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Dienstag, der 11. Juni 2002, 13:47 Uhr
Name: AStein
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Dienstag, der 11. Juni 2002, 12:51 Uhr
Name: Atheist
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ES gibt nichts schlimmeres als die sogenannte christliche Religion. Das Fußvolk darum herum ein
Haufen geistig armer Lebewesen, der Papst eine
schizophrene Figur, der sich anmaßt, Stellvertreter Gottes auf Erden zu sein. Wer den
unmöglichen Blödsinn nicht glaubte, wurde hingerichtet, auf das bestialichste gefoltert. Es
wurde den Menschen z.B. Feuer unter dem Hintern
gemacht. Einfach christlich!!. Wer heute nicht in
einer Kirche "angemeldet" ist, hat zeitlebens
schlechte Karten. Besonders christlich sind die
Beschimpfungen, die "Andersgläubige" betreffen.
Dieses Gästebuch ist schon das beste Beispiel
dafür. Humanisten prangern die Unmöglichkeit und
die Widersprüche in der Bibel an, verweisen auf die Praxis der christlichen Kirchen, bezeichnen das Christentum als absolute Lügengeschichte. Die
sogenannten Christen würden jene "Andersdenkenden"
am liebsten totschlagen, ohne überhaupt auf die Idee zu kommen, z.B. die Widersprüche in der Bibel nachzuprüfen. Das ist nämlich absolute Sünde.Da wären wir wieder bei der Religion der Angst.
WElche Religion ich bekenne? Keine, von denen, die
du mir nennst.
Und warum nicht?
Aus Religion!!
Friedrich Schiller

NICHTS NEUES - SWCHNEE VON GESTERN!!!!

Dienstag, der 11. Juni 2002, 12:51 Uhr
Name: Atheist
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ES gibt nichts schlimmeres als die sogenannte christliche Religion. Das Fußvolk darum herum ein
Haufen geistig armer Lebewesen, der Papst eine
schizophrene Figur, der sich anmaßt, Stellvertreter Gottes auf Erden zu sein. Wer den
unmöglichen Blödsinn nicht glaubte, wurde hingerichtet, auf das bestialichste gefoltert. Es
wurde den Menschen z.B. Feuer unter dem Hintern
gemacht. Einfach christlich!!. Wer heute nicht in
einer Kirche "angemeldet" ist, hat zeitlebens
schlechte Karten. Besonders christlich sind die
Beschimpfungen, die "Andersgläubige" betreffen.
Dieses Gästebuch ist schon das beste Beispiel
dafür. Humanisten prangern die Unmöglichkeit und
die Widersprüche in der Bibel an, verweisen auf die Praxis der christlichen Kirchen, bezeichnen das Christentum als absolute Lügengeschichte. Die
sogenannten Christen würden jene "Andersdenkenden"
am liebsten totschlagen, ohne überhaupt auf die Idee zu kommen, z.B. die Widersprüche in der Bibel nachzuprüfen. Das ist nämlich absolute Sünde.Da wären wir wieder bei der Religion der Angst.
WElche Religion ich bekenne? Keine, von denen, die
du mir nennst.
Und warum nicht?
Aus Religion!!
Friedrich Schiller

Dienstag, der 11. Juni 2002, 11:46 Uhr
Name: Jacob Alberts, Westerhever
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Aus Publik - Forum; ich finde den A`Rtile nachdenkenswert, deshalb stelle ich in dieses GB:

Spielt Gott mit den Galaxien Golf?

