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Freitag, der 15. August 2003, 14:42 Uhr
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Impfkritiker

Impfgegner sind Personen, die es aus verschiedenen Gründen ablehnen, sich selbst oder ihre Kinder gegen impfbare (Kinder-)Krankheiten impfen zu lassen. Die Tradition der Impfkritiker geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Nach Velimirovic (1991) gibt es verschiedene Gruppierungen, sie sich grob in folgende Kategorien einteilen lassen.

Welche Gesellschaftlichen Gruppen kritisieren heute Impfungen?

Eltern impfgeschädigter Kinder, die aus subjektiv verständlichen Gründen die vollständige Abschaffung der Impfungen fordern. Es gibt in den USA, Großbritannien, Frankreich, Kanada und Deutschland entsprechende Vereinigungen, die Kompensationszahlungen für erlittene Schäden erstreiten.
Skeptische Mediziner, die an der Wirksamkeit von Impfungen zweifeln oder Immunisierungen wegen des minimalen Risikos aufgrund der natürlichen Abnahme von Infektionskrankheiten für überflüssig halten.
Personen, die aus religiösen Gründen oder aufgrund der Mitgliedschaft in einer Sekte Impfungen ablehnen, da sie glauben, Impfungen stünden im Gegensatz zum Willen Gottes. Hier sind Anthroposophie, einzelne buddhistische, moslemische (wenn angenommen wird, daß der Impfstoff von 'unreinen' Tieren gewonnen wurde) oder orthodoxe Hindugruppen (Jain) zu nennen. Ebenso lehnen Church of Christian Science (Christliche Wissenschaft), Church of Christ in Christian Union (Kirche Christi in der christlichen Union), Church of God, Church of Human Life (Kirche humanistischer Lebenswissenschaften), Church of First Born (Kirche der Erstgeborenen), Church of the Lord of Jesus of the Apostholic Faith, Disciples of Christ (Jünger Christi), Divine Science Federation International, Dutch Reformed Church, Faith Assembly Impfungen ab. Auch Anhänger von Hare Krishna und Scientology zählt man zur religiös motivierten Impfgegnerszene. Daneben gibt es unter den Mormonen, den Old Amish People, der Gemeinschaft der Rosenkreuzer, den Sieben-Tage-Adventisten oder Anhänger der Hutter'schen Lehre starke Ablehnung gegen das Impfen.
Anhänger alternativmedizinischer Therapierichtungen, besonders häufig im Bereich der Homöopathie und Naturopathie, die die empfohlenen Impfungen als Eingriff in die persönliche Freiheit und als Verletzung ihre fundamentalen Rechte der Verantwortung ihren Kindern gegenüber betrachten.

In der Realität dürfte sich die Masse aus Personen, die einer Impfung ihrer Kinder kritisch oder ängstlich gegenübersteht, sich aus der alternativmedizinisch orientierten Bevölkerungsschicht rekrutieren. Hier hat die Homöopathie einen erheblichen Einfluß auf die Meinungsbildung, denn sie ist in Deutschland mit weitem Abstand das am häufigsten verwendete alternativtherapeutische Verfahren.

Diese Ansicht bestätigte auch eine Umfrage unter britischen Eltern von 106 nicht geimpften Kindern (Simpson et al. 1995). Bei 68 Kindern wurde von den Eltern konkret angegeben, warum sie ihre Kinder nicht hatten impfen lassen wollen. Jedes dritte dieser 68 Kinder (36.0%; n=22) waren nicht geimpft worden, weil die Eltern auf den Rat eines ärztlichen Homöopathen gehört hatten. Allerdings relativiert sich diese Zahl ein wenig, denn in der gesamten untersuchten Kohorte von 31.937 geborenen Kindern, die von den englischen Gesundheitsbehörden im Bath District in der Zeit von 1.1.1987 - 1.1.1993 bezüglich ihres Impfverhaltens untersucht worden, waren gerade einmal 0,33% nicht geimpft worden.

Die Homöopathie als wesentliche Keimzelle der Impfkritik

Warum gerade Homöopathen gegen Impfungen aussprechen, ist insofern brisant, da Hahnemann selbst durchaus die Kuhpockenimpfung in einem im Jahre 1825 geschriebenen Brief als insgesamt positiv bewertete: Was haben die schändlichen Gegenschriften der Kuhpockenimpfung geschadet? Nichts, garnichts! Sie haben mehr dazu gedient, ihre Vortrefflichkeit desto gründlicher zu untersuchen und einzusehen. (Lehrke 1998a).

Hahnemann muß sich mit der Durchführung der Impfung und der Weiterimpfung der Kuhpocken von Arm zu Arm gut ausgekannt haben. Das Krankenjournal aus dem Jahre 1802 gibt die Krankengeschichte einer Impfkrankheit, d.h. einer Reaktion auf eine kurz vorher stattgefundene Pockenimpfung, wieder, die Hahnemann detailliert beschrieb und dabei von der enthaltenen Feuchtigkeit als die sicherste zum Impfen berichtet (R. Jütte; zit. n. Lehrke, 1998a).

Die kritische Haltung gegenüber dem Impfen entwickelte sich in der Homöopathie erst durch einen Schüler Hahnemanns, Constantin Hering (1800-1880), der die Homöopathie in den USA etablierte (Lehrke 1998a), wo sie ab den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts in der Bedeutungslosigkeit verschwand und erst im Rahmen der New-Age-Welle in den 70er Jahren langsam wieder in Erscheinung trat (Wagner 1998). Zwar lehnte Hering im Jahre 1830 die Impfung (damals die Jenner'sche Impfung gegen Pocken) nicht rundweg ab, schlug aber als erster Homöopath die Potenzierung der Vakzine als Prophylaktikum gegen die Pocken vor.

