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Montag, der 25. August 2003, 20:52 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Hallo Matze,

Wenn es eine Milliarde Autofahrer gibt, ist es durchaus wahrscheinlicher, dass zahlenmäßig (nicht prozentual!) mehr Unfälle passieren, als wenn es nur fünf gibt.

Das ist schon klar. Nur mit dem Unterschied, dass sich die tatsaechlichen Zahlen (etwa 2 Mrd. Christen zu mindestens 200.000.000 Atheisten) nicht so krass darstellen. Auf 10 (Taufschein-)Christen kommt immerhin ein Atheist. Entsprechend muesste auch das Verhaeltnis der Fundamentalisten beider Seiten sein, respektive deren fundamentalistischen Handlungen (oder zumindest deren medialer Darstellung).

Ähnlich dürfte es sich bei unserem Fall handeln, nur dass hier die Medien kein Interesse zeigen und sich stets immer Sonderfälle rauspicken, die sie gerade mitbekommen haben.

Dafuer berichten insbesondere Printmedien (ich denke da gerade an die Regionalteile der Tageszeitungen) sehr unausgewogen ueber christliche und kirchliche Taetigkeiten. Ad hoc fallen mir die vielen Kirchenrenovierungen ein, deren angeblich horrenden Kosten in den Medien oft so dargestellt werden, dass man GLAUBT, die Kirchen tragen diese Last so ziemlich alleine. Wird wirklich mal genannt, dass die Stadt einen finanziellen Beitrag dazu gibt, wird auch nicht erwaehnt, dass die Kirchen und GLAEUBIGEN hier Gelder von Nicht- oder AndersGLAEUBIGEN fuer ihre Kirchturmrenovierung verbauen.
Hat man aber vor, in der Naehe eine Moschee (ohne Minarett) und aus eigenen, muslimischen Geldern finanziert zu bauen, ist das Geschrei der "wahren GLAEUBIGEN" in den Medien gross. Es gilt ja "Wahrheiten" zu verteitigen. Mit Humanismus hat das wenig gemein. Und - komischerweise sind es teilweise Atheisten, Liberale, Linke und Humanisten, die sich fuer gleiches Recht fuer alle (Kirchenbauten) einsetzen...
Atheistische Kommunisten, satanistische Moerder und aehnliche linke "Packlrass" sind dagegen gefundenes Fressen fuer die "Berichterstatter" der Medien.

Mal ehrlich, hat Dich (oder andere) das in Deinem GLAUBEN eher bestaerkt oder davon abgebracht?

Es hat mich in meiner Ansicht bestärkt gegenüben Radikalen und Fundamentalisten jeder Weltanschauung und jeder politischen Anschauung starke Abneigung zu empfinden.

Viele Kirchenbauten sind m.E. nur auf Grund fundamentalistischer Weltsichten entstanden. Die Weltsicht = Ideologie ist nicht deshalb weniger fundamentalistisch, nur weil sie mehr Anhaenger (z.B. Islam, Christentum) hat. Viele Opfer - auch menschliche - mussten erbracht werden, um die "Baulust" der Kleriker zu erfuellen (siehe auch Residenzen der Bischoefe). Auch heute noch sitzen diese Kleriker fett in ihren Schloessern und Burgen (siehe z.B. Residenz Wuerzburg). Tja - so macher Bau wurde schon zum Weltkulturerbe erhoben, einer Kultur des Todes - Ironie des Schicksals!
Fuer mich sind Kirchen manifestierte Sinnbilder von Ausbeutertum, Sklaverei, Unterdrueckung, etc..
Geistig wie physisch. Ob die Menschen das teilweise gerne taten, spielt dabei keine primaere Rolle. Geistig tiefenmanipulierte Menschen lecken dadurch sogar gerne den Arsch von anderen aus.
Waere es da nicht verstaendlich, diese Bauten des Uebels auszuradieren, wie die groessenwahnsinnigen Bauten der Nazis auch - auch wenn ich persoenlich nicht dafuer bin?
(Schau Dir die ZJ an. Ohne oeffentliche Zuschuesse bauen oder renovieren sie ihre Versammlungsstaetten.)

Religionsfreiheit heißt auch das Recht auf freie Religionsausübung im Respekt auf andere Menschenrechte. Wenn ein Staat die öffentliche Religionsausübung verbietet, so ist das eindeutig ein Schlag gegen die Religionsfreiheit!

