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Sonntag, der 15. Juni 2003, 23:24 Uhr
Name: Matze
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@Herbert:

Ich kann nicht erkennen, was eine einseitige und als absolute Wahrheit geltende religioese Indoktrination mit "zu teil werdender Bildung" zu haben soll?

Es geht darum, dass sich niemand das Recht anmaßen kann, das als Verbrechen zu werten - da du einerseits weder sagen kannst, dass diese Handlung generell zur Leidreduktion führt (um es ethisch zu werten), noch sagen kannst, dass es gegen geltendes Recht verstößt (um es nach sozialen Normen zu werten), noch sagen kannst, dass die Anschauungen der Eltern vom Grundprinzip her falsch sind (was zumindest bei philosophischer Betrachtung auf alle Anschauungen mit transzendenten Inhalten zutrifft) und damit deren Handeln bezüglich der religiösen Erziehung nicht als falsch betrachten kannst.

Ausserdem unterliegen die "Bildungskriterien" in den meisten Laendern der Schulpflicht. Das sogenannte "Home Schooling" ist in der BRD kaum moeglich....

Die UN-Menschenrechtscharta sichert auch das Recht auf Arztbesuche und Grundlebensbedingungen (Art 25.1) zu, was kaum bei uns und als recht in den meisten anderen Staaten, die vorgeben sich an diese Charta zu halten, nur annäherungsweise für die Allgemeinheit gewährleistet ist.

Oder Artikel 23.2 ist in keinem Staat dieser Erde tatsächlich gerecht umgesetzt (es gibt gleichen Lohn für gleiche Berufe - aber nicht für gleiche, geleistete Arbeit).

Dieses Recht hat der Staat zu achten!

Da sich Bürger eines Staates nach geltendem Recht richten, wirkt es sich (rechtlich) zwingend auf die Bürger jedes Staates aus, der die Menschenrechtscharta umzusetzen versucht. Wenn der Staat rechtlich keine Einwende hat, dass Eltern ihre Kinder nach ihren Vorstellungen von Inhalten (im Rahmen der Menschenrechte!) ausbildet, dann können die Bürger des Staates auch keine Einwende haben.

Gruß,

Matze

Sonntag, der 15. Juni 2003, 22:13 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
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Nachtrag zu Matze:

"Das Recht auf Bildung darf niemanden verwehrt werden. Der Staat hat bei der Ausübung der von ihm auf dem Gebiete der Erziehung und des Unterrichts übernommenen Aufgaben das Recht der Eltern zu achten, die Erziehung und den Unterricht entsprechend ihren eigenen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen sicherzustellen." [6. Zusatzprotokoll zur Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten. Das Zusatzprotokoll (Art. 1 Art. 6) ist gemäß Bekanntmachung vom 13.04.1957 (BGB1. II S. 226) für die Bundesrepublik am 13.02.1957 in Kraft getreten.]

Die Eltern haben das Recht, die Erziehung und den Unterricht entsprechend ihren eigenen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen sicherzustellen. Dieses Recht hat der Staat zu achten!

Sonntag, der 15. Juni 2003, 21:58 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
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@ Matze,

Art 26.3: (3) Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

Ich kann nicht erkennen, was eine einseitige und als absolute Wahrheit geltende religioese Indoktrination mit "zu teil werdender Bildung" zu haben soll?
Ausserdem unterliegen die "Bildungskriterien" in den meisten Laendern der Schulpflicht. Das sogenannte "Home Schooling" ist in der BRD kaum moeglich....

Siehe auch:
http://www.hausunterricht.de

Sonntag, der 15. Juni 2003, 21:19 Uhr
Name: GrafDarki
E-Mail: unholy@gmx.ch
Homepage: www.blazingsun.ch.vu

beste seite des internets?;)

die frage nach der wahrheit ist für mich somit erledigt..

GrafDarki

Sonntag, der 15. Juni 2003, 20:17 Uhr
Name: Matze
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

@Kurt:

Du bist ein typischer Rechthaber, der so lange Widerworte gibt (und seien sie noch so weit hergeholt), bis man entnervt aufgibt.