Ein Blick auf die Entwicklung der Pockenschutzimpfung

Hier gilt es, einen kurzen Blick auf die Geschichte der Bekämpfung der Pocken zu werfen, um zu verstehen, vor welchem historischen Hintergrund sich die beginnende Kritik der Homöopathen an der Pockenimpfung bewegte.

Die Pocken zählten noch im späten Mittelalter - gemeinsam mit Masern, grippalen Infektionen, Lepra und der Pest (dem 'schwarzen Tod') - zu den Geißeln der Menschheit. Sie stellten die hauptsächlichen Todesursachen dar. Noch im 18. Jahrhundert fielen der Plage in Europa rund 400.000 Menschen zum Opfter (Eberhard-Metzger 1999).

In China hunderte Jahre früher die Möglichkeit, sich mit einer Schutzimpfung gegen echte Pocken zu schützen. In der arabischen Medizin war diese sog. Variolation, längst eine geübte Praxis, wie Traktate aus demJahre 1713 und 1718 aus Konstantinopel belegen (Eckart 1998). Der englische Landarzt Edward Jenner (1749-1823) entwickelte auf dieser Basis eine etwas weniger risikoreiche Vakzination mit Kuhpocken. Er hatte diese Idee aus der Erfahrung abgeleitet, daß sich z.B. Stallpersonal, das sich irgendwann einmal mit Kuhpocken infiziert hatte, von den regulären Pocken verschont blieb. Im Jahre 1796 wagte es Jenner, in einem ethisch sehr fragwürdigen Experiment an einem 8jährigen Jungen, der zunächst mit Kuhpocken und sechs Wochen später mit Menschenpocken infiziert wurde, die Wirksamkeit seiner Idee zu beweisen. Jenner veröffentlichte seine Ergebnisse im Jahre 1798 u.a. gegen dringendes Abraten der Royal Society. Umstritten blieb seine Impfmethode in England als auch in den Vereinigten Staaten noch viele Jahrzehnte (Eckart 1998).

In Deutschland wurde durch das Reichsimpfgesetz vom 8. April 1874 (RGBl 1874, 31) die Pockenschutzimpfung mit Kälberlymphe eingeführt. Dies bedeutete Pockenimpfpflicht in Kombination mit Entschädigung der Betroffenen bei durch die Impfmaßnahme erzeugten Gesundheitschäden. Durch diese radikale Maßnahme wurden die Pocken jedoch im Dt. Reich extrem gekämpft. Den Erkrankungserreger, den mikroskopisch gerade noch sichtbaren Pockenvirus (0.23 x 0.35 mm), fand Enrique Paschen (1860-1936) erst im Jahre 1906 (Eckart 1998).

Es wird also klar, daß es primär die nebenwirkungsbehaftete Pockenimpfung war, die auf die Besorgnis von Homöopathen stieß. Dies wurde dadurch verstärkt, daß sie im letzten 1/4 des 19. Jahrhunderts u.a. im Dt. Reich als Pflichtimpfung eingeführt wurde, obgleich klar war, daß durch die Impfung selbst durchaus auch Schäden gesetzt werden konnten. Es wurde damals staatlicherseits zwischen der Erkrankungshäufigkeit und dem Impfrisiko abgewogen. Diese Entscheidung schien den Homöopathen als zu gewagt bzw. zu risikobehaftet.

Insofern verwundert es nicht, wenn der bereits genannte Schüler Hahnemanns, Constantin Henning, sich zwei Jahre vor seinem Tod (1878) in einer Stellungnahme für englische Impfgegner eindeutig als Impfkritiker positionierte. Henning betonte, daß diese Impfung eine Vergiftung des Blutes sei und für Kinder einen großen Schaden bedeute. Clemens von Boenninghausen (1785-1864), ebenfalls ein Schüler Hahnemanns, äußerte sich bereits 1849 kritisch gegenüber der Kuhpockenimpfung als die in leichtfertigen Händen so gefährliche, das Scrophelgift ohne allen Zweifel ungemein verbreitende Vakzine. Boenninghausen sah im homöopathischen Arzneimittel Thuja occidentalis eine weitaus bessere Schutzmöglichkeit gegen die so gefürchteten 'Blattern', weil er in einer Pockenepidemie eine Infektion innerhalb von 4 Tagen zur Heilung brachte, ohne einen Patieten zu verlieren.

Wie erfolgreich die Homöopathie aber wirklich in der Behandlung der Pocken war, läßt sich anhand historischer homöopathischer Statistiken nicht nachprüfen, denn die verläßlichste Quelle (Logic of Figures) aus dem Jahre 1900 macht über die Behandlung der Pocken durch Homöopathen keinerlei Angaben. Aus heutiger Sicht heraus ist die Diskussion über die Behandlung von Pocken obsolet, denn die WHO, die 1955 ein weltweites Pocken-Bekämpfungsprogramm startete, erklärte die Pocken seit 1980 weltweit als ausgerottet.

