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Dienstag, der 25. Dezember 2001, 14:33 Uhr
Name: PFARRERR RIEPER, Cloppenburg
E-Mail: PFARRERRIEPER11@compuserve.de
Homepage: keine Homepage

Einen herzlichen Gruß zum 1. Weihnachtstag übersende ich allen Leserinnen und Lesern mit der folgendI
... “Mensch, Peter! Mensch, Susanne!” ...
Zu unserem Chef, zu jemandem, den wir siezen, sagen wir das nicht, dieses “Mensch!” Wir sagen das zu Menschen, die uns nahe sind, die wir duzen. Oft gerade dann, wenn wir mit besonderem Nachdruck etwas loswerden wollen.
“Mensch, Susanne!”

II
Gott wurde Mensch.
Das ist die Weihnachtsbotschaft. Der unausforschliche Gott, er bleibt nicht in seiner festen Himmelsburg. Er ent- “äußert sich all seiner Gewalt, wird niedrig und gering und nimmt an sich eins Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding” (EG 27,3).
Er ist weit heruntergekommen, Gott, das A und das O: ein Baby in Windeln, ein Flüchtlingskind in einer Krippe! Im biblischen Text für Weihnachten 2001 verkündet der Apostel Paulus genau diese Weihnachtsbotschaft. Und: er zieht eine wichtige Schlussfolgerung. Hören Sie selbst!

Text (Luther, rev.)

Als die Zeit dafür reif war, als es soweit war, schickte Gott seinen Sohn, seinen Sohn, geboren – unter Schreien vermutlich und blutig, wie Menschenkinder geboren werden – geboren von einer Frau. Ein Judenkind. Das ist die Botschaft.

Und die Schlussfolgerung? Auch wir – Erdlinge – sind Kinder Gottes, Jesu Geist ist in unseren Herzen, “Papa” dürfen wir sagen zu der Macht, die wir Gott nennen. Abba, “Papa!” Keine religiösen Leistungen sind mehr zu erfüllen auf deinem Weg zu Gott, kein “wenn du ..., dann ...”. Kein “du musst!”.
“Wer schuldig ist auf Erden, verhüll nicht mehr sein Haupt.
Er soll errettet werden, wenn er dem Kinde glaubt.” (EG 16, 2)

Dem Kind glauben, dessen Geist in unseren Herzen ist. Nichts als dem Kind glauben, das in dieser billigen Krippe liegt, das später sagen wird (Mt 5, 1-9): eines Menschen Seligkeit sei zu wissen, dass du ganz schön arm dastehst vor Gott, sei: dein Leid zu tragen und auf Gewalt zu verzichten, eines Menschen Seligkeit sei Hunger und Durst nach Gerechtigkeit, sei Barmherzigkeit, Aufrichtigkeit und: Frieden schaffen.
Diesen Geist im Herzen haben – das verbreite Trost, das sei der Himmel, das mache die Erde bewohnbar und das Leben satt. Wer diesen Geist im Herzen hat, werde Gott schauen und ein Kind Gottes sein. Diesem Krippenkind trauen, dessen Geist in unseren Herzen ist. Dem Jesuskind in unseren Herzen vertrauen und aus diesem Vertrauen heraus handeln. Nicht, weil du meinst, irgendetwas tun zu müssen. Nein: von innen, vom Herzen heraus. So übersetze ich die Weihnachtsbotschaft des Apostels Paulus.

