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Samstag, der 26. April 2003, 22:42 Uhr
Name: David
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"Das bezweifele ich auch. Ich bezweifle aber auch, dass in China ein marxistisch-leninistischer Kommunismus herrscht."

Der Marxismus-Leninismus ist der größte Unsinn den es gibt. Er fordert die Diktatur einer einzigen Partei. Lenin meinte es müsse eine "Partei neuen Typs" geben, die alles regiert. Die Bolschewiki sollten diese Partei sein. Der Kommunismus nach Marx war von der Ideee her im Großen und Ganzen in Ordnung, jedoch völlig nutzlos, da Marx nie davon sprach, wie er umgesetzt werden sollte. Lenin ergänzte dann den Kommunismus um seine Idee der "Partei neuen Typs", die wie schon gesagt, eine hirnrissige Idee ist, da sie nur zu einer Diktatur führen kann.
Der Kommunimus ist eine Theorie ohne Vorschlag wie man sie Umsetzen kann, der Marxismus-Leninismus bedeutet Diktatur und Ausgrenzung des Volkes aus der Politik. Ich weis nicht was du an diesem M.-L. so toll findest.

Samstag, der 26. April 2003, 19:35 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Matze,

Wie gesagt eine Aufteilung von Eigentum in Gemeineigentum usw. halt ich nicht für erforderlich.

Wenn es zwangsweise verordnet wird, halte ich auch nichts davon. Das ist wie beim GLAUBEN/Religion.
Andererseits erwerben viele Menschen im Laufe ihres Lebens Dinge, z.B. Auto, Computer, Play-Station, u.v.a.m., die die halbe Zeit (oder noch mehr) ohne Nutzung herumstehen. Ein oder zwei Spielekonsolen in einer kleinen Wohnstrasse reichten da voellig aus. Stattdessen muss sich jeder als stolzer Besitzer von Spielkonsolen oder irgendwas waehnen. Dass man dafuer aber auch in die Maloche gehen muss, sieht man nicht (zumindest nicht vordergruendig). Aber das System benoetigt primaer Konsumenten und keine Konsumverweigerer.
Dass das auch so bleibt, dafuer sorgt die kapitalistische Erziehung/ Gesellschaft/ Industrie, die u.a. das egozentrische "Haben wollen" (evtl. als genetische Grundlage) intensiv manifestiert (siehe auch Werbung). Es ist einfach so, dass das Sytem kaum andere als systemimmantente Aspekte foerdert. Als positives Beispiel waere zumindest das mitleidig belaechelte Car-Sharing zu nennen.

Es würde völlig ausreichen, wenn wir basisdemokratische Verhältnisse im Staat und in den Unternehmen hätten und Dinge wie die Entlohnung von Arbeit nach gerechten, gesetzlich vorgeschriebenen Maßstäben hätten - so dass Fleiß belohnt wird.

Fleiss wurde auch ehedem bei der Post belohnt :-))

Ich denke, dass der Staat als Traeger des Volkswillens - und nicht des Industriewillens - fuer grundlegende Dinge selbst Vorsorge zu treffen hat (und zwar in Form von Staatsbetrieben). Darunter verstehe ich beispielsweise das Transportwesen (z.B. Bahn, Post) oder die Energieversorgung (z.B. Strom, Gas) oder die Renten-(Grund)Versorgung...

Bei der anstehenden Privatisierung der Trinkwasserversorgung (siehe auch GATS), geht nun ein Aufschrei durch die Medien und Bevoelkerung. Was aber ist Trinkwasser anderes, als ein Lebensmittel, wie Brot und Kaese? Und die kauft man ja auch bedenken- und wahllos bei ALDI & Co.
Wer mal selbst mit einfachen Mitteln einen Trinkwassertest macht und sich nicht nur auf die kommunalen Versprechungen (Zertifikate?) verlaesst, kann unter Umstaenden schon jetzt boese Ueberraschungen erleben. Nicht umsonst stehen schon in einigen Kellern Hauswasser-Filter.

Gleichmacherei beim Erfolg von Individueen funktioniert einfach nicht - weder im Sozialismus, noch im Kapitalismus, noch in den gescheiterten Gesamtschulen.

Das Gesamtschul-System in den skandinavischen Laendern ist wahrlich nicht gescheitert. Im Gegenteil. Und Erfolg ist auch nicht ALLES und auch nicht fuer jeden erstrebenswert (so wenig, wie ein so genanntes ewiges Leben). :-))

Gleichmacherei waere ja auch gar nicht ein erklaertes Ziel von "Gemeinschaftseigentum". Eher die gemeinschaftliche Verwendung von Dingen. Andererseits sollte man auch nicht aus den Augen verlieren, wie "gleichmachend" der Kapitalismus wirkt. Konzerne wie BMW, Audi, Siemens, ect. sorgen dafuer, dass es in den unteren Schichten der Arbeiter und Angestellten keine Betriebsrenten mehr gibt, kaum soziale Betriebseinrichtungen (Schwimmbaeder, Trunhallen), etc., waehrend diese Dinge dem so genannten Management weiterhin zugeteilt werden. Die jaehrlich zweistellig steigenden Gewinne dieser Trusts werden keinesfalls an diese Lohngruppen, die den Hauptteil der Produktion bewaeltigen, weitergegeben.

