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Freitag, der 29. Oktober 1999, 18:59 Uhr
Name: EMÖ
E-Mail: moeller@okay.net
Homepage: keine Homepage

Wer entscheidet, ist nicht die Frage, sondern wer entscheiden sollte. Entscheiden sollten diejenigen, die sich zur Begründung ihrer Entscheidung nicht auf dogmatisch vertretene und im Falle von Religionen völlig willkürliche Ideologien berufen, sondern diejenigen, die über ein aufgeklärtes, wissenschaftlich geprägtes Weltbild verfügen und Verbissenheit und Engstirnigkeit mit radikaler Ideenoffenheit entgegentreten. Ob diese Personen die Mehrheit stellen oder nicht, ist dabei völlig unerheblich. Entscheidend ist, daß sie die Macht haben. Und sie sollten in jedem Fall darauf hinarbeiten, zur Mehrheit zu werden, das ist sogar Teil ihrer Definition. Demokratie ist kein Wundermittel. Mit den Medien entsprechend aufgehetzt kann eine Mehrheit entscheiden, eine Minderheit auszurotten, das letzte Beispiel dafür war der Genozid in Ruanda, dem rd. 800.000 Tutsi zum Opfer fielen.

Aus diesem Grunde war der 166 zu keinem Zeitpunkt moralisch vertretbar, denn die Unterdrückung von Minderheiten aus weltanschaulichen Gründen ist nach einem humanistischen, aufgeklärten Weltverständnis ein Unding. Wenn irgend jemand den Lattengustl und ähnliche Devotionalien als völlig schwachsinnig und wertlos ansieht und sie
deswegen lächerlich macht, hat das nichts mit Menschenwürdeverletzungen zu tun, sondern mit Meinungsfreiheit. Wenn die Gläubigen emotional so instabil sind, daß sie das nicht verkraften können, haben sie in der realen Welt nichts zu suchen, sondern gehören in eine geschlossene Anstalt (was auf einen guten Teil von ihnen ohnehin zutreffen dürfte).

Die christliche Weltanschauung wurde vor 200 Jahren sogar von den Atheisten der Aufklärung als nützlich angesehen

Das kann ich nicht beurteilen, da die meisten "Atheisten der Aufklärung" ihre Überzeugung sicherlich nicht niedergeschrieben haben. Das Voltaire-Statement klingt mir jedenfalls nicht unbedingt wie das eines Atheisten, sondern eher wie das eines Idioten.

Sicherlich ist die christliche Welt nicht "die beste aller möglichen Welten"(Leibnitz), aber Unterdrückung und Mord hat es auch in den heidnischen Kulturen schon immer gegeben.

Die heidnischen Kulturen waren und sind wesentlich weltoffener als die christlich-patriarchalisch-monotheistische, die sich in ihren fundamentalistischen Inkarnationen auch in die Staatsgeschäfte und in die Wissenschaft einmischt und damit beiden schadet. Ferner ist Sexualunterdrückung in diesen Kulturen wesentlich unpopulärer als im Christentum. Das Römische Reich ist ein gutes Beispiel für beides. Es konnte sich zu seiner heidnischen Zeit mit vielen parallelen Kulten und Ritualen wissenschaftlich und sexuell annähernd frei entfalten, doch als das Christentum auf der Bühnenfläche erschien, gingen die ersten Bibliotheken in Flammen auf. Eine davon war die große Bibliothek von Alexandria, die kurz nach der brutalen Ermordung der Wissenschaftlerin Hypatia durch einen christlichen Mob (sie wurde gehäutet und ins Feuer geworfen) von Christen zerstört wurde. Diesen Vorgang könnte man als den Beginn des Finsteren Mittelalters bezeichnen. Und es war finster. Finsterer als Du Dir überhaupt vorstellen kannst.

"Uneingeschränkte Toleranz" forderst Du. Was tust Du, wenn Fundamentalisten oder Nazis oder Stalinisten auf die Idee kommen, Du seist ein subversives Element und müßtest ausgerottet werden? Wen kannst Du um Hilfe anflehen, wenn alle, bis auf die Täter, uneingeschränkt tolerant sind? Toleranz gegenüber Intoleranz darf es eben nicht geben.