Dito.

Das Thema kirchliche Kindergärten, wer die Kosten trägt und wer die Inhalte bestimmt, hatten wir schon. Es bleiben aber immer noch all die anderen unzähligen Institutionen der Kirche (Krankenhäuser, Altenheime, Sozialstationen etc.), welche nicht erzieherisch tätig sind und in denen den Arbeitnehmern vorgeschrieben wird, wie sie zu leben haben

1. Haben diese Einrichtungen einen seelsorgerischen Auftrag
2. Hält die Kirche in diesem Sektor nicht das ultimative Monopol.
3. Die Probleme hinsichtlich von Einschränkungen anderer arbeitsrechtlicher Bedingungen (also nicht die Konfessionszugehörigkeit) kritisiere ich gleichermaßen.

DARUM geht es, also hör endlich auf, von diesen Tatsachen abzulenken.

Nein, wir sprachen über Kindergärten und über die eingeschränkte Konfessionswahl von Mitarbeitern. Ich lenkte nicht von Tatsachen ab, sondern zeigte, dass selbst in atheistischen Vereinigungen (HVD) die Einschränkung von Religionsfreiheit Praxis ist - was ich ihnen nicht verüble.

Gruß,

Matze

Sonntag, der 15. Juni 2003, 20:10 Uhr
Name: Matze
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Die primaere Ursache dafuer ist das so genannte "elterliche Erziehungsrecht", das die Vermittlung jeglicher Religiositaet an die Kinder ueber die von der Verfassung und der UN-Charta gewaehrten elementaren Grundrechte - die natuerlich auch fuer Kinder Gueltigkeit haben - stellt.

Falsch! Das elterliche Erziehungsrecht ist in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN verbrieft:

Art 26.3: (3) Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

Es bleibt aber trotzdem ein Verbrechen

Diese Aussage ist nur korrekt, wenn du deine Weltanschauung als absolute Tatsache hinstellst. In jedem anderen Fall - wenn man eben berücksichtigt, dass die eigene Weltanschauung ebenso wahr oder unwahr ist, wie die anderer - ist es durchaus legitim, dass die Eltern (im Rahmen der Menschenrechte, wenn man diese als Grundlage für menschliche Gemeinschaft und Staat betrachtet) die ihrige Weltanschauung an ihre Kinder weitergeben.

Stell dir nur einen Staat vor, der Kinder den Eltern entreißt und ihnen jedes Mitspracherecht an der Erziehung nimmt (so wie es das NS- und DDR-Regime mit HJ, FDJ u.ä, versuchten)!

Philosophisch kann man dies übrigens auch als legitim bezeichnen - wie ich es vorhin versuchte: Solange jede Weltanschauung, deren Inhalte jenseits des beweisbaren liegen, als gleichermaßen wahr und unwahr betrachtet werden kann, solange darf man es Eltern nicht vorwerfen, dass sie ihren Kindern das anerziehen und darüber berichten, was sie davon überzeugt, dass es das Beste für ihre Kinder ist. Man darf es sich auch nicht anmaßen darüber zu entscheiden, ob es ein Verbrechen ist oder nicht - zumal es nicht einmal eine gesetzliche Regelung gibt, die darüber entscheidet.

Gruß,

Matze

Sonntag, der 15. Juni 2003, 15:41 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
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@ Frank,

Die beste Wirkung erzielt man damit eben bei Kindern.

Joo, so isses.
Die primaere Ursache dafuer ist das so genannte "elterliche Erziehungsrecht", das die Vermittlung jeglicher Religiositaet an die Kinder ueber die von der Verfassung und der UN-Charta gewaehrten elementaren Grundrechte - die natuerlich auch fuer Kinder Gueltigkeit haben - stellt.

Und das ist für Gläubige meistens selbstverständlich, da sie auf die gleiche Weise zu ihrem Glauben kamen.
Es bleibt aber totzdem ein Verbrechen.

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