Historische Erfolgsraten bei der homöopathischen Behandlung von heute impfbaren Erkrankungen

Sieht man sich z.B. die Diphtherie-Behandlungserfolge der homöopathischen Hospitäler in den USA an, ergibt sich ein ernüchterndes Bild. So berichtete das American Institute of Homoeopathy im Jahre 1893 und 1894 über behandelte Patienten einer Diphtherieepidemie in den USA. In den allopathischen (also 'schulmedizinischen', eigentlich humoralpathologisch arbeitenden) Hospitälern waren 1893 2.377 und 1894 8.765 Patienten behandelt worden und von diesen waren 34.3% (1893) bzw. 34.1% (1894) verstorben. In den homöopathischen Hospitälern waren 1893 307 und 1894 1.141 Diphtheriepatienten behandelt worden und von diesen Personen waren 93 (30,2%) bzw. 347 (30,4%) verstorben (vgl. Bradford 1900). Die Sterberaten waren also nahezu identisch zwischen homöopathisch und 'schulmedizinisch' therapierenden Einrichtungen.

Etwas bessere Resultate ergaben sich bei der gleichen Erhebung des American Institutes of Homoeopathy 1894 für Masern (Mortalitätsrate: 6.3% von 264 allopathisch Behandelten; 3.0% von 350 homöopathisch Behandelten), Scharlach (Mortalitätsrate: 8.6% von 291 allopathisch Behandelten; 4.7% von 506 homöopathisch Behandelten) oder Typhus (Mortalitätsrate: 35.1% von 1.864 allopathisch Behandelten; 29.7% von 183 homöopathisch Behandelten). Als primärer Grund für die etwas weniger hohen Sterberaten unter homöopathischer Behandlung dürfte gewesen sein, daß Aderläße und Schwitzkuren unter den damaligen säftepathologisch arbeitenden Medizinern sehr verbreitete Behandlungsmethoden waren, um das körperliche Ungleichgewicht wieder ins rechte Lot zu bringen. Dadurch wurden aber besonders jene Patienten extrem gefährdet, deren Kreislauf bereits krankheitsbedingt massiv geschädigt war. Hätte man diese Patienten analog wie die Homöopathen mit Placebo behandelt, wären die Mortalitätsziffern sicher ebenso günstig ausgefallen.

Eines illustrieren diese Zahlen - die im übrigen aus den Reihen der Homöopathen selbst stammen - jedoch sehr eindrucksvoll. Unbehandelt verstarben in Abhängigkeit der jeweiligen Infektionserkrankung bis zu 1/3 der Patienten!

Die heutige Haltung der Homöopathen gegen das Impfen

Glaubt man einer Umfrage von Lehrke (1998b), der eine Umfrage zur Impfkritik unter 219 ärztlichen Homöopathen 281 hochschulmedizinisch arbeitenden Ärzten machte, so finden sich unter den denjenigen Ärzten, die eine Impfung stark ablehnen, gehäuft die sog. 'orthodoxen klassischen Homöopathen' (47.3%). Reguläre ärztliche Homöopathen lehnten nur in 24.5% die Impfungen stark ab, während Hochschulmediziner nur in 6% eine starke Impfabneigung hatten. Eine leichte Impfablehnung war bei 49.1% der orthodoxen Homöopathen, 54.5% der regulären ärztlichen Homöopathen und bei 38% der Hochschulmediziner zu verzeichnen. 3.6% der orthodoxen Homöopathen, 21% der regulären ärztlichen Homöopathen und 56% der Hochschulmediziner gaben hingegen keinerlei Impfablehnung an.

Beachtenswert an dieser Umfrage Lehrkes ist jedoch das eigene Impfverhalten der Homöopathen. 94.5% der Schulmediziner und 55.8% der Homöopathen waren selbst in den letzten 10 Jahren einmal geimpft worden. Hatten die Mediziner selbst minderjährige Kinder, so war der Anteil geimpfter Kinder mit 85.5% (Homöopathen) bzw. 98.1% (Schulmediziner) sehr hoch. Ging es darum, generelle eine Aussage darüber zu machen, ob man minderjährige Kinder impfen würde, so bejahten dies 68.2% der Homöopathen und 98.1% der Schulmediziner.

Man kann aus diesen Zahlen gut erkennen, welche Kluft innerhalb der ärztlichen Homöopathie-Szene in Sachen Impfkritik vorhanden ist. Als Homöopath ist man selbst eher weniger häufig geimpft als der schulmedizinsche Kollege, ist aber als Elternteil eigener minderjähriger Kinder plötzlich durchaus darauf aus, Impfungen vornehmen zu lassen. Dreht es sich um andere Kinder, sinkt plötzlich die hom. Impf-Bereitschaft wieder. Den Homöopathen ist offenbar die Impfsituation ihrer eigenen Kinder wichtiger als das der Kinder ihrer Patienten. Sie verhalten sich intern genau anders herum als sie nach außen hin für gewöhnlich predigen. Solcherart Verlogenheit ist aber typisch für die Homoöpathie.

Dass aber nicht alle deutschen ärztlichen Homöopathen automatisch Impfgegner sind, bestätigte 1996 schon Sieglinde Schulz, die Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischerÄrzte (DZVhÄ) in der Ärzte-Zeitung vom 28.10.1996. In der TV-Sendung 'Schreinemakers Live' hatte sich der Homöopath Dr. Friedrich Schüssler gegen eine Impfung von Kindern ausgesprochen. Frau Schulz bestritt den von Frau Schreinemakers ausgerufenen 'Religionskrieg' zwischen Homöopathen und Schulmedizinern.

