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Mittwoch, der 12. Juni 2002, 17:29 Uhr
Name: Peter H.
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Übersicht Religionskritik
Fachbegriffe zum Thema
. Da es sich nicht vermeiden lässt, wichtige Fachbegriffe aus Philosophie und Theologie in die Auseinandersetzung um die Religion einfließen zu lassen, sollen hier einige wichtige Begriffe kurz erklärt werden.
Dies bringt zwar einige Verkürzungen mit sich, als Annäherung vermitteln die Erklärungen aber wichtige Zusammenhänge.

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Agnostizismus
Man kann mit den Möglichkeiten menschlichen Forschens und Denkens nicht erkennen, beweisen, ob und dass es einen Gott gibt. Aus einem eher moralischen Motiv wird gesagt: Gott kann es nicht geben, weil die angeblich von ihm geschaffene und also so auch gewollte Welt unvollkommen, leidbelastet und auch böse ist.
Anthropologie
Lehre/ Wissenschaft vom Menschen und seiner Entwicklung (naturwissenschaftlich, philosophisch, theologisch).
In der Religionskritik ist der Gedanke Feuerbachs zentral, die Theologie (Lehre von Gott) in Anthropologie (Lehre vom Menschen) aufzulösen.

Anthropomorphismus
Menschliche Eigenschaften werden auf andere "Dinge", z.B. Gott übertragen

Antinomie
Genau entgegengesetzte Thesen (z.B. Die Welt hat keinen Anfang - die Welt hat Anfang und Ende)

Aphorismus
kurze Prosaform, in der ein Gedanke, ein Urteil oder eine Lebensweisheit prägnant und knapp zusammengefasst ist, meist zu dem Zweck, den Leser durch überraschende Formulierung zum Nachdenken zu bewegen (z.b. "Gott ist Tod", Nietzsche)

Aporie
Unmöglichkeit, ein philosophisches Problem und die darin liegenden Widersprüche aufzulösen.

Aufklärung
beherrschende Geistesrichtung des 18. Jahrhunderts ( Kant, Lessing u. a.), die die Vernünftigkeit von Welt und Mensch proklamierte.
Welterklärung und Humanität sollten durch aufgeklärtes denken erreicht werden.
Bezüglich der Religion vertraten die Philosophen und Theologen vielfach eine "natürliche Religion" im Gegensatz zur Offenbarungsreligion, betonten die ethischen Werte und forderten Toleranz gegenüber den Angehörigen anderer Religionen.
"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung." (Kant)

Atheismus
Als Atheisten werden Menschen bezeichnet, die den Gottesbegriff ablehnen oder verändern wollen.
Wörtlich übersetzt bedeutet der griechische Begriff Atheismus "nicht an Gott glauben."
Begründet wird er oft aus einem materialistischen Weltbild heraus oder aus einem philosophisch-methodischen Agnostizismus.
Ein atheistisch geprägtes Leben wird geführt von Menschen, die für Gott und Religion keinen Raum übriglassen und die Gott weithin aus ihrem Lebensalltag herausgedrängt haben.

Deismus
Der Deismus nimmt Gott als Schöpfer der Welt an, leugnet aber jede weitere Einwirkung Gottes auf den Gang von Natur und Geschichte.
(im Unterschied zum Theismus)
Determinismus
Eine Aussageweise über die Totalität der Welt und ihre Grundverfassung, die besagt, dass das Verhältnis von Ursache und Wirkung (Kausalität), alles Seiende bestimmt. Der Determinismus richtet sich gegen jegliche Philosophie der Freiheit.

Dualismus
Anschauung, dass die Welt auf zwei einander entgegengesetzten Prinzipien gründet und durch sie strukturiert ist.
Auf der anthropologischen Ebene spiegelt sich der Dualismus im Gegensatz von Leib und Seele oder in dem von Geist und Materie. Im Ethischen entspricht dem der Antagonismus von Gut und Böse. (Bildsprache: Licht und Dunkel)

Eudämonismus
Ethische Konzeption, die das seelische Wohlbefinden bzw. das vollkommene Glück zum obersten Ziel des Handelns erklärt.

Entmythologisierung
Versuch die mythischen Elemente in der Weltvorstellung zu überwinden. Der Begriff wurde von Rudolf Bultmann in die theologische Diskussion eingeführt.
Die Entmythologisierung nähert sich der Bibel kritisch, sie erklärte das biblische Weltbild als mythisches Weltbild für überholt. Weil das Kerygma (die Verkündung) des Neuen Testaments in mythologischer Fassung vorliegt, ist es für das wissenschaftliche Denken des modernen Menschen nicht mehr verständlich und bedarf der Entmythologisierung. Der Mythos enthält jedoch entstellte Wahrheitselemente und einen geschichtlichen Wesenskern. Die Entmythologisierung will die mythischen Elemente der Bibel nicht eliminieren. Sie hat nicht vor, den Sinn des Evangeliums zu ändern, sondern will die Aussagen des Neuen Testaments auf das Ursprüngliche auslegen. Das Programm der Entmythologisierung führte zu einer lebhaften theologischen Diskussion.

