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Mittwoch, der 29. Mai 2002, 23:06 Uhr
Name: Heike J.
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Auch als Agnostiker kannst du durchaus die christliche Variante mit Gottessohn leugnen, da durch kritische Bibelforschung und Religionskritik widerlegt. Du ziehst nur in Erwägung, dass es da vielleicht irgendetwas geben könnte - aber eben nicht einen Gottessohn namens Jesus. Denk ich mal so...

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 23:03 Uhr
Name: Frank
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P.S. Als Agnostiker muß ich "leugnen" natürlich durch "bezweifeln" ersetzen.

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 23:01 Uhr
Name: Frank
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Wieso dachte ich nur das gleiche?:-)))))
Frank, gib es zu, wir sind SEELENVERWANDT... wir sollten heiraten
sfg

Aber dann bitte auch kirchlich, ich bin schließlich katholisch:-)
Was würde wohl passieren, wenn Du und ich in weißem Kleid und schwarzem Anzug vor dem Traualtar die Existenz des Gottessohnes leugen würden?:-)

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 22:51 Uhr
Name: Heike N.
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Wieso dachte ich nur das gleiche?:-)))))

Frank, gib es zu, wir sind SEELENVERWANDT... wir sollten heiraten *sfg*

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 22:50 Uhr
Name: Heike J.
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Noch ein bisschen von Dibelius:
Das Markusevangelium, immerhin das älteste, ist nach Dibelius "seinem letzten Gepräge nach gewiss ein mystisches Buch".Die ersten Christen waren lt. Dibelius "an der Historie nicht interessiert". Sie wollten "nicht Geschichte schreiben, sondern Evangelium predigen". Das NT schildert nur, "was die Gemeinde von Jesus glaubt, nicht was er selbst und was andere zu seinen Lebzeiten über ihn dachten".

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 22:47 Uhr
Name: Frank
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Irgendwie kommt mir dieser "Literatus" bekannt vor...

Wieso dachte ich nur das gleiche?:-)))))

Wenn demnächst wieder irgendwas über Naturgesetze kommt, die angeblich den Gottesbeweis erbringen dürfte der Fall wohl klar sein.
Aber langsam wird er dann wirklich zum totalen Kaspar:-)

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 22:43 Uhr
Name: Heike J.
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@Literatus
Auch in den "Legenden " des Neuen Testamentes spiegelt sich der historische Jesus wider

Den haben aber die historisch-kritischen Bibelwissenschaftler gar nicht gefunden. Das Wort Legende ist schon so gemeint, wie er im Duden erklärt ist: Erbaulich religiöse Erzählung; sagenhafte, unglaubwürdige Geschichte. Der Theologe Dibelius, dir sicher ein Begriff, unterscheidet drei Gattungen von Geschichten der Bibel: Paradigma, Novelle und Legende. Die größte Zuverlässigkeit billigt Dibelus den Paradigmen zu, den Bespiel-Geschichte, die das Evangelium mit einem Vorgang aus dem Wirken Jesu erläutern. Ihre Zuverlässigkeit ist allerdings "nur eine relative". denn diesen Geischten fehlt "die Objektivität des Protokolls", sie sind "nicht neutral erzählt", sie wollen "die Predigthörer treffen". Sie weisen "Sätze, zumeist Worte Jesu" auf, "deren Zuverlässigkeit zu bezweifeln ist". Zur zweiten Gruppe, den Novellen, zählt Dibelius die Heilung des Aussätzigen und des Taubstummen, das Seewandeln usw. Diese Novellen sind im günstigen Falle noch etwas weniger zuverlässig als die schon unzuverlässigen zuverlässigsten Evangelienteile. Und dann rechnet Dibelius noch etliches zu den Legenden: "Fromme Geschichten, wie sie in der Welt bekannt und beliebt sind." Und das waren sie - oh Wunder - bereits vor Jesus.

Außerdem bemühen sich viele Theologen, an den "historischen Jesus" heranzukommen.

Ja, sie bemühen sich, und schaffen es nicht, wie z.B. Conzelmann und Schweitzer und etliche andere zugaben.