Und wenn der Staat die private Nutzung von Marihuana, oder Canabis verbietet, so ist das wohl kein Schlag gegen meine Menschenrechte, zu tun und lassen was ich will, solange ich keinen anderen dabei schaedige?
Freie Religionsausuebeung darf natuerlich nicht verboten, muss aber reguliert werden. Dies geschieht ja bei uns in der BRD. Leider betrifft dies meist nur kleine Sekten. Die Grosssekten kommen meist ungeschoren davon. Ja, sie haben sogar Sektenbeauftragte zum "Schutze" der Bevoelkerung...

...es geht darum, dass einst radikale, atheistisch-orientierte Kräfte in der DDR das Recht der freien Religionsausübung und das Recht auf eine freie Meinung außer Kraft setzten - auch außerhalb des öffentlichen Lebens, in dem z.B. konfirmierten Kindern der Zugang zu einem besseren Schulabschluß verwehrt wurde (während Kinder mit Jugendweihe bevorzugt wurden!).

Bei uns in Bayern war es dagegen schon immer anders herum. Atheisten koennen keine Schulrektoren werden - dies steht zwar nirgends, wird aber dennoch so praktiziert - Christen dagegen schon. Ich weiss nicht, welcher Staat da ehrlicher war/ist zu seinen Buergern?
Die eine Seite (atheistisch-sozialistisch) trat offen dafuer ein, Religion aus dem oeffentlichen Leben zu verbannen, die andere Seite (christlich-kapitalistisch) propagierte Religionsfreiheit und meinte damit, dass der Staat nur die zwei Grossekten zu foerdern hat.

Verbal schon - wenn es aber dann zur Sache geht, stehen etliche GLAEUBIGE (und auch Patrioten) vehement zu den von ihnen geGLAUBTEN Wahrheiten und pfeiffen auf ihre Toleranz.

Das stimmt einfach nicht. Du scherst die Leute alle über einen Kamm.

Nein - nicht alle. Ich sprach von ETLICHEN...

Leute, die nur so tun als ob, findest du auch unter Atheisten. Diese Seite nennt sich "Humanist.de" und enthält Witze,...

Eine Witzeseite ist zum Lachen da...
Leider vergeht etlichen GLAEUBIGEN der Spass, wenn es um die von Ihnen geGLAUBTEN Wahrheiten geht.

die auf alles andere als auf religiöse Toleranz schließen lassen...

Es koennen auch Witze eingesandt werden, die sich ueber Atheisten lustig machen. Ich wuerde darueber ebenso grinsen. Wo ist das Problem?

- im Gegenteil sie machen Menschen und eine Relgion auf eine intolerante Weise lächerlich...

Moment, moment: Der Hoerer, nicht der Sprecher bestimmt die Bedeutung einer Aussage. Wenn einer ueber einen Witz nicht lachen kann, dann ist das eher eine Sache seiner persoenlichen - in diesem Fall religioesen - Konditionierung.
Witze werden uebrigens fast immer auf "Kosten" von JEMAND (Einzelperson, Gruppe, Volk, etc.) gemacht! Siehe Ostfriesen- und Oesterreicher-Witze, die letztlich sogar rassistischen Ursprungs sind.

anstatt sachlich gegen der Anschauung zu argumentieren!

Gegen Witze moechte ich gar nicht sachlich argumentieren. :-))

Erklaerte Atheisten haben keine absoluten Wahrheiten zu verteidigen.

Das bezweifle ich sehr. Die Ansicht, dass es keinen Gott gibt ist ebenfalls eine Ansicht solange sie bewusst verbreitet und gedacht wird.

Nein - solange sie nicht von denen bewiesen wird, die behaupten, dass es so etwas gibt, ist es eben keine absolute Wahrheit.

Nihilismus ist ebenfalls eine Form des Atheismus, der rein gar nichts mit humaner Ethik oder gar Toleranz zu tun hat.

Nihilismus ist, solange er nicht zerstoererisch ist, nach meinem Verstaendnis nichts Negatives.

Und diese atheistisch-areligiöse Lebensweise, die nur auf den eigenen Vorteil gerichtet ist, verbreitet sich.

Das hat eher was mit Egoismus als mit Atheismus zu tun. Wegen der "paar" Atheisten auf Erden werden sich die GLAEUBIGEN doch nicht gleich ins Boxhorn jagen lassen :-))
Gerade aber den wachsenden Egoismus sehe ich als Spiegelbild der globalen (GLAEUBIGEN) Gesellschaft.

Ich bitte um mehr Differenzierung. Staatsatheisten bitte...