Samstag, der 26. April 2003, 18:27 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Matze,

Dass es in China "Gemeineigentum" gibt bezweifle ich.

Das bezweifele ich auch. Ich bezweifle aber auch, dass in China ein marxistisch-leninistischer Kommunismus herrscht.

Samstag, der 26. April 2003, 18:25 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Matze,

In der DDR wären die Bewohner Zwangsumgesiedelt worden...

Bei uns im Westen duerfen sie vorher jahre- der jahrzehntelang ihr Geld verprozessieren, bevor sie dann dennoch das Feld raeumen mussen...

Samstag, der 26. April 2003, 18:16 Uhr
Name: Matze
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@Herbert

Ich denke, die primaeren Unterschiede liegen im Bereich der verschiedenen Wirtschaftssytemen:
Kapitalismus und Privateigentum contra Kommunismus und Gemeineigentum.

Dass es in China "Gemeineigentum" gibt bezweifle ich. Es handelt sich um Staatseigentum und der Staat ist in China nicht das Volk. In der DDR gab es ebenfalls kein Gemeineigentum - das Geld floss in die Töpfe der Staatsführung. Von Basisdemokratie oder ähnlichem ist in China nicht zu reden. China ist ein totalitäres Regime im sozialistischen Sonntagsanzug mit kapitalistischer Mütze.

Haetten wir einen demokratischen Sozialismus und uns ginge es zudem dabei wirtschaftlich sehr gut, wuenschten wir uns keinen demokratischen Kapitalismus und umgekehrt.

Wie gesagt eine Aufteilung von Eigentum in Gemeineigentum usw. halt ich nicht für erforderlich. Es würde völlig ausreichen, wenn wir basisdemokratische Verhältnisse im Staat und in den Unternehmen hätten und Dinge wie die Entlohnung von Arbeit nach gerechten, gesetzlich vorgeschriebenen Maßstäben hätten - so dass Fleiß belohnt wird. Gleichmacherei beim Erfolg von Individueen funktioniert einfach nicht - weder im Sozialismus, noch im Kapitalismus, noch in den gescheiterten Gesamtschulen.

Gruß,

Matze

Samstag, der 26. April 2003, 18:09 Uhr
Name: Matze
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@Herbert:

Pressefreiheit im Kapitalismus heisst:
Es darf alles gelesen werden, was geschrieben wird!

Das halte ich für stark übertrieben. Im Kapitalismus heißt es eher: "Es darf geschrieben werden, was gelesen wird." - D.h. die Presse liefert im Prinzip das, was die Leser wollen und leider wollen die Leser mehr und mehr Tratsch und Klatsch, anstatt politische Debatten.

Dass unsere Pressefreiheit besteht habe ich vor kurzem wieder erfahren können: Bei Frontal21 kam ein Bericht darüber, wie sich ein kleines ostdeutsches Dorf gegen die Vernichtung durch Braunkohleindustrie widersetzt. In der DDR wären die Bewohner Zwangsumgesiedelt worden und in den Zeitungen hätte sicherlich gestanden "Die Bewohner zogen freiwillig für das gemeinwohl des Volkes und der Arbeiter und Bauern der Deutschen Demokratischen Republik um.".

Der Unterschied unseres Staatssystems zu den totalitären Regimen ist der, dass Zensur, Folter und eingeschränkte Grundrechte prinzipiell vorhanden sind und oft verfügbar sind, jedoch durch verschiedene Mechanismen (im wesentlichen die Wirtschaft) immer wieder eingeschränkt werden.

Gruß,

Matze

Samstag, der 26. April 2003, 14:48 Uhr
Name: Birgit
E-Mail: Birgit.Bittorf@gmx.de
Homepage: keine Homepage

Ich würde gerne wissen, wie der Satz,, Eine Mannes Rede ist keines Mannes Rede..........
weiter lautet.
Bitte um Zusendund unter Birgit.Bittorf@gmx.de

Samstag, der 26. April 2003, 12:48 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
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Richtig Frank.
Freie Presse?

Von wegen!

Pressefreiheit im Kapitalismus heisst:
Es darf alles gelesen werden, was geschrieben wird!

Und man darf abwarten, auf welche Art und Weise das Internet in den naechsten Jahren noch gegaengelt wird.

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