Mir hat die historisch - kritische Methode geholfen, meinen Glauben zu finden,

Mir hat diese Methode geholfen, meinen Glauben loszuwerden. ;-)

@Frank
Klar sind die 10 Gebote Binsenweisheiten, wenn auch sehr überarbeitungsbedürftig. Ich denke da vor allem an das toleranzwidrige 1. Gebot und das lebensfeindliche 6. Gebot.

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 22:41 Uhr
Name: Literatus
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An Frank:

Bitte nicht noch Dispute mit Fundamentalisten!
Deine Bemerkung zu den 10 Geboten teile ich!!!

Nun aber wirklich "Gute Nacht"!

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 22:41 Uhr
Name: Heike N.
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Irgendwie kommt mir dieser "Literatus" bekannt vor...

Ja, Frank: Binsenweisheiten, mehr nicht. Ich kann es nur immer wieder sagen: ohne Christentum würde es diese Weisheiten auch geben. Jede Kultur beinhaltet sie.

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 22:31 Uhr
Name: Frank
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Könnte es nicht sein, dass es sich bei den "10 Geboten" um einfache Binsenweisheiten handelt, ohne die ein geordnetes Zusammenleben innerhalb einer Gemeinschaft von vielen Menschen unmöglich wäre?
Würde eine Gesellschaft ohne Religion nicht auch sofort feststellen, dass sie ohne diese grundlegende Ordnung nicht funktioniert?

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 22:27 Uhr
Name: Frank
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Ich habī mir sagen lassen, daß Bibelauslegeung eine komplizierte Angelegenheit ist. Jeder Bibelvers steht in einem Kontext. Und dieser Kontext ist bei der Bibelauslegung, die Theologen, meine ich, sprechen von Exegese, zu beachten. Ich denke, daß Dir das auch bekannt ist. Es macht aber mehr Laune, Bibelverse, die die eigene Meinung widerspiegeln bzw. für die eigene Argumentation nützlich sind, herauszupicken als seriöse Bibelauslegung zu betreiben. Denkīmal darüber nach!

Literatus

Genausogut könntest aber auch Du darüber nachdenken.
Das was Du Heike J. vorwirfst ist nämlich genau das was auch Deine Theologen tun.
Der angebliche Kontext in dem die Bibelverse zu sehen sind ist von theologischer Seite nicht weniger "zusammengezimmert" als die Argmentation eines x-beliebigen Atheisten. Und die ist sogar oft rational begründbar und frei von Widersprüchen.
Weshalb sollten die Theologen also im Recht sein?

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 22:25 Uhr
Name: Literatus
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Noch ein Wort an Tanja:

Ja, was ist den "Glauben"? Das Wort "Glauben" stammt vom mittelhtsch. Wort "geloben" ab - und bedeutet "Vertrauen".

Aber MORGEN mehr! Ich bin müde!

Viele Grüße vom stürmischen Ostseestrand!

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 22:23 Uhr
Name: Literatus
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An Heike J.:

Nun wird es schwierig! Aber ich will als Nichttheologe versuchen, Dir zu erklären! Legenden sind keine Märchen, sondern enthalten "Wahrheiten"; "Wahrheit" ist nicht mit "Wirklichkeit" zu verwechseln. Auch in den "Legenden " des Neuen Testamentes spiegelt sich der historische Jesus wider. Außerdem bemühen sich viele Theologen, an den "historischen Jesus" heranzukommen. Mir hat die historisch - kritische Methode geholfen, meinen Glauben zu finden, indem sie WESENTLICHES von UNWESENTLICHEN trennt.

Viele Grüße vom Ostseestrand
und für heute eine "Gute Nacht!"