III
Szenenwechsel.
Im SPIEGEL der vergangenen Woche steht ein sechs Seiten langer kirchenkritischer Artikel. Titel: Der verlogene Dialog. SPIEGEL-Autor Jochen Bölsche kritisiert darin die Naivität deutscher Gutmenschen, die den inter-religiösen Dialog suchen, den Dialog zwischen Christen und Muslimen. Zu blauäuig, meint der SPIEGEL, gingen Christinnen und Christen davon aus, dass es ein Gott sei, den Christen und Muslime anbeten. Die Unterschiede im Glauben gingen in einer vorschnellen “Religionsvermischung” unter. Ein Experte meint: Das “unerschütterliche Feindbild, das der Islam vom Westen und vom Christentum hat”, werde völlig ignoriert. Es gäbe ein merkwürdiges Interesse, “den Islam gutzusprechen”. Menschenrechtsverletzungen durch islamische Rechtsprechung (... dass in manchen Ländern Dieben die Hand abgehackt wird ...), Unterdrückung von Frauen und Christen in islamischen Ländern – Kritik daran werde von Christen “allenfalls auf Zehenspitzen” geübt, meint der SPIEGEL.
Auch der Ratsvorsitzende der EKD Manfred Kock kommt zu Wort: “Wir dürfen den Dialog nicht naiv führen, wir müssen ihn selbstbewusst führen.” In der Kirche – so Kock – gebe es “eine Mentalität der Gutmeinenden, die wünschen, dass wir uns auf das Gemeinsame der Religionen konzentrieren und das Trennende weglassen müssen, so als wäre unser Christuszeugnis ein entbehrliches Sahnehäubchen.”

IV
Damit sind wir wieder bei Paulus und seiner Weihnachtsbotschaft. Sie trennt uns von Muslimen und Juden. Dass Gott Mensch wurde, dass Gott einen Sohn habe, “von einer Frau geboren”, das ist für Muslime wie für Juden eine schier unerträgliche Vorstellung. Das ist Gotteslästerei. Im Koran heißt es dazu (Sure 19, 88):
“Sie (d.h. die Ungläubigen oder die Christen) sagen: Der Barmherzige hat sich ein Kind zugelegt. (Sag:) da (d.h. mit dieser Behauptung) habt ihr etwas Schreckliches begangen. Schier brechen die Himmel (aus Entsetzen) darüber auseinander und spaltet sich die Erde und stürzen die Berge in sich zusammen, dass sie dem Barmherzigen ein Kind zuschreiben. Dem Barmherzigen steht es nicht an, sich ein Kind zuzulegen.”
Oder: “Ihr Leute der Schrift! Treibt es in eurer Religion nicht zu weit und sagt gegen Gott nichts aus, als die Wahrheit! Christus Jesus, der Sohn der Maria, ist nur der gesandte Gottes und sein Wort, das er der Maria entboten hat, und Geist von ihm. ... Gott ist nur ein einziger Gott. Gepriesen sei er! (Er ist darüber erhaben) ein Kind zu haben.” (Sure 4, 171)

Die Weihnachtsbotschaft “Gott wurde Mensch” – sie trennt uns von Islam und Judentum. Und das Kreuz trennt uns. Der Koran bestreitet ausdrücklich die Kreuzigung Jesu, seine Himmelfahrt dagegen nicht. Dass Gott leiden kann unter erbärmlichen Umständen in einem Stall, an einem Kreuz, das ist muslimischen Gläubigen eine unerträgliche Vorstellung. Und für uns zentral.

V
Die Unterschiede zwischen den Weltreligionen also sollten wir nicht verschweigen, gerade an Weihnachten nicht! Jedoch: den Geist des Jesuskindes im Herzen, was bleibt uns anderes als Dialog, als der Versuch, in Frieden zusammen zu leben, über alles Trennende, über alle Unterschiede hinweg? Den Geist des Jesuskindes im Herzen, was bleibt uns anderes, als die Spannungen und Differenzen auszuhalten, darüber zu reden und zu streiten – mit Worten, statt Waffen “sprechen” zu lassen. Oder sollen wir den drei Millionen Muslimen in Deutschland verbieten, Moscheen mit Minaretten zu bauen, weil in Saudi-Arabien Frauen bestraft werden, die ein Kettchen mit einem Kreuz tragen? Sollen wir als Christen einen “Kampf der Kulturen” unterstützen? Einen Kampf, dessen Sprache Raketen und Bomben sind? Dem Jesuskind in unseren Herzen trauen – dieses Vertrauen weist uns einen anderen Weg.

VI
In Ägypten, so habe ich mir von Leuten erzählen lassen, die dieses Land kennen – in Ägypten feiern Muslime und Christen vielfach Weihnachten gemeinsam. Die Christen laden die muslimischen Nachbarn ein zum Fest. Die Muslime feiern dabei nicht die Gottessohnschaft Jesu, sondern die Geburt eines Gesandten Gottes. Ob Jesus nun unter einer Dattelpalme geboren wurde, wie die Moslems glauben, oder in einer Krippe, spielt beim gemeinsamen Feiern keine unterscheidende Rolle. An Weihnachten scheint etwas auf, wofür es in der gewalt-tätigen Welt keinen Platz zu geben scheint, eine Verheißung, die Christen, Juden und Muslime eint:
“Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden: Friede und den Menschen (allen) ein Wohlgefallen.”
Amen.

