Gästebuch
Wir freuen uns über (fast) jeden Eintrag in unserem Gästebuch. Nutzen Sie einfach das untenstehende Formular. Diskussionen sollten, sofern ein passendes Forum vorhanden ist, in unsere Diskussionsforen verschoben werden. Pöbeleien und Werbung sind nicht erwünscht, HTML-Tags werden in Text umgewandelt. Kursiv-Formatierung mit *Sternchen*, Fett mit _Unterstrichen_. (Sternchen sind daher als **, Unterstriche als __ zu maskieren.)

Name:
E-Mail:
Homepage:

Mittwoch, der 6. Februar 2002, 11:52 Uhr
Name: Dieter Schmidt
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage


"Unitariertag" Pfingsten 1999 in Weimar:

Weimar als Nazi-Hauptstadt Europas

Die Anhänger Fritz Sauckels kehren zurück – Nazi-Sekte übertölpelte 'Ossis' – Grußwort von OB Germer angekündigt –- Gegen einen Referenten ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Briefbombendrohung –-"Deutsche Unitarier" sehen sich selbst in der Tradition des "Kirchenkampfs" der Nazis –- Schmalkaldener Professor Ralf Abel zog Klage gegen Antifaschisten wegen Aussichtslosigkeit zurück
Alle paar Jahre wieder: Irgend eine Provinzstadt beherbergt den "Unitariertag" der winzigen Nazi-Sekte "Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft e.V." (DUR), die in der "religiösen" Tradition Alfred Rosenbergs steht, des "Beauftragten des Führers für die gesamte geistige und weltanschauliche Schulung und Erziehung der NSDAP". Rosenbergs Buch "Der Mythus des 20. Jahrhunderts" enthält die Grundaussagen der Ideologie der DUR, die sie in den letzten Jahrzehnten lediglich zeitgemäß umformulierte. In zahlreichen Gerichtsprozessen gegen Antifaschisten, die die DUR betrieb, wurden die Nazi-Beziehungen immer wieder mit Hunderten Seiten Beweisanlagen nachgewiesen. Die DUR darf nach den rechtskräftigen Gerichtsurteilen als "Nazi-Sekte", "völkisch-rassistische Sekte", "nazistische Tarnorganisation" usw. bezeichnet werden, weil "bis in die jüngste Vergangenheit" bei der DUR "in maßgeblichen Positionen solche Personen tätig waren, die eben nationalsozialistisches Gedankengut vertreten haben", so das Landgericht Berlin. Ein langjähriger DUR-Funktionär, Ralf Bernd Abel, Professor Doktor jur. an der Fachhochschule im thüringischen Schmalkalden, erlitt die bisher letzte Niederlage dieser Szene vor Gericht: Seine Klage gegen die Zeitschrift "KONKRET", die ihn als "langjährigen Funktionär rechtsradikaler Sekten" bezeichnet hatte, zog er im April 1999 selbst zurück, nachdem die Richter am Landgericht Hamburg ihm klargemacht hatten, daß er den Prozeß auf jeden Fall verlieren werde.

Himmlers Rune über Weimar

In die Großstädte traut sich die DUR mit dem "Unitariertag" schon lange nicht mehr, zu bekannt sind ihre Nazi- und Neo-Nazi-Verwicklungen. Diesmal trifft es Weimar, Treff Hotel Weimar, Kastanienallee 1. Das paßt: einer der DUR-Vordenker war vor dem 8. Mai 1945 ein enger Mitarbeiter des NSDAP-Gauleiters von Thüringen und Kriegsverbrechers Fritz Sauckel, der Weimar zur Nazi-Modellstadt machte. Der letzte Coup der DUR: ein angebliches Grußwort des Bundespräsidenten Roman Herzog zum "Unitariertag" 1997 in Hameln, wie der Hamelner "Gemeindeleiter" der Sekte gegenüber der Presse damals erklärte. Das Bundespräsidialamt dementierte prompt: Es sei "ein Versehen einer Ferien-Aushilfskraft im Bundespräsidialamt" gewesen, daß die Nazi-Sekte 1997 überhaupt ein Antwortschreiben auf ihre dreiste Einladung an den Bundespräsidenten erhalten habe, und diese Antwort sei "kein Grußwort", hieß es damals - heute organisiert die DUR-Gemeinde Hameln den Unitariertag in Weimar, weil es in der Kulturhauptstadt Europas gar keine Gemeinde gibt.

