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Montag, der 7. Januar 2002, 00:05 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Ja, noch Fragen!

Gerne!

[...] aber aus diesem Satz schließe ich, daß Du den Menschen, den Du mit Deiner Gattin gezeugt hast, als völlig eigenständiges Individuum ansiehst.

Ja!

Weiter vermute ich (bitte ggf. korrigieren) daß Du nicht unbedingt für dessen Erziehung verantwortlich sein mußt,...

Richtig! Hierbei lege ich Wert auf die Woertchen "nicht unbedingt", die Du gebrauchst. Es koennte dies ebenso - vielleicht sogar besser - ein anderer Mensch tun, der meine Position einnimmt (bedingt durch Tod, Trennung, Krankheit...).

...d.h. wenn er [der Sohn] auf das Gastrecht verzichten möchte, soll es so sein. Jedenfalls hört es sich so an.

Ja! (im Prinzip).

Was würdest Du also tun, wenn "Dein" Sohn, nun, sagen wir mal im religionsmündigen Alter plötzlich getauft werden möchte oder sonst irgendeiner Religionsgemeinschaft beitreten will.

Ich wuerde seine "Erkenntnis" zwar nicht erklaertermassen mittragen aber dennoch seine persoenliche Entscheidung respektieren.

Wie willst Du als dezidierter Atheist mit z.B. einem Christen Dein Haus teilen und ihm weiter Gastrecht gewähren?

Du hast Dir selbst geantwortet:

...dieser Punkt könnte eine Menge Konfliktpotential bergen...

...und ich würde mich freuen, wenn Du mir auch dazu einige Gedanken aufschreiben könntest.

Natuerlich koennte ich mir schon jetzt fuer diesen Fall Gedanken machen, Plaene schmieden und Handlungsweisen zurechtlegen.
Ich denke, es genuegt, wenn sich die Familie bei einer konkreten Situation detaillierte Gedanken macht. Ueber "ungelegte Eier" zu fabulieren fuehrt zu nichts.

Der Mensch geht seinen eigenen Weg. Mit jedem Tag und beinahe unmerklich entfernen sich die Kids mehr und mehr dem trauten Schoss der Mutter und der Geborgenheit des elterlichen Heimes.
Die Siebzehnjaehrige entscheidet ueber ihr "Leben" beinahe voellig autark. Noch wenige Jahre und sie gruendet eine eigenstaendige Familie (oder auch nicht).
Sie entscheidet ueber ihre schulische und berufliche Laufbahn selbst und diese Entscheidungen sind sicher meist nicht konform mir meiner Opinion. Menschen dazu erziehen, Verantwortung fuer ihr Handeln zu uebernehmen - darin sehe ich eine zuvorderste Aufgabe der Erziehungsberechtigten.

Sonntag, der 6. Januar 2002, 18:08 Uhr
Name: Amberball
E-Mail: amberball@gmx.de
Homepage: keine Homepage

Ja, noch Fragen!
Zu den ersten beiden Punkten zunächst nicht. Wenn das Deine Ansichten sind, ist das durchaus akzeptabel.

Aber zum letzten Satz: Vielleicht verstehe ich auch etwas falsch, aber aus diesem Satz schließe ich, daß Du den Menschen, den Du mit Deiner Gattin gezeugt hast, als völlig eigenständiges Individuum ansiehst. Weiter vermute ich (bitte ggf. korrigieren) daß Du nicht unbedingt für dessen Erziehung verantwortlich sein mußt, d.h. wenn er auf das Gastrecht verzichten möchte, soll es so sein. Jedenfalls hört es sich so an. Was würdest Du also tun, wenn "Dein" Sohn, nun, sagen wir mal im religionsmündigen Alter plötzlich getauft werden möchte oder sonst irgendeiner Religionsgemeinschaft beitreten will. Wie willst Du als dezidierter Atheist mit z.B. einem Christen Dein Haus teilen und ihm weiter Gastrecht gewähren. Versteh es bitte nicht falsch, aber ich denke, dieser Punkt könnte eine Menge Konfliktpotential bergen und ich würde mich freuen, wenn Du mir auch dazu einige Gedanken aufschreiben könntest. Notfalls steht Dir die oben genannte e-mail-Adresse zur Verfügung.