Montag, der 24. Dezember 2001, 16:26 Uhr
Name: Peter
E-Mail: w@kleinmarkt.de
Homepage: http://www.kleinmarkt.de

Schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2002!

vom kostenlosen Kleinmarkt.de

Montag, der 24. Dezember 2001, 01:13 Uhr
Name: Krätze
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Ein Blick in die Zukunft:

aus dem CHRISTLICHEN ABENDBLATT vom 22.03.2013

Rom/Vatikanstadt
(Papapress)

Der Vorsitzende der Untersuchungskommission „Mariä Blutung", die vom Papst zur Prüfung der Echtheit der im Januar nahe Bethlehem gefundenen Monatsbinden eingesetzt wurde, Kardinal Friedensreich Dödelschwinger, unterrichtete heute die Weltöffentlichkeit auf einer von Gläubigen mit Spannung erwarteten Pressekonferenz über das Ergebnis ihrer Untersuchungen. Der Papst war bereits am vergangenen Donnerstag unterrichtet worden.
Bei Konservierungsarbeiten am Stall Christi, der im Herbst 2008 bei Grabungsarbeiten entdeckt worden war, fanden Archäologen der päpstlichen archäologischen Forschungsgesellschaft überraschend drei Leinenbinden, wie sie zur Zeit Christi Geburt von ausflüssigen Frauen als Monatsbinden benutzt wurden.
Da aus der Heiligen Schrift hervorgeht, daß sich im Stalle Christi neben der Gottesmutter nur Personen männlichen Geschlechts, nämlich Josef, der Stiefvater Jesu, und später die heiligen drei Könige, die Hirten, sowie allerlei Vieh aufhielten, schlußfolgerte der jesuitische Grabungsleiter Dr. Dubio Expertisa augenblicklich, daß diese Ausflußabsorbtionsgebinde nur der Gottesmutter zugeordnet werden konnten.
„Daß die Gottesmutter noch während ihrer Schwangerschaft ihre monatlichen Blutungen hatte, beweist erneut das Mirakel der unbefleckten Empfängnis", so Dr. Expertisa. „Spöttern aus den Reihen der Ketzer, Lutheraner und Muselmanen wird dieser Beweis der Zeugung Jesu durch den Heiligen Geist die verblendeten Augen öffnen!"
„Entscheidend war", so Expertisa, „die Gebinde präzise zu datieren, um darzulegen, daß sie vor der Niederkunft der Gottesmutter ihre Verwendung gefunden hatten."
Dazu verglich man Proben des Turiner Grabtuches mit dem Bindengewebe der Heiligen Jungfrau. Mit der INRI-14 Datierungsmethode, die zur Altersbestimmung von Reliquien vom päpstlichen Wissenschaftsbeirat entwickelt wurde, konnten die Gewebeproben exakt datiert werden. Das Untersuchungsergebnis bestätigte Dr. Expertisas Theorie.
„Das Leinengebinde der Gottesmutter war genau 33 Jahre jünger als das Turiner Grabtuch, in welchem der Leichnam unseres Herrn Jesu bis zu seiner Auferstehung gebettet lag", berichtet der Forschungsleiter Dr. Ignoranzio. „Wir sprachen noch im Laboratorium ein Dankgebet und lobten den Herrn."
Die Wundertätigkeit dieser heiligen Reliquie offenbarte sich den Forschern noch während der Untersuchungsarbeiten. Pater Obstipatio berührte das Leinengebinde versehentlich mit blossen Fingern und spürte augenblicklich seine von Verdauungstörungen herrührenden Leibschmerzen schwinden. Nach zweitägiger Verstopfung konnte er kurz darauf seinen Darm kraftvoll entleeren.
Aus gut unterrichteten Kreisen verlautbarte, daß auch der Papst die Heilkraft der neuen Reliquien erprobte. Ein Aufguß aus dem Blute Mariä linderte seine Prostatabeschwerden.
Die Binden der Gottesmutter sollen den Gläubigen demnächst in einer Wanderausstellung durch Italien gezeigt werden.

