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Montag, der 16. Dezember 2002, 20:03 Uhr
Name: Matze
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Das klingt ein bißchen so als wolltest du ihm eine Mitschuld geben... :-/

Um Gottes Willen!, Nein. Ich wollte nur ausdrücken, dass er Opfer der übrigen Geschehnisse und der kirchlichen (nicht christlichen!) Machtpolitik dieser Zeit wurde.

Watt?? Wurden Theologen in der DDR denn gefoltert und verbrannt? Hat man dadurch den menschlichen Fortschritt um Jahrhunderte zurückgeworfen?

Den Fortschritt holte sich die DDR weitestgehend vom Westen, sie kam weder zu großartigem Technologischen, noch wirtschaftlichem Fortschritt.

Folter und Verbrennung ist, wie Orwell in 1984 gut zeigte, nicht das quälendste Mittel - denn dann gibt es Märthyrrer und zudem sind die getöteten danach Tod - haben kein Leid mehr.
Du musst Menschen nicht töten, um sie Mundtod zu machen - du musst sie nicht auf eine Folterbank spannen, um sie zu quälen. Die Folter und Unterdrückung im Hintergrund (durch soziale Einschränkungen, aber auch durch STASI-Haft) ist ebenso hart, wenn nicht sogar härter.

Denke nur an die versch. Christen, die auf Grund ihrer Religion in STASI-Haft waren! Oder an die vielen Represalien, die erdultet werden mussten, wenn du als Kind eines Akademikers aufgewachsen bist (z.B. kein zugang zur EOS) oder die Einschränkungen, denen sich Konfirmierte entgegensetzen mussten. Letzteres ist keine Streckbank, und kein öffentlicher Scheiterhaufen - aber dennoch Folter. Und das schlimme: Selbst heute sind es viele Einzelschicksale, die nicht richtig abgefangen werden.

Dies sind u.a. auch Gründe, warum ich der PDS sehr kritisch gegenüberstehe, da immer noch viele Menschen aus DDR-Zeiten in dieser Partei Mitglied sind.

Gruß,

Matze

Montag, der 16. Dezember 2002, 19:44 Uhr
Name: Mojo
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Hallo Matze,

Galileo wurde dagegen gleich mit Folter und Mord bedroht
Wobei Galileo zu einem denkbar ungünstigem Zeitpunkt ankam. Einige Jahre früher oder später, und die Sache wäre wesentlich unproblematischer gewesen.

Das klingt ein bißchen so als wolltest du ihm eine Mitschuld geben... :-/

Das ganze ist etwa mit den Verfolgungen von Akademikern und christlichen Theologen in der staatsatheistischen DDR zu vergleichen (wobei die Methodik der DDR , durch das Zeitalter verursacht, m.E. effizienter und brutaler war).

Watt?? Wurden Theologen in der DDR denn gefoltert und verbrannt? Hat man dadurch den menschlichen Fortschritt um Jahrhunderte zurückgeworfen?

Gruß,
Mojo
PS: Kann mir jemand genaueres über die Claretiner ( http://www.claretiner.de ) erzählen?

Montag, der 16. Dezember 2002, 17:57 Uhr
Name: Matze
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@Emö:

Bevor wir in die Diskussion einsteigen, gut dass du da bist. Mir wurde von Heike J. gesagt, dass du über technisches Verständnis verfügst: Hier hat vor längerer Zeit ein gewisser Matthew ein Thema Namens 'TCPA' angeschnitten. Er wollte einen Text dazu liefern, hat es aber nicht. Ich sehe mich auf Grund mangelndem technischem Verständnisses nicht in der Lage einen korrekten Text zu verfassen, halte aber das Thema politisch für wichtig und in den Rahmen dieser Internetseite passend. Könntest du dazu etwas verfassen?

die Flacherde ist kein "Volksirrtum", verschiedene antike und mittelalterliche Kirchenväter (Diodorus, Cosmas Indicopleustes, Cyril, Severian, Orosius usw.) beschreiben sie explizit

Aufbauend auf dem Irrtum älterer antiker Philosophen und aufbauend auf dem antiken Weltbild. Was mich hierbei besonders ankotzt, ist die Behauptung, die Flacherde sei originär christlich. Es gab Christen (und nicht-Christen) in der Antike, die der Vorstellung der kugelförmigen Erde gefolgt sind und solche, die der Vorstellung zur flachen Erde gefolgt sind.

