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Samstag, der 1. Juni 2002, 11:27 Uhr
Name: Theologus
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Ein Beitrag zu Heike J. "Hexenanmerkungen":

"Im finsteren Mittelalter hat die Kirche ein besonders böse Rolle gespielt!" Die Kreuzzüge und die Hexenverfolgung werden der Kirche am häufigsten angekreidet. Aber bevor man über das angeblich so "finstere Mittelalter" diskutiert, ist es sinnvoll, erst einmal zu klären, wann überhaupt das Mittelalter gewesen ist. Meistens bekommt man eine Antwort wie diese: "Ja, ach, so zwischen 1300 und 1700!" Und dann kann man darauf hinweisen, daß der Begriff "Mittelalter" den Zeitraum zwischen Spätantike und Renaissance bezeichnet (also etwa 500 bis 1500).
Der Begriff "Mittelalter" ist eine Definition der Historiker. Es handelt sich nicht um einen abgeschlossenen Zeitraum. Deshalb sind auch allgemeine Aussagen wie: "Im Mittelalter wurden Hexen verbrannt!" falsch. Sie müssen präzisiert werden. So fanden zum Beispiel die Hexenverfolgungen nur in einem bestimmten Zeitraum statt (16. bis 18. Jahrhundert), der über den als "Mittelalter" definierten Zeitraum hinausreicht.
Das Mittelalter war nicht nur eine Zeit des Krieges. Im Gegenteil – es gab sehr viele große friedliche Zeiträume. Viele große Gestalten des Mittelalters förderten und forderten den Frieden, wie zum Beispiel Franz von Assisi .
Auch das Bild eines dogmatischen, von der Inquisition beherrschten, unfreien Zeitraums ist falsch. Die theologische Diskussion war in vollem Gange, und es wurden zum Teil sehr widersprüchliche Thesen vertreten. Außerdem gab es die päpstliche Inquisition als kirchliches Gericht erst in der zweiten Hälfte des Mittelalters (etwa 1200).
Die Menschen waren nicht nur durch naiven Glauben und Aberglauben geprägt. Die großen Theologen und Philosophen schufen die Voraussetzungen des Denkens und Argumentierens, von denen die Philosophie bis heute ausgeht. Architekten und Künstler dieser Zeit schufen viele kirchliche Bauten und berühmte Kathedralen, die uns vom hohen Niveau der Baukunst mit all ihren mathematischen und technischen Voraussetzungen Aufschluß geben.
Die Gesellschaft des Mittelalters war nicht geschlossen, intolerant und fremdenfeindlich. Gerade im Mittelalter waren die Grenzen offen für Menschen und Güter, im Mittelalter gab es die großen philosophischen Auseinandersetzungen zwischen Abendland, Antike und Orient.
Aber nun zu den Kreuzzügen. Als Kreuzzüge bezeichnet man die allgemein aus religiösen Motiven unternommenen Züge gegen die Feinde des Glaubens. Hier sind besonders die Unternehmungen im 11. bis 13. Jahrhundert gemeint, die das Heilige Land aus den Händen der Ungläubigen, die dort seit dem 7. Jahrhundert herrschten, befreien wollten. Die Zählweise der Kreuzzüge ist verschieden, im allgemeinen zählt man sechs große Kreuzzüge (1.: 1069-99; 2.: 1147-49; 3.: 1189-92; 4.: 1202-04; 5.: 1228-29; 6.: 1248-54). Die Kreuzzüge werden immer wieder als Beleg für eine imperialistische, herrschsüchtige und machtbesessene Kirche angeführt, die ohne Skrupel auch Waffengewalt für die Erreichung ihrer Ziele einsetzte.

