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Dienstag, der 1. Juli 2003, 23:13 Uhr
Name: Matze
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um noch dem letzten Abschnitt etwas anzumerken: Man hätte auch im ehem. Zaire (jetzt DR Congo) eingreifen müssen, als Mobutu an die Macht kam - ja eigtl. hätte Belgien für eine Demokratisierung eintreten müssen, als sie als Kolonialmacht aufhörten.

Aber, auch wenn man über viele Millionen Tote diesen Krieg in den Medien ignoriert hat, muss man jetzt dennoch eingreifen. Allerdings danach auch bereit sein und seine eigene Schuld eingestehen - da gebe ich dir meine volle Zustimmung.

Gruß,

Matze

Dienstag, der 1. Juli 2003, 23:05 Uhr
Name: Matze
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@Herbert:

vorab zwei aktuelle Links zu unserer Diskussion:

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=95718&kat=10

Wobei Finnland in jeder Hinsicht andere Vorraussetzungen hat. Dein Heimatland Bayern ist bei PISA auf dem 10. Platz und arbeitet nach einem anderen Prinzip. Ich denke die familiäre und soziale Grundvorrausetzung der Kinder ist wichtiger. Finnland hat z.B. andere Ausländersituationen als z.B. Deutschland (insb. Berlin)...

Kleriker oder Religionslehrer sind beispielsweise auch davon ueberzeugt, Menschen zur "persoenlichen Freiheit", sprich zum "ewigen Leben" verhelfen zu muessen.

Viele Atheisten auch. Das ist definitiv ein Problem der Ideologie, bzw. der undifferenzierten persönlichen Überzeugung.

Aber darin liegt doch gerade das Problem. Sich vage erinnern ist eben nicht verinnerlichen, so wie z.B. 2x2=4.

Mein Problem ist hier eher, dass ich das ich das Erfahren von Informationen einfach kaum zeitlich zuordnen kann, wenn es in einem Zeitraum liegt, in dem man ohnehin viele Informationen bekommen hat :). Es kann sein, dass etwas in der Schule dran war und ich es dort verinnerlicht habe - es kann auch später gewesen sein oder nie.

Darin saehe ich aber zuvorderst eine Aufgabe der "Erziehungsanstalten". Freiheit muss taeglich erkaempft werden. Konstruktiven Widerstand muss man erlernen. Faulheit/Traegheit nicht.

Ich denke da immer etwas entgegengesetzt - eine ideale Gesellschaft kann nur dann funktionieren, wenn die Mehrheit ihrer Mitglieder an ihr arbeitet. Daher muss der Wille sich um Freiheit zu kümmern den Menschen freiwillig klar werden. Wenn er nur - wie in den USA - durch Lieder und Schulunterricht eingepaukt wird, so ist er in Liedern vorhanden - aber nicht in der Realität. Dort kauft man sich dann lieber den neusten Musiktitel, anstatt sich ein Musikinstrument zu kaufen oder ißt lieber Hamburger, statt Salat...

Du weißt ja, dass ich viel von der freien Software-Bewegung halte - da sie eben Freiheit dadurch erreicht, dass jeder, der an ihr (ernsthaft) teilnimmt, diese Freiheit auch will, aber niemanden (der sie nicht will) gewaltsam aufzwingt. Das ist m.E. der beste Weg die Freiheit zu erhalten und überhaupt erst zu schaffen.

Die zur gleichen Zeit stattfindenden Kriege der US-Amerikaner stehen bekanntermassen auf der NEWS-Seite.

Ja, das schlimme am kalten Krieg ist, dass die drei Parteien USA, UdSSR und Kuba die Welt in Brand gesteckt hatten und nun nicht bereit sind, sie wieder zu löschen, ja sogar lieber mit Spiritus rumspritzen wollen.

So lehrte man es uns zumindest!

Ich denke, man darf Geschichte nur dann werten, wenn man die Gegenseite wertet. Verlierer und Gewinner fälschen die Geschichte gleichermaßen und so wird man nie die ganze Wahrheit wissen. Daher muss man annehmen, dass meist Verlierer, wie auch Gewinner an geschehenen Verbrechen beteiligt waren.