Auch in England sprach sich die Vereinigung der Britischen Homöopathischen Doktoren (British homoeopathic doctor's organization), die den Lehrstuhl für Homöopathie an der Postgraduate Medical School and Centre for Complementary Health Studies in Exeter unterstützt, für das Impfen aus (Ernst und Whithe 1995). Sie distanzierte sich von Aussagen klassisch orientierter Homöopathen, die im British Homoeopathic Journal die Impfkampagnen als kriminell unverantwortlich (English 1992) oder sehr unglücklich (...) und wenig bewiesen (Fisher 1990).

Impfkatastrophen als Beweis gegen das Impfen

Die Kritik von Impfgegnern speist sich auch aus Fehlleistungen und Impfkatastrophen, die sich in der Geschichte der Bekämpfung von Krankheiten abspielten. So entwickelten im Dezember 1908 die französischen Forscher Calmeete und Guérin am Institut Pasteur in Paris die BCG-Impfung gegen schwere Verläufe der durch Bakterien erzeugten Tuberkulose. Sie hatten aus vielen hundert Tuberkulosestämmen jene Stämme ausgesondert, die bei nahezu fehlendem Infektionsrisiko eine hohe Immunisierung gewährleisteten. Der probeweise Einsatz eines Impfstoffes begann im Jahre 1921 und ein Jahr später wurden 120 Kinder damit geimpft. Die Ergebnisse waren zunächst sehr ermutigend. Im April 1930 jedoch kam es zu einem Drama, denn bei einer Impfaktion bei Kindern mit de BCG-Impfstoff kam es in 71 Fällen zum Ausbruch von Tuberkulose. Dies führte zu heftigen Diskussionen in der Bevölkerung und schürte Kritik an Impfungen. Langwierige Erhebungen der deutschen Bakteriologen B. und L. Lange brachten im Jahre 1932 im Rahmen eines Gerichtsprozesses Licht in die Hintergründe. Ein virulenter Stamm war mit dem BCG- Impfstoff vermischt worden, so daß die Schuld für diese Katastrophe nicht dem BCG-Impfstoff selbst, sondern Fehlern bei der Herstellung zuzuschreiben war. Dies wurde korrigiert und am Anfang des II. Weltkrieges hatte sich die BCG-Impfung in den meisten Ländern Europas durchgesetzt (Qury 1990).

Absichtliche statistische Fehlinterpretationen als Beweise gegen das Impfen

Impfkritiker behaupten immer wieder, daß durch die Impfung mehr Komplikationen bzw. FSME-Erkrankungen auftreten als ohne Impfung. Eine Argumentation, die mit folgendem Beispiel zu widerlegen ist: 1992 waren rund 5,2 Mio. Österreicher bereits geimpft, geschätzte 0.8 Millionen waren noch nicht geimpft. Insgesamt sind im Jahr 1992 81 hospitalisierte FSME-Fälle gemeldet worden, darunter auch 6 Fälle bei Geimpften. Impfkritiker behaupten nun, daß fast 10% der FSME-Fälle bei Geimpften auftraten. Dieser Denkansatz ist falsch. Man muß davon ausgehen, daß bei rund 800.000 Ungeimpften 75 Erkrankungsfälle aufgetreten sind. Wären die 5.2 Millionen nicht geschützt gewesen, wären in dieser Gruppe 488 Erkrankungen zu beklagen gewesen. Folglich waren 98,8 % der Geimpften tatsächlich geschützt (vgl. http://www.ctcom.net/zecken/fsme_brosch/fsme.html).

Reduktion von Krankheiten nach dem II. Weltkrieg vor Einsatz von Impfungen als Beweis gegen Impfen

Am Beispiel der Diphtherie kann man zeigen, wie fragwürdig in der Impfkritikerszene argumentiert wird. Die Behauptung, die Anzahl der Erkrankungsfälle sei in Deutschland direkt nach dem II. Weltkrieg rasch gesunken und zwar vor der Einführung der breitenwirksamen Impfungen, ist richtig. Nur wird dabei ein Umstand ignoriert - es gab zwischen 1933-1940 eine Verdoppelung der Erkrankungsfälle von 100/100.000 Einwohner auf 200/100.000 Einwohner. Und in den Kriegsjahren bis 1944 (1945-1946 gab es aufgrund der katastrophalen Situation in Deutschland keine amtliche Statistik) stiegen wegen der Flüchtlinge aus dem Osten und der Wanderungsbewegungen aus dem Westen die Zahlen auf über 300/100.000 Personen an, wie es die Diphtherie-Morbidität 1914-1976 für die Bundesrepublik Deutschland eindeutig illustriert (Bösel 1977).

Das bedeutet, daß während des III. Reiches die Diphtheriefälle sich etwa verdreifachten und erst 1949-1950 auf den Stand von 1932 zurückfielen. Dies belegen Zahlen des Gesundheitsstatistischen Berichts der Bundesrepublik Deutschland aus dem Jahre 1955 sowohl für die Erkrankungen an Diphtherie 1932 bis 1962 als auch die Sterbeziffern an Diphtherie 1932 bis 1961 nach dem Geschlecht (die Zahlen beziehen sich jeweils auf Fälle pro 100.000 Einwohner). Wer die beiden Graphiken aufmerksam vergleicht, wird feststellen, daß auf dem Höhepunkt der Infektionswelle (im Jahre 1946) 20 von 300 Erkrankten starben, was einer Mortalitätsrate von etwa 6% entspricht.

