auf die Spitze treiben und aus jeder Vermutung ein Theaterstück machen, wenn man weiß, dass man mit den Zorn von nicht gerade wenigen Menschen dann spielt. Eine Kritik nur dann, wenn die Annahmen gerechtfertigt sind - und wenn, in einer Form, die nicht provokativ ist (z.B. Buch).

(Heike J.)
Man darf nicht die Schuld der Hexenverbrennung in die Kirche schieben, sondern man muss die Schuld auf die konkreten Personen richten, die die Taten begangen haben

Das Vermögen der Getöteten haben aber nicht die "konkreten Personen" erhalten, sondern die Organisation Kirche.

Wie gesagt, wir bauen hier auch auf dem einzigen Vermögen verstorbener Kulturen.

schon allein um jene Pfarrer (wenn wir beim Beispiel der Hexenverbrennungen bleiben) zu schützen, die gegen die Hexenverbrennungen gekämpft haben.

... und die deshalb selbst gegenüber der Kirche um ihr Leben fürchten mussten - oder dieses sogar lassen mussten.

Natürlich.

Nein, die Kirche stand als Organisation dahinter, nicht nur einzelne Täter, und war zudem Nutznießer.

Dann steht also hinter dem Länderraub unserer Vorfahren unser ganzes Volk und wir sind mit unserem Grund und Boden Nutznießer von noch wesentlich blutigeren Ereignissen.

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