Grüße
Amberball

Samstag, der 5. Januar 2002, 23:56 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Nicht jede Web-Site, die den Begriff "Sex" im Titelnamen traegt, bietet entsprechende Inhalte an. Nicht in jedem Fotogeschaeft steht ein ausgebildeter Fotograf und nicht in jedem "griechischen Lokal" ist der Wirt ein Grieche. :-))
Doch Spass beiseite. Natuerlich stehe auch ich inhaltlich zu unserer Domain "Der Humanist". Das setzt aber weder voraus, dass alle Betreiber, respektive die festen Mitarbeiter dieser Seite erklaerte Humanisten sind, noch dass sie sich als solche selbst titulieren. Wer wollte das zudem verifizieren? Alles andere ist Phantasie.
In Parenthese, meine Selbstbezeichnung - so ich denn eine bevorzuge - waere "dezidierter Atheist".
Ich wuerde mich deshalb schon nie als Humanist selbst bezeichnen, weil ich denke, dem hochstehenden ethischen Anspruch hierzu einfach nicht absolut gerecht werden zu koennen. Was nicht heisst, dass ich deswegen dieses Ideal verwerfe. Doch wenn ich ETWAS mache, dann moeglichst nichts HALBES... :-))

Die drtte Alternatve wäre vielleicht diese, Deinem Sohn und uns gegenüber ehrlich aufzutreten.

Als was denn? Als nicht konseuqent lebendes Vorbild? Bin ich unehrlich zu ihm und inwiefern? Was ist so wichtig am so genannten christlichen Weihnachtsfest, dass es unbedingt zwingend gefeiert/begangen werden muss? Vielleicht, weil es aus unzaehligen Plagiaten besteht? Vielleicht, weil es die "wahren, wiedergeborenen Christen" als heidnisches Relikt ebenso ablehnen?
Nach dem fundamentalen Prinzip der Zirkularitaet gibt es zum ALLEM unzaehlige und oft viel interessantere Alternativen. Einige davon praktiziert die von uns gegruendete Familie seit Jahren. Nur weil 100.000 Menschen irgendetwas fuer sich selbst als "schoen" oder "notwendig" empfinden, muss das noch lange nicht ebenso verbindlich fuer den 100.001 sein.
Den Kindern ist eine intensive Familien-(Urlaubs-)Woche (uebrigens mein einziger regelmaessiger Urlaub seit Jahren) immens wichtiger, als mit Konsumkrimskrams "belaestigt" zu werden.

So nebenbei erwaehnt ist es nicht MEIN Sohn, sondern lediglich der von uns (mit der mir angetrauten Gattin) gezeugte. Er ist gern gesehener Gast in der von uns gegruendeten Familie.

Noch Fragen?

Samstag, der 5. Januar 2002, 22:46 Uhr
Name: Christ
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Herbert:

Hier muß ich Amberball nicht nur unterstützen, sondern darf wohl auch darauf hinweisen, dass Du als verantwortlicher Mitarbeiter aufgeführt bist.

Die drtte Alternatve wäre vielleicht diese, Deinem Sohn und uns gegenüber ehrlich aufzutreten.

Ist doch hoffendlich nicht zuviel verlangt?

Samstag, der 5. Januar 2002, 21:10 Uhr
Name: Amberball
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

"Und wer haette je behauptet, dass ich Humanist sei?"

Aber Herbert,
diese Seite heißt doch so! Ich dachte eben auch, daß die verantwortlichen Leute zum Namen stehen (inhaltlich).