(c) Krätze 2001

Montag, der 24. Dezember 2001, 00:47 Uhr
Name: Unbedeutend
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Ich denke, dass nicht jeder im Leben diesen "Halt" benötigt. Für mich wäre dieser "Halt" eher eine Krücke, dir mir zwar das gehen (also das Leben) erleichtert, mich aber daran hindert, Höhen zu erreichen, die man nur ohne Krücken erklimmen kann. (Vogelperspektive, dass, was ein christ nie sehen kann, ohne seinen gott zu verleugnen).

MfG & frohes Fest

Sonntag, der 23. Dezember 2001, 00:51 Uhr
Name: Krätze
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Ich wünsch allen Atheisten und Agnostikern fröhliche Weinnachten, den Bierfreunden natürlich schöne Biernachten.

Den Vampiren äh Christen schöne Messweinnachten, und nicht zuviel Blut Christi kippen Brüder und Schwestern, sonst habt ihr wieder Visionen!

Krätze

Samstag, der 22. Dezember 2001, 16:48 Uhr
Name: Vielleicht Helfende
E-Mail: ichtys@gmx.net
Homepage: keine Homepage

@ Suchende
Hoffe dir helfen zu können. Wenn du einen Rat möchtest, dann kannst du dich gern an mich wenden.
Ich glaube nicht, dass dieses GB dazu der passende Ort ist. Ich bin Christin und würde mich gern mit dir darüber unterhalten. Du hast ja geschrieben, du suchst religiösen Rat.
Grüße ><>

Freitag, der 21. Dezember 2001, 12:14 Uhr
Name: Wolfgang
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Pfarrer:Pöbeleien und Werbung sind unerwünscht!

Donnerstag, der 20. Dezember 2001, 21:20 Uhr
Name: Pfarrer Rieper, Cloppenburg
E-Mail: PFARRERRIEPER11@compuserve.de
Homepage: keine Homepage

Weihnachten 2001 – Christfest – 24. Dzember 2001
Predigt für verschiedene Druckerzeugnisse und für das Internet

I.
Groß ist das Geheimnis des Glaubens, liebe Gemeinde: so sagt es der Apostel im 1. Timotheusbrief. Weihnachten, das Fest der Geheimnisse. Jedenfalls war es früher so. Als ich Kind war, da war Weihnachten für mich voller Geheimnisse. Schon Tage zuvor war die Tür zum Wohnzimmer versachlossen. Und am Heiligen Abend leuchtete alles im Licht der Kerzen, die ganze Welt war verwandelt. Die Weihnachtsgeschichte, die Lieder und Geschenke, alles wirkte feierlich und fremd, etwas Geheimnisvolles war geschehen, und ich selbst ließ mich davon anstecken und fühlte mich ganz anders als sonst. Als ich Kind war, da hatte ich ein Gespür für Geheimnisse.

Doch seitdem sind viele Jahre vergangen. Und ich frage mich: Wo sind die Geheimnisse geblieben? Vielleicht geht es Ihnen ja ähnlich wie mir: Die Weihnachtszeit hat viel von ihrem Zauber eingebüßt. Das Geheimnis des Glaubens, von dem der Apostel spricht, ist weit weggerückt. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass es in den Wochen zuvor so viele Weihnachtsfeiern gibt, die gar nichts Geheimnisvolles an sich haben. Essen und Trinken, das haben wir alle Tage, und selbst Kerzenlicht und Weihnachtsduft lullen uns eher ein, als dass sie auf das Geheimnis der Weihnacht hinweisen.

Vielleicht ist uns ja auch sonst der Sinn für Geheimnisse verloren gegangen. So wie Biologen das menschliche Leben genetisch entschlüsselt haben, scheint die ganze Welt logisch erklärbar. Das Geheimnis des Glaubens – ach das ist dann nur noch die mythische Sprache von gestern, heute gibt es für alles eine Erklärung. Und Weihnachten ist ein folkloristisches Relikt, ein bisschen was für das Gemüt. Aber Geheimnisse, die gibt´s nicht mehr.

