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Sonntag, der 22. Juni 2003, 21:07 Uhr
Name: Hagro
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@david: Das mit der herrschenden Klasse stimmt nur teilweise: Natürlich wird dann die Arbeiterklasse die herrschende Klasse sein. Aber das wird nur vorübergehend der Fall sein. Denn der Sozialismus ist nur eine Art Übergangstufe zu Klassenlosen kommunistischen Gesellschaft. Und die Arbeiterklasse will ja keine herrschaft Gegen das Volk errichten, sondern sie muss eine Diktatur des Volkes (Diktatur des Prolrteriats) errichten, um die, die die Ausbeutung wieder einführen wollen, kontrolieren zu können. In der entlösung will der Marxismus-Leninismus die Auflösung von Staat und Partei. Und es ist nicht so, wie du das darstellst, dass eine proletarische Diktatur errichtet wird, um sich auf Kosten des Volkes zu Bereichern. Oder nur wegen der Errichtung willen.(Auch, wenn das oft im Namen des Marxismus getan wurde). Nicht überall, Marxist draufsteht ist auch Marxist drin. Wenn du dich WIRKLICH mit dem Marxismus auseinander gesetzt hättest, wüsstest du das. Jetzt zu den Studenten: Jene Studenten haben erkannt, dass die Arbeiterklasse sie einzig revolutionäre Klasse ist. Und das man sich mit ihr verbünden muß, um wirklich was zu ändern. Denn: Wenn man als Student streikt(ohne die Arbeiter), wen juckt das dann? Wenn Arbeiter streiken, dann tut das weh! Würden jedoch die Intellektuellen einen Alleingang machen, dann würde das nur wenig- bis gar keinen Effekt haben. Jetzt zu Lenin: Du wetterst immer so gegen Lenin(Diktator usw.) Auch da muss wieder gesagt werden: Wenn du dich wirklich mit dem Marxismus-Leninismus beschäftigt hättest, wüsstest du, dass Lenin der "Erfinder" Unabhängigen Kontrollkomission war. Weil er das Problem der Bürokratie gefühlt und gefürchtet hat. Was ist die unabhängige Kontrollkomission? Die Unabhängige Kontrollkomission ist das Organ, was der Parteiführung auf die Finger guckt. Damit sie ich nicht von der Basis abhebt und eine Bürokratie entwickelt. Lenin verdiente in seiner Regierungszeit auch nicht mehr, als ein durchnittlicher Arbeiter. Übrigens KEINER der Parteifunktionäre. Noch ein weiterer Bewis dafür, dass Lenin kein Diktator gewesen sein kan ist, dass er alles dafür getan und theorisiert hat, dass es garnicht mehr möglich ist, ein Volk durch eine bürokratische Diktatur zu knechten. Z.B.: Hat er in senem Buch Staat und Revolution gesagt, dass die verschiedenen Gesellschaften und die einzelnen Stufen des jetzigen Systemes unumstößliche Gestzmäßigkeit sind. Das heisst: Im Gegensatz zu der Gesellschaftsform vor dem Kapitalismus, dem Feudalismus, ist der Kaptalismus fortschrittlich. Das Gilt übrigens auch, für den Feudalismus im Gegensatz zur Sklavenhaltergesellschaft usw.! Verstehst du? Einerseits fortschrittlich, anderseits steigert sich dadurch die Ausbeutung der Leute. Und so ist es auch im Kapitalismus. Bevor ich das erkläre, möchte ich gerne kurz erläutern, aus welchen gestzmäßigen Stufen der Kapitalismus besteht: Die erste Stufe des Kapitalismus war der Kapitalismus der freien Konkurrenz. die Zweite Stufe des Kaptalismus war meines Wissens nach, der monopolistische Kapitalismus, und wir heute leben im Staatsmonopolistischen Kapitalismus. Das ist die Entwicklungstufe des Kapitalismus, in dem die Organe des Staates vollständig mit den Organen der Wirtschaft verschmolzen sind. Das haben wir heute. Und Lenin sagte, dass diese diese einzelnen Stufen einerseits eine ausbeuterische- anderersts eine progressive Wirkung haben. Das Stimmt. Denn: Seit dem Zerfall der entarteten Sowjetunion erleben wir totale Veränderung der wirtschaftlichen Okonomie. Konzerne wurden immer weniger notional, als immer mehr international und ortneten sich dazu noch die Organe des Staates vollständig unter. Ein Beispiel für einen Nachteil: Die Monopole fielen in die armen Länder der 3. Welt ein( China, Zentralafrica usw.) und beuteten sie genauso aus, wie Länder der "1. und 2. Welt). Nur lag ihr Vorteil u.a. darin, dass sie die Menschen dort die Gleiche Arbeit für viel weniger Geld verrichten ließen bzw. lassen, was für sie einen zusätzlichen Profit bedeutete/bedeutet. Ein erheblicher Vorteil dabei: Durch diese Entwicklungstufe in der kapitalistischen Okonomie formierte sich internationales industrieproleteriat, was Aktionen und Streiks über natinale Grenzen hinaus leichter Organisierbar machte. Und das erleichtert das Vorankommen zur Arbeiter Offensive und zur internationalen Revolution erheblich. Soviel dazu.

