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Dienstag, der 10. Juni 2003, 23:10 Uhr
Name: Kurt
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@ Matze

"Woher weißt du, dass jene Beamte gläubige Christen sind?"

Tatsächlich spielt es keine Rolle, ob der Beamte Christ, Hindu od., GOTT BEHÜTE, Atheist ist. Hier traut sich sowieso keiner mehr dagegen zu oponieren, seit vor ein paar Jahren die unmittelbaren Nachbarn dagegen ihre Stimme erhoben haben u. vom Rest der Stadt als Kulturbanausen u. schlimmeres niedergemacht wurden. Wer hier gegen "heilige" Dinge ist, u. seien die Argumente noch so vernünftig, wird von der restlichen Gesellschaft (die natürlich nichts von der Remmidemmi mitbekommt) geschnitten od. ausgestoßen. Da diese Gesellschaft eben überwiegend christlich ist, ist es für mich eben doch eine Rücksichtslosigkeit von dieser.

"Solche Sondergenehmigungen sind allgemein meistens eine Zumutung für die Anwohner, haben aber, wie gesagt, nichts mit Christentum zu tun und werden auch nicht nur von "bösen Christen" durchgeführt, sondern auch von Organisatoren anderer Straßenfeste."

Sondergenehmigungen über 6 Tage bis 1 Uhr 30 u. am letzten Tag bis 2 Uhr? Ich kenne hier in der Gegend kein Volksfest (selbst im traditionellen Bayern), das eine solche Genehmigung bekommt. Ich habe ja nichts dagegen, wenn sie in den Kirchen u. im Theater ihre Lieder trällern, aber ab 22 Uhr beginnt der "gemütliche Teil" im Festzelt. damit die "Banausen" auch etwas mitbekommen. Die Kehle soll ihnen beim Singen eintrocknen!

Vielleicht geh ich doch einmal zu einer solchen Veranstaltung u. lutsch eine Zitrone direkt vor der Bühne aus.

Dienstag, der 10. Juni 2003, 20:22 Uhr
Name: Heike J.
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Für den Lebenskundeunterricht sind keinerlei "religiöse Erfordernisse" nötig - wieso also diese Einschränkung?

Religiöse Erfordernisse nicht, aber weltanschauliche schon. Lebenskundeunterricht ist Bekenntnisunterricht des Humanistischen Verbandes. Es ist ausdrücklich kein neutraler Unterricht wie LER, sondern soll die Schüler mit einer bestimmten Weltanschauung vertraut machen. Steht somit auf einer Stufe mit dem RU.

Dienstag, der 10. Juni 2003, 18:46 Uhr
Name: Matze
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@Herbert:

Vielleicht haette ich mich anders ausdruecken sollen und den Begriff "hochstehend" vermeiden sollen, da er ueberheblich wirkt. Einfacher gesagt: Man kann es aus einem anderen ethischen Blickwinkel betrachten. Die jeweilige Bewertung unterliegt dem subjektiven Urteil des Betrachters...

Ganz meine Meinung. Deshalb kann man eben nie sagen, dass es ethische oder moralische Überlegenheit gibt.

Dennoch bin ich nicht der Meinung, meine Aussagen ad absurdum gefuehrt zu haben, weil der casus knacksus einfach darin liegt, dass eine absolute Wahrheit (z.B. Gottesbeweis) zum derzeitigen Zeitpunkt (und wahrscheinlich nie) beweisbar ist.

Nur ist das Gegenteil auch nicht beweisbar, da es IMHO bei diesem Thema keine Beweismöglichkeit gibt (ich denke, du kennst sicher meine Argumentation zu diesem Thema mittlerweile...).

Wer also seine Kinder nicht mit (religioesen?) absoluten Wahrheiten indoktriniert, muss sich deshalb noch lange nicht zwingend auf der "anderen Seite" befinden und ergo sich nicht auf entgegengesetzte "Wahrheiten" berufen.

Sorum ausgedrückt, kann ich mich deiner Meinung anschließen - wobei rein nach den Menschenrechten der UN (und somit dem geltenden Recht der BRD) Eltern das freie Recht auf die Erziehungsrichtung gegeben ist.

Andersherum gesagt: Ein GLAEUBIGER wird seinem Kind mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht sagen (und vor allem aequivalent), dass Gott (= absolute Wahrheit) eben auch nur eine menschliche Erfindung sein kann.

Vielleicht nicht direkt - dennoch wird sowohl im RU , als auch im KU oft eine wertfreie Auseinandersetzung mit anderen Weltanschauungen durchgeführt.

Insofern ist Deine (konstruktive) Kritik zum Thema "absolute Wahrheit" nicht zutreffend.

Ja, da gebe ich dir soweit recht, solang du nicht von "religiösen Märchen" redest - denn das setzt wiederum eine eigene, den "religiösen Märchen" höherstehenden Wahrheit, vorraus. Und ebenfalls gibt es einfach allgemeines kein Maß, dass aussagt, das jemand , der keine Indoktrination betreibt, "ethisch" besser oder schlechter ist (aber das haben wir ja bereits geklärt).