Freitag, der 29. Oktober 1999, 17:53 Uhr
Name: Pepone
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Lieber Erik,

Wer entscheidet denn, welche Werte zu schützen sind, bzw. welchen Dingen wir tolerant und welchen wir intolerant gegenüber sein müssen? Wir leben ja in einer Demokratie, daher können solche Fragen nicht von Minderheiten entschieden werden, sondern nur von der Mehrheit. Als das Grundgesetz geschrieben wurde, war die Mehrheit des deutschen Volkes christlich, daher war der $ 166 StGB durchaus vertretbar. Später hat sich dies geändert und daher hat man auch den Paragraphen verändert. Aber ihn ganz abzuschaffen halte ich für bedenklich, denn er steht auch ein wenig mit der unverletzbaren Menschenwürde in Verbindung, zu dessen Wesen auch die Religiösität zählt.

Die christliche Weltanschauung wurde vor 200 Jahren sogar von den Atheisten der Aufklärung als nützlich angesehen (Voltaire:"Wenn es keinen Gott gäbe, müßte man einen erfinden"). Sicherlich ist die christliche Welt nicht "die beste aller möglichen Welten"(Leibnitz), aber Unterdrückung und Mord hat es auch in den heidnischen Kulturen schon immer gegeben.

Uneingeschränkte Toleranz und Demokratie halte ich für die einzige Möglichkeit einer menschenwürdigen Welt.

Mittwoch, der 27. Oktober 1999, 00:56 Uhr
Name: EMÖ
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Pepone,

es geht nicht darum, sich über irgend jemanden lustig zu machen. Es geht darum, über gesellschaftliche Mißstände aufzuklären und auf diese Weise hoffentlich zu ihrer mittelfristigen Beseitigung beizutragen. Der 166 StGB ist ein schwerer und offenkundiger Fall der Verletzung der Meinungsfreiheit und der verfassungsrechtlich vorgeschriebenen weltanschaulichen Neutralität des Staates. Er gehört restlos beseitigt.

Jeder hat das Recht, Ansichten, die er für falsch hält, mit rechtsstaatlich und moralisch vertretbaren Mitteln anzugreifen. Bei Ansichten, die er für gefährlich hält, halte ich das sogar für seine moralische Pflicht. Was tolerabel ist und was nicht liegt im Ermessen jedes einzelnen. Eine grundsätzliche "Toleranz" ohne jede Grenzen wäre der Freibrief zum Genozid. Das Problem mit den Christen ist nur, daß sie gegenüber den falschen Dingen intolerant sind. Deshalb muß man ihnen gegenüber zu einem gewissen Grad intolerant sein.

MfG
EMÖ

Dienstag, der 26. Oktober 1999, 20:20 Uhr
Name: Pepone
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Hallo Freunde,

gerade habe ich mal einige Eurer Texte gelesen. Ich bin kein Christ, aber ich glaube, daß Ihr in Eurer Hetze gegen die Christen übertreibt (z.B. Text über $166). Ich finde es ehrlich gesagt auch scheiße, wenn sich Atheisten öffentlich über den christlichen Glauben lustig machen. Ich finde, wir sollten die Denkweise anderer Menschen respektieren und sie nicht in den Dreck ziehen. Ansonsten sind wir selber intolerant und fanatisch.

Montag, der 25. Oktober 1999, 18:47 Uhr
Name: Henk de Lamper
E-Mail: de.lamper.henk@t-online.de
Homepage: http://listen.to/de-lamper

Dies möchte ich noch sagen:
Mir ist es völlig egal, ob der Dalai Lama fliegen kann, Jesus vom Tod auferstanden ist oder Mohammed seine Schriften direkt von Allah diktiert bekam. Wenn es eine physikalische Gesetzmäßigkeit gibt, daß ich eines Tages - Wiedergeboren - im Himmel - im Nirwana oder sonst wo weiterexistiere, tut es nichts zur Sache, ob ich solchen Firlefanz glaube oder nicht. Die Hauptsache ist doch diese: Wenn ich tatsächlich weiter existiere, ist es doch ein Weiterexistieren, aufgebaut auf meinem jetzigen Dasein, und wenn ich in diesem Leben nicht in der Lage bin mein Glück zu finden, wieso soll das dann im nächsten funktionieren?