Die Behauptung, es seien allein hygienische Maßnahmen gewesen, die zum Abbau der Erkrankungs- und Sterberate führten, ignoriert absichtlich, daß es erst in den 50er Jahren der Rückstrom von Kriegsgefangenen und Ostblockflüchtlingen und somit der Zustrom frisch Infizierter langsam abflaute. Gerade die starken Wanderungsbewegungen aus den ehemaligen Ostgebieten es Dt. Reiches, die stets ein Infektionsreservoir für Diptherie gewesen waren, hatten zum starken Anstieg der Diphtherie in Deutschland beigetragen. Erst nach dem Ende der Nachkriegsflüchtlingsbewegungen sank die Diphtherie in der nunmehr deutlich wanderungsstabilen bundesdeutschen Bevölkerung in den ersten 5-6 Nachkriegsjahren auf das Niveau vor dem II. Weltkrieg ab, um zu Beginn der Impfkampagnen Ende der 50er und zu Beginn der 60er Jahre weiter beständig abzusinken. Verdrängt wird von Impfkritikern gerade bei der Diphtherie gerne, daß es sich beim relativ niedrigen Erkrankungsstand vor dem II. Weltkrieg lediglich um ein "Zwischentief" gehandelt hatte. Während des I. Weltkrieges lagen nämlich die Diphtheriezahlen fast ebenso hoch wie im II. Weltkrieg. Erst die Impfkampagnen haben dazu geführt, daß heute die Zahl von gemeldeten Diptheriefällen unter die statistisch relevante Berichtsschwelle von 0/100.000 Einwohnern gefallen ist.

Eine analoge Entwicklung gibt es für viele andere 'Kinderkrankheiten'. Die Entwicklung und Anwendung von Antibiotika (bei Scharlach) und die Einführung konsequenter Impfprogramme (z.B. Keuchhusten, Poliomyelitis) vor allem nach dem II. Weltkrieg führten immer zur deutlichen Reduktion der Erkrankungs- und Sterbehäufigkeiten. Beim Scharlach sank die Erkrankungs- und die Sterbeziffer ab. Auch beim Keuchhusten sank die Sterbeziffer nach Beginn der Impfkampagnen drastisch. Bei der Poliomyelitis, der übertragbaren Kinderlähmung, sank die Erkrankungshäufigkeit 1932 bis 1962 bezogen auf 100.000 Einwohner in Deutschland erst nach Einführung der Impfkampagnen schnell und drastisch ab. Gerade Kinder und jungen Erwachsenen waren es, die in dieser Zeit von der höchsten Poliomyelitis-Sterberate pro 100.000 Einwohnern betroffen waren.

Reguläre Impfungen führen allerdings auch zu Impfschäden

Schadensfälle aufgrund regulärer Impfungen sind berichtet worden und auch gerichtsanhängig gewesen (Giese 1996). Wer sich aber die einschlägigen Urteilssammlungen besorgt und durcharbeitet, wird feststellen, daß es extrem wenige Fälle waren, die überhaupt gerichtsanhängig wurden. Ebenso wird klar, daß es sich in der überwiegenden Mehrzahl um Schadensfälle aus Pockenschutzimpfungen handelte, die sich u.a. im III. Reich aber auch in der Folge der WHO-Kampagne in Deutschland erreignet hatten. Deutlich wird ebenso, daß bei einem Großteil jener Fälle, in denen vergleichsweise wenig nebenwirkungsbehaftete Impfungen gegeben wurden, zwischen Impfung und Auftritt von Nebenwirkungen (Hautausschlag, etc.) z.T. Jahrzehnte lagen und von den Klägern der Zusammenhang zwischen angeblichem Impfschaden und Impfung nicht glaubwürdig erbracht werden konnte. Eine Reihe solcher Fälle wurden letztinstanzlich abgewiesen. Ebenso deutlich ist jedoch auch, daß bei einigen Impfungen durchaus erstattungspflichtige Schäden auftreten können, z.B.

ein Fall eines 16jährigen mit Diabetes mellitus nach Mumpsimpfung im Jahre 1980,
ein Fall mit Armlähmung nach Typhus-Impfung im Jahre 1945,
ein Todesfall nach Masernencephalitis nach Impfung mit Masern-Lebend-Impfung im Jahre 1981,
ein Fall von Pflegebedürfigkeit nach Gehirnentzündung aufgrund einer kombinierten Diphtherie-, Keuchhusten- und Tetanus-Impfung
Krampfanfälle nach Keuchhusten-Impfung im Jahre 1984 (Schmerzensgeld Euro 10.000,- zugesprochen)

Man sollte also durchaus nicht die Augen vor den (wenngleich extrem seltenen) Nebenwirkungen bei Impfungen verschließen. Sie sind vorhanden und es wäre falsch, dies unerwähnt zu lassen, nur um einen Patienten in Unkenntnis zu lassen.

Aber angesichts der Todesrate bei unbehandelt bleibenden 'Kinderkrankheiten', wie man sie noch vor der Impfära kannte, und den Folgeschäden überlebter Infektion, wie man sie aus mündlichen Berichten der älteren Generation jederzeit erfragen kann, wenn man noch Großeltern hat oder ältere Mitbürger befragt, relativiert sich das Impfrisiko. Im Einzelfall ersetzt nichts das Gespräch mit dem impfenden Arzt. Impfungen sind sicherlich nicht vollständig nebenwirkungsfrei, die sind aber ebenso wenig Ursache für Zivilisationskrankheiten u.ä. Es kommt hier auf die verantwortungsbewußte, individuelle Abwägung des Impfrisikos und des Impfnutzens an.