Die neue Kamera des Weltraum-Teleskops »Hubble« blickt in die Tiefen des Alls. Was heißt Glauben, wenn Gott aus der Schöpfung nicht zu erkennen ist? Von Peter Rosien

Die Astronomen sind begeistert. Was ihnen die neue Kamera des im Orbit kreisenden Weltraum-Teleskops Hubble an Aufnahmen beschert, stellt alles Bisherige in den Schatten. »Diese Bilder gehören zu den besten, die Menschen je vom fernen Weltall gesehen haben. Wir können nun das Morgengrauen des Universums beobachten.« Das sagt Holland Ford von der Universität Baltimore, der die neue Kamera entwickelt hat. Astronauten der NASA hatten den Himmelsspäher, groß wie eine Telefonzelle, erst im März an das zwölf Jahre alte Satelliten-Teleskop montiert. Seitdem funkt Hubble Bilder zur Erde, die zehn Mal effizienter sind als bisher. Unter anderem hat der Satellit gleich mal die ältesten Sternenleichen der Milchstraße entdeckt, jener Galaxie also, zu der auch unsere Sonne gehört. Es sind zwei seit langem ausgebrannte Sonnen, weiße Zwerge genannt, deren Alter sich auf stolze 12 Milliarden Jahre berechnen lässt.

Aber auch die neuen fotografischen Einblicke in die tiefsten Tiefen des Weltalls lösen vorerst keine der großen Fragen, mit denen sich die Astronomen heute herumschlagen: Woraus besteht das Universum? Welche Kräfte walten da draußen? Wieso gibt es fast nur Chaos, Spontaneität und Unbestimmtheit? Und sind wir gar allein in diesem Kosmos? Rätsel über Rätsel: Milliarden Galaxien im All, von denen jede einzelne selbst wieder Milliarden von Sonnen enthält. Und dennoch macht diese uns bekannte Materie nur einige Prozent des kosmischen Stoffes aus. Der Rest besteht aus so genannter Dunkler Materie und Dunkler Energie. Beide können die Astronomen nur indirekt erschließen; es sind Phänomene die sich menschlicher Wahrnehmung vollständig entziehen.

Und natürlich hat kein Mensch hier auf dem kosmischen Staubkorn Erde auch nur eine Ahnung, was das alles soll. Nur die Religionen versuchen Erklärungen. Auch die christliche Theologie hat seit jeher eine Schöpfungslehre im Gepäck. Diese muss sich heute allerdings vom naturwissenschaftlichen Denken her ein paar harte Fragen gefallen lassen. Die können richtig ketzerisch klingen, wenngleich sie mit einem innigen Gottesbezug durchaus vereinbar sind.

Der Kosmos ist so riesengroß und anscheinend so sinnlos, dass man schon einmal fragen mag: Spielt Gott da draußen eigentlich Golf mit den Galaxien? Hat er denn nichts anderes zu tun, als immer neue Sonnen zu schaffen? Wie wäre es, er sorgte mal dafür, dass es auf der Erde keine Energieprobleme mehr gebe, statt dort im All mit den Energien verschwenderisch herumzuspielen?

Sicher, wer so fragt, stellt sich Gott als Abbild des Menschen vor. Er hat ein anthropomorphes Gottesbild, sagen die Theologen. Aber das hindert viele von ihnen nicht daran, ihrerseits an Hand biblischer Texte festzustellen, was sich der Schöpfergott damals gedacht hat, als er das All »aus dem Nichts« hervorgehen ließ. Das ist ja auch nur mal 20 Milliarden Jahre her, wenn die Theorie vom Urknall denn stimmt. Schöpfungstheologen haben dem Himmlischen damals sozusagen über die Schulter geschaut, als er sein Sechstagewerk vollbrachte. Diesen Eindruck muss gewinnen, wer zum Beispiel im Katholischen Weltkatechismus von 1992 das Kapitel »Der Schöpfer« auf sich wirken lässt.