Entschuldige. Dann musst du aber in zukunft von christlichen Fundamentalisten und christlichen Aristokraten (wenn es um das Mittelalter geht) schreiben.

Hab` ich doch getan. Ich sprach in diesem Zusammenhang von Staatskirche im Verhaeltnis zum Staatsatheismus.

Die Mehrheit der Menscheit unterliegt aber dem Wahn von religioesen Weltanschauungen/ Ideologien und/ oder laesst sich vielfach dafuer instrumentalisieren. Deshalb ist sind Ideologien ein Hauptproblem der Menscheit.

Die religiösen Weltanschauungen verdecken nur dieses Kernproblem - sie sind nicht der Grund, sondern der Nährboden.

Dann sollte man schleunigst diesem Naehrboden die Nahrung entziehen. Und zwar primaer waehrend der Erziehung der Kinder; in den Schulen (Religionsunterricht), Koranschulen, an den privaten kirchlichen Schulen, ectpp.

Aber das ist unabhängig - ob Christentum, Sozialismus oder sonstwas.

Das Unterrichtsfach Sozialismus wird ja auch nicht an den Schulen gelehrt.

Zu nichts anderem diente mein urspruenglicher Beitrag. War eben zufaellig Christ, der Richter...

Aber die Aussage war gänzlich undifferenziert.

Finde ich nicht. Zugegeben: Ich provoziere gerne :-))

"Mit Maier - Nägeln wäre das nicht passiert!!!"

Dennoch ist ein Verbot nicht das richtige -

Genau. Lachen laesst sich nicht verbieten.

Richtig wäre es, die Sinne der Menschen für Intoleranz und Beleidigung von Andersdenkenden zu schärfen.

Natuerlich. Wichtig waere es aber auch, zu lernen, nicht jeden Witz bezueglich der eigenen Weltanschuung in die Goldschale zu legen. Auch das gehoert zur Freiheit des anders Denkenden. Also, nicht nur der Sprecher sollte sich in Toleranz ueben, auch er Hoerer - er koennte bei der naechsten Antwort naemlich der Sprecher sein.

So wie eins Atheisten von "Christen" niedergemacht wurden, werden zunehmens Christen von "Atheisten" hinsichtlich ihrer Anschauung verspottet.

Das Gesetz schuetzt speziell GLAEUBIGE (siehe StGB 166) - die Atheisten schuetzt hier expilizit gesetzlich keiner.

Toleranz heisst fuer mich, ueber solche Dinge laechelnd hinwegzusehen und bestenfalls einen Artikel draus zu machen

1. Ich werfe dir nicht Intoleranz vor - sondern nur, dass dein Artikel sehr undifferenziert mit einem wichtigen Kernproblem der Menschheit umgeht.

Der Artikel soll provozieren. Nur Provokation regt zumeist gleichgueltige "Geister" zur Reaktion an (Du ausgeschlossen). :-))

2. Nein, das ist wegschauen.

Beizeiten muss man auch tolerant laechelnd wegschauen koennen. :-))

Ich habe zwei Möglichkeiten - entweder ich belächele etwas...

Bitte nicht abwertend meinen. "Belaecheln" in dem von mir gebrachten Sinne sollte substituiert werden koennen mit dem Terminus "humoristisch".

...und bin somit durch mein schweigen jemand, der so die Zustimmung fördert.

Richtig. Ich bin fuer Zustimmung von Witzen aller Art... :-))

Oder ich trete auf und argumentiere gegen Intoleranz und Verleumdungen.

Kennst Du eigentlich die "Judenwitze" und den Unterschied zu "juedischen Witzen"? Kennst Du die Witze ueber Leprakranke?
http://www.hergertnet.de/witze/leprakranke.htm

Oder kennst Du www.rotten.com?

Wer fuehlt sich da alles beleidigt?

Ja und? Muss man so etwas provozieren? Müssen Menschen, die sich als Betreiber dieser Seite selbst zu Humanisten ernannt haben, Hassgefühle provozieren?

Muessen sie nicht und war nie deren Intention.

Müssen sie Intoleranz gegenüber anderen Anschauungen zur eigenen Belustigung üben?

Wie schon gesagt. Bei Witzen sollte man Lachen koennen. Und belustigend finden wir die Inhalte der meisten NEWS leider nicht.

Anders gesagt: Wer so etwas macht, begeht schon fast eine Verleumdung und einen Verrat am Humanismus, wenn er sich oder sein Werk im Zusammenhang mit dem Humanismus darstellt.

Auch das hatten wir schon zig-mal durchdiskutiert.