Nach aussen hin sichtbares ethisches Handeln ist nicht zwingend von religioeser oder atheistischer Weltsicht abhaengig. Ich als Atheist verachte nur jene Dinge, wie ich sie Eingangs benannt habe (Indoktrination mit persoenlichen absoluten Wahrheiten).

Wobei das eben, deine ethische Wertung, nach deinem ethischen Maßstab ist.

Fuer mich ist das Mindestmass an "Ethik", respektive verantwortlichem Handeln, die Abwesenheit von (physischem) Schmerz (siehe Epikur). Es waere so abwegig nicht, dies als globales Mindestmass zu standardisieren.

Mag sein, dass es nicht abwegig ist und ich folge ja einem ähnlichen Ansatz - nur gibt es kein allgemeingültiges Maß, das diesen Standard feststetzt.

Man kann seine eigene Ethik begründen und andere davon überzeugen oder ihnen davon erzählen, aber sobald man behauptet, dass sie einzig richtig ist oder sogar anderen "überlegen" ist, begeht man zwangsweise einen Fehler, da es kein allgemeingültiges Maß für Ethik gibt.

Leider! Und leider haben sich hier insbesondere GLAEUBIGE (im religioesen wie im weltlichen Sinne) hervorgetan.

Ich denke GLAEUBIGE ist hier der falsche Ausdruck - "Abhängige eines politischen Systems, das auf einer speziellen Anschauung basiert" wäre passender (würde gleichermaßen versch. "Revolutionsregime" (3.Reich, DDR, UdSSR usw.) und die Kirchen des MA und der frühen Neuzeit einschließen)

Das Grunduebel sind m.E. nicht die Religionen, sondern die menschliche Neigung zu(m) GLAUBEN. Leider besetzen gerade die Religionen dieses Thema massiv.

Ich denke, ein Problem ist hier, dass die meisten betroffenen Relgionen sehr alt sind und aus einer Zeit stammen, in der demokratische Systeme in der weltlichen Regierung selten üblich waren.

Gruß,

Matze

Dienstag, der 10. Juni 2003, 18:31 Uhr
Name: Matze
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@Kurt:

Genau, das ist reine christliche Rücksichtslosigkeit (Beamte auf dem Ordnungsamt).

1. Woher weißt du, dass jene Beamte gläubige Christen sind?

2. Ist das nicht christl. Rücksichtslosigkeit, sondern einfach so Rücksichtslosigkeit der Beamten und der Ausführenden und hat rein gar nichts weiter mit dem Christentum zu tun: Ich kann mich noch gut entsinnen, wie ein Bekannter von mir neben einem Volksfestplatz wohnte und jedes Jahr in einem bestimmten Zeitraum von früh bis spät Werktags den Volksfest und Zirkuslärm um die Ohren hatte...

An einem od. zwei Tagen/Nächten am Wochenende wäre ja noch auszuhalten u. einzusehen, aber so was ist Zumutung pur.

Solche Sondergenehmigungen sind allgemein meistens eine Zumutung für die Anwohner, haben aber, wie gesagt, nichts mit Christentum zu tun und werden auch nicht nur von "bösen Christen" durchgeführt, sondern auch von Organisatoren anderer Straßenfeste.

Gruß,

Matze

Dienstag, der 10. Juni 2003, 18:25 Uhr
Name: Matze
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Lebenskunde ist wie der Religonsunterricht Bekenntnisunterricht. Niemand verwehrt den Kirchen, für die Glaubenslehre ausschließlich Gläubige einzusetzen.

Für den Lebenskundeunterricht sind keinerlei "religiöse Erfordernisse" nötig - wieso also diese Einschränkung?

Obendrein ist es eine Kritik am Newsartikel, indem eine Entlassung aus einem religiösen Amt durch die kath. Kirche als verfassungsrechtl. fragwürdig dargestellt wurde.

Warum es geht, sind Jobs, die mit der Glaubensvermittlung nicht das Geringste zu tun haben.

Wie gesagt - in diesem Bereich stimme ich auf Grund des kirchl. Monopols in diesem Sektor zu.

Gruß,

Matze

Dienstag, der 10. Juni 2003, 17:54 Uhr
Name: Heike J.
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Hier ist übrigens der Beweis, dass auch der HvD liebend gerne gegen Art 3.3 verstößt - beim Lebenskundeunterricht setzt er für Lehrer Konfessionslosigkeit voraus:

(Zitat von http://www.lebenskunde.de/job.htm)

"Anstellung beim HVD (Hauptamtliche Lehrkräfte)

Lebenskunde ist wie der Religonsunterricht Bekenntnisunterricht. Niemand verwehrt den Kirchen, für die Glaubenslehre ausschließlich Gläubige einzusetzen.

Warum es geht, sind Jobs, die mit der Glaubensvermittlung nicht das Geringste zu tun haben.

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