Es ist sicherlich bedauerlich, daß es kein zentrales Impfschadensregister in der Bundesrepublik Deutschland gibt und keine validen Zahlen über Nebenwirkungen erhältlich sind. Ebenso ist es aber auch beklagenswert, daß Impfkritiker vertrauenswürdige Untersuchungen nicht vorlegen (z.B. Impfungsquoten bei Impfgegnern auf der Basis ausgestellter Impfpässe) und daß es keine klar definierten Nebenwirkungen gibt, die als solche bezeichnet werden. Leider wird in der Impfkritiker-Szene einfach die steigende Zahl von Allergien oder Neurodermitis in Zusammenhang mit dem Impfen gebracht, ohne auch nur den Hauch eines Beweises vorzulegen, ob derartige Nebenwirkungen, die meist nicht in direktem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung stehen, in Kollektiven ungeimpfter Personen seltener oder gar gleich häufig anzutreffen sind wie bei geimpften Personen.

Impfbare Krankheiten vor der europäischen Haustür

An dieser Stelle sollten auch Erwachsenen darauf hingewiesen werden, daß in Osteuropa seit Jahren die Diphtherie epidemisch um sich greift (vgl. Ärztezeitung). Die Diphtherie wird durch Corynebacterium diphtheriae verursacht - eine bakterielle Infektion, die bei toxischen Formen (verursacht durch Corynabacterium diphtheria gravis) innerhalb einer Inkubationszeit von nur wenigen Stunden (!) zum Tode führen kann. Allein in der Zeit von 1990-1996 erkrankten in den GUS-Staaten 150.000 Menschen an Diphtherie, wobei 4.000 Todesfälle (2,6%) zu beklagen waren (Quast 1998).

Impfkritiker sind für Coburger Masernepidemie verantwortlich

Im bayerischen Coburg, einer Region, die aus einer Stadt und umgebenden ländlichen Regionen besteht, kann man die Auswirkungen impfkritischer Propaganda exzellent beurteilen. Im Stadtgebiet propagierten zwei impfkritische Kinderärzte über viele Jahre schwangeren Müttern, ihre Kinder nur nicht impfen zu lassen. Dadurch kam es zu einem ständig sinkenden Anteil gegen Masern geimpfter Kinder im Stadtbereich. In den ländlichen Außenbezirken hingegen wurde regulär weiter geimpft, da dort keine impfkritischen Ärzte vorhanden waren. Es kam, was kommen musste: gegen Jahresende 2001 begann eine fast ausschließlich auf das Stadtgebiet Coburg beschränkte Masernepidemie, die bis zum 11. April 2002 etwa 1.000 Kinder betraf. Bei bis zu 20% der Kinder traten als Nebenwirkungen Lungen- oder Mittelohrentzündungen auf. Im durchgeimpften Außenbereich hingegen kam es zu so gut wie keinen Masernfällen. Das Grundübel an solchen Situationen ist, dass mit der Zahl der Infektionen auch die Gefahr tödlicher Begleiterkrankungen wächst. Die Chance auf eine tödlich verlaufende Hirnhautentzündung beträgt bei Maserninfektion 1:1000. Bis heute ist allerdings solch ein Fall nicht aufgetreten. Trotzdem überlebt sich die zuständige Ärztekammer rechtliche Schritte gegen die beiden Impfkritiker und erhebt finanzielle Ansprüche in Höhe von bisher 90.000 Euro.

Im übrigen sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Bundesrepublik Deutschland im internationalen Vergleich mit westlichen Industrienationen dasjenige Land ist, das mit Abstand den schlechtesten Impfschutz aufweist. So liegt die Durchimpfungsrate bei Masern auf dem Niveau eines afrikanischen Entwicklungslandes. Allein in Deutschland erkrankten jährlich 100.000 Personen an Masern. In den USA, in denen fast dreimal mehr Menschen wohnen, treten nach konsequenten Impfkampagnen jährlich nur noch wenige Dutzend Fälle auf. Erst durch das vor kurzem implementierte Infektionsschutzgesetz (IfG) wurde es erstmals möglich, ungeimpfte Kinder, die an impfbaren Krankheiten leiden, aus öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Kindergärten bis zur attestierten Ausheilung auszuweisen.

Aufklärung bringt Sicherheit und Impfschutz und ist preiswert

Die Deutschen sind ein impfmüdes Volk, dessen Durchimpfungsraten nur bei wenigen impfbaren Krankheiten ausreichend hoch sind. Dass man dagegen aber etwas unternehmen kann und das solche Massnahmen vergleichsweise billig sind, zeigt die vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Familieund Gesundheit des Lands Rheinland-Pfalz gesponsorte Wittlicher Impfstudie (Pietsch et al. 2002).