Die Kirche hat die Kreuzzüge nicht "angezettelt". Papst Urban II., der 1095 auf dem Konzil von Clermont zum ersten Kreuzzug aufrief, sprach nicht von Angriff und blutiger Eroberung, sondern von der Freiheit der Kirche und der Befreiung der morgenländischen Christen, die seit dem 10. Jahrhundert von den muslimischen Herrschern unterdrückt wurden.
Die Entstehung der Kreuzzüge hängt mit den gravierenden ökonomischen, politischen, sozialen und geistigen Veränderungen des Abendlandes im Hochmittelalter zusammen. Die Kreuzzüge waren ein einzigartiges Phänomen, das die gesamte Gesellschaft des Abendlandes betraf – also nicht nur die Kirche, sondern auch die verschiedenen Länder, Fürsten und Stände.
Für die Kreuzfahrer war der Kreuzzug zunächst eine entschieden religiöse Angelegenheit, sie verstanden sich in der Nachfolge Christi: Indem sie alles zurückließen und viele Gefahren und Strapazen auf sich nahmen, um das Heilige Land zu befreien, nahmen sie am Leiden Christi teil und erfüllten seinen Willen.
Natürlich ist es richtig, daß es hier ein Nebeneinander von Frömmigkeit und (beiderseitiger!) Gewalt und Krieg gab, das uns heute unverständlich ist und uns befremdlich erscheint. Dazu kommt, daß die Kreuzzüge von vielen auch für durchaus eigennützige und ganz und gar nicht fromme Geschäfte benutzt wurden.
Man darf aber auch die positiven Auswirkungen der Kreuzzüge nicht vergessen. Gewerbe und Handel nahmen einen Aufschwung, Kunst und Wissenschaft bekamen neue Anregungen, das gesamte Geistesleben erhielt einen Auftrieb, und die Kenntnis fremder Kulturen und Religionen vergrößerte sich – man kann sagen, daß die Zeit der Kreuzzüge für die kulturelle Entwicklung des Abendlandes von entscheidender Bedeutung gewesen ist.
Kritik an den Kreuzzügen gab es schon seit dem 12./13. Jahrhundert. Auch und gerade innerhalb der Kirche waren es Männer wie Franz von Assisi, die der (richtigen) Überzeugung waren, daß man Menschen durch Belehrung und Vorbild, nicht aber durch Zwang und Krieg bekehren sollte.
Diese Einstellung teilen wir heute sicherlich. Wenn wir aber die Zeit der Kreuzzüge fair beurteilen wollen, so ist es mit dem "Die Kirche war schuld!" nicht getan. Erst dann, wenn wir uns die Situation der Menschen in der Kirche und Gesellschaft des Abendlandes im Hochmittelalter verdeutlichen und ihre Motivation objektiv untersuchen, werden wir zu einem differenzierten Urteil gelangen. Einseitige und interessensorientierte Pauschalverurteilungen werden einem gesamtgesellschaftlichen und welthistorisch einzigartigen Phänomen wie den Kreuzzügen nicht gerecht.