Da steht dann: »Weil Gott mit Weisheit erschafft, ist die Schöpfung geordnet.« Astronomen sehen aber oft nur Chaos und Unbestimmtheit im Kosmos; Physiker behaupten, im subatomaren Mikrokosmos gehe es nicht viel anders zu. Und selbst der Chefastronom des Vatikans, der Jesuit George Coyne, hat kürzlich erst wieder erklärt, Gott habe die Welt ganz sicher »nicht nach einem fertigen Plan« geschaffen, sondern als »für zufällige Entwicklungen offenes Universum«. Besonders für Biologen ist heute evident: Die Evolution des Lebens bis hin zum Menschen verdankt sich unzähligen Zufällen von chemischen Konstellationen, erdgeschichtlichen Katastrophen, Mutationen und gnadenloser Auslese. Von einer weisen Ordnung und Lenkung keine Spur.

Weiter heißt es im Katechismus: »Die Schöpfung ist von Gott gewollt als ein Geschenk an den Menschen.« Bezieht man das auf die Milliarden von Galaxien, klingt es absurd. Was sollen wir wohl mit all den Sonnen und Galaxien anfangen, die uns am Nachthimmel leuchten? Bezieht man die Feststellung auf die Erde, bleibt eine Frage, die gewiss schon Hiob gestellt hätte, hätte er ein modernes Biologiebuch zur Hand gehabt: Warum passt das Geschenk so schlecht zu unseren menschlichen Bedürfnissen? Ein winzig kleiner Planet im All, auf dem alles Leben von Anbeginn unter der tödlichen Notwendigkeit des Fressens und Gefressenwerdens steht, bei ständiger Bedrohung durch Unwetter, Erdbeben und Vulkanausbrüche. Das muss ein merkwürdiger Schöpfergott sein, der sich vor ein solches Werk hinstellt und sagt: »Es ist sehr gut! Ich schenke es dem Menschen.« Dieses Urteil aber legt ihm der erste Schöpfungsbericht der Bibel in den Mund, ganz anthropomorph übrigens, berichtet wie von einem Reporter, der dabei war. Der Text, das erste Kapitel der Bibel, wurde indes um 500 vor Christus geschrieben, von jüdischen Priestern, die im Exil die Mythen Babylons studiert hatten.

Eugen Drewermann hat die Essenz solcher Fragen einmal gut auf den Punkt gebracht: »Alles Leben lebt von anderem Leben. Wie soll man diese endlose Kette des Verschlingens, Verdauens und Ausscheidens mit irgendeinem Schöpfungsplan eines allmächtigen, gütigen und weisen Gottes in Verbindung bringen?«

»Alles Leben lebt von anderem Leben«, das heißt aber auch: Den Tod gab es lange, bevor es den Menschen gab, der ja im Zeitmaßstab der Evolution auf diesem Planeten keine drei Minuten alt ist. Paulus irrt also, wenn er sagt, der Tod sei die Folge der Sünde des Menschen (Römerbrief, Kapitel 6).Tod an sich hat mit Ethik und Moral überhaupt nichts zu tun. Er ist notwendig, damit das Leben weitergehen kann. Damit wird aber auch das so genannte Erlösungswerk Christi fragwürdig, wie Paulus es versteht: »Wie nun durch eines Menschen (Adams) Sünde der Tod über alle Menschen kam, so ist auch durch eines (Christi) Gerechtigkeit die Gerechtsprechung zum Leben für alle Menschen gekommen« (Römerbrief, Kapitel 5). Nach allem, was wir über die Evolution wissen, hängt diese Lehre in der Luft, wenn sie denn als historisierender Tatsachenbericht verstanden wird.

Niemand kann sagen, wie das Böse in die Welt gekommen ist, das Leiden-Machen und Leiden-Müssen. Auch die Bibel weiß keine Antwort darauf. Der Autor der tiefgründigen Geschichte vom menschlichen Sündenfall, der so genannte Jahwist, hat das Böse nur vordergründig der verführerischen Paradies-Schlange angehängt (1. Buch Mose, Kapitel 3). Sie steht als mythisches Bild für die Möglichkeit des Bösen, für ein gottentfremdetes Handeln aus Eigensucht. Woher aber diese Möglichkeit kommt, das bleibt offen. Das gilt in gleicher Weise für die mythische Figur des Teufels. Und auch die Rede vom freien Willen des Menschen, seit Freud ohnehin nur eingeschränkt sinnvoll, kann nicht erklären, woher der Mensch die Möglichkeit hat, den freien Willen ins Böse zu kehren. Will man das Böse nicht direkt auf Gott selbst zurückführen, wie das der Psychologe und Mythenforscher Carl Gustav Jung zu denken versucht hat, bleibt es ein absolutes Geheimnis.