Im Rahmen dieser dreiphasigen Untersuchung wurde zunaechst die Immunität der Bevölkerung der Stadt Wittlich gegen Tetanus, Diphtherie und Poliomyelitis in allen Altersgruppen geprueft. Nach der Durchführung verschiedener Weiterbildungsmassnahmen wie

Gesprächsangebote für Bürger an zwei Stellen der Innenstadt unter Zuhilfenahme eines Doppelstockbusses, Verteilung von Informationsmaterials des Gesundheits- ministeriums, eines Impfstoffherstellers und Abgabe von Luftballons an Kinder (Angesproche Personenzahl 1.150)
Aushängen von drei für die Studie hergestellten Sorten von Informationsplakaten in öffentlichen Gebäuden, Arztpraxen, Apotheken und Geschäften (Plakatmenge 850)
Abgabe eines Informationsblattes an die Eltern bei den Einschulungsuntersuchungen
Impfausweiskontrolle und -beratung fuer Beschäftigte in privaten Betrieben der Stadt bei arbeitsmedizinischen Untersuchungen
Berichte über Ziele und Veranstaltungen der Impfstudie in der regionalen Presse konnte eine erhebliche Steigerung des Impfschutzes erreicht werden.

Der Anteil von nicht oder nur grenzwertig geschuetzten Personen verminderte sich bei Tetanus von 36.7% auf 2.8% und bei Diphtherie von 61% auf 51%. Die Lücke bei Polio-Virus Typ 1 sank von 6.7% auf 3.1%, bei Typ 2 von 6.2% auf 2.5% und bei Typ 3 von 13.2% auf 3.6%.

Die Impfstudie Wittlich zeigt, dass durch Aufklärung der Bevölkerung ueber einen multimodalen Ansatz erhebliche Verbesserungen des Schutzes vor impfbaren Erkrankungen erzielt werden kann. Dabei kostet dergleichen nicht viel Geld. Der finanzielle Aufwand für die Aufklärungsmaßnahmen betrug gerade einmal 5.000 Euro! Vergleicht man dies mit den mutmaßlichen (Folge-)Kosten der maserngeschädigten Kinder, die den Sirenenklängen der Impfkritiker auf den Leim gingen, fällt es leicht anzunehmen, dass man mit entsprechender bun- desweit organisierter Impfaufklärung im maroden deutschen öffentlichen Gesundheitssystem in kurzer Zeit Einspareffekte in dutzendfacher Millionenhöhe generieren könnte.

Das Impfwissen der Deutschen Ärzteschaft ist allerdings ein Handikap. Lediglich Gynäkologen, Kinderärzte und Ärzte für öffentliches Gesundheitswesen haben wirklich Sachkenntnis in Impffragen. Alle anderen Arztgruppen, vor allem Chirurgen, Fachärzte für Innere Medizin und Allgemeinmediziner, zeichnen sich durch ein schlechtes Impfwissen aus. Hier herrscht also noch erheblicher Fortbildungsbedarf und die zuständigen Weiterbildungseinrichtungen der Ärztschaft sind hier dringend gefordert.

Vergessen darf jedoch keinesfalls werden, dass gerade in der niedergelassenen Praxis das dortige Personal, dass den Kontakt mit dem Patienten pflegt, in Impffragen direkt fortgebildet werden muss. Dies kann der Praxisinhaber nicht unbedingt alleine tun, sondern es empfiehlt sich, hier lokale Fortbildungsmassnahmen in Zusammenarbeit mit Gesundheitsämtern durchzuführen.

Impftipps im Internet

äußerst empfehlenswerte Informationen finden sich bei http://www.fit-for-travel.de, A. Kauzner und Claudia Knispel
medizinische Backgroundinfos über die Masernimpfung finden sich in einem Artikel von Martin Billeter
die Empfehlungen der Ständigen Impfkomission kann man online beim Robert-Koch-Institut abrufen.

Quellenverzeichnis

Bösel B: Praktikum des Infektions- und Impfschutzes. Hildegard Hoffmann Verlag, Berlin, 4. Aufl., S.115, 1977
Bradford TL: The Logic of Figures or comparative results of homoeopathic and other treatments. Boericke and Tafel, Philadelphia/USA, S.60-61, 1900
Eberhard-Metzger C: Der Mann, der die Welt das Impfen lehrte. http://www.berlinonline.de/archiv/forschung/980121/.xtml/medizin5.html
Eckart WU: GK 2: Geschichte der Medizin. G. Thieme Verlag, Stuttgart, 1998
English P: The issue of immunisation (Editorial). Br Homoeopathic J, 81, 161-163, 1992
Ernst E, White AR: Homoeopathy and immunization. Br J General Practice, 629-630, 1995
Fisher P: Enough nonsense on immunisation (Editorial). Br Homoeopathic J, 79, 198-200, 1990 Giese: Medizinschaden und Arzthaftpflicht. Aktuelle Entscheidungssammlung. Jüngling Verlag, 30. Ergänzungslieferung, 1996
Lehrke P: Impfkonzepte in der Homöopathie. Eine Erhebung zum Impfverhalten homöopathischer Ärzte. Edition Forschung, Hippokrates Verlag, Stuttgart, S.31. 1998a
Lehrke P: Impfkonzepte in der Homöopathie. Eine Erhebung zum Impfverhalten homöopathischer Ärzte. Edition Forschung, Hippokrates Verlag, Stuttgart, S.114-115, 1998b
Pietsch M, Michels H, Diwo J, Martens H, Jacob R, Lossen-Geißler E, Bußmann H: Einfluss von Informationsmassnahmen auf die Impfimmunitaet der Bevoelkerung einer kleinstaedtischen Region. Gesundheitswesen, 64, 60-64, 2002
Quast U: 100 und mehr knifflige Impffragen. Hippokrates Verlag, 4. Aufl., 19-20, 1998
Qury M: Geschichte der Tuberkulose. in: Toellner R: Illustrierte Geschichte der Medizin, Band 5, S.2755, 1990
Simpson N, Lenton S, Randall R: Parental refusal to have children immunised: extent and reasons. Br Med J, 310, 227, 1995
Velimirovic B: Impfgegner. in: Oepen, I., Sarma, A. (Hrsg.): Paramedizin. Analysen und Kommentare. Band 2. Lit Verlag, Münster, 196-200, 1998
Wagner MW: Homöopathie in den Vereinigten Staaten. in: Oepen, I., Sarma, A. (Hrsg.): Paramedizin. Analysen und Kommentare. Band 2. Lit Verlag, Münster, 52-55, 1998

