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Donnerstag, der 20. Juni 2002, 07:56 Uhr
Name: Frank
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Ich bezweifle, dass dies eine generelle Eigenschaft von Religionen ist. Wie ein Bus gekapert werden kann, kann auch ein Taxi gekapert werden - umgesetzt, wie eine Religion gekapert werden kann, kann jede X-beliebige politische und anderweitige Weltanschauung missbraucht werden (siehe Sozialismus)

Ach Ralph, reichen die Sozialismusvergleiche nicht langsam? Hier ist die Religion das Thema und keine politischen Theorien. Sozialismus ist keine Weltanschauung. Jedenfalls nicht im religiösen Sinn.
Vergeleich Bus und Religion:
Der Bus muß so konzipiert werden, dass er Menschen recht schnell von A nach B bringen kann.
Er kann deshalb auch als Waffe mißbraucht werden. Dies ist aber bei seiner Konstruktion nicht vorgesehen im Gegensatz zu den Religionen. Diese sind von Anfang an so konzipiert worden, dass sie als psychologische Waffe benutzt werden konnten und sollten.
Daher ist es auch nicht mein Vergleich der hier hinkt, sondern Deiner.

Donnerstag, der 20. Juni 2002, 07:45 Uhr
Name: Frank
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Ja und? Wo is da das problem?

1. stimmt das mit der schule oben nicht mehr (nach rechtsbeschluss)

Natürlich ist das ein Problem!
Oder als was würdest Du es bezeichnen, wenn einem Kind allein aufgrund der Weltanschauung seiner Eltern der Zugang zu großen Teilen des gesellschaftlichen Lebens entweder verwehrt oder wenn überhaupt nur per Rechtsbeschluß ermöglicht wird?

Donnerstag, der 20. Juni 2002, 02:35 Uhr
Name: Theo
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Hallo Matze
"Die Kirche hat keinen Grund die Statistiken zu fälschen"
Aber Du vielleicht, wie sonst werden bei Dir aus 3.000 plötzlich 10.000 "Erwachsenen"taufen?
Wenn ich schon dabei bin: Wieviele sind in denselben Zeiträumen ausgetreten?

Donnerstag, der 20. Juni 2002, 00:12 Uhr
Name: mindermensch
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Heike N.: Du hast doch glatt den chinesischen Universalismus in Deiner Aufzählung vergessen - ist übrigens auch eine Weltreligion.

Donnerstag, der 20. Juni 2002, 00:09 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Zudem hat doch die DDR bewiesen, dass Atheismus nicht hilft möglichkeiten zu erweitern. diejenigen, die die möglichkeiten erweiterten saßen 1989 in den kirchen.

Die im Osten sahen dies aber damals nur aus ihrer Perspektive. Die Anzahl der Moeglichkeiten wurde durch die Wiedervereinigung eben nicht fuer alle erweitert.

Donnerstag, der 20. Juni 2002, 00:04 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Die Taufe im Sterbebett oder moeglichst im fortgeschriettenen Alter war bis etwa ins 5. Jahrhundert obligatorisch. Im Urchristentum war die Taufe die Reinwaschung von allen Suenden. Alle nach der Taufe begangenen Suenden nahm man angeblich mit ins Jenseits.

Donnerstag, der 20. Juni 2002, 00:02 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Siehst du: Wenn jemand überzeugt davon ist, dass sein Kind nur als Christ ein eigenverantwortliches Leben als Erwachsener führen kann - was ist dann dagegen zu sagen.

Weil einem Religionen Verantwortung abnehmen!

Mittwoch, der 19. Juni 2002, 23:58 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Also zieht dein Argument von wegen Gewalttätiger Religion nicht. Nicht die Religion(sgemeinschaft) ist gewalttätig, sondern ihr name wird zur gewalttat genutzt. Das ist ein riesen unterschied.

Das macht aber deswegen die Religionen nicht besser - im Gegenteil!

Mittwoch, der 19. Juni 2002, 23:57 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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2. ein mitglied der Jungen Union wird sicher auch nicht bei einem kursus der SPD mitmachen dürfen...

Die Allgemeinheit und insbesondere Atheisten wollen sicher auch nicht die Finanzierung fuer Kindergaerten in kirchlicher Traegerschaft uebernehmen.

3. ein deutscher kann auch nicht ohne weiteres auf ein gymnasium in russland...

Wobei ja das russische Gymnasium von ihm auch nicht bezahlt wird - beim Kindergarten eben schon.