Eschatologie
Die Eschatologie wird meist als "Lehre von den letzten Dingen" bezeichnet. Damit sind Glaubensvorstellungen gemeint, die sich mit Glaubensvorstellungen, die sowohl das Leben nach dem Tod des einzelnen als auch das Ende der Welt beschäftigen.

Ethik
Ethik beschäftigt sich mit den Grundlagen menschlicher Lebensführung und will eine Theorie dazu liefern.
Sie beschäftigt sich mit der Beschreibung, Begründung, Kritik und Bewertung von Normen und Werten.
Sie versucht Antworten auf die Fragen: Was ist gut, was ist böse? Was sollen, dürfen, müssen wir tun? Was ist sittlich gerechtfertigt, was ist problematisch, was ist verboten ? Wie frei sind wir in unserer Entscheidung bzw. was beeinflußt sie ? In welcher Weise sind wir für unser Handeln verantwortlich ?
Christliche Ethik versucht diese Fragen im Lichte christlichen Glaubens zu erörtern, auch in der Auseinandersetzung mit anderen (außerchristlichen) Ansätzen. Grundsätzliche ethische Überlegungen (z.B. "Liebe deinen Nächsten"; "liebe deine Feinde") müssen auf konkrete Einzelfragen bezogen werden, wobei diese oft im Spannungsfeld gegensätzlicher Erwägungen stehen.

Existentialismus
Grundgedanke : Für den Menschen gibt es keine Sicherheiten, Ordnungen oder Werte, die ihm vorgegeben sind. Die Existenz steht an erster Stelle. Es ist die Aufgabe des Menschen, sich angesichts der absurden Wirklichkeit selbst zu bestimmen und zu entwerfen .
Freiheit und Angst sind zentrale Themen des Existentialismus. Die Existenzphilosophie sieht sich kaum noch in der Lage, inhaltliche Aussagen über das Wesen des Menschen zu machen.
(wichtige Existentialisten: Jean-Paul Sartre, Albert Camus; dt. Existenzphilosophie: Karl Jaspers, Martin Heidegger.)

Fundamentalismus
Der Fundamentalismus erkennt ausschließlich das wörtliche Verständnis als Fundament des Glaubens an. Christliche Fundamentalisten wenden sich ausdrücklich gegen wissenschaftliche Methoden der Schriftauslegung.

Gottesbeweise
Versuch, die Existenz Gottes zu beweisen. Sie gehen dabei von folgenden logischen Überlegungen aus:

a. Der kosmologische Gottesbeweis. Da Erde und Kosmos existieren und alles, was ist, einen Ursprung und eine Ursache hat und nichts aus sich selbst heraus entsteht, muss es eine letzte Ursache geben, von der sich alles Existierende herleitet.

b. Der teleologische Gottesbeweis (telos = Ziel, Sinn). Alles in der Welt ist zielgerichtet und auf Ordnung, Schönheit und Zweckmäßigkeit hin ausgelegt.

c. Der ethnologische Gottesbeweis (ethnos = Volk). Bei diesem Beweis geht Thomas von Aquin von der Tatsache aus, daß es, wie er meinte, kein Volk auf der Welt ohne Verehrung einer Gottheit gibt. Das kann kein Zufall sein, sondern muß darauf beruhen, dass sich Gott selbst allen Menschen geoffenbart hat.

d. Der ontologische Gottesbeweis (Ontologie = Lehre vom Dasein). Er geht auf Überlegungen Anselm von Canterburys zurück, der vom bloßen Begriff "Gott" auf Gottes Existenz schließt. Gott ist für Anselm das größte, umfassendste Existierende, das gedacht werden kann und über das hinaus es nichts Größeres geben kann.

Der Philosoph Immanuel Kant (*1724) hat aufgezeigt, dass diese genannten Gottesbeweise keineswegs zwingend sind. Er betonte, dass es nicht logisch sei, von der Möglichkeit und der Denkbarkeit eines allerhöchsten Wesens auf dessen reale Existenz zu schließen. Nicht alles, was denkbar ist, muss deshalbauch schon existieren.