II.
Doch kann ein Mensch leben ohne Geheimnisse? Eine durch und durch erklärbare Welt ist kalt und lebensfeindlich. Darauf reagierte dieses Jahr Hollywood: Die beiden großen Kinofilme dieses Jahres lassen “die Sehnsucht nach einer anderen Welt” lebendig werden – so der “Stern” auf seiner Titelseite. Wer den Film schon gesehen hat, der konnte sich mitnehmen lassen in eine Welt voll geheimnisvoller Wesen, in den Kampf gegen die bösen Mächte, die alles andere als vernünftig und rational sind. Und davor war Harry Potter Gesprächsthema für Kinder und Erwachsene. Wer sich nicht schon vorher von den Büchern hat verzaubern lassen, der konnte sich im Film in die Zauberschule einführen lassen. So verschieden die Filme sind, beide überschreiten unsere Welt, in der alles erklärbar ist. Sie führen den Zuschauer in die Welt der Fantasie, der Zauberei und der Mythen. Wenn ich zaubern könnte oder in Mittelerde lebte, dann wäre viel mehr möglich als in unserer durchorganisierten Welt. Ich glaube, wir brauchen Geheimnisse, weil sie das Leben offen machen, offen für das, was es noch nicht gibt, offen für das ganz Andere. Geheimnisse machen das Leben schön und lebenswert. Nicht erst die Kinoerfolge zeigen: Ohne Geheimnisse wäre das Leben fad, Leben ist mehr als das Logische, wir leben von der Sehnsucht nach dem ganz Anderen.

III.
Groß ist das Geheimnis des Glaubens, sagt der Apostel. Und ich habe den Eindruck: Wir müssen dies Geheimnis erst wiederentdecken. Das Kino ist für viele eher zum Ort der Lebensgeheimnisse geworden als die Kirche. Wir müssen wiederentdecken, dass wir im Glauben dem eigentlichen Geheimnis des Lebens begegnen. “Gott ist im Fleische: wer kann dies Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen, hat Gerhard Tersteegen in einem Weihnachtslied gedichtet, und wahrscheinlich kann man über das Geheimnis des Lebens und des Glaubens gar nicht anders reden als denn singen. So zitiert schon der Apostel im Predigttext einen uralten Hymnus, einen Lobpreis auf Jesus Christus:
Er – Christus – ist
offenbart im Fleisch – gerechtfertigt im Geist;
erschienen den Engeln – gepredigt den Völkern;
geglaubt in der Welt – aufgenommen in die Herrlichkeit.

Jesus Christus selbst wird hier besungen als das große Geheimnis des Lebens. Denn in ihm kommen die großen Gegensätze der Welt zusammen: Fleisch und Geist, Engel und Menschen, Welt und Herrlichkeit. Was Weihnachten geschieht, ist mehr als die Geburt eines besonderen Menschen irgendwo am Rande der Welt. Da kommen Himmel und Erde zusammen, Glanz und Armut, Gott und Mensch. Weihnachten ist mehr als ein hübsches Erinnerungsfest; es ist die Ankunft Gottes mitten in unserer Welt, in unserem Leben. “Den aller Welt Kreis nie beschloss, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein” – so hat Martin Luther es gedichtet. Was wir heute feiern, das ist ein Geheimnis, für unseren Verstand nicht zu fassen. Aber dies Geheimnis lässt uns leben.

IV.
Wenn zwei Menschen einander lieben, dann haben sie meist Geheimnisse miteinander. Mit einem anderen Menschen ein Geheimnis zu teilen, das ist ein wertvoller Schatz. Das gemeinsame Geheimnis schafft Nähe und Vertrautheit, es beflügelt den sonst so grauen Alltag und macht das Leben schön. Weihnachten heißt: Gott teilt sein Geheimnis mit uns. Er kommt uns nahe mit seiner Liebe. Wie die Liebenden können wir leben seit Gott uns berührt hat in Jesus Christus. Das Geheimnis seiner Menschwerdung macht uns reich, es gibt unserem Leben Sinn und kann uns zu einem ganz anderen Leben beflügeln. Wir können leben in verschwenderischer Liebe, weil Gott uns seine Liebe schenkt. Das ist das große Geheimnis des Glaubens. Und dieses Geheimnis gilt auch und gerade in einer Zeit, in der von Liebe und Frieden so wenig zu sehen ist wie in unserer. Die Zerstörung des World-Trade-Centers und der Krieg in Afghanistan werden mit der Jahreszahl 2001 verbunden bleiben, und unsere Ängste und Sorgen im Großen und Kleinen bleiben es für uns. Doch “Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute”, das gilt zuerst den Hirten, den Armen, den Zukurzgekommenen. Gottes Liebe beginnt dort zu leuchten, wo es am dunkelsten ist.

