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Montag, der 9. Juni 2003, 08:42 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Matze,

Entweder (wenn man religiös ist) kann das moralische oder ethische Verhalten nur von den "den Menschen höher stehenden Instanzen" bewertet werden oder (wenn man nicht religiös ist) gar nicht bewertet werden, da es kein eindeutig feststellbares Maß für Moral gibt.

Wer transzendent unbedarften Menschen - und in der Regel sind das alle Neugeborenen, respektive Kleinkinder - mit religioesen Maerchen, an die er selbst als die absolute Wahrheit GLAUBT, indoktriniert, kann ethisch einfach nicht so hochstehend sein, wie ein Mensch, der versucht, diese fruehkindliche Indoktrination nicht zu vollziehen. Wohlgemerkt: Dabei geht es immer nur um nicht verifizierbare GLAUBENSdinge.
Moral ist etwas anderes als Ethik (gehe jedoch nicht weiter darauf ein).

Montag, der 9. Juni 2003, 08:31 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
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@ Matze,

Du kannst von einer Religionsgemeinschaft nicht erwarten, dass sie Leute einstellt die jenseits ihrer Statuten arbeiten.

Aber ich kann erwarten, dass sich Religionsgemeinschaften mit ihren Statuten innerhalb des Grundgesetzes bewegen. Ansonsten gehoeren sie verboten, oder zumindest restriktiv ueberwacht wie andere verfassungswidrige Organisationen eben auch.
Befaenden sich diese so genannten Statuten innerhalb der Grundrechte, haette ich nichts dagegen. Da aber die UN-Charta der Menschenrechte (Art. 18) und das GG (Art. 3 und 4) in den zitierten Artikeln eindeutig sind , stellt sich die Kirche ueber (oder ausserhalb) die bundesrepublikanische Verfassung.
Ausserdem arbeiten schon heute nicht wenige so genannte Zwangskonfessionalisierte in kirchlichen Einrichtungen. Menschen also, die nur deswegen in einer Religionsgemeinschaft sind, respektive dort eingetreten sind, weil sie in einem sozialen Beruf arbeiten und vielleicht keine andere Arbeitsstelle in der Region (z.B. Niederbayern) bekommen.
Ja selbst ein Fall eines Polizisten ist mir bekannt, der wegen seines Jobs die Kinder taufen lies und selbst in die Kirche eintrat.
Die Ueberarbeitung des kirchlichen Arbeitsrechts und die Eingliederung/Unterordnung unter die Verfassung waeren deshalb nur ein konsequenter Schritt in Richtung Demokratie. Dass daran die Kirchen kaum Interesse haben, ist evident. War ja fast schon immer so. Wohlgemerkt die Kirchen - nicht die Schaefchen. Die GLAUBEN heute noch an die Wunder der Oekumene und merken gar nicht, dass z.B. fuer den Papst die paar Millionen reformbereiten Christen in Deutschland gar nicht relevant sind. Religioese Dogmen sind eben prinzipiell nicht reformierbar.

Was haben die Kirchen gegen Nichtchristen/-glaeubige in ihren Reihen?
Dabei waere doch die Zugehoerigkeit/ Nichtzugeherigkeit zu einer Religion reine Privatsache und hat als Eintrag auf der Lohnsteuerkarte nichts zu suchen. Stichwort Datenschutz! Als Einstellungsgrund bei der Jobsuche verstoesst dieses Kriterium auf jeden Fall gegen die Verfassung!

Sonntag, der 8. Juni 2003, 23:56 Uhr
Name: Matze
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@Herbert:

Auch im Fall von Pfarrer Kroll: Du kannst von einer Religionsgemeinschaft nicht erwarten, dass sie Leute einstellt die jenseits ihrer Statuten arbeiten. (Egal ob man nun das Handeln der kath. Kirche gutheißt). Die Kirche kann als Pfarrer keinen Moslem oder Atheisten einstellen oder jemanden, der nackt vor dem Altar rumhüpft. Religionsfreiheit muss auch heißen, dass man den Religionsgemeinschaften die Freiheit gestattet in religiösen Ämtern (Pfarrern, Bischöfen etc.) selbst einzustellen und zu entlassen (ähnliches gilt für Teilnahmerechten an relig. Rituale), sofern dies nach eindeutig festgelegten Richtlinien erfolgt.