Umso merkwürdiger klingt die Feststellung im Weltkatechismus: »Die Schöpfung ist der Beginn der Heilsgeschichte, die in Christus gipfelt. Schon von Anfang an hatte Gott die Herrlichkeit der Neuschöpfung in Christus vor Augen.« Wenn das heißt, Gott habe vor 20 Milliarden Jahren beim Urknall schon gewusst, dass er die ganze Übung noch einmal veranstalten würde, nur besser und vollendet, dann kann es einem wohl die Sprache verschlagen. Was diese Theologen alles wissen!

Aber es gibt natürlich auch noch andere Weisen, über die Schöpfung nachzudenken. Zum Beispiel in dem kürzlich bei Patmos erschienenen zweibändigen »Handbuch der Dogmatik«, das Theodor Schneider herausgegeben hat. Zusammen mit Dorothea Sattler hat er darin auch das knapp 120 Seiten umfassende Kapitel »Schöpfungslehre« geschrieben. Umfassend und präzise beleuchtet es unzählige Aspekte des Themas, einschließlich der – für eine Dogmatik seltenen – historisch-kritischen Sichtung der biblischen Grundlagen, der dogmengeschichtlichen Entwicklung und der Erkenntnisse heutiger Naturwissenschaften. Am Ende der Lektüre werden dennoch manche Leser den Eindruck haben, im Ergebnis sei ihnen da nicht gerade viel Konkretes und Lebensdienliches an die Hand gegeben.

Da ist zum Beispiel ein bezeichnendes Schlingern in der Frage, ob der Mensch in der Schöpfung eine besondere Stellung habe, ob er als das biblisch behauptete »Ebenbild Gottes« gar die Krone der Schöpfung sei, also im Mittelpunkt des Ganzen stehe. Wissenschaftlich wird das »Anthropozentrismus« genannt. Einerseits geben die Autoren zu: »Der anthropozentrische Ansatz in der Schöpfungslehre verlor in jüngster Zeit immer mehr an Plausibilität.« Und als Hauptursache nennen sie »die grenzenlos erscheinende Weite des Weltalls«. Andererseits unterstreichen sie: Der biblische »Hinweis auf die besondere Stellung des Menschen im Kosmos lässt sich als eine Aufforderung verstehen, sich des dem Menschen Eigenen in Hinordnung auf die gesamte Schöpfung bewusst zu werden«. Wenn das überhaupt etwas heißt, dann doch wohl, dass der Mensch für den gesamten Kosmos von entscheidender Bedeutung ist. Gott hat sich dieses Staubkorn im Universum auserkoren, um hier ein – wie immer geartetes – Erlösungswerk zu inszenieren, in das der ganze Kosmos mit seinen Myriaden von Galaxien einbezogen wird. Das ist Anthropozentrismus pur – verklärt in der mythischen Figur des Christus. Dieser soll also in der bislang letzten Sekunde des irdischen Dreiminutendramas auf dem Weg vom »Homo habilis« (Affenmensch) zum »Homo sapiens« eine für den ganzen Kosmos zentrale Rolle spielen.

