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Freitag, der 1. November 2002, 13:49 Uhr
Name: Mojo
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Natürlich könntest Du damit in 3.Weltläden einkaufen. Du hättest dann allerings wahrscheinlich kein Geld mehr für CD's oder ähnlichen "kapitalistischen Unfug".
Mal abgesehen davon daß ich in dem örtlichen 3.Welt-Laden nicht viel mehr als Schokonüsse und Ethno-Musik-CDs erstehen kann (Gibt es überhaupt 3.Welt-Supermärkte?), hast du ein absolut windschiefes Bild von Sozialisten. Ein jeder hat das Recht dieses mörderische System hier zu kritisieren, dazu muss er weder vegan, asketisch noch sonstwie übermenschlich sein. Ich leb schon nah am Existenzminimum und könnte sicher trotzdem noch meine Lebensqualität weiter einschränken (Kochen kostet Energie, auf Demos fahren ist auch nicht billig, warum nicht meine Flatrate kündigen?), aber damit wäre dem Sozialismus und der Arbeiterklasse auch nicht geholfen.

Übrigens predigst Du den Sozialismus teilweise so dogmatisch wie die Pfaffen die Religion, ohne Dich selbst konsequent daran zu halten.
Ich predige hier schonmal gar nicht, ich lege nur meine Meinung dar...

Freitag, der 1. November 2002, 13:48 Uhr
Name: Schwachkopf
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ich hab einen salat gefickt

Freitag, der 1. November 2002, 13:43 Uhr
Name: Frank
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Die Verfasser würde ich nicht dem rechten Spektrum zuordnen. Curtois z.B. ist ehemaliger Maoist und bezeichnet sich noch immer als "links". Andere sind Historiker aus Frankreich und Osteuropa.

Hallo Ossi,

rechtes Spektrum bedeutet ja noch nicht gleich ein Nazi zu sein. Aber besonders die französischen Beteiligten an diesem Buch sollen auch im Nachhinein noch durch extrem rechte und reaktionäre Parolen aufgefallen sein.
Natürlich lt. eher linker Kritiken. Aber in unzähligen Diskussionen hab ich selbst erlebt, wer in der Regel dieses Buch als Totschlagargument gegen jede Form von sozialer Politik aus der Tasche "zaubert".

Freitag, der 1. November 2002, 12:40 Uhr
Name: Frank
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Mit dem Geld das mir zur Verfügung steht kann ich nunmal im 3.Weltläden nicht mein Überleben sichern. Davon profitier ich nicht, dazu zwingen mich die kapitalistischen Verhältnisse.

Natürlich könntest Du damit in 3.Weltläden einkaufen. Du hättest dann allerings wahrscheinlich kein Geld mehr für CD's oder ähnlichen "kapitalistischen Unfug".
Damit Du Dir die (oder anderes) leisten kannst bringst Du Dein Geld aber denen, die Du eigentlich enteignen willst (unterstell ich jetzt eifach mal).
Das ist meiner Meinung nach inkonsequent und profitorientiert.

Wenn jeder genug hat wird es auch keinen Egoismus mehr geben.

Die Realität beweistd as Gegenteil. Du und Millionen andere in Deutschland würden (wie schon erwähnt) nicht verhungern wenn sie die 3. Welt finanziell unterstützten.
Trotzdem macht es kaum jemand, warum nicht?

Übrigens predigst Du den Sozialismus teilweise so dogmatisch wie die Pfaffen die Religion, ohne Dich selbst konsequent daran zu halten.
Das kommt bei mir linkem Wessi schon nicht wirklich überzeugend an.
Ich glaube kaum, dass sich jemand davon überzeugen läßt, der mit dem ersten und gescheiterten Versuch schon 40 Jahre lang Erfahrung hatte.

Freitag, der 1. November 2002, 11:54 Uhr
Name: Heike J.
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Es ist auf jeden Fall interessant, dass es sogar an den Unis Studentengemeinden gab, da mir bisher immer pauschal berichtet wurde, dass Christen in der DDR nicht studieren durften.