Auch beim Thema "Hexenverfolgung" werden der Kirche pauschale Vorwürfe gemacht. Hexen sind im Volksglauben solche (weibliche wie männliche) Personen, die einen Pakt mit dem Teufel eingehen können, um anderen Schaden an Leben, Gesundheit, Ehe und Eigentum zuzufügen. Alle Völker und Kulturen kennen den Hexenglauben, man findet ihn im alten Ägypten genauso wie bei den Griechen und Römern. Aber auch heute feiert der Hexenglaube in vielen okkultistischen Kreisen wieder fröhliche Urstände! (Soviel zu unserer "aufgeklärten" Zeit...) Heute wird der Kirche oft vorgeworfen, sie trage die Verantwortung für die Verfolgung und Verurteilung von mehreren Millionen "Hexen" (die genannten Zahlen schwanken zwischen 6 und 9 Millionen). Als im Dritten Reich eine extra zu diesem Zweck eingerichtete Forschungsstelle 154 Archive und Bibliotheken auf Material über Hexen und deren Prozesse hin untersuchte, um es bei der angestrebten Zerstörung der Kirche als "Beweismaterial" vorlegen zu können, wurden aber deutlich niedrigere Zahlen ermittelt: Für Deutschland liegt die Zahl deutlich unter 100.000, für ganz Europa eher bei 500.000 als bei einer Million.
Als Hexenprozesse bezeichnet man eine seit dem 16. Jahrhundert ausgeprägte Form der strafrechtlichen Verfolgung von der Hexerei angeklagten Personen. Da die Hexerei einen Pakt mit dem Teufel voraussetzte, galt sie als schwere Sünde und Glaubensabfall. Seit dem 14. Jahrhundert erreichte der Hexenglaube in vielen europäischen Ländern eine enorme Ausbreitung; seit der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde eine große Zahl von abergläubischen Schriften, Hexen- und Teufelsbüchern usw. unter das Volk gebracht. Die damalige protestantische Lehre, nach der der Teufel alle Gewalt über jede Kreatur habe, führte zur Entstehung einer eigenen Literatur, den sogenannten "Hexenpredigten". Daher breitete sich der Hexenwahn und die Verfolgung der Hexen zunächst in den deutschen protestantischen Gebieten aus und griff dann später auch auf die katholischen Gebiete über, die eine enge Beziehung zum Protestantismus hatten (zum Beispiel Trier, Bamberg, Würzburg, Münster oder Paderborn). Unter den Katholiken ging die Forderung zum Einschreiten gegen die Hexen meist vom Volk aus, das die Hexen zum Beispiel für wirtschaftliche Mißstände verantwortlich machte. Bei den Protestanten waren es Juristen (wie der Strafrechtswissenschaftler Benedikt von Carpzov), Naturwissenschaftler (wie der Mathematiker und Astronom Johannes Kepler) und Prediger (wie Spizelius), die die Hexenprozesse aus dogmatischen Gründen (nämlich wegen der Beziehung der Hexen zum Teufel) forderten. Die formelle Ausgestaltung der Hexenprozesse kam mit der Einführung der peinlichen Halsgerichtsordnung Karls V. 1532, in der zum Beispiel die Verfolgung auf Verdacht oder die Folter festgeschrieben wurden. Diese Anordnungen wurden also von der weltlichen Rechtsprechung und nicht von der katholischen Kirche getroffen.
Oft wird behauptet, die Einführung der Inquisition sei schuld an der Ausbreitung der Hexenprozesse. In den Ländern, in denen die Inquisition herrschte (Italien, Spanien, Portugal), waren die Hexenprozesse aber eher die Ausnahme. In Rom ist nie eine Hexe verbrannt worden. Seit dem 15. Jahrhundert waren vorwiegend die weltlichen und nicht die kirchlichen Gerichte für die Hexenprozesse zuständig.
Auch die Bulle "Summis desiderantes affectibus" von Papst Innozenz VIII. (1484) wird für die Ausbreitung der Hexenprozesse verantwortlich gemacht. Hier handelt es sich aber um eine gerichtliche Maßregel aufgrund eines juristischen Streits in Deutschland. Von Folter oder Feuertod ist nirgends die Rede. Die Deutschen Heinrich Krämer und Jakob Sprenger haben zu dieser Bulle einen Kommentar verfaßt, den "Malleus maleficarum" (Hexenhammer). Die Behauptung, dieses Buch habe zu Hexenverfolgungen in großem Stil geführt, ist ebenfalls falsch. Es handelt sich um eine praktische Anleitung für die Inquisitoren und war in der lateinischen Sprache verfaßt, so daß sie nur Gelehrten zugänglich war. Der Inhalt dieses Buches ist zwar abscheulich, aber man muß bedenken, daß es sich nicht um ein amtliches Dokument der Kirche handelt.
Die ersten Kämpfer gegen die Hexenverfolgungen waren Katholiken, der berühmteste unter ihnen ist sicherlich der Jesuit Friedrich von Spee, dessen Buch "Cautio criminalis" von 1631 wohl das wirkungsvollste Werk gegen den Mißbrauch der Justiz in den Hexenprozessen gewesen ist. Das bescheinigen jedenfalls nicht zuletzt (protestantische) Gelehrte wie Leibniz.
Solche Anstrengungen – und nicht etwa die Aufklärung – waren maßgeblich dafür verantwortlich, daß das Ende der Hexenprozesse und der Hexenverfolgung eingeläutet wurde.
Obwohl verschiedene Protestanten (wie Carpzov) diese Bemühungen um das Ende der Hexenverfolgungen bekämpften, erhoben sich seit Ende des 16. Jahrhunderts immer mehr Stimmen gegen die Hexenverfolgungen. Bis in das 18. Jahrhundert hinein wurden die Hexenverfolgungen dann immer stärker bekämpft. Die letzte vermeintliche Hexe, die in Europa hingerichtet wurde, war ein siebzehnjähriges Mädchen, das 1783 in dem protestantischen schweizerischen Kanton Glarus den Tod fand.