Nun zu dir Kurt: 1. Zur Globalen revolution: Ja, Sozialismus ist auch auf dauer nur auf internationaler Basis aufrecht zu erhalten. Das hast du gut erkannt. Sozialismus in einem Land wäre auf dauer nicht durchsetzbar und überlebensfähig. Und das wird ja auch angestrebt. 2.Kannst du die Kapitalisten nicht Überzeugen, denn sie beuten die Leute mit voller Absicht und nicht unabsichtlich aus. Die wissen, was sie tun. 3. Ist eine proletarische Revolution keineswegs die die schlechteste Lösung, sondern die einzig denkbar Mögliche. Ihr müsst euch das nicht so vorstellen , dass ich Krieg wollte. Ich Liebe den Frieden genauso, wie ihr. ABER: Ich bin mir auch im klaren darber das die herrschende Klasse alles daran setzen wird, ihre Herrschaft aufrecht zu erhalten. Ohne irgendeine Rücksicht auf Verluste. Und aus dieser Erkenntnis haraus zieht wohl jeder, der etwas klar denken kan folgende Schlussfolgerung: Wenn das Volk/die Völker für eine andere Gesellschaft aufstehen, werden die Herrschenden mit brachialster Gewalt gegen die Völker gehen. Und dann muss es logischer Weise Krieg geben. Ob wir wollen, oder nicht. Und warum man innerhalb des Kapitalismus keine langfristige Verbesserung schaffen kann, erwähnte ich bereits in einem meiner andern Beiträge. Jetzt fragt ihr euch sicher: Wie kommt der darauf, dass die herrschenden so gewalttätig sind? Die Antwort darauf ist kurz: Guckt euch nur mal die Zustände bei den vergangenen G8-Gipfeln an.(Roberto Giuliani usw.).

4. Muss man konterrevolutionäre Kräfte im Zaum halten. Denn die, die die Konterrevolution herbeiführen möchten, werden größtenteils vom selben Schlag sein, wie die Kapitalisten. Und da muss man manchesmal gewalttätig werden. Denn sie sind auch gewalttätig. Solange es Staaten gibt, wird es und muss es immer eine herrschende Klasse geben. Die Frage ist nur, von wem die Macht ausgeht, vom Volk oder von den Ausbeutern. Und das ist ja auch einer der Gründe, warum es auf lange Sicht gilt, Staaten und Parteien abzuschaffen. Ich hoffe, geholfen zu haben.

Danke,
Hagro

Sonntag, der 22. Juni 2003, 18:09 Uhr
Name: David
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Folgenden Text habe ich auf eurer Seite gefunden:

"Die MLPD ist eine Partei neuen Typs
MLPD - eine echte Arbeiterpartei
65 Prozent der Mitgliedschaft sind Arbeiter und einfache Angestellte. Die feste Basis ist die Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit. 40 Prozent arbeiten in Betriebsgruppen großer Industriebetriebe. 49 Prozent sind in Wohngebietsgruppen tätig. Mitglied einer DGB-Gewerkschaft sind 84 Prozent. Intellektuelle Mitglieder sehen im Kampfbündnis UNTER DER FÜHRUNG DER ARBEITERKLASSE ihre Zukunft. Parteigruppen arbeiten auch an Hochschulen und auf dem Land."

Unter der Führung der Arbeiterklasse...
Die eine herrschende Klasse wird gestürtzt nur damit es dann eine andere herrschende Klasse gibt...so ein Unsinn.

