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Freitag, der 1. Februar 2002, 16:33 Uhr
Name: Dr. Dieter Schmidt, Bremen
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Nach den Nazis jetzt auch "Universelles Leben":


aktueller Nachtrag

Massive Sekten-Kontakte beim HVD

Eltern wissen nichts vom Hintergrund des HVD-Lebenskundeunterrichts an Berlins Schulen –-
SPD- und PDS-Prominenz deckt bisher den HVD –-
HVD-Chefideologe Hubertus Mynarek als Anhänger des Nazi-Ideologen Wilhelm Hauer und als Aushängeschild für die Sekte "Universelles Leben/Heimholungswerk" –-
Ideologie aus Biologismus und Antisemitismus –- HVD wirbt für Hauers "Freie Akademie" –-
Von der Internet-Homepage des HVD kann man sich einfach durchklicken
bis zur Homepage der Scientology Church

Der Chefideologe des "Humanistischen Verbandes Deutschlands" (HVD) Hubertus Mynarek schreibt seit einiger Zeit die HVD-Zeitschrift "diesseits" mit wirren Artikeln über seine "Ökologische Religion" voll. Seine Artikel in dieser wichtigsten Zeitschrift des HVD sind derart zahlreich und umfangreich, daß er tatsächlich heute als der Chefdenker des HVD angesehen werden muß. In seinem Buch "Ökologischen Religion" bezeichnet Mynarek seine Gegner als "Irrläufer der Evolution" und behauptet über seine Anhänger, sie stünden auf der Evolutionsleiter bereits eine Stufe über den Normalmenschen - eine Neuauflage der Herrenmenschen-Ideologie, und dies auch noch explizit in Nazi-Tradition, denn Mynarek stützt seine Thesen auch auf Vordenker des Nationalsozialismus. In "diesseits" behauptete er 1998 in einem Artikel über "ökologische Ethik" sogar, gesunde Pflanzen stünden über schwerkranken Menschen. Die Zeitschrift, die man in der Senatsbibliothek nachlesen kann - weder Berlins Senatoren noch die Abgeordnetenhausmitglieder scheinen sie zu lesen - begrüßte Mynarek 1998 überschwenglich als neues HVD-Mitglied: "Über ein prominentes Neumitglied im Humanistischen Verband freut sich die diesseits-Redaktion ganz besonders, zählt er doch seit Jahren zu unseren profilierten Autoren".
Jetzt kam heraus, daß Mynarek auch seit Jahren für die gefährliche Sekte "Universelles Leben/Heimholungswerk" (UL) tätig ist. Doch damit nicht genug: Schulkinder, die der HVD in seinem Lebenskundeunterricht neugierig gemacht hat, können sich im Internet über geschachtelte Links von der HVD-Homepage schnell zu den Propagandaseiten zahlreicher Sekten durchklicken, darunter UL und Scientology Church.

Die meisten Eltern, die ihre sechs-, sieben-, achtjährigen Kinder in den Lebenskundeunterricht schicken, wissen von alledem nichts. Die Senatsverwaltung für Schule. Jugend und Sport unter Senatorin Ingrid Stahmer (SPD) schweigt bisher dazu. Prominente SPD-Politiker und HVD-Mitglieder wie Staatssekretär Gerd Wartenberg (ex-HVD-Vorsitzender) und die Abgeordnetenhaus-Mitglieder Jutta Weißbecker (HVD-Vize), Regine Koch und Kirstin Fussan-Freese (HVD-Vorstandsmitglied) schützen den HVD seit Jahren ab, "diesseits" prahlt mit ihren Namen. 1998 konnte der HVD auch Prominente aus der PDS - Carola Freundl (PDS-Frakionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus und HVD-Vorstandsmitglied); Thomas Flierl (früher Vize der PDS-Abgeordnetenhaus-Fraktion, jetzt Baustadtrat von Mitte) - und von Bündnis 90/Die Grünen - Frieder Otto Wolf - als Mitglieder bzw. Funktionärin gewinnen. Ob sie alle die Hintergründe des HVD kennen und bewußt dieser Organisation beigetreten sind, wissen wir nicht, aber klar ist: Kinder im Grundschulalter können nicht kritisch beurteilen, was HVD-Lehrer ihnen an menschenverachtender Propaganda aus dem HVD-Blatt "diesseits" vorsetzen. Diese Kinder sind in Gefahr.

In der SPD und beim HVD sind Vorwürfe gegen Mynarek seit langem bekannt, SPD-Medien berichteten schon in den 80er Jahren über seine Kontakte zu Nazi-Sekten. Doch die Berliner Schulsenatorin Ingrid Stahmer (SPD) läßt den HVD weiter unbehelligt "Lebenskunde" an Berliner Schulen unterrichten, obwohl Mynarek seit Mitte der 90er Jahre zu einem Chefideologen des HVD aufgestiegen ist. Tief ist der HVD in der SPD verankert, viel Geld verdient er mit dem Unterricht an staatlichen Schulen: bis zu 90 Prozent der Kosten für die Lehrer (Unterrichtsstunden, Ausbildung der HVD-Lehrer) bezahlt das Land Berlin dem HVD aus Steuergeldern; das sind mehrere Millionen D-Mark jährlich. Der Lebenskundeunterricht ist zu einer wesentlichen finanziellen Säule des HVD geworden. Daß sich im Unterricht auch Mynareks Thesen niederschlagen, ist anzunehmen, denn es werden ja die Inhalte der HVD-Ideologie unterrichtet. Einem Siegeszug des HVD gleichen die Teilnehmerzahlen: Besuchten 1990 erst 2 000 Schülerinnen und Schüler in ganz Berlin das Fach Lebenskunde, so sind es heute schon rund 25 000, davon 80 Prozent an Grundschulen und zwei Drittel in Ost-Berlin. Das sind zwar nur knapp 7 Prozent der Berliner Schüler insgesamt, doch jedes Kind, das - vom HVD indoktriniert - womöglich in die Fänge der Nazis oder der Sekten geraten sollte, müßte die Öffentlichkeit aufschrecken. Weit gefehlt! Ob die CDU das Wohl der Kinder aufgreift, ist zu bezweifeln, fürchtet sie doch jetzt schon um ihren Koalitionspartner. Und "Berliner Zeitung" und "Tagesspiegel" druckten große Werbeartikel für den HVD. Kritische Recherche? Bisher Fehlanzeige.

Stahmers Warnung, Stahmers Schweigen

Noch 1994 warnte die Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport in ihrer Schrift "Informationen über neue religiöse und weltanschauliche Bewegungen und sogenannte Psychogruppen" vor "neuheidnischen" rechtsextremen Sekten aus der Tradition des Nazi-"Kirchenkampfes", auch vor der Würzburger Sekte "Universelles Leben", und natürlich vor der Scientology Church. "Tendenziell antidemokratisch und sozial unverträglich", schrieb Ingrid Stahmer damals im Vorwort über die Sekten. Auch die wirre Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete Renate Rennebach tat sich gegen Sekten dicke - sogar in "diesseits" - und wollte sogar das Grundgesetz ändern, "damit nicht jeder sagen kann, er sei Jesus". Das gilt wohl nur solange, wie keine Parteifreunde verwickelt sind.