Samstag, der 1. Juni 2002, 11:15 Uhr
Name: Dr. Dieter Schmidt, Bremen
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In Rom kann man, unterhalb einer Kirche des Kapuzinerordens, eine Gruft besichtigen, in der tausende von menschlichen Gebeinen auf eigentümliche Weise bestattet sind. Aus den Knochen ihrer Toten haben die Ordensbrüder Kunstwerke gemacht: hier eine Lampe aus Hüftknochen, dort eine Rosette aus Unterarmknochen, da ein Haufen menschlicher Schädel. Über dem Eingang hängt ein Schild: "Was ihr seid, sind wir gewesen. Was wir sind, werdet ihr sein." Offensichtlich hatten die Mönche in diesem Kloster die alten Worte aus dem Psalm sehr wichtig genommen: "Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden" (Ps 90,12) Heutige Besucher verlassen die Stätte einer solchen eindrucksvollen Konfrontation mit der eigenen Vergänglichkeit eher schaudernd.

In der Regel haben wir ja wenig mit dem Tod zu tun. Schwerkranke oder alte Menschen lebten und starben früher zumeist in der Familie. Heute ist das anders. Der Tod gehört nicht mehr zum Leben, sondern wird einer "Facheinrichtung" übergeben. Geht es dem Ende zu, wird der Sterbende aus dem Mehrbettzimmer entfernt und in ein Einzelzimmer gebracht. Die Leiche verschwindet dann im Kühlraum des Krankenhauses. Angestellte eines Beerdigungsunternehmens bereiten alles, auch den Toten, für die Bestattung vor. In einem Leichenwagen wird der Sarg mit dem Verstorbenen zum Friedhof gebracht, wo - abgeschirmt von der Außenwelt - die Bestattung stattfindet. Oft haben selbst die nächsten Angehörigen keine Berührung mit dem Toten mehr. Doch die Erfahrung zeigt: je anonymer und isolierter ein Tod ist, desto schwerer ist der Umgang damit. Der Tod wird nicht mehr als etwas zum Leben Gehöriges erlebt, sondern als Katastrophe, die gänzlich unvorbereitet über einen Menschen hereinbricht.

Das war früher anders. Das Alte Testament betrachtet das Sterben als etwas völlig Normales. Ganz realistisch wird gesehen: "Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, ... denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon" (Ps 90,10) "Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde, wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennet sie nicht mehr" (Ps 103,15-16) Ziel war es, möglichst "alt und lebenssatt" (Gen 25,8) zu sterben und in seinen Nachkommen weiterzuleben. Vereinzelt finden sich bereits Auferstehungshoffnungen im Alten Testament (z.B. 1. Könige 17 oder Ez 37), jedoch spielen diese eine untergeordnete Rolle.

Das ändert sich grundlegend im Neuen Testament. Für die junge Christenheit war die Erfahrung der Auferstehung Christi grundlegend. "Ist Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich" (1 Kor 15,14) schreibt Paulus. Er versteht Jesus Christus als "Erstling" aller Auferstandenen, dem wir nachfolgen werden. Das neue Leben nach dem Tod stellt er sich nicht als Fortführung des bisherigen vor, sondern als eine ganz neue Existenzweise: "Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib" (1 Kor 15,42-44). Der Glaube macht Paulus "gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist" (Röm 8,38f.).

Ein solches Vertrauen kann das Sterben erleichtern. Es geht beim letzten Abschied darum, loszulassen, sich fallenzulassen im Vertrauen darauf, aufgefangen zu werden. Insofern kann das Sterben ganz eng verwandt sein mit der intensivsten menschlichen Lebenserfahrung: mit dem Lieben. Auch die Liebe ist ja nicht nur aktiv, sondern sie lässt geschehen, vertraut sich an, lässt sich fallen. Solches Vertrauen gelingt unterschiedlich gut. Auch im Prozess des Sterbens mischen sich verschiedenste Gefühle und Stimmungen: Man verdrängt die bittere Realität, will sie nicht wahrhaben, schiebt sie von sich weg. Oder man protestiert, lehnt sich auf, reagiert mit Ärger und Wut und mit der Suche nach einem Schuldigen. Auch in Depression und Angst kann man verfallen. Oder man versucht, zu verhandeln: "Wenn du mich noch drei Jahre leben lässt, Gott, dann tue ich dies oder jenes für dich!" Schließlich kann es - meist kurz vor dem eintretenden Tod - eine Phase gelösten Vertrauens und großer Ruhe und Gelassenheit geben.