Jemand, der sein Webzine Humanist nennt, und so etwas ins Netz stellt, begeht einfach einen Fehler.

Sehe ich nicht so. Der Name einer Domain sagt naemlich weder zwingend was ueber die Erwartungshaltung der Besucher, noch ueber die Intention der Betreiber aus.
Unter FAQ kann man nachlesen: Unser Ziel ist Aufklaerung.
Sicher versteht das jeder individuell anders. Ich z.B. zaehle hierzu als geeignete Hilfsmittel Zynismus, Skepsis, Provokation, etc. zu Mitteln, die wachruetteln koennen. Aber auch das hatte ich schon viele male geschrieben.

Gruesse
Herbert

Montag, der 25. August 2003, 06:18 Uhr
Name: Antichrist
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Jede Religon behauptet von sich, die einzig richtige zu sein. Nicht eine einzige hat Recht.
"Gott" ist nur ein erdachtes Wort, fern jeglicher Realität. Religiöses Empfinden ist etwas anderes.
Darunter verstehe ich Verständnis und Liebe zur Natur, den Menschen, Musikempfinden, Theater, ein fesselndes Buch, Sexualität. Aber kein Kniebeugen vor einem elenden Kreuz, einem Priester oder sonstigen Gestalten in Talaren, die nur den Menschen ausbeuten, mit legalisierten Lügen. Die
christliche Religion ist die schlimmste, sie wird auch nicht überleben. Und das stimmt mich wieder fröhlich.

Montag, der 25. August 2003, 01:58 Uhr
Name: Matze
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Natuerlich mehr, als Atheisten. Aber dann waere es wohl eher ein Problem der selektiven Wahrnehmung als ein Problem der Anzahl der zu "wenigen" Atheisten.

Richtig. Wenn es eine Milliarde Autofahrer gibt, ist es durchaus wahrscheinlicher, dass zahlenmäßig (nicht prozentual!) mehr Unfälle passieren, als wenn es nur fünf gibt. Ähnlich dürfte es sich bei unserem Fall handeln, nur dass hier die Medien kein Interesse zeigen und sich stets immer Sonderfälle rauspicken, die sie gerade mitbekommen haben.

Mal ehrlich, hat Dich (oder andere) das in Deinem GLAUBEN eher bestaerkt oder davon abgebracht?

Es hat mich in meiner Ansicht bestärkt gegenüben Radikalen und Fundamentalisten jeder Weltanschauung und jeder politischen Anschauung starke Abneigung zu empfinden. Religiös hat mich das nicht bewegt.

Haeh? GLAUBEN oder in haeuslicher Stille beten kann doch jeder was und wie er will. Muss man sich deswegen oeffentlich mit anderen GLAEUBIGEN treffen?

Religionsfreiheit heißt auch das Recht auf freie Religionsausübung im Respekt auf andere Menschenrechte. Wenn ein Staat die öffentliche Religionsausübung verbietet, so ist das eindeutig ein Schlag gegen die Religionsfreiheit!

Waere GLAUBE deswegen weniger echt oder stark? Waere gar das so genannte ewige Leben gefaehrdet?

Darum geht es nicht - es geht darum, dass einst radikale, atheistisch-orientierte Kräfte in der DDR das Recht der freien Religionsausübung und das Recht auf eine freie Meinung außer Kraft setzten - auch außerhalb des öffentlichen Lebens, in dem z.B. konfirmierten Kindern der Zugang zu einem besseren Schulabschluß verwehrt wurde (während Kinder mit Jugendweihe bevorzugt wurden!).

Richtig. Und deshalb nenne ich es allgemein Ideologie und die ideologischen und geGLAUBTEN Inhalte Hirngespinster. Patriotismus ist nichts anderes.

Und ähnliche Denk- und Verhaltensstrukturen finden sich bereits heute bei Atheisten und werden sich mit der wachsenden Zahl von Atheisten ebenfalls verbreiten.

Verbal schon - wenn es aber dann zur Sache geht, stehen etliche GLAEUBIGE (und auch Patrioten) vehement zu den von ihnen geGLAUBTEN Wahrheiten und pfeiffen auf ihre Toleranz.

Das stimmt einfach nicht. Du scherst die Leute alle über einen Kamm.

Leute, die nur so tun als ob, findest du auch unter Atheisten. Diese Seite nennt sich "Humanist.de" und enthält Witze, die auf alles andere als auf religiöse Toleranz schließen lassen - im Gegenteil sie machen Menschen und eine Relgion auf eine intolerante Weise lächerlich, anstatt sachlich gegen der Anschauung zu argumentieren!