Ideologe bleibt sich treu

Hubertus Mynarek - früher mal katholischer Priester auf der äußersten Rechten, dann Kirchenaustritt, dann publizistischer Ankläger von angeblichen sexuellen Eskapaden katholischer Prominenz, die er vor Gericht jedoch nicht beweisen konnte, dann Gründungsmitglied der "Christen bei den Grünen", wo man sich schnell wieder von ihm distanzierte - war in den 70er und 80er Jahren noch Vordenker der nazistischen "Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft e. V." (DUR), die man nach einem Urteil des Kammergerichts Berlin als "nazistische Tarnorganisation" und "völkisch-rassistische Sekte" bezeichnen darf. Die DUR leitet sich selbst direkt aus dem Nazi-"Kirchenkampf" ab und sieht die SS-dominierte "Deutsche Glaubensbewegung" der 30er Jahre, die von dem antisemitischen und antichristlichen Agitator Wilhelm Hauer geführt wurde, als eine ihrer Wurzeln an. Der HVD kennt die Berliner Prozeßakten, die zu dem vernichtenden Urteil über die DUR führten: der Vorsitzende des neuen HVD-Zusammenschlusses Berlin-Brandenburg, Horst Groschopp, gab 1999 zu, seine DUR-Freunde hätte ihm die Akten gegeben. Während die PDS im Bundestag Anfragen zu den nazistischen Bezügen der DUR stellte, während PDS-MdB Ulla Jelpke und Grünen-MdB Annelie Buntenbach noch 1997 gegen den "Unitariertag" öffentlich protestierten, traten Berliner Prominente ihrer Parteien dem HVD bei, dessen Vordenker längst Hubertus Mynarek war.

Mynarek schrieb "für die Jugendarbeit" der DUR 1979 das Buch "Orientierung im Dasein", das sich über weite Strecken explizit auf die Ideen der DUR-Vordenkerin Sigrid Hunke stützt. Das Buch propagiert eine extrem konservative Familienideologie, enthält Angriffe auf den Feminismus, gibt "Kameradschaft" als schulisches Lernziel vor und definiert "unser Volk" als "gemeinsame oder wenigstens verwandte Abstammung" und explizit als "Volksgemeinschaft". Dies sei "unitarischer Humanismus". Trotz Mynareks Rolle im HVD stellte sich auch die PDS-Frauenpolitikerin MdB Christina Schenk 1999 dem HVD als Referentin zur Verfügung. In dem Buch bezeichnet Mynarek den Nazi Hauer als "eine der bedeutendsten Größen der Religionswissenschaft des 20. Jahrhunderts", und zwar ausdrücklich "trotz ihrer theoretischen Verirrungen während des Dritten Reiches". Mynarek ist begeistert von Hauers Denken, das er zu einer Grundlage seiner eigenen wirren Thesen macht, folgt ihm in seiner Darstellung des Judentums als "artbestimmtem Volksglauben" und zitierte ihn auch anderweitig. Hauer, ein Hauptsturmführer der SS und Leiter des Sicherheitsdienstes der SS in Tübingen, der seine aggressiven Reden (auch im Berliner Sportpalast) unter dem Saalschutz von SA und SS abhielt - christliche Zwischenrufer wurden von den Nazi-Trupps zusammengeschlagen, christliche Jugendliche von den Hauer-Leuten bei der Gestapo denunziert und verhaftet, alles nachzulesen in den "Deutschland-Berichten" der Exil-SPD - wird heute in jedem besseren Lexikon über den Nationalsozialismus als Vordenker des "religiösen" Flügels der Nazis genannt, neben dem NSDAP-Chefideologen Alfred Rosenberg, auf dessen Buch "Der Mythus des 20. Jahrhunderts" Hauer sein eigenes Hauptwerk "Deutsche Gottschau" gründete. 1942 forderte Hauer sogar bei seinem langjährigen Freund und Mitstreiter aus der "Deutschen Glaubensbewegung" Rudolf Backofen, einem SS-Obersturmführer im Ghetto Lodz, ein "polnisches Mädchen, das germanisiert werden kann" als Sklavenarbeiterin für seinen privaten Tübinger Hausalt an, wie der britische Religionswissenschaftler Werner Ustorf herausfand, der an einem Buch über Hauer arbeitet. Nach 1945 hielt Hauer an seinen rassistischen antisemitischen Thesen fest, nannte lediglich seinen alten "Arier" in "abendländischer Mensch" um, den er immer noch mit den "medizinischen" Vermessungen des "Arier"-Körpers durch Nazi-Ärzte definierte. Er gründete in den 50er Jahren die "Freie Akademie e. V." (FA) als DUR-nahen Zirkel, in dem Großkopfeten der NS-Zeit - Hitler-Geburtstags-Dichter ebenso wie straflos gebliebene Vordenker der Nazi-Verbrechen - ihre alte Ideologie pflegten. Nachfolger Hauers als Chef der FA in den 60er Jahren war der frühere SS-Arzt Lothar Stengel-von Rutkowski, Mitarbeiter des Rasse- und Siedlungsamtes der SS, der nach 1945 bei fast allen rechtsextremen Sekten agitierte - noch 1990 bei der DUR - und ein enger Freund und Biograph des obersten Nazi-Rassisten Hans F. K. Günther war, für dessen Schriften die DUR noch in den 60er Jahren warb. Mynarek ging "im Hause Hauer" ein und aus, wie er selbst zugab, und war auch bei der FA engagiert, deren Sekretärin und Hauer-Biographin Margarete Dierks - mit der auch Mynarek in den 80er Jahren gemeinsam in Schriften publizierte - 1938 in ihrer Dissertation die Nürnberger Rassengesetze gerechtfertigt hatte.

Es ist nur konsequent, daß die "diesseits"-Redaktion des HVD, nachdem sie Mynarek als "profiliertesten Autor" begrüßte, 1999 auch für ein Seminar der "Freien Akademie" wirbt.

HVD für "Ökologische Religion"

1986 brachte Mynarek sein Hauptwerk "Ökologische Religion" heraus, das der HVD 1998 mehrfach in "diesseits" explizit empfahl. In dem Buch stellt er Hauers biologistischen Rassismus auf neue "ökologische" Beine, schleudert das schlimme Wort vom "Irrläufer der Evolution" gegen seine politischen Gegner - als die er Menschen ansieht, deren Weltanschauung letztlich auf dem "Judaochristentum" und der biblischen Forderung des "Machet Euch die Erde untertan" basiere - und schließt mit der Botschaft, "die Natur" sei selbst "politisch" und werde sich daher selbst "die geeignetste politische Staatsform" schaffen. Werkzeug der "Natur" sei dabei der "öko-religiöse Mensch" - Mynareks Anhänger -, "der eigentliche Vollender der Sinngestalt der Natur" und "Sinn der Erde, .... Sinn der Evolution der Natur", der im Gegensatz zum Normalmenschen bereits "den nächsten Schritt der Evolution" vollzogen habe und nun - etwa über den HVD? - die "natürliche" Staatsform durchsetzen werde. Neu aufbereitet, ist dies auch der Inhalt von Mynareks "diesseits"-Artikeln. So bekommt man eine Vorstellung, was HVD-Ideologie inhaltlich bedeutet und womit die Grundschulkinder im Lebenskundeunterricht des HVD indoktriniert werden. Das ist in der Tat "tendenziell antidemokratisch und sozial unverträglich", wie SPD-Schulsenatorin Stahmer über Sekten mit verwandten Botschaften schrieb - doch gegen die HVD-Propaganda an Berlins Schulen tut die SPD nichts. Andere sind da konsequenter: Das evangelische "Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt" porträtierte Mynarek schon 1986 unter der Überschrift "In der Tradition von Blut und Boden". (Eine ausführliche Analyse von Mynareks Thesen ist hier auf unserer Homepage nachzulesen.)