Freitag, der 1. November 2002, 11:13 Uhr
Name: Ossi
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Hm, dann war unser Bundestagspräsident wohl ein besonders guter "Mitspieler". Der wahr nämlich führendes Mitglied der kath. Studentengemeinde...

Da fragst Du ihn am besten selbst. Keine Ahnung, wie das Anfang der Sechziger war.
Wenn man sich seinen Lebenslauf ansieht, dann hat er sich vorm Studium wohl erstmal "in der Produktion bewährt". ;-)

Freitag, der 1. November 2002, 10:45 Uhr
Name: Heike J.
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Bekenndende Christen konnten schon studieren, wenn sie schön mitgespielt haben - in der FDJ waren, Jugendweihe mitgemacht haben usw.

Hm, dann war unser Bundestagspräsident wohl ein besonders guter "Mitspieler". Der wahr nämlich führendes Mitglied der kath. Studentengemeinde...

Freitag, der 1. November 2002, 10:15 Uhr
Name: Ossi
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@ Heike J.

Bisher wurde hier immer erklärt, bekennende Christen durften in der DDR nicht studieren. Nun las ich von einer katholischen Studentengemeinde dort. Wie das?

Bekenndende Christen konnten schon studieren, wenn sie schön mitgespielt haben - in der FDJ waren, Jugendweihe mitgemacht haben usw. Das war das schizophrene an der DDR-Gesellschaft, man hatte ein privates Leben im engsten Familien- und Freundeskreis und ein öffentliches Leben, wo man versucht hat, möglichst nicht aufzufallen. Fast jeder hat sich zu Hause über die schlechte Versorgungslage usw. ausgelassen und ist aber brav zur nächsten Maikundgebung gegangen, um nicht anzuecken.
Wenn allerdings jemand auffiel, z.B. nicht in die FDJ eintrat, und das mit seinem Christsein begründete, dann hatte er meistens gar keine Chance, wenigstens das Abitur zu machen. Eine kleine Ausnahme gab es vielleicht bei den Sorben, die als Vorzeigeminderheit ge- und missbraucht wurden. Die sind überwiegend katholisch und dort hat man sich nicht so richtig getraut, Druck auszuüben um nicht der Unterdrückung einer Minderheit bezichtigt werden zu können.

Freitag, der 1. November 2002, 09:58 Uhr
Name: Ossi
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@ Frank

Hallo Ossi,

das hat nicht Mojo, sondern ich geschrieben.
Ich muss die entsprechenden Kritiken nochmal suchen, aber im Netz war einiges darüber zu finden.
Die Autoren dieses Buches sind danach auch eindeutig der politischen Rechten zuzuordnen, was auch nicht wirklich verwunderlich wäre, oder?

Sorry, da habe ich Euch wohl verwechselt.
Die Kritiken aus dem Netz, die Du meinst, die kenne ich. Die habe ich auch gelesen, bevor ich mir das Buch dann zugelegt habe. Die haben mich einfach neugierig gemacht, zumal die meistens aus dem linken Spektrum (auch nicht verwunderlich, oder ?) kamen.
Die Verfasser würde ich nicht dem rechten Spektrum zuordnen. Curtois z.B. ist ehemaliger Maoist und bezeichnet sich noch immer als "links". Andere sind Historiker aus Frankreich und Osteuropa. In der deutschen Ausgabe hat Joachim Gauck einen Beitrag geschrieben, den ich auch nicht gerade als Nazi bezeichnen würde.
Um hier keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: Ich selbst würde mich auf keinen Fall als "rechts" bezeichnen. Im Gegenteil, die linken Ideen sind mir eigentlich näher. Meine Skepsis beruht halt auf schlechten Erfahrungen mit der Umsetzung dieser Ideen.

Freitag, der 1. November 2002, 09:57 Uhr
Name: Mojo
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der Vorwurf den man Mojo machen kann ist ja nicht, dass er ein "gerechteres System" fordert, sondern das er seine idealistischen Prinzipien sofort über Bord wirft, sobald er persönlich davon profitiert.