Martin Luther hat einmal gesagt: "Mit dem Tod umzugehen, das ist die Schule des Glaubens". Denn ein Gelingen des Lebens hängt wesentlich damit zusammen, dass wir auch unsere Grenzen realistisch einschätzen und in unser Bewusstsein integrieren lernen. Unsere Lebensdauer und unsere Lebensmöglichkeiten sind begrenzt. Das Leben ist uns verliehen - und wie eine Leihgabe müssen wir es eines Tages wieder zurückgeben an Gott. Leben lernen - das heißt auch Sterben lernen. Sterbevorbereitung, Sterbebegleitung und der Einsatz für ein menschenwürdiges, begleitetes Sterben in unserer Gesellschaft sind deshalb eine wichtige Aufgabe für jeden einzelnen Christen, aber auch für die Kirche.

Samstag, der 1. Juni 2002, 11:14 Uhr
Name: Dr. Dieter Schmidt, Bremen
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In den letzten Jahren wurden "Nahtoderlebnisse" von klinisch Toten dokumentiert, die wiederbelebt wurden. Die Berichte ähneln sich erstaunlich: Zunächst löst sich der "Tote" vom Körper, er sieht den eigenen Leib von außen. Dann läuft im Zeitraffer rückwärts eine Art Lebensfilm ab. Anschließend führt der Weg in einen Tunnel, an dessen Ende es hell ist. Bereits verstorbene Verwandte und Lichtgestalten (Engel?) kommen der "Seele" entgegen und begrüßen sie. Manche der Befragten sprechen auch von Begegnungen mit Christus. Wenn der "Tote" dann wiederbelebt wird, spürt er einen Sog, der ihn in den Körper zurückzieht. Fast alle, die solche Erlebnisse hatten, sagen, sie hätten dadurch die Todesfurcht verloren und würden seither viel gelassener leben.

Freilich: Diese Menschen schildern Erlebnisse vor dem endgültigen "Hirntod". Es könnte sein, daß diese Erlebnisse letztlich Hirnprodukte sind wie Träume oder Halluzinationen. Etwas Objektives über ein nachirdisches Leben läßt sich aufgrund solcher Erlebnisse nicht sagen. Und vom wirklichen Tod ist noch keiner zurückgekehrt.

Keiner? Doch: Einer! Jedenfalls behauptet das die christliche Kirche. Es gäbe kein Christentum, wenn nicht eine Reihe von Menschen im Jahre 30 nach Christus übereinstimmend folgendes erlebt hätten: Sie haben den hingerichteten Jesus "gesehen", gehört, berührt. Sein Grab war leer. So ist es -zigfach im Neuen Testament bezeugt. Die ersten Christen haben das so gedeutet: "Gott hat Jesus auferweckt und bestätigt. Gott ist mächtiger als der Tod. Er wird auch uns auferwecken." Das hat zahllose Christinnen und Christen befähigt, sogar den Märtyrertod auf sich zu nehmen.

Der Glaube an die Auferstehung war zur Zeit Jesu nicht gang und gäbe. In den Schriften des Ersten ("Alten") Testaments taucht er nur am Rande auf. Man erwartet von Gott zunächst einmal irdisches Glück. Das Totenreich ist ein trister Ort, weil der lebendige Gott mit den Toten nichts zu tun hat. Erst gegen Ende der alttestamentlichen Zeit kristallisiert sich eine Auferstehungshoffnung heraus. Die Sekte der Pharisäer glaubte an die Auferstehung. Jesus auch. Die Sadduzäer, zweite mächtige Partei in Israel, lehnten diese Vorstellung ab. Darüber wurde heftigst gestritten.

Übrigens auch in der frühen Christenheit. In der Gemeinde von Korinth gab es Leute, die eine allgemeine Auferstehung leugneten. Ihnen widerspricht der ehemalige Pharisäer Paulus nachdrücklich: "Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, dann ist unsere Predigt sinnlos - und euer Glaube. Wir (Apostel) wären falsche Gotteszeugen... und ihr wärt nach wie vor in euren Sünden. Hoffen wir ausschließlich im irdischen Leben auf Christus, dann sind wir die elendsten aller Menschen." (1. Kor. 15,14ff).

So alt wie der Streit um das "Ob" der Auferstehung ist die Auseinandersetzung um das »Wie«. Die einen glauben an ein Weiterleben der Seele, die sich nach dem Tod vom Körper trennt. Andere lehren den "Ganztod": Der ganze Mensch stirbt - und der ganze Mensch wird am Jüngsten Tag von Gott auferweckt und neugeschaffen.