Mynarek als Sekten-Mann

In seinem Buch "Religiös ohne Gott?" schrieb Mynarek schon 1983 anerkennend von "Scientology-Geistlichen" und ließ sie breit im Interview zu Wort kommen. Tatsächlich ist der Kern der Scientology-Ideologie nichts anderes als Herrenmenschentum, ausgedrückt in amerikanischen Kunstwörtern. Da ist es nur konsequent, wenn man sich 1999 von der HVD-Homapage schnell zur Scientology-Homepage durchklicken kann, Internet-Links verbinden auch zu anderen Sekten wie "Transzendentale Meditation" oder "Universelles Leben/Heimholungswerk" (UL). Schon 1985 trat Mynarek als Redner bei der Würzburger Sekte UL der Gabriele Wittek auf und erklärte, vieles, was er in den Schriften der UL gelesen habe, sei ihm sympathisch: "Das was sie schreiben, ist durchaus etwas Positives".

UL wird von staatlichen Stellen dagegen als "totalitäre" Organisation eingeschätzt, die sich "die weitgehende Entpersönlichung und Disziplinierung des Einzelnen zum Ziel gesetzt" habe. Das Oberlandesgericht Bamberg sah "durchaus antisemitische Tendenzen" bei der Sekte, die vor allem auch wirtschaftlich tätig ist und in den Branchen EDV, Werbung, Gastronomie und Landwirtschaft einen weit verzweigten Konzern aufgebaut habe, wie die Zeitschrift "Focus" berichtete. In manchen Regionen stehen auf den Wochenmärkten Verkaufsstände von UL für ökologische Produkte, bei denen die Sekte groß im Geschäft ist. UL-Aussteiger berichteten, daß sie als "Bienen" - man könnte auch sagen: Sklaven, für die UL ist es jedoch "ehrenamtliche Mithilfe" - unentgeltlich auf Bauernhöfen und bei Verkaufsständen der Sekte hätten arbeiten müssen, daß Angst, Leistungsdruck, Mißtrauen und Überwachung die Sekte kennzeichneten; "die Verwirklichung der göttlichen Gesetze", die die UL-Gründerin Wittek verkünde, werde "am Kassenstand gemessen".

Doch der HVD-Vorzeige-Ideologe Mynarek trat 1994 für UL auf einer Pressekonferenz als Zeuge für UL und gegen die Sekten-Aussteiger auf. Mit der Zeitschrift "Das Weiße Pferd" hat sich UL neuerdings ein "politisches" Blatt zugelegt, das zu Tagesthemen Stellung nimmt, vor allem auch zur Ökologie. Hier wird 1997 Mynarek als ein Opfer der katholischen Kirche dargestellt, die ihn finanziell ruiniert habe. Konsequent veröffentlichte Mynarek 1999 sein Buch "Die neue Inquisition. Sektenjagd in Deutschland" im UL-Verlag "Das Weiße Pferd".

Antisemitismus pur

Auch bei UL paßt alles zusammen. 1991 brachte die Sekte ein Extrablatt ihrer Zeitschrift "Christusstaat" heraus, das gegen das "Freimaurertum" agitierte und über weite Strecken aus Rosenbergs "Mythus des 20. Jahrhunderts" hätte abgeschrieben sein können. Die antisemitischen "Protokolle der Weisen von Zion", die schon Rosenberg als Quelle für seine These von der jüdisch-freimaurerischen Verschwörung gegen die "Arier" diente, werden auch von UL als angeblicher Beweis für die geplante "Weltherrschaft der Illuminaten" angeführt. Doch UL setzt noch eins drauf: Der Bundesadler sei ein "'Zions'-Adler", denn mit seinen Umrissen passe er genau in die Mitte des Davidsterns, "das zionistische Symbol von Macht und Herrschaft. ... Könnte es bedeuten, daß sich unser Staat im Symbol des Hexagramms (Sechsstern) der Ideologie der 'Weltdiktatur' unterordnet?" Als Antwort präsentiert UL einen Artikel über die jüdische Organisation B'nai B'rith (die auch in Berlin ein Büro unterhält), die eine "freimaurerische Geheimorganisation" sei und deutsche Politiker wie Genscher und Kohl mit Preisen ausgezeichnet habe sowie mit der katholischen amerikanischen Bischofskonferenz eng zusammenarbeite. Schon der Mitbegründer von Hauers "Deutscher Glaubensbewegung", der NSDAP-Reichstagsabgeordnete Ernst Graf zu Reventlow, hatte eine Schrift gegen B'nai B'rith verfaßt, in der er die "Protokolle der Weisen von Zion" als authentischen Plan für die angeblich drohende "jüdische Weltherrschaft" hinstellte. Die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte "Vereinigung für gesamtdeutsche Politik" brachte einen Nachdruck der Reventlow-Schrift heraus, in dem sie auch die UL-Texte zitiert.

HVD raus aus den Schulen!

Einige Eltern von Berliner Schulkindern sind offenbar bereits unruhig geworden, Gespräche mit mindestens einem Schulleiter haben bereits stattgefunden. Doch der HVD gibt Unterricht an 250 staatlichen Berliner Schulen und powert mit seinen SPD- und PDS-Verbindungen. Der Vorsitzende des BIFFF... e.V., Diplom-Psychologe Peter Kratz, meint dazu: "Wenn der HVD seinen Ideologen Mynarek als 'profilierten Autor' seiner Zeitschrift vorstellt, dann ist nach all dem wohl eine Warnung vor dem HVD-Lebenskundeunterricht angebracht, damit Eltern nicht fürchten müssen, ihre Kinder an Sekten oder Nazis zu verlieren." Was im Schulfach Lebenskunde tatsächlich geschieht, wissen nur die Lehrer und die Schüler, die überwiegend im Grundschulalter sind. Diese Kinder können den weltanschaulichen Kern der HVD-Propaganda, die im Klassenzimmer sicher kindgerecht vorgetragen wird, noch gar nicht durchschauen. Kratz: "Wir erforschen diese Szene seit Jahren und haben viel darüber in Büchern, Zeitschriften und eigenen Publikationen veröffentlicht. Diese Sekten, ob sie nun DUR, Freireligiöse, Freigeistige oder HVD heißen, stehen in engem Kontakt miteinander und decken geographisch und weltanschaulich bestimmte Bereiche ab. Sie stehen alle mehr oder weniger deutlich in der Tradition des 'religiösen' Flügels der NSDAP um Hitlers 'Beauftragten für die gesamte geistige und weltanschauliche Schulung und Erziehung der NSDAP' Alfred Rosenberg. Das gilt auch für Teile des HVD." Erstaunlich, daß CDU und christliche Kirchen bisher dazu schweigen. Die Rekrutierung für solche Organisationen fängt oftmals bereits im Kindesalter an, wo schon Grundlagen für eine rechtsextreme Weltsicht gelegt werden..