Der Heliozentrismus war bereits in der Frühantike bekannt, s. z.B. Aristarch von Samos, Philolaus, evtl. Demokrit – und das wissen wir, obwohl nur ein winziger Teil der antiken Schriften das finstere Mittelalter überlebte.

Die Schriften sind auch teilweise in früheren Kriegen vernichtet worden. Man weiß zudem eben auch, dass bereits in der Antike diese falschen Weltbilder entstanden sind, die nicht originär christlich sind (und schon gar nicht im neuen Testament erwähnt werden). Wenn, dann wäre es ein katholisches Weltbild, oder besser gesagt, ein katholisches Weltbild der nichtchristlichen Antike, das im Mittelalter weitergetragen wurde.

Es war Kopernikus, der diese frühen Theorien wiederentdeckte und verfeinerte – gegen den Willen der Kirche, die sein Buch, das ohnehin nur in lateinischer Sprache geschrieben war, auf den Index setzte.

Richtig.

Galileo wurde dagegen gleich mit Folter und Mord bedroht

Wobei Galileo zu einem denkbar ungünstigem Zeitpunkt ankam. Einige Jahre früher oder später, und die Sache wäre wesentlich unproblematischer gewesen.

Natürlich waren primitive Ideen nicht originär christlich. Der Punkt ist, dass das mittelalterliche Christentum einen massiven historischen, wissenschaftlichen, kulturellen Rückschritt bewirkte.

Nicht vollständig (es gab auch Fortschritte gegenüber der Antike), aber weitgehend richtig, sofern man die restliche politische Situation des Mittelalters im Auge behält.

Die Idee eines geozentrischen Universums ist intuitiv richtig – sie widerspricht nur leider den sich aus der Beobachtung ergebenden Fakten.

Richtig.

Es war diese empirische Untersuchung des Universums, die im Christentum verpönt war

Das ist der Punkt, den ich gesucht habe: Es widerspricht eben nicht dem Christentum (das aus sich heraus diesen Teil des Weltbildes nicht beeinflusst), sondern widersprach dem Machtintresse der katholischen Kirche widersprach. Nachdem die empirsiche Untersuchung das Herleiten alter antiker Philosophen und Kirchenväter abgelöst hatte, waren wahnsinnig viele Wissenschaftler weiterhin überzeugte Christen!

und zum Teil immer noch ist. Der Heilige Augustinus nannte es die "Krankheit der Neugierde", die uns dazu treibe, die Geheimnisse der Natur zu erkunden, die wir ja doch nicht verstehen würden.

Philipp Melanchthon, der "Lehrer Deutschlands", letztlich Urheber von Reformation und Humanismus, hatte eine komplett andere Auffassung. Er hielt Philosophie und Wissenschaft über die Natur für vollkommen richtig (die exakte Begründung Melanchthons ist mir gerade entfallen).

Ich denke, was viele Mißverstehen, ist auch, dass es eben nicht dem CHRISTENTUM widersprach (den Begriff "CHRISTENTUM" verwende ich nicht gerne, da er leider falsch gebraucht wird), sondern DEN MACHTINTRESSE DER FÜHRUNGSRIEGEN IN DER KATHOLISCHEN KIRCHE widersprach. Das ganze ist etwa mit den Verfolgungen von Akademikern und christlichen Theologen in der staatsatheistischen DDR zu vergleichen (wobei die Methodik der DDR , durch das Zeitalter verursacht, m.E. effizienter und brutaler war).

Gruß,

Matze

Montag, der 16. Dezember 2002, 17:40 Uhr
Name: Matze
E-Mail: keine E-Mail
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Ein interessanter Text für Atheisten (auch wenn ich nicht selbst der Meinung bin):

http://www.predigen.de/Seiten/Predigten/NT/Evangelien/Matth21,28-32.html

Gruß,

Matze

Montag, der 16. Dezember 2002, 16:22 Uhr
Name: EMÖ
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Matze,

die Flacherde ist kein "Volksirrtum", verschiedene antike und mittelalterliche Kirchenväter (Diodorus, Cosmas Indicopleustes, Cyril, Severian, Orosius usw.) beschreiben sie explizit, darüber hinaus gab es den christlichen Antipodenstreit, wo die Bewohnbarkeit der "anderen Seite" der Erde bestritten wurde.