Sonntag, der 22. Juni 2003, 18:04 Uhr
Name: David
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Lenin schlug eine Parteidiktatur vor, wie sie dann von den Bolschewiki ausgeübt wurde. Für soetwas habe ich kein Verständnis.
Falls Marx doch einmal eine Idee gehabt hat, wie seine Theorien tatsächlich umgesetzt werden könnten, kannst du mir das hier ja gerne mitteilen.

Sonntag, der 22. Juni 2003, 17:58 Uhr
Name: David
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"Du solltest dich kritisch mit der Marxistisch-Leninistischen Wissenschaft auseinandersetzen, anstatt so plump dagegen zu wettern."

Keine Sorge, das habe ich getan.

Sonntag, der 22. Juni 2003, 17:53 Uhr
Name: Kurt
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"Die herrschene Klasse hat im Kapitalismus die Macht."

Die gilt es eben zu überzeugen, denn die Alternative wäre tatsächlich eine (globale) Revolution. Ich denke 9-11 kann man schon als ein erstes Anzeichen ansehen. Ich denke auch, daß die Mittel dieser zukünftigen R. mit denen von vergangenen nicht vergleichbar sein werden, so daß es dann u.U. nichts mehr zu revolutionieren gibt, zumindest nichts, für das es sich gelohnt hätte.

Eine Revolution ist immer die denkbar schlechteste Möglichkeit, Veränderungen herbeizuführen. Zum einen, weil sie per se mit Gewalt u. Blutvergießen einhergeht, zum anderen weil sie anschließend gegen "Konterrevolutionäre" verteidigt werden muß u. zusätzliche Ungerechtigkeiten die Folge ist.

Viele Grüße
Kurt

Sonntag, der 22. Juni 2003, 16:43 Uhr
Name: Hagro
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@david: Hier nochmal der Link: http://www.mlpd.de

Sonntag, der 22. Juni 2003, 16:41 Uhr
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@david: Hier nochmal der Link: http://www.mlpd.de

Sonntag, der 22. Juni 2003, 16:37 Uhr
Name: Hagro
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Hallo,

@kurt: So einfach ist das nun auch wieder nicht. So, wie ich das jetzt verstehe, willst du das System ausbessern(Reformieren), aber so, wie du das vorhast, wird das niemals klappen. Denn: Die herrschene Klasse hat im Kapitalismus die Macht. Aus wem die herrschende Klasse besteht erwähnte ich in meinem letzten Beitrag bereits. Und wir leben im Kapitalismus. Die Herrschenden würden das niemals zulassen. Man kann das System nicht reformieren Denn: Alles das, was die Menschen sich durch Kampf erkämpfewn, wird von der herrschenden Klasse auf andere Weise wieder wettgemacht. Die Mracht hat sie. Um wirklich dauerhaft Verbesserungen zu schaffen, muss das System revolutionär gestürtzt und so die Machtverhältnisse geändert werden. Es ist zwar jetzt noch nicht an der Zeit jetzt noch nicht an der das System zu stürzen, weil die Leute die Tatsache, dass das passieren MUSS noch nicht erkannt haben. Die Zeit ist noch nicht reif. Deswegen wäre es auch ein großer Fehler, die Völker jetzt zum Aufstand aufzurufen. Aber Fakt ist, das das passieren muss um wirklich langfristig Verbesserungen zu schaffen. Aber auch, wenn ich ein strikter Gegner des Reformismus bin, halte ich es trotzdem für positiv, wenn die Leute um echte Reformen kämpfen. Denn: 1. Ist der KAMPF um Reformen eine Schule des Klassenkampfs. 2. Kann man mit dem Kampf um echte Reformen ja auch Verbesserungen schaffen, aber nicht dauerhaft und man stoppt damit nicht die Ausbeutung, die durch die Kapitalisten erfolgt. Weil, wie gesagt...

Und jetzt zu dir David: Du solltest dir mal die Seite der MLPD durchlesen. Dort empfehle ich dir besonders die Rubrik: "Was will die MLPD?" Den Marxismus als dummes geschwätz abzutun, bewerte ich als eine Fehler deinerseits. Du solltest dich kritisch mit der Marxistisch-Leninistischen Wissenschaft auseinandersetzen, anstatt so plump dagegen zu wettern. Außerdem würde ich dir empfehlen, nicht alles zu glaube, was die Herrschenden in den Geschichtsbüchern schreiben.
Sie schreiben auch, dass wir hier eine Volksherrschaft haben. Glaubst du das auch?

Gruß,
Hagro

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