HVD mit Scientology-Methoden zur Macht?

Wie UL und die Scientology Church strebt auch der HVD ein wirtschaftliches Imperium an, um damit gesellschaftliche Macht auszuüben. Inwieweit die HVD-Ideologie dabei nur Mittel zum Zweck ist, läßt sich kaum beurteilen. Fakt ist, daß der HVD mit dem Lebenskundeunterricht eine Menge an Steuergeldern einnimmt. Fakt ist, daß er sich über die "Wiedergutmachung" angeblich erlittenen NS-Unrechts in den Besitz der Immobilien Friedenstraße 60 in Berlin-Friedrichhain bringen will. Fakt ist auch, daß er im Gastronomiebereich in Berlin bare Münze verdient und hier expandieren will. Am "Cafe Rix" im bezirkseigenen Saalbau Neukölln ist der HVD finanziell beteiligt, doch bleibt er neuerdings hier lieber im Hintergrund: Nachdem Kritik am HVD laut wurde wegen der Nazi-Tradition, in die er sich im Rahmen der Freireligiösen-Ausstellung im Prenzlauer-Berg-Museum selbst gestellt hatte, verschwand die Zeitschrift "diesseits" aus dem "Cafe Rix", wo sie zur gefälligen Mitnahme in großen Packen ausgelegen hatte. Vielleicht möchte man den Umsatz nicht gefährden. Wer an dem Cafe verdient, erfahren die Kaffeetrinker nicht.

Für weitere Investitionen braucht der HVD viel Geld., und er hat große Pläne. Ungeschminkt ließ der frühere HVD-Landes- und Bundesvorsitzende Klaus Sühl, auch Geschäftsführer der HVD-eigenen Human Gaststätten- und Kultur GmbH, 1994 auf einer HVD-Versammlung die Katze aus dem Sack: "Neben der Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und Spenden muß der HVD Einnahmemöglichkeiten erschließen, d. h. Unternehmungen starten, die vor allem auch das Ziel verfolgen, Gewinne zu erwirtschaften. Diesen Weg hat der HVD im vergangenen Jahr konsequent beschritten, indem er die HUMAN Gaststätten- und Kultur GmbH gegründet hat. ... Dieser neue kommerzielle Bereich soll in engstem Zusammenwirken mit dem Verband und jederzeit vom Verbandsvorstand kontrollierbar mit dafür sorgen, daß auch weiterhin ABM-Projekte durchgeführt werden können. ... Die GmbH soll Gewinne machen". Sühl sagte vor seinen Anhängern, "daß der HVD schier unbegrenzte Möglichkeiten habe und nur er selbst sich vom Erreichen des Zieles abhalten könne, zu einem dominierenden Faktor in einigen Bereichen der Gesellschaft zu werden". Das sind Sekten-Methoden, nachzulesen im Protokoll der HVD-Versammlung, das säuberlich in der Vereinsregisterakte VR 4672 Nz des HVD beim Amtsgericht Charlottenburg abgeheftet ist (Band III, Blatt 695). Zu deutlich waren die offenen Worte. Der HVD hat sein Unternehmen inzwischen wieder umgruppiert. September 1999

aktueller Nachtrag:
Inzwischen hat sich der HVD zwar von Mynareks Sektenkontakten zu "Universelles Leben" distanziert, und auch die HVD-Zeitschrift "diesseits" druckte - deutlich wahrnehmbar: widerwillig - diese Distanzierung des HVD-Vorstands ab.

Nicht jedoch distanzierte sich der HVD von Mynareks sonstigen faschistischen Thesen, insbesondere nicht von den zahlreichen Artikeln, die Mynarek in "diesseits" schrieb, auch nicht von den Empfehlungen für Mynareks Bücher, erst recht nicht von der Empfehlung seines Buches "Ökologische Religion". Offenbar hat Mynarek derart viele Fans im HVD, daß der Verband sich eine solche Distanzierung gar nicht leisten kann, ohne auseinanderzubrechen.

Auch im Jahr 2001 sind die Sekten, z.B. "Universelles Leben" oder "Scientology Church", weiterhin über die website des HVD erreichbar, über Links zu einer website "Atheismus", die der HVD sogar besonders empfohlen hat und die ihrerseits eine Linkliste zu zahlreichen rechtsextremen Sekten breithält. Der HVD macht also weiterhin die Sektenpropaganda allgemein zugänglich, vermittelt über Links.

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Freitag, der 1. Februar 2002, 16:32 Uhr
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"Unitariertag" Pfingsten 1999 in Weimar:

Weimar als Nazi-Hauptstadt Europas

Die Anhänger Fritz Sauckels kehren zurück – Nazi-Sekte übertölpelte 'Ossis' – Grußwort von OB Germer angekündigt –- Gegen einen Referenten ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Briefbombendrohung –-"Deutsche Unitarier" sehen sich selbst in der Tradition des "Kirchenkampfs" der Nazis –- Schmalkaldener Professor Ralf Abel zog Klage gegen Antifaschisten wegen Aussichtslosigkeit zurück
Alle paar Jahre wieder: Irgend eine Provinzstadt beherbergt den "Unitariertag" der winzigen Nazi-Sekte "Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft e.V." (DUR), die in der "religiösen" Tradition Alfred Rosenbergs steht, des "Beauftragten des Führers für die gesamte geistige und weltanschauliche Schulung und Erziehung der NSDAP". Rosenbergs Buch "Der Mythus des 20. Jahrhunderts" enthält die Grundaussagen der Ideologie der DUR, die sie in den letzten Jahrzehnten lediglich zeitgemäß umformulierte. In zahlreichen Gerichtsprozessen gegen Antifaschisten, die die DUR betrieb, wurden die Nazi-Beziehungen immer wieder mit Hunderten Seiten Beweisanlagen nachgewiesen. Die DUR darf nach den rechtskräftigen Gerichtsurteilen als "Nazi-Sekte", "völkisch-rassistische Sekte", "nazistische Tarnorganisation" usw. bezeichnet werden, weil "bis in die jüngste Vergangenheit" bei der DUR "in maßgeblichen Positionen solche Personen tätig waren, die eben nationalsozialistisches Gedankengut vertreten haben", so das Landgericht Berlin. Ein langjähriger DUR-Funktionär, Ralf Bernd Abel, Professor Doktor jur. an der Fachhochschule im thüringischen Schmalkalden, erlitt die bisher letzte Niederlage dieser Szene vor Gericht: Seine Klage gegen die Zeitschrift "KONKRET", die ihn als "langjährigen Funktionär rechtsradikaler Sekten" bezeichnet hatte, zog er im April 1999 selbst zurück, nachdem die Richter am Landgericht Hamburg ihm klargemacht hatten, daß er den Prozeß auf jeden Fall verlieren werde.