Martin Luther vertrat eine vermittelnde Auffassung. Für ihn ist der Tod eine Art Tiefschlaf: "Paulus sagt, daß Christus von den Toten auferstanden sei, aber von den anderen, daß sie schlafen. Sie sind mehr als zur Hälfte lebendig. Weil das Haupt auferstanden ist, ist der andere Teil des Leibes nicht im Tod, sondern im Schlaf. Christus ist aller Christen Haupt. Der ist bereits hindurch, dann folgen die Hände usw. von selbst. Der Leib hängt ja zusammen... Gleichwie die Weiber sagen: Wenn das Kind mit dem Kopf geboren ist, so hat's nicht Not. So wir ihn im Glauben als unser Haupt festhalten, was ist dann unser Tod? Ein Schlaf."

Theologen unseres Jahrhunderts haben sich mit der Auferstehung schwergetan. Nach Ansicht Rudolf Bultmanns sind die biblischen Geschichten von der leiblichen Auferstehung Jesu und vom leeren Grab nicht historisch zu verstehen. Die Urgemeinde hätte in einem mythologischen Weltbild gelebt. Ihre Erfahrung, daß mit dem Tod Jesu seine »Sache« nicht erledigt ist, hätten die ersten Christen in das Bild der Auferstehung und des leeren Grabes gekleidet. Wir Heutigen dürften dieses Weltbild nicht übernehmen, sondern müßten, ohne Beweise zu haben, den blinden Sprung des Glaubens wagen. Die Suche nach "Fakten" sei geradezu ein Zeichen des Unglaubens, der Sicherheit haben will anstatt zu vertrauen.

Die Leugnung der leiblichen Auferstehung Jesu durch zahlreiche Theologen hat den Glauben für "moderne Menschen" aber keineswegs plausibler gemacht. Im Gegenteil. Hoffnung bedarf gerade für heutige Menschen auch naturwissenschaftlicher Argumente, auch wenn es natürlich keine "Beweise" der Auferstehung geben kann. Seit Bultmann, der in den 40er und 50er Jahren schrieb, hat sich das physikalische Weltbild erheblich gewandelt. Nach Einsichten der neueren Physik geht Energie niemals verloren, sondern wird immer nur "umgewandelt". Auf diesem Hintergrund ist die Vorstellung, daß irdisches Leben im Sterben in einen anderen Zustand übergehen könnte, keine »mythologische Vorstellung«, sondern durchaus einleuchtend.

Auch Materie und Geist gelten heute nicht mehr als Gegensätze, sondern als zwei Erscheinungsformen der einen Wirklichkeit. Den Evangelisten war wichtig, daß der Auferstandene eine - wenn auch andere - "Leiblichkeit" besaß. Er kann beispielsweise durch geschlossene Türen gehen. Vielleicht könnte man den neuen Körper mit einem Ausdruck aus der Homöopathie als "feinstofflich" bezeichnen. Paulus spricht von einem "geistlichen Leib", den auch wir nach dem Tode erhalten.

Die Urgemeinde hat die Auferstehung Christi als Eingriff Gottes in die gesamte Wirklichkeit empfunden. Weil aber die Auferstehung die ganze Wirklichkeit verwandelt, können wir jetzt schon im Licht der Auferstehung leben. Aufgrund der Auferstehung sind Christinnen und Christen "Protestleute gegen den Tod" (Christoph Blumhardt). Denn der Tod tritt nicht erst ein, wenn wir physisch sterben. Er regiert überall da, wo Kommunikation abbricht, Ungerechtigkeit herrscht, Haß und Schweigen das Leben vergiften. Und es gibt eine Auferstehung vor dem Tod, wenn Menschen wach und lebendig miteinander und füreinander leben. Den ersten Christen hat ihre Umwelt abgespürt, daß sie unzerstörbares Leben bereits in sich trugen. "Ich lebe - und ihr sollt auch leben!" hat Jesus gesagt. Das trifft und tröstet mich. Das verändert mein Leben vor dem Tod - und mobilisiert mein Hoffen über den Tod hinaus.

Gibt es nach dem Tod neben dem "Himmel" etwa auch eine "Hölle"? Müssen wir womöglich damit rechnen, daß sich unsere Seele immer aufs neue wiederverkörpert, als Mensch oder Tier, bis sie so geläutert ist, daß sie in den ewigen Frieden eingehen kann?