Immanuel Kant selbst hat als einzigen Gottesbeweis den moralischen Gottesbeweis gelten lassen. Das Dasein Gottes kann nicht theoretisch bewiesen werden, sondern ergibt sich aus der Existenz des Gewissens, der Moral und des menschlichen Verantwortungsbewusstseins. Da der Mensch sich einem Sittengesetz unterworfen weiß, fühlt er sich einem außermenschlichen "Gesetzgeber" und Richter verantwortlich. Diese außermenschliche moralische Instanz ist Gott, der nicht aus dem Denken, aber aus der Erfahrung und dem Gefühl des Menschen erschlossen werden kann.

"Gottesbeweise" können auch noch heute für den glaubenden und denkenden Menschen von gewisser Bedeutung sein, da sie dem Menschen Anlass geben, über sich selbst, über sein Wesen, über Gott und über Ursprung und Ziel der Welt nachzudenken.

(nach RU - Wissen und Meinung)
Hedonismus
Lust wird als höchstes Gut und erstrebenswertes sittliches Ziel angnommen. (s. auch Eudämonismus)
Hermeneutik
Lehre von der Auslegung von Schriften, Erkenntnissen etc.

Humanismus
Philosophische Lehre, die alle Werte auf den Menschen selbst zurückführt. "Der Mensch ist das Maß aller Dinge" (Protagoras). Der Weg zu Gott wird damit ausgeschlossen.

Hypostase
Verdinglichung, Verdinglichung eines bloß in Gedanken existierenden Begriffs.

Idealismus
Von Platon ausgehende philosophische Anschauung, die die Welt und das Sein als Idee, Geist, Vernunft und Bewusstsein bestimmt und die Materie alsr bloße Erscheinungsform der geistigen Wirklichkeit begreift. (Hegel, Fichte, Schelling u. a.).

Ideologie [griech.]: "Lehre von den Ideen".
1. wertneutral: an eine soziale Gruppe, eine Kultur o. ä. gebundenes System von Weltanschauungen, Grundeinstellungen und Wertungen.
2. negativ: weltanschauliche Konzeption, die der Verschleierung bzw. Durchsetzung politischer oder wirtschaftlicher Ziele dient.
Der Aufdeckung solcher Verschleierungen dient die Ideologiekritik, wie sie etwa von Marx und Horkheimer geübt wird.

Kyniker
griech. philosophische Richtung der Bedürfnislosigkeit und der Infragestellung von Werten. Bsp:Diogenes

Materialismus
Weltauffassung bzw. philosophischeTheorie, welche der Materie als einzige oder entscheidende Form der Wirklichkeit anerkennt. In der marxistischen Form des Materialismus werden Ideen, Religionen etc. zu sekundären Überbauphänomenen (Basis und Überbau) erklärt.

Metaphysik
ursprünglich die Werke , die auf die "Physik" folgen (Aristoteles) und von den Ursachen der Dinge handeln.
Auch Begründungen, die über die natürliche Erfahrung hinausgehen.
Gegenstand der Metaphysik war daher auch der letzte Seinsgrund, d. h. der philosophische Zugang zu der Frage nach Gott.

Monotheismus
Glaube an einen einzigen Gott.

Mystik
Bezeichnung für religiöse Strömungen, deren Ziel das Einswerden des Menschen mit Gott bzw. dem Seinsgrund ist. Der Weg zu dieser Vereinigung führt nicht über verstandesmäßige Erkenntnis.
Meditation, Askese und Riten werden als Hilfen zur mystischen Versenkung in die Gottheit empfohlen.

Mythos
(Gottes-)Erzählung, erzählerische Gestaltung von Grunderfahrungen des Menschen, zumeist in Sagen von Göttern und Helden. - Im weiteren Sinn: Denkweise in ursprünglichen Bildern; während die Vernunft begrifflich und systematisch Ordnungen stiftet, erklärt der Mythos erzählend die Schicksalhaftigkeit des menschlichen Lebens (z.B.Mythos vom Paradies.) - Für das christliche Denken hängt von der Bewertung des mythischen Redens viel ab. In welchem Umfang etwa verwendet die Bibel mythische Erzählungen, wie können diese Erzählungen ausgelegt werden? (s. auch Entmythologisierung)

Neurose
Bezeichnung für eine Vielzahl psychischer Störungen. Kennzeichnend für Neurosen sind Angst, Unbehagen und fehlangepasste Verhaltensweisen.