Himmlers Rune über Weimar

In die Großstädte traut sich die DUR mit dem "Unitariertag" schon lange nicht mehr, zu bekannt sind ihre Nazi- und Neo-Nazi-Verwicklungen. Diesmal trifft es Weimar, Treff Hotel Weimar, Kastanienallee 1. Das paßt: einer der DUR-Vordenker war vor dem 8. Mai 1945 ein enger Mitarbeiter des NSDAP-Gauleiters von Thüringen und Kriegsverbrechers Fritz Sauckel, der Weimar zur Nazi-Modellstadt machte. Der letzte Coup der DUR: ein angebliches Grußwort des Bundespräsidenten Roman Herzog zum "Unitariertag" 1997 in Hameln, wie der Hamelner "Gemeindeleiter" der Sekte gegenüber der Presse damals erklärte. Das Bundespräsidialamt dementierte prompt: Es sei "ein Versehen einer Ferien-Aushilfskraft im Bundespräsidialamt" gewesen, daß die Nazi-Sekte 1997 überhaupt ein Antwortschreiben auf ihre dreiste Einladung an den Bundespräsidenten erhalten habe, und diese Antwort sei "kein Grußwort", hieß es damals - heute organisiert die DUR-Gemeinde Hameln den Unitariertag in Weimar, weil es in der Kulturhauptstadt Europas gar keine Gemeinde gibt.

Diesmal ließ sich Weimars Oberbürgermeister Dr. Volkhardt Germer - parteilos, ein Ex-SED-Kader - von der Nazi-Sekte leimen. Gemeinsam mit den Funktionären der DUR, die zum Teil verfassungsschutzbekannt sind, steht Germer im Programmheft des "Unitariertages": sein Grußwort zur Eröffnung ist schon abgedruckt und soll am 21. Mai noch mündlich vorgetragen werden. Auf den DUR-Fahnen, die zu Pfingsten 1999 über Weimar wehen werden, ist die Hagalsrune vom Totenkopfring der SS zu sehen - zahlreiche DUR-Funktionäre und -Prominente waren vorher hohe SS-Funktionäre, die Rune haben sie als DUR-Zeichen beibehalten. Himmlers "Jul-Leuchter", den die SS als religiöses Symbol einführen wollte, ist in der Gedenkstätte Buchenwald zu sehen - das Zeichen der "Deutschen Unitarier" ist dort eingeprägt!

Sauckels Rasse-Hüter

Da werden sich einige wieder richtig heimisch fühlen in der Stadt Fritz Sauckels. Sein Mitarbeiter Lothar Stengel-von Rutkowski, SS-Hauptsturmführer, SS-Mitgliedsnummer 3683, war jahrzehntelang einer der Hauptideologen der DUR; noch 1990 hielt er in der DUR-Gemeinde Kassel einen Vortrag über Gentechnik. Der Mann kennt sich aus: In den "Nationalsozialistischen Monatsheften" (Herausgeber: Alfred Rosenberg; Chefredakteur: der 1982 zum "theologischen" Chef der DUR gewählte Eberhard Achterberg, der auch die Abteilung "Juden- und Freimaurerfragen" im NSDAP-"Amt Rosenberg" leitete) veröffentlichte Stengel-von Rutkowski in mehreren Folgen eine Biographie über den obersten Nazi-Rassisten Hans F. K. Günther, mit dem er befreundet war; Günthers Bücher zum "Bauernglauben" wurden noch in der 60er Jahren in der DUR-Zeitschrift angepriesen. Unter Sauckels Regie arbeitete Stengel-von Rutkowski im "Rasse- und Siedlungsamt der SS Thüringen" und widmete sein Buch "Was ist ein Volk? Der biologische Volksbegriff" 1940 dem "Gauleiter und Reichsstatthalter Fritz Sauckel, dem Treuhänder lebensgesetzlicher Politik, Wissenschaft und Weltanschauung in Thüringen".

"Wissenschaftliche Rasseerkenntnis"

Dann wurde Stengel-von Rutkowski "Präsident" der DUR-Schwesterorganisation "Freie Akademie e.V.", eine Nazi-Organisation, die der Führer des Nazi-"Kirchenkampfes" und antisemitische Hetzer Wilhelm Hauer in den 50er Jahren als Auffangorganisation für die Rosenberg-Anhänger gegründet hatte. Hauer - eine Art Papst der Deutschen Unitarier - hatte mit Stengel-von Rutkowski, Günther und anderen SS-Größen 1933 die "Deutsche Glaubensbewegung" gegen Juden- und Christentum gegründet - eine Hauptstütze des "Kirchenkampfs" der Nazis - und 1934 sein antisemitisches Hauptwerk "Deutsche Gottschau" auf Rosenbergs "Mythus"-Buch gestützt; in Hauers Vorwort hieß es: "Mit dem Dritten Reiche stehen und fallen wir".

Diesmal steht die DUR in Weimar. Vielleicht kommen der hochbetagte Stengel und die langjährige Sekretärin der "Freien Akademie", die Hauer-Biographin Margarete Dierks, auch diesmal wieder, wie zu vorherigen "Unitariertagen"; Dierks - die nach 1945 wegen ihrer Neonazi-Kontakte der Beobachtung des Verfassungsschutzes unterlag - hatte 1938 in ihrer Dissertation von der "wissenschaftlichen Rasseerkenntnis" der Nazis geschwärmt, das "Fremdwesen" der deutschen Juden beklagt und "das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" gepriesen, das "in dem Bewußtsein der Verantwortung und Verpflichtung für die Zukunft unseres deutschen Volkes" beschlossen worden sei, wie sie damals schrieb - es waren die bekannten Nürnberger Rassegesetze. Sicher ist jedenfalls, daß gleich nach OB Germer der heutige Präsident der "Freien Akademie" ein Grußwort sprechen soll. Er weigerte sich bisher ebenso wie die DUR-Oberen, sich von den Nazi-Traditionen, vom Gründer Hauer oder von Dierks - immer noch bei der "Freien Akademie" aktiv - zu distanzieren.

Neo-Nazi-Verbindungen

Das erstaunt nicht, denn die DUR steht auch in den 90er Jahren zur Tradition. Die Hamburger Innenbehörde bestätigte 1997, daß die DUR-Landesgemeinde Hamburg ihr "Haus der Deutschen Unitarier" bis 1995 an die rechtsextremistische "Gesellschaft für freie Publizistik" und den "Freundeskreis Filmkunst" des Nazi-Anwalts Jürgen Rieger vermietete. Hamburgs Landesgemeindeleiter Helmut Kramer, der dafür verantwortlich war und mit Adelheid Reuß-zur Lippe - der früheren Chefredakteurin der rechtsextremistischen Zeitschrift "Die Bauernschaft" des Auschwitz-Leugners und früheren Auschwitz-Wachmannes Thies Christophersen und vorherigen Freundin des "Reichsbauernführers" Walter Darré - befreundet war, wird in Weimar die Gesprächsrunde "50 Jahre Menschenrechte" leiten und soll hier auch zum neuen DUR-Präsidenten gewählt werden. Um wen es sich hinter all der Tarnung in Wahrheit handelt, hätte OB Germer in den Verfassungsschutzberichten nachlesen können; aber diese Lektüre ist für einen Ex-SED-Kader wohl tabu.

Briefbomben-Drohung

Gegen den Neonazi Henning Hraban Ramm, 26 Jahre alt und "Sohn von Berufsunitariern" (DUR-Programmheft für Weimar), der eine Arbeitsgruppe beim Weimarer "Unitariertag" leiten soll, ermittelt inzwischen die Staatsanwaltschaft: Via Internet soll er im Frühjahr dazu aufgerufen haben, Briefbomben an Antifaschisten zu senden. Mit dabei als Leiterin einer Gesprächsrunde in Weimar ist auch wieder Anneliese Müller, früher BdM-Führerin, dann mit ihrem Mann, einem früheren HJ-Führer, verantwortlich für die DUR-Jugend, die später Helmut Kramer und dann Henning Hraban Ramm leitete. So lernt die junge von der alten Generation.