V.
Weihnacht – das heißt also: Wir werden eingeweiht in Gottes Geheimnis. Es ist das Geheimnis, das uns leben lässt und lieben lässt. Und doch vergessen wir es so oft. Weil Geheimnisse in unserem Alltag so wenig Platz haben. Oder weil wir uns mit einer gemütlichen Weihnachtsstimmung zufrieden geben. Vielleicht auch, weil wir uns scheuen, uns vom Geheimnis des Lebens berühren und verwandeln zu lassen. Darum ist es gut, alle Jahre wieder Weihnachten zu feiern: Gott weiht uns wieder ein in sein Geheimnis. Gott wird Mensch, damit wir wieder Menschen sein können – und leben und lieben können.
Darum: “Lobt Gott, ihr Christen alle gleich, in seinem höchsten Thron, der heut schließt auf sein Himmelreich und schenkt uns seinen Sohn!” Amen.

Johannes Rieper, Pastor im Ruhestand, Cloppenburg

Allen Lesern und Leserinnen wünsche ich ein gesegnetes und schönes Weihnachtsfest!

Donnerstag, der 20. Dezember 2001, 15:15 Uhr
Name: $id
E-Mail: –-@–-
Homepage: keine Homepage

Religion ist der Ursprung alles Übels! Wieviele Menschen wurden schon gefoltert und abgeschlachtet, weil sie aus der Sicht irgendwelcher Christen oder anderem Pack den falschen Glauben hatten?! Ich bin absolut gegen Gewalt, doch wenn ich sehe, wie die Leute hier Sonntags in die Kirche gehen, beten, herum heucheln und montags wieder ihre Kinder schlagen oder ähnliches, muss ich einfach sagen: RELIGION SUCKS !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Mittwoch, der 19. Dezember 2001, 09:18 Uhr
Name: Wolfgang Stoeth
E-Mail: stoeth@inwind.it
Homepage: keine Homepage

Guten Tag,
ich bin durch Zufall auf Ihre Homepage gestoßen.
Ihre Informationen finde ich sehr gut.
Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Stoeth

Mittwoch, der 19. Dezember 2001, 08:42 Uhr
Name: Margret
E-Mail: webmaster@immobilienboersen.org
Homepage: http://www.k8k.org

Grüße Euch aus Hamburg und wünsche eine weiße Weihnacht!
Gruß Margret

Mittwoch, der 19. Dezember 2001, 08:42 Uhr
Name: Margret
E-Mail: webmaster@immobilienboersen.org
Homepage: http://www.k8k.org

Grüße Euch aus Hamburg und wünsche eine weiße Weihnacht!
Gruß Margret

Mittwoch, der 19. Dezember 2001, 07:14 Uhr
Name: Wolfgang
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

"Weihnachten":
Vom Fressen und Saufen und gegenseitigem Belügen.
Dann noch ein frommes Gebet und "Stille Nacht",
ein Aufatmen, der "Erlöser" ist wieder nicht gekommen. Wenn ich das Treiben in der Stadt jetzt
beobachte, erfaßt mich das Grauen.
Das soll Weihnachten sein????
Wie schön muß es früher gewesen sein, als es noch
keine Weihnachten gab.
Weihnachten begann in einem Stall und den Geruch hat es heute noch. Statt Deo gibt es Weihrauch.

Dienstag, der 18. Dezember 2001, 23:52 Uhr
Name: Gandalf Stormcrow
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: http://www.rasputin.de/CF/index.html

Achtung Troll-Alarm...

Liebe Suchende:
Bitte richte deine Anfrage an den Psychodiplompäderasten Dr. Millersberger-Ferguson
der Christenfront >>drmiller@rasputin.de
Dort bekommst du einen angemessenen Rat!