Erklaerte Atheisten haben keine absoluten Wahrheiten zu verteidigen.

Das bezweifle ich sehr. Die Ansicht, dass es keinen Gott gibt ist ebenfalls eine Ansicht solange sie bewusst verbreitet und gedacht wird.

Die Identitaet einer moeglichst humanen Gemeinschaft entsteht, wie die eines Individuums, durch Unterscheidung. In dieser Unterscheidung liegt die Kernfrage der Ethik. Ist sie Zusammenleben und gemeinsame Suche, oder ist sie statt dessen Negation des anderen, weil er nicht die eigenen Wahrheiten GLAUBT?

Nihilismus ist ebenfalls eine Form des Atheismus, der rein gar nichts mit humaner Ethik oder gar Toleranz zu tun hat.
Und diese atheistisch-areligiöse Lebensweise, die nur auf den eigenen Vorteil gerichtet ist, verbreitet sich.

Ich bitte um mehr Differenzierung. Staatsatheisten bitte...

Entschuldige. Dann musst du aber in zukunft von christlichen Fundamentalisten und christlichen Aristokraten (wenn es um das Mittelalter geht) schreiben.

Die Mehrheit der Menscheit unterliegt aber dem Wahn von religioesen Weltanschauungen/ Ideologien und/ oder laesst sich vielfach dafuer instrumentalisieren. Deshalb ist sind Ideologien ein Hauptproblem der Menscheit.

Die religiösen Weltanschauungen verdecken nur dieses Kernproblem - sie sind nicht der Grund, sondern der Nährboden. Aber das ist unabhängig - ob Christentum, Sozialismus oder sonstwas.

Zu nichts anderem diente mein urspruenglicher Beitrag. War eben zufaellig Christ, der Richter...

Aber die Aussage war gänzlich undifferenziert.

"Mit Maier - Nägeln wäre das nicht passiert!!!"

Natürlich. Dennoch ist ein Verbot nicht das richtige - richtig wäre es, die Sinne der Menschen für Intoleranz und Beleidigung von Andersdenkenden zu schärfen. So wie eins Atheisten von "Christen" niedergemacht wurden, werden zunehmens Christen von "Atheisten" hinsichtlich ihrer Anschauung verspottet. Es liegt meist keine sachliche Diskussion, sondern einfach mediengerechte Massenbelustigung vor.

Toleranz heisst fuer mich, ueber solche Dinge laechelnd hinwegzusehen und bestenfalls einen Artikel draus zu machen

1. Ich werfe dir nicht Intoleranz vor - sondern nur, dass dein Artikel sehr undifferenziert mit einem wichtigen Kernproblem der Menschheit umgeht.

2. Nein, das ist wegschauen. Ich habe zwei Möglichkeiten - entweder ich belächele etwas und bin somit durch mein schweigen jemand, der so die Zustimmung fördert. Oder ich trete auf und argumentiere gegen Intoleranz und Verleumdungen.

Toleranz heisst fuer mich zudem, andere nicht in staatlichen Einrichtungen mit ihrer Weltanschauung einseitig zu konditionieren.

Keine Einwende.

Da sind wir eben genau dort angelangt, wo sich ein Hirngespinst beleidigt und herabgesetzt fuehlt. Die selbst geGLAUBTE, angeblich absolute Wahrheit fuehlt sich hier getroffen und geschmaeht.

Ja und? Muss man so etwas provozieren? Müssen Menschen, die sich als Betreiber dieser Seite selbst zu Humanisten ernannt haben, Hassgefühle provozieren? Müssen sie Intoleranz gegenüber anderen Anschauungen zur eigenen Belustigung üben?

Anders gesagt: Wer so etwas macht, begeht schon fast eine Verleumdung und einen Verrat am Humanismus, wenn er sich oder sein Werk im Zusammenhang mit dem Humanismus darstellt. Ebenso, wie Christen einen Verrat an der Nächstenliebe und Betrug gegenüber ihrer eigenen Anschauung begehn, wenn sie zu anderen Religionen sich intolerant und spöttisch verhalten.

Traefe dies auf einen moeglichen Gott zu, haette er ja die Moeglichkeit, sich selbst zur Wehr zu setzen.

Das ist völlig unwichtig. Wichtig ist, das Intoleranz (und diese Art von Spott ist eindeutig Intoleranz) Gewalt provoziert. Jemand, der sein Webzine Humanist nennt, und so etwas ins Netz stellt, begeht einfach einen Fehler.

Gruß,

Matze

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