Samstag, der 1. Juni 2002, 11:13 Uhr
Name: Dr. Dieter Schmidt, Bremen
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Für Menschen, die überhaupt noch daran glauben, dass mit dem Tod nicht alles aus ist, wird die Reinkarnationsvorstellung immer attraktiver. In den neuen Bundesländern überwiegt bereits nach einer Umfrage vom Mai 1997 der Glaube an die Reinkarnation den an die Auferstehung. Was verbirgt sich hinter dieser Vorstellung? Vor allem im Hinduismus, teilweise auch im Buddhismus, gibt es die Überzeugung, der Mensch lebe nicht nur einmal. Der irdische Körper sei so etwas wie ein Gewand, das im Tod abgelegt wird, bevor sich die Seele wieder in einem neuen Körper "inkarniert", d.h. Fleisch, also einen neuen irdischen Körper annimmt. Es gibt kein endgültiges Ende, kein Gericht, keine ewige Seligkeit und keine ewige Verdammnis. In welchem Körper und unter welchen sozialen Umständen die Seele wieder zur Welt kommt, ob also als Königin oder Sklave, als zum Hunger verurteiltes Kind oder als Wohlstandsbaby, das hängt nach dieser Auffassung davon ab, wie gut der betreffende Mensch in seinem vorigen Leben seine Aufgaben erfüllt hat.

Überwiegen die eher schlechten Taten, hat er sich schlechtes "Karma" angesammelt - sehr vereinfacht: er hat eine Menge Minuspunkte, die er im nächsten Leben abarbeiten muss, und zwar vor allem durch Leiden. Hat er hingegen die Aufgaben gut erfüllt, dann hat er "gutes Karma", d.h. einen günstigeren Ausgangspunkt für seine nächste Inkarnation. Für die Inder ist diese Vorstellung erdrückend. Sie "seufzen" unter dem Rad der Wiedergeburten, und das höchste Ziel für einen gläubigen Hindu ist es, "auszusteigen" aus diesem ewigen Kreislauf.

Im Westen hat diese Vorstellung eine bezeichnende Änderung erfahren. Im Osten herrscht ein zyklisches, d.h. kreisförmiges Verständnis der Zeit vor: alles kommt, geht und kommt wieder. Wie die Jahreszeiten im ewigen Kreislauf einander ablösen, so ist alles auf der Welt, und so kommen eben auch die Seelen immer wieder. Es gibt keinen Anfang und kein Ende, die Zeit dreht sich wie ein Rad. Im Westen dagegen, vor allem in der Bibel, aber auch im griechisch-römischen Kulturraum, ist ein lineares Zeitverständnis entstanden, das sich im Zeit-Pfeil ausdrückt: Es gab einen Anfang, nichts wiederholt sich, alles ist einmalig und individuell. Es gibt eine Geschichte, es gibt bleibende Veränderungen und Entwicklungen.

Nun wurden diese Entwicklungen zunächst eher negativ gesehen: In der Bibel gibt es die Geschichte vom guten Anfang im Garten Eden, dem der Fall folgt - die Welt wird immer schlechter, bis sie von Gott unter großen apokalyptischen Wehen vernichtet und neu geschaffen wird, am Ende der Zeit. Erst zur Zeit der Aufklärung änderte sich das grundlegend. Nun wurde eine Aufwärtsentwicklung gesehen: Der Mensch entwickelt sich immer höher, in der Wissenschaft und Technik, aber auch auf moralischem, künstlerischem und politischem Gebiet. Die modernen westlichen Reinkarnationsvorstellungen verbinden den Kreis und den Pfeil zur Spirale. Alles kommt immer wieder, aber jedesmal auf einer höheren Ebene.

Die Menschen entwickeln sich durch ihre Inkarnationen immer weiter, sie verwirklichen immer mehr das Göttliche, das angeblich in jedem von uns liegt. Karma wird nun nicht mehr als "Strafe" verstanden, sondern jede Seele nimmt sich im "Zwischenzustand" zwischen zwei Erdenleben eine Entwicklungsaufgabe vor, die sie im kommenden Leben erfüllen möchte - und wenn sie es in diesem Leben nicht schafft, dann eben im nächsten. Faszinierend an dieser Vorstellung ist das optimistische Bild: Es geht aufwärts. Verlockend auch, dass es keine ewige Verdammnis gibt, sondern immer neue Chancen.