Montag, der 25. Oktober 1999, 18:37 Uhr
Name: Henk de Lamper
E-Mail: de.lamper.henk@t-online.de
Homepage: http://listen.to/de-lamper

Man kann hier stundenlang "herumblättern".
Weiter so.
Gut sind auch manche "Satireeinträge" auf der Gästeseite. Siehe Eintrag von xway vom 10.10.1999.

Gruß

Henk

Samstag, der 23. Oktober 1999, 20:41 Uhr
Name: Rainer Finken
E-Mail: Rainer.Finken@t-online.de
Homepage: http://home.t-online.de/home/Rainer.Finken

Eine interessante streitbare Website, die ich noch öfters besuchen werde, um den letzten Fragen auf den Grund zu gehen

Donnerstag, der 21. Oktober 1999, 01:24 Uhr
Name: Thomas Ortner
E-Mail: t_ortner@webpartners.de
Homepage: http://www.easywin.de

Ich war als Wendelsteiner mal bei w.com und habe mal nachgesehen, welche Seiten es denn so aus unserer Marktgemeinde so gibt!
Also diese hier ist natürlich echt klasse gestaltet! Allerdings muss ich anmerken, dass mich die Navigation ein wenig an die vorhergehende Seite erinnert! ;-)
Mir aber egal!
Schöne Grüße aus Klaaschwerzerlaa!

Dienstag, der 12. Oktober 1999, 19:50 Uhr
Name: Hermann
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

q.e.d.

Dienstag, der 12. Oktober 1999, 19:07 Uhr
Name: Frank Welker
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Hermann, wie soll man sich von etwas das nicht existiert ein Bild machen?

Dienstag, der 12. Oktober 1999, 16:31 Uhr
Name: Hermann
E-Mail: H_Haller@gmx.net
Homepage: keine Homepage

"Die Atheisten, die so gerne Invektiven gebrauchen, beweisen damit, daß sie jemanden zur Zielscheibe nehmen. Sie sollten weniger hochmütig sein. Ihre Emanzipation ist nicht so vollkommen, wie sie meinen: sich machen sich von Gott genau die gleiche Vorstellung wie die Gläubigen."

Hermann

Sonntag, der 10. Oktober 1999, 22:37 Uhr
Name: Heike
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Ich schlag vor, wir machen ein Forum auf. Schau nach unter: Früchte des Christentums.

Sonntag, der 10. Oktober 1999, 20:31 Uhr
Name: xway
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Die Früchte des Christentums:
- Menschenrechte
- gelebte Nächstenliebe
- die Bibel, in keinem anderen Buch wird so viel über Glaube, Liebe und Hoffnung geschrieben

Die Früchte des Atheismus:
- Gefangenschft (DDR)
- Freiheitsberaubung (China)
- Kommunismus, Sozialismus

PS:
Ein Christ ist, wer sich entsprechend der Bibel verhält. Demnach ist jemand, den du verurteilst, weil er sich nicht nach der Bibel richtet eben kein Christ.

Sonntag, der 10. Oktober 1999, 17:26 Uhr
Name: Heike
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Klar, immer wenn man das Christentum an seinen Früchten messen will, waren es natürlich alles keine "echten" Christen.

Sonntag, der 10. Oktober 1999, 13:21 Uhr
Name: xway
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Das Christen dieses Wort Gottes nicht mehr für das Diesseits vorwegnehmen, haben wir nicht den Christen selber, sondern deren Gegnern zu verdanken.

....wer dieses Wort für das Diesseits vorwegnimmt ist kein Christ. Also ist Deine Aussage vollkommen falsch.

Sonntag, der 10. Oktober 1999, 11:20 Uhr
Name: Heike
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: http://www.humanist.de

Aber xway, das geht doch noch extremer:

"Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen."
Aus dem "friedvollen Neuen Testament", Mt.13, 41-43.

Das Christen dieses Wort Gottes nicht mehr für das Diesseits vorwegnehmen, haben wir nicht den Christen selber, sondern deren Gegnern zu verdanken.