Bei uns funktioniert die Macht der medialen Gehirnwaesche so gut, dass es diesbezueglich meist keiner Gesetze bedarf.
Doch was war der "Radikalenerlass" anderes? Er fuehrte dazu, dass viele mutige junge Lehrer - die oft gar keine Kommunisten waren - ihre reformpaedagogischen Visionen ad acta legen konnten.

Eine ähnliche Entwicklung steht der freien Software und freien Musik gegenüber, die von der Industrie schon als "Untergang des Abendlandes" bezeichnet wurden (wobei das Abendland bei den vielen vorhergesagten Untergängen, schon mal langsam auch untergehen sollte :-)))

Ich wuerde sie nicht verbieten. Ich wuerde an die Verantwortung und die Wahrnemung der Eltern appellieren indem man auf die Zusammenhaenge der Individualrechte in der bundesdeutschen Verfassung sowie der UN-Charta verweist, gegen die sich in eklatanter Weise das elterliche Erziehungsrecht stellt.

In dieser Hinsicht, keine Einwende.

Nicht vergessen: Der RU beruht auf gesetzlichen Massnahmen.

Die verfassungsmäßig gestützt sind und zu dem niemand prinzipiell gezwungen wäre. Zudem ist der gesamte Schulunterricht gesetzlich gestützt. Was ich meinte ist eher, das Verbot von Taufen oder Entzug von Erziehungsberechtigugen, wenn Kinder in Sonntagsschulen oder Kindergottesdienste geschickt werden...

DAS BESTE wird aber gesellschaftlich definiert und nicht individuell. Aus materieller Sicht aus gesehen ist ein Studium nach wie vor DAS BESTE. Was aber hilft mir ein Studium, wenn ich den Rest meines Lebens als Selbstversorger - egal wo auf dieser Erde - verbringen moechte? Keiner hat mir je jene Pflanzen und Kraeuter erklaert, die ich essen koennte oder die zur Heilung von Vorteil waeren.

Biologiestudium :-)).
Das Beste ist nicht zwingend gesellschaftlich definiert, jedoch werden gesellschaftliche Definitionen von vielen Menschen verwendet. Deshalb ist der Drang der Eltern trotzdem nicht verwerflicher...

Die Frage muesste anders lauten: Warum ist es fuer einen Menschen in unserer Gesellschaft DAS BESTE, ein Gymnasium/Studium zu machen?

Weil man glaubt, dass wir im Informations- und Dienstleistungszeitalter leben...

Ich freone nicht dem Speziezismus und handle primaer nach der Maxime der Leidreduzierung. Ein Schwein hat fuer mich das gleiche Lebens-/Existenzrecht wie ein menschlicher Foetus.

Also kann die Abtreibung einfach nicht legitim sein. Natürlich kann man argumentieren, dass man dem Menschen Leid erspart - aber demnach müsste man dann alle Menschen töten...

Tja - als so genannter "Wechsel der Welten" ist dieser Zeitpunkt sicher willkuerlich. Ebenso die Fristenregelung. Doch wo wollt man anfangen? 8 Wochen? 10 Wochen? Sicherlich richten sich z.B. die Moeglichkeiten der PID teilweise gegen ethische oder moralische Prinzipien. Doch kann man in den ersten zwei Wochen kaum davon sprechen, etwas anders zu toeten, als eine Fliege...

Das aber ein Mensch sein wird. Bei einem Säugling könnte man sagen, dass man kaum etwas tötet als eine neugeborene Maus oder Ratte (die zu Massen mit Giften getötet werden, anstatt das eigtl. Problem der Schädlinge zu lösen).

Der kleine Haufen Zellen hat bereits eine vollständige DNS und ist so konstruiert, dass er eines Tages mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Mensch sein wird. Ich kann einfach nicht einsehen, wieso missratener Sexualkundeunterricht und eine ungerechte Gesellschaft der Grund für eine Hinrichtung sein könnten?