Wie man es dreht und wendet: Wer versucht, mit dem Denken hinter das Geheimnis der physischen Schöpfung zu kommen, wer also Metaphysik betreibt, wer Gott aus dem Dasein der Welt erkennen will, der bleibt stets in anthropomorphen, in menschenähnlichen Gottesbildern stecken, selbst noch in Zweifel und Ironie. Solches Denken führt heute unter naturwissenschaftlichen Gesichtspunkten in unauflösbare Widersprüche und Absurditäten. Manche Theologen versuchen deshalb eine post-metaphysische Theologie zu begründen. Zum Beispiel Eugen Drewermann. Dazu ein längeres Zitat aus dem Buch »Und es geschah so«, das Ergebnis seines Versuchs, moderne Naturwissenschaft und biblische Schöpfungslehre zusammenzureimen:

»Von drei Gedanken, die dem biblischen Schöpfungsglauben zentral sind, müssen wir ein für allemal Abschied nehmen:

– von der Idee eines planend handelnden Gottes, der als allgütig, allmächtig und allweise die Welt dazu bestimmt habe, den Menschen hervorzubringen;

– von der Idee einer teuflischen oder menschlichen Sünde am Anfang der Schöpfung, die den Weltzustand als Ganzen verschlechtert habe. Damit einhergehend von einem Denken in den Kategorien von Schuld und Strafe und ebenso von einem Denken in Gebetserhörungen;

– von der Idee einer einmaligen und endgültigen Offenbarung Gottes in einem Menschen, der so ist wie wir, in Jesus von Nazareth.

Wir müssen aufhören, darüber nachzudenken, wie oder wer Gott wohl an und für sich sei. Es geht nicht mehr an, dass Theologen so tun, als könnten sie von Gott her die Welt denken, so als stünden sie selber außerhalb von Welt und Gott und könnten beides miteinander vergleichen: den Begriff des Göttlichen mit der Wirklichkeit der Schöpfung.«

Für Theologen wie Eugen Drewermann, Heinz Zahrnt, Adolf Holl, Willigis Jäger und andere ist mit solchen Einsichten das Tableau freigeräumt für eine andere Art, Glauben zu begründen. Es geht nicht mehr darum, Gott denkend zu erkennen, sondern darum, sich von Gott erkennen zu lassen. Erkannt werden geschieht in der Bibel in innigster Liebeserfahrung. Erkannt werden ist ein Vorgang, der sich tief in der Seele ereignet. Gott, der unbegreifliche Urgrund des Seins, tut sich in den Herzen kund, beginnend als »Stimme eines verschwebenden Schweigens«, wie sie Elia am Horeb vernommen hat (1. Buch Könige, Kapitel 19,12). Gott ist eine Kraft, die der Seele innewohnt und dort vernehmbar ist. Mystiker haben das schon immer gewusst, schon lange bevor die Naturwissenschaften das traditionelle christliche Lehrgebäude erschütterten. In unübertrefflicher Klarheit hat es Meister Eckhart vor gut 700 Jahren in einer Predigt in Köln so gesagt: »Die Seele nimmt ihr ganzes Sein unmittelbar von Gott. Darum ist Gott im Grunde der Seele mit seiner ganzen Gottheit. Man soll Gott nicht als außerhalb von einem selbst ansehen, sondern als das, was in einem ist. Darum wirf sie hinaus, alle Heiligen aus deiner Seele, denn sie sind alle Kreaturen und hindern dich an deinem großen Gott. Ja, selbst deines gedachten Gottes sollst du quitt werden, all deiner doch so unzulänglichen Gedanken und Vorstellungen über ihn, wie: Gott ist gut, ist weise, ist mächtig und gerecht. All dies ist er nicht.« Der evangelische Theologe Heinz Zahrnt knüpft daran an: »Deswegen muss die Sache mit Gott heute neu verhandelt und im Ich verankert werden. Gott beglaubigt sich allein aus einer Evidenz von innen. Einem jeden Menschen ist er unmittelbar, und zwar als Liebe.« Auch Fulbert Steffenski sagt: »Mystik heißt Gott als Liebe begreifen.«