Nihilismus
Eine Weltanschauung, die die Verbindlichkeit von Werten verneint und dagegen die Autonomie des Menschen setzt

Ödipuskomplex
In der Begriffswelt der Psychoanalyse die im Rückgriff auf die griechischen Sage von Ödipus so bezeichnete emotional konflikthafte, durch die übermäßige Gefühlsbindung des Sohnes an die Mutter und die damit einhergehende Eifersucht gegenüber dem Vater bedingte Denk-, Gefühls- und Verhaltensdisposition (bei Mädchen: Elektrakomplex)

Offenbarung
Selbsterschließung der Gottheit und darin begründete Möglichkeit der Gotteserkenntnis.

Ontologie
Lehre vom Wesen des Seins. Bereits die antike Philosophie kannte die Frage nach dem „Sein des Seienden". So behandelte Aristoteles das Thema in der Metaphysik.

Pantheismus
Alles was ist, ist Gott, Gott ist identisch mit dem All. Eine Schöpfung wird dagegen nicht angenommen. Gott und Welt sind untrennbar und von einer Wesenheit.

Philosophie
(griechisch: "Liebe zur Weisheit")
Ursprünglich die Bezeichnung für das Streben nach Erkenntnis. Die Philosophie befasst sich im Gegensatz zu den Einzelwissenschaften nicht mit jeweils einzelnen Gebieten unter bestimmten Fragestellungen, sondern behandelt Probleme, die von den Einzeldisziplinen nicht untersucht werden. Zur Philosophie gehören u. a. auch Ethik und Religionsphilosophie.

Positivismus
Philosophische Richtung, die Erkenntnis ausschließlich aus Erfahrung und empirischem Wissen über Natur- und Gesellschaftsphänomene ableitet. Metaphysik und Theologie werden als unwissenschaftlich bzw. unangemessen betrachtet.

Psychoanalyse
Lehre von den bewussten und unbewussten Vorgängen in der menschlichen Psyche (s.Freud)
Auf dieser gründet auch eine Form der Psychotherapie, die sich bestimmter Methoden bedient, wie z. B. der Deutung der geheimen Wünsche und der Widerstände, die deren freier Äußerung entgegengebracht werden.

Religionskritik
Der Gang der Religionskritik durch die Geschichte erscheint als fortschreitende Beseitigung der Götter aus dem Geschehen in der Natur und der Welt. Am Ende dieses Prozesses der Säkularisierung (Verweltlichung), scheint Gott und Religion immer mehr aus dem gesellschaftliche Leben und zur Erklärung der Welt verbannt zu werden..
In dem Maß, wie Götter und Geister für die Welterklärung überflüssig wurden, richtete man den Blick auch auf das Zustandekommen von Gottesvorstellungen selbst. Schon die Griechen ( so Demokrit, ung. 470-380) bezeichneten die Angst des Menschen vor Bestrafung nach dem Tod und die Furcht vor außergewöhnlichen Naturerscheinungen als Ursprung des Götterglaubens .
Die Aufklärung, eine Bewegung seit Ende des 17. Jh, die nach Kant "Licht in das Dunkel der Unwissenheit bringen" will, hat diesen Prozess zu erklären versucht: Die Frühzeit der Geschichte sei von den Tätigkeiten zahlreicher Kräfte und Mächte, Geister und Götter bestimmt gewesen. In der Neuzeit aber traten an deren Stelle natürliche Erklärungen für das innerweltliche Geschehen.
Mehr noch: Die Funktion jeweiliger religiöser Vorstellungen und Institutionen gerät in den Blick der Philosophen. Neben der Todesangst wird der religion eine soziale Ordnungsfunktion zugeschrieben und auch kritisiert. Sie gipfelt in dem Satz von Karl Marx (1818-83) Religion sei "Opium des Volkes" und in den Aufruf sich von einer Gesellschaftsordnung zu befreien, die den Menschen unterdrücke und deshalb auch die Religion hervorbringe. Ludwig Feuerbach (1804-72) hatte zuvor die These vertreten, das Gott nichts anderes als der mensch selbst sei, eine "Projektion" (Übertragung) menschlicher Wunschvorstellungen. Neben den Gottesglauben tritt nun auch die bewusste Form des Atheismus (Leugnung der Existenz Gottes).
Neuzeitliche psychologische Ansätze versuchen Religion in ihrer Bedeutung für den Menschen zu erklären. Während Sigmund Freud (1856-1939) Religion als Illusion und Resultat kindlicher Wunschvorstellungen, letztlich als psychische Störung empfindet, sehen andere in der Religion ein notwendiges Sinnsystem.
Heute wird die Religionskritik oft in Verbindung mit religiösen Gängeleien der Kirchen gebracht. Die Frage nach der Bedeutung und der Zukunft der Religion muss aber immer wieder neu beantwortet werden.

Säkularisierung
Verweltlichung;
Loslösung des einzelnen, des Staates und der gesellschaftlichen Gruppen aus den Bindungen von Kirche und Religion seit dem Ausgang des Mittelalters und besonders als Folge der Aufklärung.