Welchen Zeitpunkt meinst Du genau?

Einen Zeitpunkt kurz nach der Befruchtung, bei dem garantiert ist, dass die Eizelle nicht mehr abgestoßen wird, sondern ein menschliches Wesen bilden wird.

Kurz vorher wurden etwa 300.000 kroatische Serben aus ihrer Heimat vertrieben und Serbien musste ganz alleine mit diesem Fluechtlingsproblem fertig werden. Niemand sprach dabei von "ethnischen Saeuberungen". Gesamtdeutschland war damals nicht bereit, nur "mal" 100.000 Fluechtlinge aus Bosnien aufzunehmen...
Das ist eben Politik, die dafuer sorgt, dass selektive Wahrnehmung der Massen das eigene Handeln rechtfertigt.

Nur hätte man damals nicht eingegriffen, wäre es vermutlich noch wesentlich schlimmer geworden, als es ohnehin schon war - darauf wollte ich hinaus.

Man hätte auch im Irak bei der Machtübernahme des damaligen Regimes eingreifen müssen, anstatt menschenrechtswidrige Massenverfolgungen über Jahrzehnte zuzulassen und geschäfte mit diesem Regime abzuschließen - bis man es dann erst 1990 von der Bettkante schubst.

Du kannst immer einen weiteren Zeitpunkt in der Vergangenheit finden, der vermutlich als eigentlicher Auslöser von Gewalt gelten kann - da gebe ich dir nicht unrecht. Ein späteres Eingreifen, kann jedoch trotzdem die Situation aufbessern, auch wenn leider - wie du richtig sagtest - oft dann ein Eigenverschulden nicht erwähnt wird (siehe Irak).

Gruß,

Matze

Dienstag, der 1. Juli 2003, 22:27 Uhr
Name: Matze
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@Antichrist:

Es wird wieder gegen Bordelle gekämpft, Steuern ja aber körperliche Liebbe nein. Also lieber 1000
Bordelle statt Kirche. Hochachtung vor den Bordellen und den dort wirklich schwer arbeitenden Frauen.

Das kann ich nicht sagen - da viele Frauen dort widerwillens und entgegen der Menschenwürde arbeiten. Die Rotlichtszene ist nicht nur ein Ort der Lustbefriedigung, sondern ein Ort, an dem Menschenrechte - insb. von Frauen - in höchstem Maße mißachtet werden.

Hat man vergessen, daß es einst einmal sogenannte Liebestempel gab?

Hast du vergessen, daß einst im antiken Rom oder Athen - lange vor dem Christentum - Frauen auf ihre Häuser eingeschrenkt wurden?

Nur das elende Christentum hat die Liebe zur Sünde degradiert.

Nein hat es nicht.

Welch eine Empörung, wenn eine höhere Persönlichkeit in einem Bordell gesehen wurde.

Meist hängen solche Rotlicht-Affairen auch noch mit anderen Problemen (Drogen, Steuerbetrug etc.) zusammen.

Ich finde, es ist weitaus schändlicher, wenn man vor einer nackten gekreuzigten Gestalt kniet, bei der der Penis immer verschämt verdeckt wird und verzweifelt um Vergebung seines Naturells jammert.

Schändlicher als die Tatsache, dass Frauen aus Osteuropa oder Tailand als Befriedigungsapparaturen missbraucht werden? Oder schändlicher als die Tatsache, dass finanziell benachteiligte Frauen ihren Lebensunterhalt nur damit verdienen können, indem sie ein paar arroganten, reichen und mächtigen Säcken (im wahrsten sinne des Wortes) ihren Hormonspiegel ausgleichen?

Leider gibt es mehr Frauen, die Sex als Sünde empfinden und daher ihre Ehemänner nach erfolgter Geburt eines Kindes sozusagen hängen lassen.

Kann ich aus eigener Erfahrung nicht sagen.

Gruß,

Matze

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Copyright © 1999, Der Humanist (Gästebuch entwickelt von Erik Möller) - Copyright © der Einträge bei ihren Autoren