Antisemitisch-antichristliche Kontinuität

Ihren Kampf gegen Juden und Christen, den der DUR-"Papst" Hauer 1934 als "Kampf zwischen der vorderasiatisch-semitischen und der indogermanischen Glaubenswelt" beschrieb, formuliert der DUR-Vordenker Wolfgang Deppert 1996 in dem Sekten-Heftchen "unitarische blätter" zeitgemäß: man lehne den "israelitisch-christlichen Orientierungsweg" ab, weil er eine "autoritäre Lebenshaltung" verlange - doch die "unitarischen blätter" nannten noch 1986 Hauers "Deutsche Glaubensbewegung" der 30er Jahre als ihre Wurzel. Der langjährige DUR-Funktionär Hans-Dietrich Kahl, der auch in Weimar wieder dabei sein wird und den die "unitarischen blätter" bis heute drucken und zitieren, hatte noch 1989 geschrieben, den Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß - bei dem Fritz Sauckel zum Tode verurteilt und schließlich hingerichtet wurde - habe man "als Siegerjustiz, veranstaltet von Feindmächten, von denen mindestens eine selbst auf die Anklagebank gehört hätte" abgelehnt, "es war Ehrensache, sich um diesen Prozeß nicht zu kümmern!" Minutiös beschrieb Kahl auch 1989, wie die Rosenberg-Anhänger - alles NSDAP-Kader - nach 1945 die DUR als Auffangorganisation nutzten.

Wegen der offensichtlichen Nazi-Kontinuität, von der sich die DUR trotz vieler Aufforderungen bis heute nicht distanzieren will, hatte die PDS-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke 1997 öffentlich gegen den "Unitariertag" in Hameln Stellung bezogen. Ob es in Thüringen, wo die Partei demnächst mitregieren möchte, wieder eine Stellungnahme der PDS gibt, diesmal gegen einen parteilosen Oberbürgermeister 'aus den eigenen Reihen', der die Sekte hofiert? Die Weimarer Tagung wird von derselben Hamelner Nazi-Gemeinde organisiert wie der "Unitariertag" 1997. Damals schrieb die Hamelner Lokalpresse spöttisch "Unit-Arier".

100 Seiten zu der Sekte "Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft e. V." bringt das Buch von Peter Kratz "Die Götter des New Age. Im Schnittpunkt von 'Neuem Denken', Faschismus und Romantik" (Elefanten Press Verlag Berlin 1994, 415 Seiten), das auch die Versuche der DUR bloßstellt, in die sogenannten neuen sozialen Bewegungen einzudringen. Mai 1999

Im heute aktuellen Logo der Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft e.V., das auch auf ihren Fahnen zu sehen ist, überschneiden sich Lebens- und Todesrune der Nazis. Das DUR-Zeichen entspricht auch der Rune vom Totenkopfring der SS und vom Jul-Leuchter der SS:

Lebens- und Todesrunen werden von Nazis als Zeichen für Geburt und Tod auf Grabsteinen und in Todesanzeigen verwendet (beide Beispiele aus der zeitschrift "glaube und tat" der DUR):




Die Neonazi-Gruppe "Skinheads Sächsische Schweiz" posiert mit den Runen für das Nachrichtenmagazin "Focus" (Nr. 41/2000, S. 116):

Die Runen werden international von Neonazis benutzt. Die englische antifachistische Zeitschrift "Searchlight" brachte im Juli 2000 dieses Foto des "leading US nazi William Pierce, who has inspired a generation of nazi terrorists" vor einem Versammlungshaus der Neonazis, an dessen Fassade die Lebensrune prangt:

"Seit geraumer Zeit bemüht sich die National Alliance unter ihrem Chef William Pierce" (hier mit der Rune abgebildet) "um eine Vormachtstellung in dem rechtsextremen Musikbusiness in den USA, aber auch in Europa. Pierce unterhält enge Kontake zur NPD. Nach seiner Flucht aus der BRD fand der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Hendrik Möbus Unterschlpf bei William Pierce." (antifaschistisches presse-archiv und bildungszentrum berlin, 23. 07. 2001) Der als "Satansmörder" durch die Presse gegangene Möbus ermordete den Antifaschisten Sandro Beyer.

Die DUR-Jugendorganisation BDUJ hat die Runen auf ihrem Wimpel nachempfunden:


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Freitag, der 1. Februar 2002, 16:28 Uhr
Name: Dr. Dieter Schmidt, Bremen
E-Mail: keine E-Mail
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Stand Oktober 2000
aktueller Nachtrag 2002
Der richtige Mann zur richtigen Zeit für Deutschlands Hauptstadt:

Ex-Neonazi ist
(EX-!) Senatssprecher in Berlin

Wie Helmut Lölhöffel, alias "Otto", Geburtsname Hans Bruno Helmut Lölhöffel von Löwensprung, sich in den 60er Jahren an der Hitler-Jugend orientierte,
sich 1990 als Informant seiner alten Nazi-Freunde bei den "Deutschen Unitariern" betätigte
und sich 1992 vor Gericht vergeblich bemühte, Berichte über seine Aktivitäten verbieten zu lassen
Fast war es ein Karriereknick, als der Journalist der "Frankfurter Rundschau" Helmut Lölhöffel im März 1991 nicht mehr als örtlicher Vorsitzender der IG Medien in Bonn kandidierte. Seine Kontakte nach rechtsaußen und seine Vergangenheit in der Nazi-Sekte "Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft e.V." sowie seine anhaltend guten Beziehungen dorthin waren öffentlich geworden. Doch nachdem er vor Gericht durch zwei Instanzen viel Geld der IG Medien verbraten hatte, ohne daß er den Antifaschisten die Berichterstattung über seine Aktivitäten verbieten lassen konnte (Lölhöffel verlor den Maulkorb-Prozeß gegen die Pressefreiheit 1992 vor dem Oberlandesgericht Köln zu hundert Prozent; die IG Medien hatte ihm Rechtsschutz gewährt, nachdem er seine Gewerkschaftskollegen über seine wahren Aktivitäten offenbar im Unklaren gelassen hatte), konnte er seine Karriere fortsetzen.