Säkularismus
Theologischen und transzendenten Fragestellungen gegenüber gleichgültige Geisteshaltung.

Scholastik
Philosophische und theologische Bewegung, die mit Hilfe der natürlichen menschlichen Vernunft und insbesondere der Philosophie versucht, übernatürliche Phänomene der christlichen Offenbarung zu verstehen.

Sublimierung (auch Sublimation)
In der Terminologie der Psychoanalyse die unbewusste Abwehr eines sexuellen Impulses und die Umleitung der psychosexuellen Energie auf ein anderes, nichtsexuelles Handlungsfeld. In einem nicht spezifisch psychoanalytischen Sinn wird unter Sublimierung generell die Verlagerung der durch Verzicht auf die Verfolgung "niederer" Motive freiwerdenden Energie auf "höhere" Ziele verstanden.

Symbol
(griech.)Ursprünglich "das, was sich zusammenfügen lässt". Symbole sind Sinnbilder, Zeichen oder Gegenstände, die eine bestimmte Bedeutung haben, die über das eigentliche Zeichen hinausgeht. Gerade in der Religion ist dies von entscheidender Bedeutung (vgl. Tillich).

Theodizee
Rechtfertigung(-sproblem) Gottes angesichts des Leidens der Menschen.
Unser Leben zeigt vielerlei Elend und Leiden, das wir als ungerecht erleben (Naturkatastrophen, Krieg, Verbrechen, Krankheiten).
Das Theodizee-Problem gründet sich in dem erfahrenen Widerspruch zwischen dem Glauben an Gott und dem Sinn-Verlust, der mit dem Leiden verbunden ist. Wie kann ein allmächtiger und gütiger Gott die Übel und das Böse in der Welt zulassen, warum müssen wir leiden?
(mehr zum Theodizeeproblem)

Theologie
Lehre von Gott

Theismus
Glaube an einen als persönliches Gegenüber und als Schöpfer wirkenden Gott, der sich auch weiterhin in der Geschichte offenbart. Neben dem Glauben an mehrere Götter (Polytheismus) bildet sich im Judentum, Christentum und Islam der Monotheismus als Glaube an einen einzigen Gott heraus.

Tiefenpsychologie
(s. Psychoanalyse)

Tora
hebräisch Lehre, Weisung. Umfasst die fünf Bücher Mose und bildet den Kern jüdischer Glaubensüberlieferung. Unter griechischem Einfluss bildete sich später für Tora die Übersetzung »Gesetz« heraus.

Transzendenz
Jenseitigkeit, Überweltlichkeit. Erkenntnis, die jenseits der sinnlichen Erfahrung liegt. Gott kann Transzendenz zugesprochen werden, insofern sondern als streng jenseitig gedacht wird. Ferner ist es möglich, den Menschen als transzendentes Wesen zu bezeichnen, weil der Mensch vor dem hohen Anspruch steht, sein Leben ganz zu erfüllen, diesen Anspruch aber im konkreten Leben nicht einlösen kann.

Über-Ich
Nach der Psychanalyse Freuds kontrollierende (moralische) Instanz im Menschen.

Utilitarismus
Was dem Menschen nützt, wird auch als sittlich wertvoll erachtet.

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Mittwoch, der 12. Juni 2002, 17:27 Uhr
Name: Ketels
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Phänomenal: Atheismus

von Robert Todd Carroll


theisten sind davon überzeugt, dass Gott von den Menschen erschaffen wurde - und nicht umgekehrt. Aus der Behauptung, dass der Mensch Gott erschaffen oder erfunden hat, folgt allerdings, dass ein großer Teil der Menschheit an einer Selbsttäuschung leidet. Wie erklären Atheisten den Ursprung dieser Selbsttäuschung - und ihre Fortdauer?

Philosophen wie Thomas Hobbes und Baruch de Spinoza waren der Auffassung, dass der Glaube an Gott seinen Ursprung in Angst und Aberglauben hat. Sigmund Freud, Karl Marx und andere behaupteten, dass der Trug anhalte, weil der Glaube an Gott den Wunsch nach einem schützenden Vater und nach Unsterblichkeit befriedige, oder, weil er als Betäubungsmittel gegen Elend und das Leiden der menschlichen Existenz wirke.