Amberball

Samstag, der 5. Januar 2002, 15:03 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Das mit dem y/i weiss ich - danke. Mir gefaellt es aber mit y besser... :-)))

Samstag, der 5. Januar 2002, 15:01 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Lieber Christ, was schlaegst Du als dritte Alternative vor? Biblische Zuechtigung?

Und wer haette je behauptet, dass ich Humanist sei?

Samstag, der 5. Januar 2002, 00:26 Uhr
Name: mindermensch
E-Mail: der@mindermensch.de
Homepage: keine Homepage

Silvester, nicht Sylvester. Stallone hat damit nichts zu tun.

Samstag, der 5. Januar 2002, 00:06 Uhr
Name: Christ
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Herbert:

Sehr human, wie Du einen fünfjährigen Jungen vor die Wahl stellst - entweder - oder!!!

Meinen Respekt, Herr Humanist!!!

Samstag, der 5. Januar 2002, 00:03 Uhr
Name: Christ
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Herbert:

Sehr human, wie Du einen fünfjährigen Jungen vor die Wahl stellst - entweder - oder!!!

Meinen Respekt Herr Humanist!!!!

Freitag, der 4. Januar 2002, 16:12 Uhr
Name: Ralf Kastl
E-Mail: r.kastl@altavista.de
Homepage: keine Homepage

Sehr gute Seite! Bitte weiter so.
Gibt es Newsletter?

Donnerstag, der 3. Januar 2002, 23:32 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Hallo Amberball

...was sagen eigentlich Deine Kinder dazu, daß sie völlig vom Weihnachtsgetümmel ausgeschlossen werden?

Der Siebzehnjaehrigen (aus erster Ehe), die genau im Zentrum von Nuernberg lebt (Christkindlesmarkt) geht der ganze Weihnachtskrimskrams am A.... vorbei (keine Geschenke).

Der Fuenfjaehrige meinte (vor etwa drei Wochen), so ein kleines Geschenk, eben wie die Glaeubigen dies praktizieren, waere doch ganz nett. Ich stellte ihn einfach vor die Alternative: Ein kleines Geschenk und dafuer den geplanten Schlittel-Urlaub ueber die so genannten Feiertage abblasen - oder andersherum (alles zusammen kann man eben nicht immer haben). Das Fest selbst interessiert ihn nicht. Er weiss, dass die Christen-Glaeubigen hier die Geburt ihres angeblichen Gottessohnes feiern, andere Glaeubige dies an eben einem anderen Tag praktizieren.
Er entschied sich fuer den Schlittel-Urlaub in der Schweiz (was er nicht bereute; also ebenso keine Geschenke).
Die Zweieinhalbjaehrige weiss noch gar nichts von diesen ver-rueckten Dingen (keine Geschenke).

Die Gattin schmueckt schon seit Jahren keinen Baum mehr. Ein gemuetlicher Spieleabend am Fussboden vor dem offenen Kaminfeuer ist den Kindern ein fast allabendlicher Wunsch (den ich leider, aus Zeitgruenden nicht immer erfuellen kann).

Wollen die das so oder gibts da hin und wieder Auseinandersetzungen,...

Ausser dem Geschenkewunsch des Fuenfjaehrigen gab es bisher es keine Diskussionen oder Fragen.

...die dann in einer "Bevormundung" durch die Eltern enden?

Ist das (Nicht-/)Abhalten des Weihnachtsfestes nicht ebenso eine Bevormundung?!
Ich denke, da die Kids (bisher) keinen Fernsehkonsum kennen, fehlt ihnen diesbezueglich die entsprechende weihnachtliche Konditionierung, respektive ein ausgepraegter Geschenkewunsch.