Sonntag, der 10. Oktober 1999, 00:00 Uhr
Name: xway
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Bibel/Srüche:
1/20 Die Weisheit schreit draußen; auf den Plätzen läßt sie ihre Stimme
erschallen.
1/21 Wo man am lautesten lärmt, ruft sie. An den Eingängen der Tore, in
der Stadt, spricht sie ihre Worte:
1/22 Bis wann, ihr Einfältigen, wollt ihr Einfalt lieben und haben
Spötter ihre Lust an Spott und hassen die Toren Erkenntnis?
1/23 Wendet ihr euch meiner Mahnung zu, siehe, so will ich meinen Geist
euch sprudeln lassen, will euch kundtun meine Worte. -
1/24 Weil ich rief und ihr euch weigertet, [weil] ich meine Hand
ausstreckte und niemand aufmerkte
1/25 und ihr fahren ließet all meinen Rat und meine Mahnung nicht
wolltet,
1/26 so will auch ich bei eurem Unglück lachen, will spotten, wenn der
Schrecken über euch kommt,
1/27 wenn wie ein Unwetter der Schrecken euch naht, euer Unglück
hereinbricht wie ein Sturm, wenn Bedrängnis und Angst über euch kommen.
1/28 Dann rufen sie mich, doch ich antworte nicht, [dann] suchen sie
mich, doch sie finden mich nicht.
1/29 Weil sie Erkenntnis gehaßt und die Furcht des HERRN nicht erwählt
haben,
1/30 meinen Rat nicht gewollt, verschmäht haben all meine Mahnung,
1/31 sollen sie essen von der Frucht ihres Weges, von ihren Ratschlägen
sich sättigen.
1/32 Ja, die Abkehr der Einfältigen tötet sie, und die Sorglosigkeit der
Toren vernichtet sie.
1/33 Doch wer auf mich hört, wird sicher wohnen, kann ruhig sein vor des
Unglücks Schrecken.

Freitag, der 8. Oktober 1999, 23:11 Uhr
Name: Xway
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

http://www.humanist.de/ = Blindheit

Freitag, der 8. Oktober 1999, 20:56 Uhr
Name: Jochen Kathöfer
E-Mail: jochen@kathoefer.de
Homepage: http://sfc-koeln.home.pages.de

Tag,

habe mir Euren Artikel zum Christentum angesehen (oder sollte ich sagen "-getan"?). Vor allem der Abschnitt mit den Bibelzitaten fand ja fast meinen ungeteilten Applaus; leider fehlte allen Zitaten der Kontext, der meistens erklärend wirkt. Genauso könnte man aus dem "Faust" irgendwelche Zitate Mephistos herausreißen und dann Goethe als Satanisten brandmarken. Der Artikel über das Christentum beginnt bemüht sachlich, kann sich aber dann Meinungen und Seitenhiebe nicht verkneifen. Ich glaube, sowas macht ein echt gutes Lexikon aus (oder?)

However, Gottes Segen euch allen

Freitag, der 8. Oktober 1999, 09:59 Uhr
Name: Hans-Martin Hammer
E-Mail: nc-hammerha2@netcologne.de
Homepage: keine

Viele Grüsse aus dem mibeg Köln.

Donnerstag, der 7. Oktober 1999, 01:45 Uhr
Name: Lukania
E-Mail: Lukania@t-online.de
Homepage: http://www.lukania.notrix.de

hi!
Mal ganz was anderes bei Dir, gefällt mir echt gut.
Würde mich freuen wenn Du Dich auch mal bei mie verewigst.
Vorallem Deine Meinung ist wichtig.
Freue mich auf Deinen Besuch.
Tschau Lukania.

<center><a href="http://www.fortunecity.de/wolkenkratzer/westend/56/"><img src="http://www.fortunecity.de/wolkenkratzer/westend/56/lubanner4.gif" alt="Besuche auch Du Lukanias Homepage!" border=0 vspace=5 width=468 height=60></a></center>

Samstag, der 2. Oktober 1999, 18:24 Uhr
Name: Bischof Hüpfer
E-Mail: bischof@praystation.de
Homepage: http://praystation.de

Danke! B.V.H. (Wünsche sind auch erfüllt!)