Menschen, die an Gott glauben, sind entweder davon überzeugt, dass Beweise für ihren Glauben existieren, oder sie denken einfach, dass es keinen Grund gibt, nicht an Gott zu glauben. Erstere halten die Argumente der Atheisten für albern, arglistig, irreführend, schwach, substanzlos oder lächerlich. Letztere betrachten die Atheisten als Sturköpfe, die nicht bereit seien, ein Risiko einzugehen, um zu einer möglichen, erhabenen Wahrheit zu gelangen. Keine der beiden Gruppen betrachtet jedoch ihre eigenen Argumente und Ansichten mit dem gleichen kritischen Blick, den sie auf die Atheisten wirft.

Diesen beiden Typen von Gläubigen ist eines gemeinsam: Ihr Wunsch, an ihre eigene Selbsttäuschung zu glauben, ist derart stark ausgeprägt, dass sie sich einreden, bei der Verfolgung ihres Wahns absolut rational und vernünftig zu sein, währenddessen die Atheisten in der Ablehnung desselben Wahns irrational und unvernünftig seien. Dabei werden viele dieser Gläubigen von einem gemeinsamen Beweggrund geleitet: Ihr Glaube gibt Ihnen ein Gefühl der Macht und der Überlegenheit. Dieses Gefühl führt allzu häufig dazu, dass sie jeden zugrunde richten, der sich ihnen widersetzt. Außerdem neigen Gläubige dazu, ihren Segen über weltliches Elend und weltliche Not auszugießen - einschließlich über jene Missstände, die sie selbst verursacht haben. Gläubige haben die Empfindung, dass ihnen ein esoterisches Wissen innewohnt - für einen Atheisten hingegen, bedeutet das alles nichts weiter, als dass sich der Betreffende auf dem absoluten Ego-Trip befindet. Das Gefühl der eigenen Besonderheit jedoch, verleiht dem Leben des Gläubigen nicht nur die gewisse Würze, sondern auch Sinn und Bedeutung: eine Sinnhaftigkeit, die ihm sonst fehlen würde.

Für viele Gläubige aber, ist der Glaube an Gott einfach etwas, das sie ihr ganzes Leben als selbstverständlich hingenommen haben. Der Glaube verleiht ihrem Leben Sinn und Ordnung. Er verbindet sie mit einer Gemeinschaft, gibt ihnen Vertrauen zu sich selbst und zu ihren Überzeugungen. Ihr Glaube wird ihnen von allen Personen bestätigt, die in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielen. Wer mit Feen aufwächst, wird später vermutlich an Feen glauben. Wer mit Gott aufwächst, wen alle wichtigen Personen im Gottesglauben bestärken, der wird schließlich überall Beweise erblicken für das, was in seinem Herzen bereits als Wahrheit fest verankert ist. Die ständige Bekräftigung des Gottesglaubens innerhalb der Gemeinde ist möglicherweise der Hauptgrund dafür, dass er den Gläubigen so vernünftig erscheint. Ununterbrochen bestärkt wird nämlich nicht nur der Glaube selbst, bestärkt werden auch die Argumente zugunsten des Glaubens.

Die Festigung des Glaubens wird vollendet durch die Autorität einiger geachteter, intelligenter und gleichgesinnter Persönlichkeiten. Zwar wird sich kaum jemand nur deshalb zum Glauben an Gott bekehren, weil dieser Glaube von einem Heiligen oder einem Wissenschaftler oder einem Literatur-Nobelpreisträger befürwortet wird - doch die Menschen fühlen sich wohler in ihrem Glauben, wenn sie sich dabei in guter Gesellschaft wissen.

Millionen von Kindern wachsen in einer Welt auf, die von Engeln, der heiligen Kommunion, Gott-dem-Vater-dem-Sohn-und-dem-Heiligen Geist, Jesus, dem Heiland und Erlöser, erfüllt ist. Dass es all diesen Dingen an Logik und Vernunft fehlt, wird von ihnen nicht wahrgenommen. Für diese Kinder ist es ebenso selbstverständlich, an die "Wandlung Christi" (in Brot und Wein) zu glauben, wie an die Elektrizität. Mathematik lernen sie genauso, wie den Katechismus. Die Absurdität dieses Nebeneinanders wird nicht bemerkt. Für viele Leute ist es ebenso natürlich, an Feen, an Hexen und an den Bösen Blick zu glauben, wie daran, dass Feuer heiß ist. Dass sie davon überzeugt sind, ist jedoch völlig irrelevant für die Frage, ob es tatsächlich Feen, Hexen oder Götter gibt.

Der Gläubige meint, dass das Leben nur einen Sinn hat, wenn es einen Gott gibt. Warum nur ist es dann für einen Atheisten offensichtlich, dass alles viel mehr Sinn ergibt, wenn es keinen Gott gibt? Warum erscheint es dem Atheisten einleuchtender, wenn er das Universum betrachtet als einen zufällig entstandenen Mechanismus, der von unpersönlichen Naturkräften beherrscht wird?