Der Heliozentrismus war bereits in der Frühantike bekannt, s. z.B. Aristarch von Samos, Philolaus, evtl. Demokrit – und das wissen wir, obwohl nur ein winziger Teil der antiken Schriften das finstere Mittelalter überlebte. Es war Kopernikus, der diese frühen Theorien wiederentdeckte und verfeinerte – gegen den Willen der Kirche, die sein Buch, das ohnehin nur in lateinischer Sprache geschrieben war, auf den Index setzte. Galileo wurde dagegen gleich mit Folter und Mord bedroht, sein Vorgänger Giordano Bruno, der noch dazu an bewohnte Planeten glaubte, öffentlich verbrannt.

Natürlich waren primitive Ideen nicht originär christlich. Der Punkt ist, dass das mittelalterliche Christentum einen massiven historischen, wissenschaftlichen, kulturellen Rückschritt bewirkte. Die Idee eines geozentrischen Universums ist intuitiv richtig – sie widerspricht nur leider den sich aus der Beobachtung ergebenden Fakten. Es war diese empirische Untersuchung des Universums, die im Christentum verpönt war und zum Teil immer noch ist. Der Heilige Augustinus nannte es die "Krankheit der Neugierde", die uns dazu treibe, die Geheimnisse der Natur zu erkunden, die wir ja doch nicht verstehen würden.

Montag, der 16. Dezember 2002, 15:27 Uhr
Name: Ratatoeskr
E-Mail: ratatoeskr@gmx.de
Homepage: http://www.freie-lyrik.de.vu

Hallo, also nachdem ich nun mehrmals hiervon gehört habe, schau ich auch mal vorbei. Der Beitrag über Päpstleins neueste Verlautbarungen ist sehr unterhaltsam, wie es das Christentum schon immer war. Zu dumm das es die meisten zu ernst nehmen.... Mein Problem hiermit ist nur, das es unheimlich anstrengend und, für Modembenutzer, auch teuer ist, alles zu lesen. Ich vermute mal eine gedruckte Version der Inhalte ist nicht zu erstehen??? Aber auch wenn, ich bin demnächst wieder hier und verlinke euch mal... auf bald!

Thomas

Montag, der 16. Dezember 2002, 07:05 Uhr
Name: Antichrist
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Weihnachten: Geburtstag der größten Lüge der Welt-
geschichte! Staatlich geschützt und finanziell unterstützt. Ein Verbrechen im Namen eines Kreuzes
ist kein Verbrechen. Verbrecher unter dem kreuz werden sehr milde verurteilt. (z.B. priesterliche Kinderschänder)
WEr hat eigentlich veranlaßt, daß Giordano da Bruno auf den Scheiterhaufen kam, als er die Wahrheit über das tatsächlichen Weltbild aussprach? Das Wissen über das tatsächliche Weltbild hatten schon viele Kulturen vor dem mörderischen Christentum.
War da nicht etwa die katholische Kirche im Spiel?
Was sagte Galiläo Galiläe? Kirchliche Dogmen sind
übrigens unwiderruflich. Es gibt keine völlige Rehabilitierung! Die Angst der Kirche besteht in der Ausrottung Ungläubiger! Ein Wort gegen die
christlichen Institutionen ist schlimmer als alles Andere! Das soll man niemals vergessen. Ver-
achtung ist angesagt und NICHT Frohe Weihnachten"

Sonntag, der 15. Dezember 2002, 23:43 Uhr
Name: Matze
E-Mail: keine E-Mail
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Herbert, bitte erkundige dich einmal zur Geschichte des Geozentrischen Weltbildes und dem Die-Erde-ist-eine-Scheibe Weltbild. Insbesondere, von wem diese Weltbilder originär stammen (was mir weniger wichtig ist), viel mehr aber, wer dieses Weltbild für wahr gehalten hat, wer nicht und wann dieses Verkommen ist - zudem solltest du auch die wissenschaft dieser Zeit etwas differenzierter anschauen, bevor du in den News diesen alten Volksirrtum weiter verbreitest.

Ist nicht böse gemeint, aber von dir hätte ich da irgendwie mehr Fachwissen und Differenziertheit zu diesem Thema erwartet :-).

Gruß,

Matze

Samstag, der 14. Dezember 2002, 22:43 Uhr
Name: huenne
E-Mail: keine E-Mail
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hi

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