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 22:20 Uhr
Name: tanja
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Hallo liebe Humanisten,
nach reichlicher intensiver katholischer Sozialisation, habe ich mich trotz wahrscheinlich negativer Folgen entschlossen, dem grausam Katholikendasein ein Ende zu setzen - sprich ich trete aus dem Verein aus, da ich es nicht länger verantworten will! Auf der Suche nach Info was ich in die Wege leiten muß bin ich auf Euere Seite gestoßen.
Wirklich Klasse! Als pragmatischer Mensch kann ich irgendwie nicht nachvollziehen - weshalb die Menschheit an so einen Schwachsinn - wie Religion glaubt?! Jetzt regen sich natürlich paar Fanatiker auf- aber Glaube - ist halt nicht mehr als das Wort eh schon sagt.
Liebe Grüße aus München,
Tanja

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 22:06 Uhr
Name: Heike J.
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eine Methode: die historisch - kritische Exegese.

Und genau die hat herausgefunden, dass man von Jesus eigentlich gar nichts weiß und die Bibel Legenden erzählt.

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 22:04 Uhr
Name: Heike J.
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Das 5. Gebot zum Beispiel ist heute anders auszulegen und zu verstehen als zur Zeit des AT.

Die Auslegung zur Zeit des AT: Du sollst nicht töten, außer jemand verstößt gegen die Gesetze oder gehört nicht zum Volk Israel.

Die Auslegung zur Zeit des NT: Du sollst nicht töten, denn töten bzw. auf ewig quälen erledigt Gott für dich.

Die Auslegung zur Zeit des Mittelalters: Du sollst nicht töten, außer Andersgläubige, die sich nicht taufen lassen wollen oder die die Lehre anders auslegen. Willst du nicht mein Bruder sein, so...

Die Auslegung zur Zeit der Weltkriege: Du sollst nicht töten, außer im Krieg mit dem Spruch "Gott mit uns" am Gürtel.

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 22:00 Uhr
Name: Literatus
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An Heike J.:

Seriöse Bibelauslegung stellt auch die eigene Meinung infrage ... muß sie infrage stellen!
Bibelauslegung, die nur die eigene Meinung bestätigt, ist unsinnig.

Übrigens: Fundamentalisten "kleben" am Buchstaben der Bibel und halten jedes Wort für "wahr", dagegen betreiben heutige Theologen kritische Bibelexegese ... eine Methode: die historisch - kritische Exegese.

Herzliche Grüße vom Ostseestrand!

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 21:54 Uhr
Name: Literatus
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An Heike N.:

Das "doppelte Liebesgebot Jesu" wird auf vielfältige Art und Weise im Neuen Testament durchdekliniert. An diesem Maßstab hat sich im Grunde alles zu messen, was in der Bibel steht, auch die 10 Gebote. Die 10 Gebote übrigens, wenn ich das īmal so sagen darf, stellen keine konkreten ethischen Handlungsanweisungen dar, sondern müssen immer wieder neu erarbeitet und ausgelegt werden. Das 5. Gebot zum Beispiel ist heute anders auszulegen und zu verstehen als zur Zeit des AT. Schon unsere westliche Lebensart tötet - sie tötet durch unsere Verschwendung und leistet dadurch dem Hunger in der Welt Vorschub.

Viele Grüße vom Ostseestrand!

Mittwoch, der 29. Mai 2002, 21:49 Uhr
Name: Heike J.
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Ich habī mir sagen lassen, daß Bibelauslegeung eine komplizierte Angelegenheit ist. Jeder Bibelvers steht in einem Kontext.

Und meine Bibelverse, die ich "herausgepickt" habe, stehen sogar im Kontekt der Bergpredigt! Sind also besonders zu beachten!

Ich weiß natürlich, dass die Bergpredigt so überhaupt nicht stattgefunden hat...

Es macht aber mehr Laune, Bibelverse, die die eigene Meinung widerspiegeln bzw. für die eigene Argumentation nützlich sind, herauszupicken als seriöse Bibelauslegung zu betreiben.

Und der Christ pickt natürlich nichts heraus, was die eigene Meinung widerspiegelt... Und seriös ist die Bibelauslegung natürlich nur, wenn sie deine Meinung bestätigt. Die anderen Theologen, von denen ich Texte gelesen habe, sind dann wohl per se unseriös?

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