Dies ist aehnlich mit Sylvester und den Raketen. Die Kids wissen, dass wir statt dessen Geld an INTACT, ai, terre des femes, oder aehnl. geben. Die finden das o.k.
"Die Sylvetsernacht ist eine Nacht, wie jede andere Nacht - nur die menschliche Dummheit kracht!" [Eugen Förg 31.12.1999]

Gruesse
Herbert

Donnerstag, der 3. Januar 2002, 22:31 Uhr
Name: PFARRERR RIEPER, Cloppenburg
E-Mail: PFARRERRIEPER11@compuserve.de
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(„Wort zum Sonntag“ für die Ausgabe der Sonntagszeitung für den Landkreis Cloppenburg am Sonntag, d, 06. Januar 2002)

„Ja, Gott ist meine Rettung; ihm will ich vertrauen und niemals verzagen“ (Prophet Jesaja 12, 2). – Jahreslosung für das Jahr 2002
Liebe Leserin, lieber Leser,
mit der Gretchenfrage schickt uns die Jahreslosung in das neue Jahr. In Goethes Faust – der Tragödie erster Teil, fragt Margarete ihren geliebten Heinrich: Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?
Und Heinrich drauf: „Und wenn du ganz in dem Gefühle selig bist,/ Nenn es dann wie du willst,/ Nenn’s Glück! Herz! Liebe! Gott!/ Ich habe keinen Namen/ Dafür! Gefühl ist alles;/ Name ist Schall und Rauch,/ Umnebelnd Himmelsglut.
Drauf Margarete wenig überzeugt: „Das ist alles recht schön und gut;/ Ungefähr sagt das der Pfarrer auch,/ Nur mit ein bisschen andern Worten.“
Hoffentlich sagt er’s mit mindestens so schönen und gefühlvollen Worten. Und nicht im modernen Jargon, der mit „Hi“ oder „Hallo“ anfängt und mit „Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb“ aufhört. Jüngst las ich vom Ende des tiefen und dauerhaften Gefühls. Jugendliche würden emotional an der Glotze erzogen und da wechseln die Gefühle minütlich. Ein Vorteil für Menschen, die auf einem immer mobiler werdenden Arbeitsmarkt leben müssten: „Heute hier, morgen dort, bin kaum da, muss ich fort.“
Ins Ungefähre leben, fühlen, reden, glauben? Tun wir’s alle nicht längst? Seit dem 11. September haben sich die Kirchen um einen Dialog mit den Moslems bemüht. Eine erste Bilanz dieses Dialogs fällt ernüchternd aus. Nicht nur, dass man auf der islamischen Seite niemand findet, der für den Islam reden kann und sich im Angesicht seiner Auswüchse nicht selbst als Opfer, sondern verantwortlich fühlt – auch auf der christlichen Seite scheint die Sehnsucht nach Harmonie vor den Grundsätzen des eigenen Glaubens nicht Halt zu machen oder noch schlimmer: Der christliche Glaube scheint sich seiner selbst alles andere als sicher zu sein. Es gibt Umfragen, in denen die Hälfte meint, Christen und Moslems glaubten an ein und denselben Gott. So feiert man den gemeinsamen „Schöpfer und Erhalter des Lebens“, als gabe es Jesus Christus nicht; oder als wäre der lange Rest mit seinem Bekenntnis zum Christusglauben das Sahnehäubchen, dass man getrost beiseite pusten kann, wenn es die Eintracht schmälert.
Sind wir hierzulande nicht allzu taub für die Schreie der verfolgten Christen in Nigeria und im Sudan, in Ägypten und in Indonesien? Auf den indonesischen Molukken sind bereits Tausende von Christen religiösen Säuberungen zum Opfer gefallen und "weit mehr als 700 Kirchen" zerstört worden, wie EKD-Auslandsbischof Koppe berichtet, der auch die Ursachen kennt: "Die gewalttätigen Konflikte haben fundamentalistische muslimische Gruppen begonnen." Wo sind die Überreste des angeblich friedlichen Islam, wie es ihn im mittelalterlichen Andalusien einmal gab, denn heute in der Wirklichkeit dieser Erde noch zu finden? Wo ist ein islamischer Staat, der demokratisch ist und mit den Christen auch nur annähernd so tolerant umgeht, wie die Christen bei uns mit den Moslems, wie jüngst auch DER SPIEGEL gefragt hat?
Damit kein Missverständnis aufkommt: Zu einem Dialog der Religionen gibt es keine Alternative. Aber es gibt keinen Dialog ohne klare Positionen. Die Gretchenfrage darf um eines lieben und ebenso faulen Friedens nicht unter den Teppich gekehrt werden: „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“ Und darauf wollen wir nicht blumig und ins Ungefähre reden, wie der Heinrich im Faust oder wie das nach Margaretes Erfahrung auch so mancher Pfarrer tut, nur mit anderen Worten. Darauf wollen wir mit der Losung für das neue Jahr bekennen:

Ja, Gott ist meine Rettung; ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.

Etwas Handfestes, etwas Bestimmtes hat dieses Wort für das Jahr 2002. Es ist Besinnung und Selbstbesinnung zugleich. Hier ist der Rettungsring, ihn zu ergreifen, statt im Trüben nach ihm zu fischen. Hier ist die Hand, in der wir uns geborgen wiederfinden. Das ist nicht die Hand irgendeines Gottes. Dieses Wort „Gott“ ist kein Joker im interreligiösen, ideologischen oder gar politischen Kartenspiel. Der Gott, den wir mit diesem Wort meinen, offenbart, definiert sich selbst in seinem Wort und in seiner Menschwerdung in Jesus Christus.
Dieser Gott steht nicht auf der Seite von Mächten, Nationen und politischen Parteien, sondern auf der Seite des Lebens, der Freiheit, der Gerechtigkeit und der Wahrheit. Dieser Gott ist Rettung, Heil, was im hebräischen Wortsinn einen „weiten Raum“ bezeichnet, Lebensraum zum friedlichen und vielfältigen Miteinander. Deshalb übersetzt Martin Buber den Vers der Jahreslosung treffend: „Der Gott meiner Freiheit, ich verlasse mich, ich verzage nicht.“
Buber vermeidet in seiner Übersetzung den falschen Akzent, den die Übersetzung anschlägt: „Ich will ihm vertrauen und niemals verzagen.“ Ach, das klingt in der Tat nach all den guten Vorsätzen, die zu Silvester gefasst worden sind und mit denen bekanntlich der Weg zur Hölle gepflastert ist. Als könnte man Vertrauen durch irgendetwas erzwingen. Als wäre das Verzagen eine Willensschwäche. Vertrauen kann nur geweckt und geschenkt werden. Und dem Verzagten muss ein Licht der Hoffnung aufgehen.
Und darum lässt die Jahreslosung am Anfang den Gott meiner Rettung, den Gott meiner Freiheit um so heller aufleuchten, damit sich an ihm das Vertrauen entzündet und dieses alles erstickende Gefühl der Vergeblichkeit seinen bösen Geist aufgibt, bevor es uns in den Griff bekommt; bevor wir endgültig eingemauert sind in unsere Probleme.
Vielleicht ist genau das das Gefühl, das so manchen unter uns auf dem Weg ins neue Jahr begleitet. Und vergessen wir nicht: Diesen Vers hat Jesaja niedergeschrieben vor einer finsteren Zeit für das Volk Israel. In ihm steckt trotz allem ein Stern, eine ungeheure Kraft für den Weg durch die Nacht: Der Gott meiner Rettung. Der Gott meiner Freiheit. Der wird nicht zulassen, dass die Mauern sich um mich schließen und das Gefühl der Vergeblichkeit von mir Besitz ergreift. Und deshalb kommt es in dieser Nacht und in allen Nächten unseres Lebens vor allem darauf an, dass wir diesen Gott nicht verfehlen. Dass er uns nicht ins Ungefähre entschwindet und mit ihm unsere Hoffnung und mit der Hoffnung unsere tröstliche Rede von ihm und mit ihr unser christlicher Glaube.
Die Jahreslosung ruft uns auf dem Weg in ein neues Jahr zur Besinnung und Selbstbesinnung. Zur Besinnung auf unseren Gott. Sein Name ist nicht Schall und Rauch. Er hat sich einen Namen gegeben, in Christus der Welt sein Gesicht gezeigt und uns sein Evangelium geschenkt. Er ist nicht zu verwechseln. Wer sich auf ihn besinnt, darf sich in seiner Hand geborgen wiederfinden: Selbstbewusst! Ja, „Gott ist meine Rettung; ihm will ich vertrauen und niemals verzagen“