Anders ist es natürlich in Kindergärten u.ä., da die Kirche hier ein Monopol besitzt - wobei dieses Monopol auch auflösbar ist (indem neue, säkulare Kindergärten u.ä. gegründet werden).

Gruß,

Matze

Sonntag, der 8. Juni 2003, 23:43 Uhr
Name: Matze
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@Jzero:

Wer bevorzugt wird, hat schon im Vorfeld verloren. Er kann nicht mehr beweisen, dass er es wert ist, bevorzugt zu werden. Bevorzugung ist Verlust. Stärke ist Verlust. Ruhm ist Verlust. Der Gewinn ist nur die Suche.

Ein guter Spruch, der hier und anderswo zutrifft: Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, Regierung usw. rühmen sich allesamt vergangener Taten und bringen neues nicht zu Stande...

Gruß,

Matze

Sonntag, der 8. Juni 2003, 23:41 Uhr
Name: Matze
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@Herbert:

Thema: Angestellte in der Kirche

Die Antwort ist: Nein!

Das Problem ist m.E. weniger, dass die Kirche als Religionsgemeinschaft nicht das Recht besitzt, gemäß ihrer religiösen Statuten einzustellen und zu entlassen, wie sie es (gemäß der religiösen Statuten eben) denkt - als dass sie staatliche Unterstützung dafür bekommt.

Würde sie keine (finanzielle) staatl. Unterstützung bekommen, könnte ich es akzeptieren, dass sie nach ihren Maßstäben einstellt, da sie eben eine Religionsgemeinschaft und kein Unternehmen ist.

Da sie aber solche bekommt, kann ich es nicht akzeptieren...

Gruß,

Matze

Sonntag, der 8. Juni 2003, 23:36 Uhr
Name: Matze
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@Beobachter/Antichrist:

Woran merkt man, daß man auf einem Kirchentag ist? 30.000 Frauen sind da, aber keine gefällt dir!

Der war gut!

Nein, pauschalisierend und frauenfeindlich.

Gruß,

Matze

Sonntag, der 8. Juni 2003, 23:33 Uhr
Name: Matze
E-Mail: keine E-Mail
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@Matze

Was wir alle zum Leben brauchen: Licht, Luft, Wasser, Wärme, Humor, Liebe und Geld.

Geld ist einer der Dinge, die wir garantiert nicht zum Leben brauchen. Im Gegenteil: Durch Geld wird eher Leben zerstört, als Leben unterstützt.

Geld ist lediglich eine gesellschaftliche Zwangsmaschinerie, die wir Menschen uns aufgebürdet haben und von der wir uns nicht befreien können.

Meinst du, dass die Maschinen in Fabriken nur deshalb arbeiten, weil es Geld gibt? Könnten Sie nicht auch ohne Geld betrieben werden und deswegen genausoviel - wenn nicht sogar mehr produzieren?
Meinst du, dass die großen Wissenschaftler nur auf Grund des Geldes forschten und entwickelten?
Meinst du ernsthaft, dass die Saat auf dem Feld eines Bauern nur durch Geld aufgehen und gedeien kann? Meinst du der Bauer hat für das zum Wachstum der Pflanzen erforderliche Sonnenlicht und Kohlendioxid bezahlt?

Dass du Geld für lebensnotwendig hälst, bringt dich abermals in ein neues Licht...

Was wir auf keinen Fall brauchen: Christentum und
Kirche.

Du pauschalisierst gnadenlos und bist absolut ungenau: WIR - wer ist das? Alle Atheisten? Alle im Gästebuch? Alle Deutschen? Die ganze Menschheit?

In diesem Sinne, auf einen schönen Tag!

Dito.

Gruß,

Matze

Sonntag, der 8. Juni 2003, 23:22 Uhr
Name: Matze
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@Antichrist:

Sie taugen zum Menschsein überhaupt nicht!

Diese Aussage habe ich von dir erwartet - du deklarierst also Christen zu Menschen, die an etwas glauben, was sie vom "wahren Menschsein" abhält?

Damit ähneln deine Aussagen abermals jenen Menschen der Geschichte, die andere auf Grund deren Überzeugungen deklassierten...

Gruß,

Matze

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