Mittwoch, der 19. Juni 2002, 23:53 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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keine gezielte mitgliederwerbung

Falsch - siehe Aktion der evang. Landeskirche "Treten Sie ein..." im Oktober 2001.

Mittwoch, der 19. Juni 2002, 23:43 Uhr
Name: Matze
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@ Heike N.

Insbesondere wenn er mit seiner Überzeugung ja evtl. Recht haben könnte.

Recht haben KÖNNTE...:

auch der Buddhist
auch der Moslem
auch der Indianerschamane
auch der Kelte
auch der Jude
auch der Christ
auch der Agnostiker
auch der Atheist
auch der Hinduist

Das habe ich nicht bezweifelt. Es geht ganz allein darum, dass einer davon Recht haben könnte - und wenn die Eltern meinen, dass Ihre Religion recht hat - was ist dann dagegen zu sagen, dass sie ihren Kindern das übergeben was sie für richtig halten.

Ich bin nur ein Mensch, auch als Mutter. Ich kann meinem Kind nur das mitgeben, was ich gelernt habe: das abstrakte Denken im Rahmen meiner Sozialisation (Atheismus, Agnostizismus, Christentum), den Islam hat sie von ihrer Tagesmutter kennengelernt, für alles andere kann ich ihr Literatur empfehlen, vorleben wohl nicht.

Dann mach ich ein drastischeres Beispiel: Wenn deine Tochter z.B. einer Neo-nazistischen oder anderen verfassungsfeindlichen / menschenrechtsbrechenden Gruppe angehören würde - würdest du das tolerieren?


Was hat das damit zu tun?

Auch wieder auf die provokative Frage von "???" hinsichtlich der Taufe:
Konstantin hat sein Leben geführt, ohne getauft zu sein. Offenbar wurde er zu einem eigenverantwortlichen Leben erzogen, ohne Christentum.

Das mag ja sein - aber das ist kein Grund, sein Kind nicht zu taufen, wenn man Christ ist.


Siehst du: Wenn jemand überzeugt davon ist, dass sein Kind nur als Christ ein eigenverantwortliches Leben als Erwachsener führen kann - was ist dann dagegen zu sagen.

Spatzl, ich bezog mein Posting auf diesen Menschen, der seinen Namen nicht preisgibt, hinsichtlich der Frage, ob ich mein Kind auch entscheiden lasse, ob es zur Schule gehen will

Das ist aber absolut das selbe: Wenn die Eltern entscheiden, dass Religion ihr Kind in ein eigenverantwortliches Leben führt - ist es ihre entscheidung. was wäre es denn für eine welt, in der der Staat den eltern vorschreibt wie sie ihre kinder erziehen sollen (mit ausnahme von verbrechen der eltern gegenüber den kindern).

*vor stirn schlägt*

tat's weh?

Was jetzt deine Bemerkung angeht: nein, ich bin der Meinung, dass man ein Kind nur zu einem eigenverantwortlichen Erwachsenen erzieht, wenn man ihm viele Möglichkeiten eröffnet und nicht nur eine.

Wenn das ewige Leben das maximum aller Möglichkeiten darstellt würden die Eltern richtig handeln.
Zudem hat doch die DDR bewiesen, dass Atheismus nicht hilft möglichkeiten zu erweitern. diejenigen, die die möglichkeiten erweiterten saßen 1989 in den kirchen.

Du als religiöser Mensch vertrittst ein Ideal (neutral ausgedrückt).

Du als Kirchenkritikerin, Humanistin, Demokratin und Atheistin auch!

Da jeder Mensch aber ein Individuum ist, kannst du nicht davon ausgehen, dass dein Kind die gleichen Ideale annehmen wird, wenn es dabei ist (üblicherweise in der Pubertät) seinen eigenen Weg zu suchen.

Soso, demnach sollte ich es meinem Kind (wenn es mal so alt ist) gestatten einer neonazistischen Gruppe beitreten zu dürfen, die gezielt darauf hinarbeitet menschen zu töten?

Möglicherweise entscheidet es sich für einen anderen Weg. Ich sage dir als Mutter einer Pubertierenden: du erreichst im Gegenteil mehr, wenn du dein Kind in dem Alter entscheiden lässt und nur Hilfestellung anbietest.*

das hat meine eigene lebenserfahrung auch gezeigt. ich bin selbst in die kirche gegangen. meine eltern haben ausgeschlafen. das will ich meinen kindern gestatten und ich habe mein kind auch nicht getauft. aber herrgottnochmal habe ich nicht das recht zu entscheiden oder gar zu beurteilen, was andere eltern ihren kindern für eine erziehung bieten, solange sie dabei nicht gegen geltende gesetze verstoßen.