Dienstag, der 18. Dezember 2001, 10:05 Uhr
Name: Suchende
E-Mail: Keine E-Mail
Homepage: Keine

hallöchen, ich suche nach Jemanden der mir einen religiösen Rat auf mein Problem geben Kann!!!
Ich bin nun seit vier Jahren verheiratet und in dieser Zeit immer Treu gewesen. Nun habe ich mich aber unsterblich in einen anderen Mann verliebt. Wenn es nach den Glaubensregeln gehen würde, dann dürfte ich unter keinen Umständen fremd gehen. Doch da ich jungfräulich geheiratet habe, habe ich nun das Verlangen nach einem anderen Mann. Ich möchte mich am liebsten sexuell austoben, doch in Gottes Augen wäre ich dann eine Hure und zugleich eine ungläubige.
Mein Mann jedoch hatte vor unserer Ehe schon viele sexuelle Erfahrungen gemacht und nun würde ich am liebsten die Zeit zurück drehen und mich sexuell ausleben. Ich bin erst 23 Jahre alt und kann mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen, meinem Mann das ganze Leben lang Treu zu sein. Ist es denn wirklich Bedingung, daß man rein sexuell sich auf ewig die Treue schwört? Ich habe immer wie mehr das Gefühl, das wir uns in einer langjährigen Partnerschaft etwas vormachen. Ich bin fast schon zu der Überzeugung gekommen, daß wir uns mit diesem Sexuellen Treuesiegel wahnsinnig machen.
Es heißt immer, daß Gott nicht möchte, das wir leiden doch solche Regeln bringen mich zum leiden. Gott sagt, wir sollten auf unser Hertz hören. Was soll ich nun tun? Wenn ich auf mein Herz höre, dann würde ich sofort zu diesem Mann, in welchen ich mich verliebt habe, gehen. Dann wiederum bin ich in Gottes Augen eine ungläubige Hure.
Ich bin nun soweit, dass ich allen Freunden davon abrate zu heiraten, denn durch die Heirat gewinnt man nichts. Man verliert das was dem Menschen das Wichtigste ist, man verliert die Freiheit in jeglicher Beziehung auf ein leben Lang.

Montag, der 17. Dezember 2001, 22:27 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Wenn es mit der gleichen Selbstverständlichkeit
einen Gott gäbe,...

Nicht umsonst scheint "wenn" das deutscheste aller Worte zu sein!

Montag, der 17. Dezember 2001, 20:27 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

"Denn die Bibel mag keine Ideologen"

...und hat dennoch eine der groessten (religioesen) Ideologien geschaffen.
- Wahnkranke vom Fliessband!

q.e.d

Montag, der 17. Dezember 2001, 16:03 Uhr
Name: Wolfgang
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Kein Mensch zweifelt an der Sonne, dem Mond und
den Sternen.
Kein Mensch zweifelt an der Mathematik.
Wenn es mit der gleichen Selbstverständlichkeit
einen Gott gäbe, warum dann die unzähligen
Ablehnungen?
Das käme doch einer unglaublichen Dummheit gleich!
Aber schaut doch einmal auf jene bekannten und ge
bildeten Persönlichkeiten, die es wagen und gewagt haben, die Existenz eines Gottes
zu leugnen!

Montag, der 17. Dezember 2001, 16:02 Uhr
Name: Wolfgang
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Kein Mensch zweifelt an der Sonne, dem Mond und
den Sternen.
Kein Mensch zweifelt an der Mathematik.
Wenn es mit der gleichen Selbstverständlichkeit
einen Gott gäbe, warum dann die unzähligen
Ablehnungen?
Das käme doch einer unglaublichen Dummheit gleich!
Aber schaut doch einmal auf jene bekannten und ge
bildeten Persönlichkeiten, die es wagen und gewagt haben, die Existenz eines Gottes
zu leugnen!

Montag, der 17. Dezember 2001, 03:32 Uhr
Name: laura
E-Mail: laura666@firemail.de
Homepage: http://www.phone-24.de

Hallo,
nette Seiten sind das hier, schaut doch auch einmal bei uns vorbei http://www.phone-24.de
auf bald!
Grüße
Laura

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