Dabei halfen ihm solch illustre Personen wie der SPD-Rechtsaußen Tilman Fichter, der sich in einem nationalrevolutionären Umfeld bewegt, das zeitweise Alfred Mechtersheimer anführte. Oder der damalige SPD-Abgeordnete des Europa-Parlaments Dieter Schinzel, "ein bekannter Zocker und Pleitier" (Focus), der 1994 nach langer Beobachtung durch V-Leute der Polizei in flagranti verhaftet wurde, als er versuchte, zur Deckung seiner Spielschulden mehrere Millionen falsche Schweizer Franken gegen echtes Geld zu verkaufen; vorher schon hatte er versucht, in Mechtersheimers Schlepptau in Arabien windige Geschäfte zu machen. Oder der selbsternannte "Friedensforscher" Erich Schmidt-Eenboom, lange Zeit ein enger Mitarbeiter Mechtersheimers, dann gut bekannt mit dem kriminellen Rechtsextremisten Gerd Sudholt (wegen Auschwitz-Leugnung lange im Knast), in dessen "Verlags-Gesellschaft Berg" (VGB) auch Schmidt-Eenboom publizierte, obwohl der Verfassungsschutz die VGB "rechtsextremistisch" nannte; Schmidt-Eenboom wird heute von der schweizerischen "Weltwoche" als unseriöser Händler von Archivalien der Nazi-Zeit vorgestellt. Noch 1994 machte Lölhöffel mit diesen Leuten Politik, doch solche Förderer braucht er sechs Jahre später nicht mehr. Nun protegiert die Spitze der Berliner SPD den Mann, der Anfang der 60er Jahre den "Reichsjugendführer" und Kriegsverbrecher Baldur von Schirach ehrfurchtsvoll einen "bedeutenden Mann" nannte und Anfang der 90er Jahre, als die erste Welle von Mordanschlägen auf Flüchtlinge durchs Land ging, den Neofaschismus als "angebliche Gefahr" kleinredete.

Bauern-Glaube und Nazi-Tat

Helmut Lölhöffel, Sproß des ostpreußischen Junkergeschlechts der Lölhöffel von Löwensprung, das für Kaiser und Führer an der Ostfront kämpfte, war schon wahlberechtigt, als er sich in den 60er Jahren in der "Bundesleitung" des "Bundes deutsch-unitarischer Jugendlicher" (BDUJ), der Jugendorganisation der "Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft e.V." (DUR), rechtsaußen engagierte. Die DUR sah sich noch 1986 selbst als Nachfolgerin des antisemitischen und antichristlichen "Kirchenkampfs" der Nazis. Die Presse schrieb schon Ende der 50er Jahre über den BDUJ und die "Deutschen Unitarier", sie stünden in der Tradition von Alfred Rosenberg, dem Chefideologen der NSDAP. Lölhöffel war politisch verantwortlich für die Jugendseiten der DUR-Zeitschrift "glaube und tat" (ein faschistischer Wahlspruch und als solcher Programm der Zeitschrift), die von führenden Altnazis gemacht wurde und in der immer wieder Führer des Neonazismus, besonders die Zentralfigur des deutschen Neofaschismus und Mitbegründer der DUR Herbert Böhme, groß herausgestellt wurden (Böhme noch 1971 mit einem flammenden Nachruf). Der volljährige Lölhöffel wußte, wo er war und was er tat. So stand z.B. direkt hinter einem Artikel in "glaube und tat", den er mit seinem Namen unterzeichnete, eine Empfehlung für die Schriften des obersten Nazi-Rassisten Hans F. K. Günther ("Rasse-Günther"), Verfasser von rassistisch-religiösen Werken wie "Bauernglaube" oder "Frömmigkeit nordischer Artung" usw. Zahlreiche enge Freunde Günthers aus der Nazi-Zeit waren - z.T. bis in die 80er Jahre - in der Führung der DUR aktiv.

Als "Otto" gegen die demokratische Presse

Lölhöffels Tätigkeit im BDUJ war einschlägig. Die Organisation (1956 auf Anraten des damals bekannten Alt- und Neonazi Dieter Vollmer gegründet, ein Vertrauter des noch heute bekannten SS-Wachmannes in Auschwitz und Verfassers der Schrift "Die Auschwitz-Lüge", Thies Christophersen, dessen Anhänger auch in der DUR-Spitze saßen) leitete teilweise die ihr anvertrauten Jugendlichen mit dem bekannten Trick der Lagerfeuer-Romantik zum Rechtsextremismus hin. Zahlreiche Berichte über Wanderfahrten des BDUJ verfaßte Lölhöffel selbst. Der BDUJ hatte zu Lölhöffels Zeiten - ähnlich der Hitler-Jugend - "Jungenführer" und "Mädelführerinnen", "Führer" trafen sich beim "Führerthing", man veranstaltete den "Fackelzug zum Thingfeuer" und trug dabei stolz "das braune Fahrtenhemd", wie es in der Zeitschrift hieß - alles in den 60er Jahren, wohlgemerkt. Angelernt wurde die braune Jugend-Truppe von einem früheren HJ-Führer, nun "Referent für Jugendfragen der DUR", und dessen Frau, einer ehemaligen BdM-Führerin, mit der Lölhöffel noch in den 90ern verkehrte; beide waren Freunde der Junkerfamilie der Lölhöffel von Löwensprung, die vor der Roten Armee nach München geflohen war. Einzelne BDUJ-Gruppen gaben sich Namen, die an Divisionen der Waffen-SS erinnern: "Condor", "Beowulf", "Wikinger", "Florian Geyer" usw.; Lölhöffel hat die Namen in seinen Artikeln überliefert.

Er schrieb in "glaube und tat" als "Helmut v. Lölhöffel", als "Otto" oder als "Otto (Helmut v. Lölhöffel)" und stand mit seiner Privatadresse im Impressum. Als "Otto" langte er kräftig zu, wenn es darum ging, die demokratische Presse - von der katholischen "Christ und Welt" über den "Münchner Merkur" und Springers "Die Welt" bis zum "Spiegel" oder dem linken Satireblatt "pardon" - zu kritisieren. Allesamt hätten sie schlecht über den "Meißnertag" berichtet (wo sich der BDUJ als rechter Rand der ewiggestrigen bündischen Jugend präsentierte), klagte "Otto": "Lediglich die 'Deutsche Wochenzeitung' läßt einige gute Haare an uns." Die "Deutsche Wochenzeitung" war damals überwiegend im Besitz des Bundesvorstands der "Deutschen Reichspartei", der Vorläuferin der NPD, ihr Chefredakteur war der spätere NPD-Vorsitzende Adolf von Thadden, ihr Verleger und Herausgeber war Waldemar Schütz, Ordensjunker der NSDAP, Waffen-SS, dann Verleger der "letzten Aufzeichnungen" Alfred Rosenbergs, die dieser im Nürnberger Kriegsverbrechergefängnis kurz vor der Hinrichtung geschrieben hatte.

Orientierung an der Hitler-Jugend

Während Lölhöffels Altersgenossen Anfang der 60er Jahre begannen, Bob Dylan zu hören, philosophierte "Otto" über den Hitler-Jugend-Marsch. Unter der Überschrift "Unsere Wimpel" schrieb er: "'Die Fahne ist mehr als der Tod' hat einmal der Wahlspruch eines bedeutenden Mannes gelautet. Doch darin sind wir uns wohl einig, daß uns ein Menschenleben mehr bedeutet als ein Stück Tuch - auch, wenn dieses ein Symbol darstellt. Aber ist unser Wimpel nicht doch mehr als ein Stück Tuch? ... Auf der einen Seite des Wimpels sind die beiden sich überdeckenden Runen aufgenäht, das Symbol unseres Bundes. ... Und darum wird unser Wimpel zum sichtbaren Ausdruck unseres gemeinsamen Strebens. Überall, wo sich Mädel und Jungen zu unserer Sache bekennen, wird der Wimpel mit unserer Rune auf seiner einen Seite wehen. ... Darum ist er uns mehr als ein Stück Tuch. ... Er wird immer Sinnbild unserer Gesinnung sein - ein Symbol unseres Strebens zur Gemeinschaft! Otto."