Mit dem Geld das mir zur Verfügung steht kann ich nunmal im 3.Weltläden nicht mein Überleben sichern. Davon profitier ich nicht, dazu zwingen mich die kapitalistischen Verhältnisse. Durch Nebenjobs unterstütz ich ja genauso den Klassenfeind, und da es die eierlegende Wollmichsau (100% vegan, 100% Fair-Trade, 100% umweltschonend) für ein Arbeitergehalt nunmal nicht gibt, ist das grade ein Grund mehr den Kapitalismus zu stürzen.

Er verhält sich damit nicht anders als sein kapitalistischer "Klassenfeind".
Der Bourgeoise beutet den Proletarier für seinen Luxus aus, der Proletarier lässt sich vom Bourgeoise ausbeuten damit er nicht verhungern muss. Klar, genau das selbe! ;-(

Sicherlich entspricht diese Verhalten dem natürlichen menschlichen Egoismus, aber das ist auch der Grund warum der Sozialismus in seiner Idealform (vorerst) niemals umsetzbar sein wird.
Quatsch! Den Sozialisten war immer klar, daß er ohne entwickelte Produktivkräfte nicht verwirklichbar ist. Nicht zuletzt daran scheiterte auch der Versuch im rückständigen und vom Krieg halb zerstörten Russland. Wenn jeder genug hat wird es auch keinen Egoismus mehr geben.

Freitag, der 1. November 2002, 08:36 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Natuerlich geht es darum, persoenliche Erkenntnisse umzusetzen. Ein Atheist, der regelmaessig in die Kirche geht? Ein Vegetarier, der ab und zu Fleisch ist? Ein Pazifist, der ab und zu Gewalt anwendet?

Ich denke, es waere wichtig, dass man - haette man die entsprechende Sichtweise/Erkenntnis (und ich persoenlich habe diese zumindest bei ALDI, IKEA, McDonald, etc.) - bei diesen Konzernen und Gloabalisierern moeglichst keine Umsaetze taetigen sollte.

Wer sich biologisch und vollwertig aus dem Oekoladen ernaehrt, entsprechende Kleidung, Spielzeug, Bettzeug, etc. kauft, zahlt natuerlich an der Theke einen anderen - meist hoeheren - Preis. Aber ist denn dieser Preis nicht gerechtfertigt und fair?
Lieber lasse ich doch mal einen Urlaub saussen oder andere (fuer mich) sekundaere Dinge, als dass ich darauf angewiesen waere, dort einzukaufen, wo ich nicht will, weil ich der Ueberzeugung bin, dass andere Lebewesen (Mensch u. Tier) darunter mehr leiden muessen?

Auch ich bin gegen Atomstrom. Ich bewundere jene Leute, die regelmaessig zu den Demos dagegen dabei sind. Koennte man aber nicht auch etwas erreichen, wenn man mal eine oder zwei Demos saussen laesst und dafuer einige Ueberstunden/ Nebenjob macht, um von "Normal-Atomstrom" auf einen Oekostrom-Anbieter umzusteigen?

Leider wird sich das Verbraucherverhalten diesbezueglich in der Masse kaum aendern. Hinterliche Faktoren sind: Persoenlicher Egoismus, (sugestive) Werbung, fehlende Medienpraesenz, magelnde gesellschaftliche und politische Akeptanz.

Gruesse
Herbert

Freitag, der 1. November 2002, 07:57 Uhr
Name: Frank
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Hallo Herbert,

der Vorwurf den man Mojo machen kann ist ja nicht, dass er ein "gerechteres System" fordert, sondern das er seine idealistischen Prinzipien sofort über Bord wirft, sobald er persönlich davon profitiert.
Er verhält sich damit nicht anders als sein kapitalistischer "Klassenfeind".
Kann man so von der Richtigkeit des Sozialismus überzeugen?
Sicherlich entspricht diese Verhalten dem natürlichen menschlichen Egoismus, aber das ist auch der Grund warum der Sozialismus in seiner Idealform (vorerst) niemals umsetzbar sein wird.

Freitag, der 1. November 2002, 02:34 Uhr
Name: Tanja
E-Mail: huenneken@aol.com
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Eh
wat soll das denn
ich bin kein Tierficker!!!
Ihr???
Tanja

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