Tröstlich scheint, dass das Leiden erklärbar wird: Die Seele hat es sich selbst "herausgesucht", um daran zu wachsen. Hier setzt aber auch die Kritik ein. Wird das einzelne menschliche Leben nicht entwertet, verliert es nicht seine Würde, wenn es nur als eines in einer "Kette" von tausend anderen gesehen wird? Biblisch lässt sich die Vorstellung von der Seelenwanderung jedenfalls nicht begründen. In der Bibel herrscht eindeutig die Überzeugung vor, dass der Mensch ein Leben hat, für das er am Ende der Zeit Rechenschaft ablegen muss.

Nun werden immer wieder einige Bibelstellen angeführt, um die Behauptung zu stützen, auch in der Bibel gebe es die Vorstellung von der Seelenwanderung. Da ist vor allem die Frage, ob der Prophet Elia wiedergekommen sei, bzw. die Aussage Jesu, der Täufer Johannes sei der wiedergekommene Elia (Matth. 11,11-14). Dabei wird aber übersehen, dass gerade der Prophet Elia nach 2. Könige 2 gar nicht gestorben war, sondern in den Himmel entrückt wurde. Sein Wiederkommen wird als Vorzeichen des Weltendes gedeutet (Maleachi 3,23), an dem Gericht gehalten wird - kein Gedanke also an eine allgemeine Seelenwanderung.

Die andere Stelle, die oft herangezogen wird, ist die Heilung des blind Geborenen in Joh. 9. Die Jünger fragen, ob er oder seine Eltern gesündigt hätten, dass er - als Strafe Gottes - nun blind geboren sei. Der springende Punkt liegt allerdings bei dieser Geschichte nicht in der Frage nach einem früheren Leben, sondern in der Frage nach der Gerechtigkeit Gottes. Dass Kinder für die Schuld der Eltern gestraft werden, schließt schon das Alte Testament aus (Hesekiel 18) - er selbst kann aber vor seiner Geburt nicht gesündigt haben, es sei denn in einem früheren Leben. Die Frage der Jünger erhält erst dann ihre Schärfe, wenn wir davon ausgehen, dass sie nicht an die Reinkarnation glaubten: Das Kind anstelle der Eltern strafen, ist ungerecht. Ungerecht wäre es auch, jemand zu strafen für etwas, was er noch gar nicht getan hat. Wenn nun ein Mensch blind geboren ist, stellt das die Gerechtigkeit Gottes in Frage. Die Antwort Jesu zeigt auch, dass er sich überhaupt nicht für das "Warum" interessiert. Sein Auftrag und der seiner Jünger ist es, Leid zu lindern und Krankheit zu heilen - nicht nach Erklärungen zu suchen.

So faszinierend die Vorstellung der Seelenwanderung auch ist, so gut sie manche ansonsten unlösbaren Fragen zu erklären scheint, biblisch lässt sie sich nicht begründen. Was wir mit den angeblichen "Beweisen" für Reinkarnation - Rückführungen, Nahtoderlebnisse - anfangen sollen, steht auf einem anderen Blatt. Für Christen gilt: "Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott" (Micha 6,8). Darauf kommt es an. Und auf das Vertrauen, dass Gott mir gnädig ist und mich liebt, gutes oder schlechtes Karma hin oder her.

Samstag, der 1. Juni 2002, 11:09 Uhr
Name: Pfarrer ?
E-Mail: elsienköhler11@web.de
Homepage: keine Homepage

liebe bettina,

zum Tode ihres mannes spreche ich ihnen meine anteilnahme aus. ich wünsche ihnen viel kraft für die vor ihnen liegende zeit. wenn sie es wünschen, können sie mich unter der o.a. e-mail - adresse erreichen (ich will mich ihnen nicht aufdrängen, so dass ich sie bitten möchte, mir eine mail zu schicken!). in dieses gb werde ich nichts hineinschreiben; es wird leider von zynikern der übelsten sorte (herbert ferstl, heike jackler u.a.) betrieben. viele grüße! pfarrer ?

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Copyright © 1999, Der Humanist (Gästebuch entwickelt von Erik Möller) - Copyright © der Einträge bei ihren Autoren