Mittwoch, der 19. Juni 2002, 22:30 Uhr
Name: Heike N.
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Insbesondere wenn er mit seiner Überzeugung ja evtl. Recht haben könnte.*

Recht haben KÖNNTE...:

auch der Buddhist
auch der Moslem
auch der Indianerschamane
auch der Kelte
auch der Jude
auch der Christ
auch der Agnostiker
auch der Atheist
auch der Hinduist
(habe ich einen vergessen?)

Ich bin nur ein Mensch, auch als Mutter. Ich kann meinem Kind nur das mitgeben, was ich gelernt habe: das abstrakte Denken im Rahmen meiner Sozialisation (Atheismus, Agnostizismus, Christentum), den Islam hat sie von ihrer Tagesmutter kennengelernt, für alles andere kann ich ihr Literatur empfehlen, vorleben wohl nicht.

Aber das konnte ich auch nicht im Hinblick auf den Nationalsozialismus (ich benutze das NUR als Beispiel, weil sie hier besonders interessiert ist), kann ihr aber meine Meinung dazu weitergeben und die Erfahrungen meiner Großmutter aus zweiter Hand (du siehst: es ist vielschichtig)

Mittwoch, der 19. Juni 2002, 22:20 Uhr
Name: Heike N.
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Was hat das damit zu tun?

Auch wieder auf die provokative Frage von "???" hinsichtlich der Taufe:
Konstantin hat sein Leben geführt, ohne getauft zu sein. Offenbar wurde er zu einem eigenverantwortlichen Leben erzogen, ohne Christentum.

Mittwoch, der 19. Juni 2002, 22:16 Uhr
Name: Heike N.
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Siehst du: Wenn jemand überzeugt davon ist, dass sein Kind nur als Christ ein eigenverantwortliches Leben als Erwachsener führen kann - was ist dann dagegen zu sagen.

Spatzl, ich bezog mein Posting auf diesen Menschen, der seinen Namen nicht preisgibt, hinsichtlich der Frage, ob ich mein Kind auch entscheiden lasse, ob es zur Schule gehen will *vor stirn schlägt*

Was jetzt deine Bemerkung angeht: nein, ich bin der Meinung, dass man ein Kind nur zu einem eigenverantwortlichen Erwachsenen erzieht, wenn man ihm viele Möglichkeiten eröffnet und nicht nur eine. Du als religiöser Mensch vertrittst ein Ideal (neutral ausgedrückt). Da jeder Mensch aber ein Individuum ist, kannst du nicht davon ausgehen, dass dein Kind die gleichen Ideale annehmen wird, wenn es dabei ist (üblicherweise in der Pubertät) seinen eigenen Weg zu suchen. Möglicherweise entscheidet es sich für einen anderen Weg. Ich sage dir als Mutter einer Pubertierenden: du erreichst im Gegenteil mehr, wenn du dein Kind in dem Alter entscheiden lässt und nur Hilfestellung anbietest. Jeder Zwang ist tödlich in dem Alter.

Mittwoch, der 19. Juni 2002, 21:24 Uhr
Name: Matze
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@Heike N.:

Kaiser Konstantin (das ist der, der forciert hat, dass das Christentum römische Staatsreligion wird), hat sich übrigens erst auf dem Totenbett taufen lassen.

Was nicht unchristlich ist (siehe geschichte vom weinberg&tagelöhnern in dem buch der bücher (nein nicht das telefonbuch - ich meine die bibel :-)
Sicher führt diese Geschichte die Sache ad absurdum - aber lass doch einfach Eltern entscheiden, wie sie ihre Kinder großziehen und was sie für richtig halten. du und kein anderer kann entscheiden ob die taufe richtig oder falsch ist. höchstens gott...

Und war er auch vorher Kaiser oder nicht?

Was hat das damit zu tun?

Mittwoch, der 19. Juni 2002, 21:20 Uhr
Name: Matze
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Aufgabe von Eltern ist es, ihr Kind dahingehend zu erziehen, dass es ein eigenverantwortliches Leben als Erwachsener führen kann.

Siehst du: Wenn jemand überzeugt davon ist, dass sein Kind nur als Christ ein eigenverantwortliches Leben als Erwachsener führen kann - was ist dann dagegen zu sagen. Insbesondere wenn er mit seiner Überzeugung ja evtl. Recht haben könnte.

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