"Die Fahne ist mehr als der Tod" ist der letzte Satz des Refrains des "Hitler-Jugend-Marsches", der "bedeutende Mann" muß demnach der "Reichsjugendführer" der Nazis und Kriegsverbrecher Baldur von Schirach sein, der das Lied eigens für den NS-Propagandafilm "Hitler-Junge Quex" schrieb. Die zwei Runen vom Wimpel sind der Lebensrune und Todesrune der Nazis nachempfunden; diese dokumentierte übrigens erst kürzlich wieder der "Focus": als Runenzeichen der heutigen Neonazi-Gruppe "Skinheads Sächsische Schweiz".

Ein Nazi-Führer als "bedeutender Mann", ein Denkspruch aus einem Nazi-Lied, Nazi-Runen als Sinnbild und Symbol, ein Neonazi-Blatt als einzig faire Zeitung - in den 60ern konnte man Helmut Lölhöffel zweifellos als Neonazi sehen, der in einer Führungsposition eines Jugendverbandes Jugendliche zum Neofaschismus verführte.

1990: Lölhöffel als Informant der Nazi-Sekte

Das alles hätte man getrost vergessen können, auch wenn Lölhöffel damals schon politisch mündig war und das Wahlrecht hatte, also keineswegs "politische Jugendsünden" beging. Doch 1990 betätigte er sich wieder einschlägig: als Informant für seine alte Nazi-Sekte. Die DUR hatte in Berlin Antifaschisten verklagt und verlangte vor Gericht, die Bezeichnung der DUR als "völkisch-rassistische Sekte" und als "nazistische Tarnorganisation" zu verbieten. Nachdem das Landgericht Berlin dies 1990 abgelehnt hatte und sogar ins Urteil schrieb, daß in der DUR "bis in die jüngste Vergangenheit in maßgeblichen Positionen solche Personen tätig waren, die eben nationalsozialistisches Gedankengut vertreten haben", wandten sich Lölhöffels Neonazi-Jugendfreunde, die inzwischen die DUR leiteten, vertrauensvoll an ihn und baten um Hilfe. In seiner Eigenschaft als IG Medien-Vorsitzender gab Lölhöffel sofort bereitwillig über die Antifaschisten (natürlich negative) Auskunft, auch private und persönliche Auskünfte, die die Nazi-Sekte im Berufungsverfahren vor dem Kammergericht verwenden wollte. Es nutzte nichts, die DUR verlor auch vor dem Kammergericht rechtskräftig.

Im Rausch der Intrige

Als Antifaschisten daraufhin Lölhöffels Fascho-Aktivitäten öffentlich machen, gerät Lölhöffel in einen wahren Verfolgungs-Wahn. Er verlangt 1991 in einem eigenen Gerichtsprozeß, die Behauptung über ihn zu verbieten, er selbst "sei jemals neofaschistisch aktiv gewesen, habe bis heute noch exzellente Verbindungen zu einer völkisch-rassistischen Sekte". Schon das Landgericht Bonn urteilt gegen ihn und schreibt, die Behauptung, er sei neofaschistisch tätig gewesen, sei "jedenfalls nicht unwahr". Als Lölhöffel dann auch den zweiten Teil seiner Klage 1992 letztinstanzlich verliert und das OLG Köln die Behauptungen angesichts des Beweismaterials über Lölhöffels tatsächliche frühere und aktuelle Aktivitäten für rechtens erklärt, verlangt Lölhöffel ultimativ von einem SPD-Bundestagsabgeordneten, der einen Lölhöffel-kritischen Antifaschisten als Mitarbeiter beschäftigt, die Entlassung des Antifaschisten. Als er auch damit scheitert, erscheint in der "Frankfurter Rundschau" tatsächlich ein negativer Artikel Lölhöffels über diesen Abgeordneten. 1994 verlangt Lölhöffel gemeinsam mit Schinzel (der wenige Tage danach wegen des Falschgeld-Deals verhaftet wird), mit Schmidt-Eenboom und Fichter in einem Brief an den damaligen Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Peter Struck, entgegen den Bestimmungen des Abgeordnetengesetzes und des Artikels 38 des Grundgesetzes die Entlassung des Abgeordneten-Mitarbeiters zu betreiben, die dann jedoch vor dem Arbeitsgericht scheitert. Erst der Berlin-Umzug beschert Lölhöffel wieder einen Karriereschub, mit Hilfe der gewendeten SPD, deren linker Flügel nach Schröders Wahlsieg nun gar nichts mehr zu sagen hat

Möglicherweise war die Sekten-Connection auch hierbei von Vorteil. Denn inzwischen hat die DUR enge Verbindungen zum Humanistischen Verband Deutschlands (HVD) aufgebaut, der sich 1998 z.T. ebenfalls in die Tradition der "Kirchenkampf"-Nazis um Rosenberg stellte, allerdings weit weniger offen, als es die DUR tat. Und der HVD ist eng mit Berliner SPD-Prominenten verbunden.

Ein Ex-Neonazi, ein Anti-Antifa-Intrigant aus eigenem Vertuschungs-Interesse, kurz:
Lölhöffel ist der passende Regierungssprecher zu den Neonazi-Aufmärschen am Brandenburger Tor.
Oktober 2000

Im Juni 2001 ist Lölhöffel vom Regierenden Bürgermeister Wowereit zum Senatssprecher berufen worden.

Die Wimpel-Rune des BDUJ:

Lebens- und Todesrunen der Nazis, die von Deutschen Unitariern und in anderen faschistischen Sekten als Zeichen für Geburt und Tod auf Grabsteinen und in Todesanzeigen verwendet werden (beide Beispiele aus "glaube und tat"):




Die Neonazi-Gruppe "Skinheads Sächsische Schweiz" posiert mit den Runen für das Nachrichtenmagazin "Focus" (Nr. 41/2000, S. 116):


Die Runen werden international von Neonazis benutzt. Die englische antifachistische Zeitschrift "Searchlight" brachte im Juli 2000 dieses Foto des "leading US nazi William Pierce, who has inspired a generation of nazi terrorists" vor einem Versammlungshaus der Neonazis, an dessen Fassade die Lebensrune prangt:

"Seit geraumer Zeit bemüht sich die National Alliance unter ihrem Chef William Pierce" (hier mit der Rune abgebildet) "um eine Vormachtstellung in dem rechtsextremen Musikbusiness in den USA, aber auch in Europa. Pierce unterhält enge Kontake zur NPD. Nach seiner Flucht aus der BRD fand der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Hendrik Möbus Unterschlpf bei William Pierce." (antifaschistisches presse-archiv und bildungszentrum berlin, 23. 07. 2001) Der als "Satansmörder" durch die Presse gegangene Möbus ermordete den Antifaschisten Sandro Beyer.

Im heute aktuellen Logo der Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft e.V. überschneiden sich
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Freitag, der 1. Februar 2002, 16:09 Uhr
Name: Befreiter Mensch
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Die unerträglichen Privilegien der kath. Kirche müssen endlich fallen. Endlich gibt es eine Partei, die sich dafür einsetzt. http://www.sozialliberale.net/index2.html

Freitag, der 1. Februar 2002, 15:55 Uhr
Name: M.
E-Mail: keine E-Mail
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...nichts als alte Kamellen!

Ist wie mit den Kreuzzügen!

Freitag, der 1. Februar 2002, 14:38 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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