Das zu bekennen wünscht Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser,
Johannes Rieper, Pastor im Ruhestand, Cloppenburg

Donnerstag, der 3. Januar 2002, 18:02 Uhr
Name: Amberball
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Hallo Herbert,
was sagen eigentlich Deine Kinder dazu, daß sie völlig vom Weihnachtsgetümmel ausgeschlossen werden? Wollen die das so oder gibts da hin und wieder Auseinandersetzungen, die dann in einer "Bevormundung" durch die Eltern enden?

Amberball

Donnerstag, der 3. Januar 2002, 13:26 Uhr
Name: mindermensch
E-Mail: der@mindermensch.de
Homepage: keine Homepage

Weihnachten ist eine Erfindung der Coca-Cola-Werbung.

Donnerstag, der 3. Januar 2002, 13:24 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Man soll "Weihnachtssteuer" (min 9 % von Umsatz) einführen....

Man sollte eine Steuer einfuehren, die den gedemuetigten und von uns ausgebeuteten Menschen in der Dritten Welt (siehe z.B. Ogoni/Nigeria/Oel/Shell) zukommt, jedoch nicht den milliardenschweren Pfaffen im Vatikan. Dieser hat noch nie eine einzige Lira aus eigenem Vermoegen gespendet (siehe Tondi, Alighiero: Vatikan und Neofaschismus. Dietz Verlag, Berlin. 1955, Tondi war Jesuit und Leiter der paepstlichen "Gregorianischen Universität").

...und sie der Kirche zukommen lassen.

LOL! Das waere einer fetten Sau den Hintern geschmiert.

Begründung: ohne Kirche gäbe es keine Weihnachten.

Weihnachten? Was ist das?
Weder die mir angetraute Gattin noch die von uns gezeugten Kinder kennen dieses wahnwitzige mediale Einkaufsspektakel. Weder Baum, Gschenke noch sonst was tangiert uns. Wieso sollte ich fuer ein "Nichts" Steuern zahlen?

Und so nebenbei gefragt, warum sollte ich ueberhaupt an Goetter glauben?

Mit atheistischen Gruessen
Ex-Christ Herbert

Donnerstag, der 3. Januar 2002, 13:12 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
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Seit Jahren beten wir in den katholischen Schulen für alle Atheisten...

Sag`ich doch. Seit ich Atheist bin, beten so viele Menschen fuer mich, da kann doch gar nichts mehr schiefgehen. Das beten hilft allerdings nur den Glaeubigen. :-)))

Ex-Christ Herbert

Donnerstag, der 3. Januar 2002, 11:25 Uhr
Name: martourist
E-Mail: martourist@aol.com
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weitere infos: http://www.kath.de/

Donnerstag, der 3. Januar 2002, 09:23 Uhr
Name: matourist
E-Mail: martourist@aol.com
Homepage: keine Homepage

Man soll "Weihnachtssteuer" (min 9 % von Umsatz) einführen und sie der Kirche zukommen lassen. Begründung: ohne Kirche gäbe es keine Weihnachten.

Donnerstag, der 3. Januar 2002, 08:56 Uhr
Name: martourist
E-Mail: martourist@aol.com
Homepage: keine Homepage

Seit Jahren beten wir in den katholischen Schulen für alle Atheisten, damit es ihnen allen gut geht, damit sie lange leben und nach einem langen erfülltem Leben in den Himmel kommen.

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