Für Drewermann kann erst in solcher Mystik das zentrale Motiv der Sünde zur Ruhe kommen, die Angst. Das erschließt sich ihm aus der Urgeschichte des Jahwisten im dritten Kapitel der Bibel: Die Einflüsterung der Schlange steht für das Aufmerken des Menschen auf seine geschöpfliche Begrenztheit, auf die Nichtnotwendigkeit seiner Existenz. Aus Angst vor dem bodenlosen Nichts sucht der Mensch das Fundament seines Daseins in Abkehr von Gott selbst zu legen. Er kann sich nicht vertrauend seinem Schöpfer übereignen, der allein als absoluter Grund des Daseins die menschliche Existenz begründen kann. Im Leben und Sterben des Jesus von Nazareth sieht Drewermann das geschichtlich bislang stärkste Vorbild eines die Angst überwindenden Vertrauens in Gott: »Der Mann aus Nazareth ist mir ein Grund dafür, an einen Gott zu glauben, an seinen Gott zu glauben und damit an einem väterlichen, mütterlichen, gütigen Hintergrund der Welt überhaupt festzuhalten.« Nur im Vertrauen auf ein bedingungsloses und voraussetzungsloses Angenommensein bei Gott kann der Mensch die Angst loslassen, heil werden und ein Leben für andere beginnen. Mit solcher Überzeugung steht Drewermann dann auch, nebenbei gesagt, gegen eine Politische Theologie, die behauptet, einzig in der restlosen Hingabe und Aufopferung für den leidenden Anderen gelange ein Mensch zu Gott – und dann auch zu sich selbst. Dagegen hält Drewermann fest: Es gibt kein Leben für Andere, ehe man nicht gelernt hat, selber zu leben, und zwar aus einem absoluten Vertrauen in Gott heraus.

Ist jemand derart geerdet, in mystischem Vertrauen in die Liebe des unergründlichen Gottes, mag er sich dann auch wieder der großen Schöpfung zuwenden. Er kann dann wohl staunen, wenn er bei Meister Eckhart liest: »Im Inneren der Seele ist dir alles gegenwärtig. Was vor tausend Jahren war, und was in tausend Jahren kommen wird, ebenso, was jenseits des Meeres ist.« Solche in tiefer Meditation erfahrene Weisheit, lässt ahnen, dass Zeit und Ewigkeit, Transzendenz (göttliche Außerweltlichkeit) und Immanenz (göttliche Innerweltlichkeit) mitten im Alltag der Menschen ineinander da sind. Man kann dann auch durchaus mit dem Astrophysiker und Wissenschaftsjournalisten Hoimar von Ditfurth spekulieren, »dass eine Evolution, die den ganzen Kosmos in sich begreift, den Ansatz, den sie auf diesem einen Planeten Erde gemacht hat, auf anderen unter den unzählbaren Planetenmilliarden im Kosmos ebenfalls machte«. Hollywood spielt so etwas ja schon lange durch. E. T. lässt grüßen.Vielleicht findet Hubble ja noch heraus, wo der hingeflogen ist.

Dienstag, der 11. Juni 2002, 11:03 Uhr
Name: ???????????
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Paulus schrieb an die Apatschen:
Ihr sollt nicht nach der Predigt klatschen.

Paulus schrieb an die Komantschen:
Erst kommt die Taufe, dann das Plantschen.

Paulus schrieb den Irokesen:
Euch schreib' ich nichts, lernt erst mal lesen.

Dienstag, der 11. Juni 2002, 10:58 Uhr
Name: Die Bibel
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Guten Morgen.

Mit dieser Mail kommen die Tageslosungen für heute zu Ihnen.
Sie lauten:

Wenn du geängstet sein wirst
und dich das alles treffen wird in künftigen Zeiten,
so wirst du dich bekehren zu dem Herrn, deinem Gott,
und seiner Stimme gehorchen.
5. Mose 4,30

Jesus Christus spricht:
Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen
und nicht die Gerechten.
Lukas 5,32

Wir hoffen, dass diese Worte und Gottes Segen Sie gut
durch den Tag bringen werden.

Bis morgen.

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