Ein Atheist beobachtet das Universum und alles, was darüber bekannt ist - und erkennt, dass dessen vermeintlich vollkommene Ordnung und Gestaltung höchst unvollkommen ist. Er sieht Einzelheiten, die in ihrer Funktion zwar wunderbar sind, deren Ausführung jedoch geradezu lächerlich unzureichend ist. So kommt er zu dem Schluss, dass ein allwissendes Wesens dies alles keineswegs in dieser Weise entworfen hätte.

Ein Beispiel: Das menschliche Auge, das Gehirn, und das Netz aus Nerven, Gewebe und Neuronen - all diese Dinge, die unser Sehvermögen ausmachen, sind zweifellos Wunder. Ein Mensch jedoch, der etwa ein elektronisches "Auge" für einen Roboter entwerfen wollte und sich dabei an die Gestaltung des menschlichen Auges hielte, würde einen gewaltigen Umweg einschlagen. Niemand würde ein automatisches Auge haben wollen, das kurzsichtig oder gar blind werden kann und vielleicht gar Korrekturlinsen, Operationen oder ähnliches benötigt. Von einem allwissenden, allmächtigen Wesen wäre doch zu erwarten, dass es sowohl für die Konstruktion des Auges, als auch für den Bau des Universums einen einfacheren und effektiveren Weg wählte. Clarence Darrow meint, dass es genau diese Komplexität mit ihren inhärenten Strukturfehlern sei, die das Nichtvorhandensein einer gezielten Schöpfung erkennen lasse und außerdem zeige, dass diese Schöpfung das Ergebnis von Naturgewalten sei, die ohne besondere Zielgerichtetheit arbeiteten. Zum Zusammenheften einiger Papierseiten kann man natürlich eine komplizierte Klemmschraube verwenden, doch eine weit elegantere Lösung ist allemal der Gebrauch von Büroklammern. Die Umlaufbahnen der Planeten um unsere Sonne lassen uns staunen - doch die Erschaffung des Asteroidengürtels wäre schon ein seltsamer Einfall für einen allmächtigen, durch -und- durch-guten Schöpfer.

Die typische Antwort des Gläubigen auf diese Art der Beweisführung besteht darin, diese schlicht als unverschämt abzutun. Gott, so das Argument, sei nicht an menschliche Begriffe der Vollkommenheit gebunden. Was uns plump erscheint, mag Gott als elegant erscheinen. Und so weiter. Doch wenn man diese Argumente bis zu ihrem logischen Ende weiterdenkt, bedeutet das doch, dass man absolut gar nichts mehr über Gott aussagen kann. Ich behaupte, dass Gott sich mindestens an dem Standard messen lassen muss, den eine leidlich kompetente Gruppe intelligenter Menschen hervorbringt. Wenn Gott es nicht besser kann, dann ist die Anwendung des Begriffs "Vollkommenheit" bedeutungslos in Bezug auf dieses Wesen.

Es gibt natürlich durchaus Dinge, die von Natur aus komplex sein müssen, deren Komplexität notwendigerweise bestimmt wird durch die Aufgaben, die von ihnen zu erfüllen sind. Und selbst gewaltsame Kollisionen und Eruptionen mögen ihr Gutes haben. Auch die Herausforderung eines Menschen durch natürliche Defekte, wie etwa Blindheit und zerebrale Lähmung, kann etwas Positives bewirken. Der Atheist besteht ja keineswegs darauf, dass allein ein Universum , das einem Sechsjährigen sofort verständlich und angenehm erscheint, eines allmächtigen Schöpfers würdig sei. Ein Tarnkappenbomber ist zum Beispiel sehr komplex konstruiert, und das ist für sein Funktionieren durchaus erforderlich.

Einen Entwurf jedoch unnötig zu verkomplizieren - das fordert den zu erwartenden Ärger geradezu heraus! Wer auch immer das Programm für den Browser, den Sie zum Betrachten dieses Aufsatzes benutzen, geschrieben hat - wir wollen hoffen, dass er es so geschrieben hat, dass es seinen Zweck erfüllt und dabei möglichst einfach strukturiert ist. Ein anderer Browser erfüllt vielleicht denselben Zweck, ist dabei aber mit unnötiger Komplexität behaftet. Ein unvoreingenommener Programmierer, der beide Codes genau studiert, würde feststellen können, welcher von beiden Programm-Entwicklern der kompetentere Programmierer wäre. Wir anderen benutzen einfach die Programme und bemerken vielleicht noch nicht einmal einen Unterschied. Fachleute aber, würden zweifellos das einfacher strukturierte Programm als den besseren Entwurf einschätzen.