Freitag, der 15. August 2003, 14:27 Uhr
Name: aequitas
E-Mail: q@q.de
Homepage: keine Homepage

<a href="http://www.icefighter.com/index.php?teamNr=13112" target="blank"><img src="http://www.icefighter.com/img/de/468x603.gif" border="0"></a> MACHT EINEN HEIDEN SPAß

Freitag, der 15. August 2003, 09:29 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

@ Matze,

(habe wenig Zeit, deshalb nur in Kuerze)

[...] würde die Wahrscheinlichkeit für geimpfte Personen zu erkranken je mehr wachsen, desto mehr nicht-geimpfte Personen erkranken. Wie gesagt - eine Hypothese.

Eine Impfung schuetzt nicht vor Uebertragung von Viren, sondern lediglich der Krankheitsverlauf wird mit grosser Wahrscheinlichkeit ein anderer sein; meist weniger stark, doch gibt es auch Faelle, in denen die Krankheit uebernatuerlich stark ausbrach.
Geimpfte sind also nicht geschuetzt gegen Virenbefall. Sie sind genauso potentielle Uebertraeger wie Nichtgeimpfte.

[...] Lasse aber sowohl an meinem Kind, als auch an mir die wichtigsten Impfungen vornehmen,...

Was sind denn DEINER Meinung nach die wichtigsten Impfungen?

sofern ich mich ausreichend informiert habe.

Sehr loeblich.

Bei vielen regulären Impfungen habe ich bei meinen Nachforschungen bisher keinen driftigen Grund gefunden sie nicht durchzuführen (nachdem ich deren Verdräglichkeit überprüft habe).

Wie pruefst Du denn die Vertraeglichkeit von Impfungen vorher an Deinen Kindern?
Bei allen Impfungen habe ich bei meinen Nachforschungen bisher keinen driftigen Grund gefunden sie durchzufuehren :-))

Natürlich werden die Impfrisiken oft unterschätzt und das Informationsmanagment der Mediziner ist hierbei zum großen Teil katastrophal.

Es geht ums Geld...

Dennoch liegen auf der anderen Seite Fakten über die Zahl der durchaus geglückten Krankheitsreduktionen vor, die ich nicht einfach auf soziale Hintergründe schieben kann.

Beispiele. Der Schulmediziner!! und seit Jahrzehnten anerkannte Gutachter fuer Impfschaeden, Dr. med Buchwald, ist da ganz anderer Meinung. An Hand der offiziellen Zahlen der BRD (Stat. Bundesamt Wiesbaden) weisst er eben gerade das Gegenteil nach. Sein Resuemee:
Impfen schützt nicht - Impfen nützt nicht - Impfen schadet!

Hier nur einige exemplarische Fragen (Zitat):
- Kann Ihr Kind 6 oder mehr Krankheiten (6-fach Impfstoff) gleichzeitig bewältigen ?
- Warum sind lauter toxische und höchstgiftige Zusätze in den Impfstoffen ?
- Warum verschweigt die WHO die nach riesigen Versuchen erkannte Wirkungslosigkeit von Impfungen ?
- Warum gibt es keinen wissenschaftliche Beweis für Impfungen ?
- Warum braucht man in der Schweiz nur alle 10 Jahre eine Zeckenauffrischungsimpfung, in Österreich aber alle 3 Jahre ?
- Warum ereignen sich 75 % aller plötzlichen Kindstod Fälle wenige Tage bis 7 Wochen nach einer Keuchhustenimpfung ?
- Wussten Sie, dass in der Schweiz ein Impfrückgang um 25 % festzustellen ist ?
- Warum empfiehlt die amerikanische Ärzteschaft eine Aufhebung der Impfpflicht ?
- Wussten Sie, das z.Bsp. Masernausbrüche sich in den letzten 10 Jahren fast ausnahmslos an Geimpften ereignet haben ?

Und meine eigene Erfahrung zeigte mir, dass ich mehr nicht-geimpfte bisher angetroffen habe, die an typischen impfbaren Krankheiten erkrankten, als geimpfte...

Meine Erfahrungen sind genau umgekehrt. Dennoch finde ich Kinderkrankheiten nicht wirklich schlimm, wenn sie von erfahrenen Aerzten begleitet werden. Jedenfalls weniger schlimm, als den Koerper von Saeuglingen mit toxischen Mitteln zu belasten. Im Gegenteil. Oft findet bei den Kindern durch die Fieber- und Abwehrreaktionen des Koerpers durch Krankheit ein physischer wie psychischer Entwicklungsschub statt.

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Copyright © 1999, Der Humanist (Gästebuch entwickelt von Erik Möller) - Copyright © der Einträge bei ihren Autoren