Samstag, der 2. Oktober 1999, 12:50 Uhr
Name: Bischof Hüpfer
E-Mail: bischof@praystation.de
Homepage: http://praystation.de

Wir, die Praystation haassen Gästebuch Spamer. Diese Seite hat es nicht verdient durch Spam gepuscht zu werden. Vor allem wenn wir den Eintrag im Header dieses Gästebuches "Pöbeleien und Werbung sind nicht erwünscht, HTML-Tags werden in Text umgewandelt" sehe, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Fassen Sie sich an die eigene Nase. Wir überlegen uns noch, ob wir Ihren Eintrag wieder löschen. Vielleicht entschliessen Sie sich aber auch, wenigstens etwas zu unserem Webangebot zu sagen. Ein paar Tage geben wir Ihnen.

B.V.H.

Mittwoch, der 29. September 1999, 23:05 Uhr
Name: Maggus
E-Mail: underdogs@topmail.de
Homepage: http://welcome.to/the.rockpage

<p><a href="http://welcome.to/the.rockpage"
target="http://welcome.to/the.rockpage"><img
src="http://www.fortunecity.de/kraftwerk/beastie/122/bannerrohling4.gif?nocache=935775938" border="0"
width="400" height="40"></a></p>

Dienstag, der 24. August 1999, 10:58 Uhr
Name: Hans-Martin Hammer
E-Mail: nc-hammerha@netcologne.de
Homepage: keine Homepage

Köln, 24.8.1999

Die Diskussion um den religiösen Charakter der PBC, der unter dem entsprechenden Stichwort läuft, ist insofern ohne gründliche Kenntnis der Geschichte des Begriffs Religion, als man hier weder das, was Karl Barth und andere kritisch zum Religionsbegriff ausgeführt haben, noch was die Verehrer Jesu im engeren Sinne darunter verstehen, anhand der vorhandenen Literatur analysiert worden.

Man muß zumindest zwischen Religion im engeren und weiteren Sinne unterscheiden. Im weiteren Sinne kann man vom lateinischen "religio" ausgehen, das, wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, so viel wie "Rückbindung" bedeutet. Die Gehormsamsbindung an den Herrn Jesus Christus ist denn auch das, was den Anspruch der PBC ausmacht, und insoweit ist es eine "religiöse Partei". Historisch gesehen hatte deren Vorsitzender Heinzmann in der Wendezeit der DDR erkannt, daß man durch die spezifischen Möglichkeiten einer Partei das Wort Gottes, also Bibelaussagen, einem breiten Publikum näherbringen kann, und das ist der PBC ja auch gelungen, denn alle Christen haben gemäß dem Missionsbefehl den Auftrag, alle Menschen "coram deo", vor Gott, zu stellen. Es ist vom biblischen Anspruch nicht sachgerecht, die Menschen zu etwas zu zwingen, Gott will völlige Freiwilligkeit - alles andere ist unter seiner Würde. Jedoch: "In der Natur gibt es nicht Strafe und Belohnung, sondern nur Konsequenzen", schrieb ein bedeutender Verhaltensforscher - und so ist es wohl auch in der "Sache mit Gott" (vgl. Heinz Zahrnts gleichnamiges Buch).

Religion im engeren, Karl Barth'schen Sinne und wohl auch im Sinne der PBC ist jedoch das menschliche Suchen nach Gott, genauer, die menschlichen Vorstellungen von Frömmigkeit (verehrendes Verhalten, wie man sprachhistorisch herausgefunden hat). In diesem Sinne lehnt es die PBC ab, als religös zu gelten, denn sie möchte nicht irgendwelchen menschlichen Vorstellungen von Gott nachgehen, sondern weiß sich von Gott gefunden, mit Karl Barth zu reden "senkrecht von oben" und nicht umgekehrt. Es ist also ein Streit um Worte, leider ohne klare Definitionen und ohne die Begriffs- und Problemgeschichte zur Kenntis zu nehmen. Insoweit ist es verständlich, wenn sich der Streit über so viel Seiten hinzieht.

Viele Grüße an alle Humanisten
Hans-Martin Hammer

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