Die Vorstellung von einem herrlichen Wesen, das zwar für alles verantwortlich ist, aber eine Art kosmisches Versteckspiel mit uns treibt, führt den Atheisten zu der Frage: Warum sollte ein Wesen wie Gott sich so töricht verhalten? Das ganze Ideensystem aus Schöpfung, Geboten, Gottesdienst, Belohnung und Strafe, erklärt überhaupt nichts. Viele Kinder müssen die Antwort auf die Frage "Warum hat Gott mich erschaffen?" auswendig lernen. Die Antwort lautet: "Damit ich ihn erkenne, liebe und ehre, ihm diene und ihm folge." Das mag sich für ein Kind vielleicht nicht übel anhören: Es hat also eine feierliche, geheimnisvolle Pflicht zu erfüllen gegenüber einem Wesen, das sich und seine Wünsche nur zu besonderen Anlässen offenbart - und selbst dann nur auserwählten Personen. Wie viele Kinder hoffen wohl beim Memorieren des Katechismus, dass ausgerechnet sie von Gott für eine göttliche Offenbarung ausersehen würden?

Wenn Atheisten von Menschen hören, die Visionen hatten, oder glauben, göttliche Stimmen gehört zu haben, oder magische Taten oder Wunder vollbringen, dann fragen sie zumeist mit David Hume: Was ist wahrscheinlicher - dass Gott tatsächlich zu dieser Person gesprochen hat oder dass diese Person sich irrt oder andere gar betrügt? Was ist wahrscheinlicher - dass die Naturgesetze von besonderen Kräften außer Kraft gesetzt wurden, oder, dass Illusion, Täuschung, Betrug, oder Irrtum vorliegen? Hume behauptet, dass ein vernunftbegabter Mensch - die Beibehaltung der wesentlichen Prinzipien der Vernunft vorausgesetzt - an göttliche Visionen, Stimmen oder Wunder auf der Basis von Zeugenaussagen, ja selbst aus erster Hand, unmöglich glauben kann, ohne eben diese Prinzipien aufzugeben. Atheisten halten diesen Gedankengang Humes für feinsinnig und zutreffend.

Atheisten meinen, dass Gott nicht nur ein einziges Mal, sondern bereits viele Male in vielen verschiedenen Kulturen erfunden wurdei. Dass diese Erfindungen einander ähneln, ist schlicht darauf zurückzuführen, dass die Natur der Menschen und ihre Erfahrungen einander ähneln: Geburt, Sex, Leid und Tod gibt es bekanntlich überall. In Gottesbildnissen und Gotteserfahrungen, und auch in der nützlichen Funktion solcher Erfindungen, spiegeln sich allgemein menschliche Erfahrungen, wie etwa das Bedürfnis nach Schutz vor den Naturgewalten und vor Feinden, sowie die Angst vor dem eigenen Tod.

Es ist andererseits aber durchaus möglich, dass die Ähnlichkeiten in den religiösen Erfahrungen und Glaubensvorstellungen unterschiedlicher Kulturen der neurophysiologischen Beschaffenheit des Menschen an sich entspringen. Michael Persinger ist es zum Beispiel gelungen, die Empfindung einer Geistererscheinung, das Gefühl, den Körper zu verlassen, und andere Gefühle, die im Mystizismus eine Rolle spielen, durch die elektrische Stimulierung des Gehirns hervorzurufen. Die Einnahme von Drogen, wie LSD und Meskalin, versetzte viele Menschen in die Lage, religiöse Erfahrungen nachzuempfinden. Es ist vermutlich kein Zufall, dass viele primitive Religionen den Gebrauch von Drogen, exzessive Tänze, Gesänge, Fasten und andere Wege, das Bewusstsein neurochemisch zu verändern, praktizierten, um mit der Geisterwelt Kontakt aufzunehmen. Halluzinationen und Träume wurden oftmals als Zugang zum Göttlichen betrachtet. Was diese Erfahrungen in Wahrheit jedoch miteinander verbindet, ist möglicherweise eben nicht ein objektiv erlebter Gott, sondern vielmehr eine subjektive Wahrnehmung, die auf immer dieselbe Art und Weise in den betreffenden Hirnregionen ausgelöst wird - und deshalb auch zu ähnlichen Erlebnissen und Gefühlen führt.

Robert T. Carroll ist Professor für Philosophie am Sacramento City College in Kalifornien. Er ist der Verfasser des Skeptic's Dictionary.

Übersetzung: Larissa Wagner

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Copyright © 1999, Der Humanist (Gästebuch entwickelt von Erik Möller) - Copyright © der Einträge bei ihren Autoren