Diesmal ließ sich Weimars Oberbürgermeister Dr. Volkhardt Germer - parteilos, ein Ex-SED-Kader - von der Nazi-Sekte leimen. Gemeinsam mit den Funktionären der DUR, die zum Teil verfassungsschutzbekannt sind, steht Germer im Programmheft des "Unitariertages": sein Grußwort zur Eröffnung ist schon abgedruckt und soll am 21. Mai noch mündlich vorgetragen werden. Auf den DUR-Fahnen, die zu Pfingsten 1999 über Weimar wehen werden, ist die Hagalsrune vom Totenkopfring der SS zu sehen - zahlreiche DUR-Funktionäre und -Prominente waren vorher hohe SS-Funktionäre, die Rune haben sie als DUR-Zeichen beibehalten. Himmlers "Jul-Leuchter", den die SS als religiöses Symbol einführen wollte, ist in der Gedenkstätte Buchenwald zu sehen - das Zeichen der "Deutschen Unitarier" ist dort eingeprägt!

Sauckels Rasse-Hüter

Da werden sich einige wieder richtig heimisch fühlen in der Stadt Fritz Sauckels. Sein Mitarbeiter Lothar Stengel-von Rutkowski, SS-Hauptsturmführer, SS-Mitgliedsnummer 3683, war jahrzehntelang einer der Hauptideologen der DUR; noch 1990 hielt er in der DUR-Gemeinde Kassel einen Vortrag über Gentechnik. Der Mann kennt sich aus: In den "Nationalsozialistischen Monatsheften" (Herausgeber: Alfred Rosenberg; Chefredakteur: der 1982 zum "theologischen" Chef der DUR gewählte Eberhard Achterberg, der auch die Abteilung "Juden- und Freimaurerfragen" im NSDAP-"Amt Rosenberg" leitete) veröffentlichte Stengel-von Rutkowski in mehreren Folgen eine Biographie über den obersten Nazi-Rassisten Hans F. K. Günther, mit dem er befreundet war; Günthers Bücher zum "Bauernglauben" wurden noch in der 60er Jahren in der DUR-Zeitschrift angepriesen. Unter Sauckels Regie arbeitete Stengel-von Rutkowski im "Rasse- und Siedlungsamt der SS Thüringen" und widmete sein Buch "Was ist ein Volk? Der biologische Volksbegriff" 1940 dem "Gauleiter und Reichsstatthalter Fritz Sauckel, dem Treuhänder lebensgesetzlicher Politik, Wissenschaft und Weltanschauung in Thüringen".

"Wissenschaftliche Rasseerkenntnis"

Dann wurde Stengel-von Rutkowski "Präsident" der DUR-Schwesterorganisation "Freie Akademie e.V.", eine Nazi-Organisation, die der Führer des Nazi-"Kirchenkampfes" und antisemitische Hetzer Wilhelm Hauer in den 50er Jahren als Auffangorganisation für die Rosenberg-Anhänger gegründet hatte. Hauer - eine Art Papst der Deutschen Unitarier - hatte mit Stengel-von Rutkowski, Günther und anderen SS-Größen 1933 die "Deutsche Glaubensbewegung" gegen Juden- und Christentum gegründet - eine Hauptstütze des "Kirchenkampfs" der Nazis - und 1934 sein antisemitisches Hauptwerk "Deutsche Gottschau" auf Rosenbergs "Mythus"-Buch gestützt; in Hauers Vorwort hieß es: "Mit dem Dritten Reiche stehen und fallen wir".

Diesmal steht die DUR in Weimar. Vielleicht kommen der hochbetagte Stengel und die langjährige Sekretärin der "Freien Akademie", die Hauer-Biographin Margarete Dierks, auch diesmal wieder, wie zu vorherigen "Unitariertagen"; Dierks - die nach 1945 wegen ihrer Neonazi-Kontakte der Beobachtung des Verfassungsschutzes unterlag - hatte 1938 in ihrer Dissertation von der "wissenschaftlichen Rasseerkenntnis" der Nazis geschwärmt, das "Fremdwesen" der deutschen Juden beklagt und "das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" gepriesen, das "in dem Bewußtsein der Verantwortung und Verpflichtung für die Zukunft unseres deutschen Volkes" beschlossen worden sei, wie sie damals schrieb - es waren die bekannten Nürnberger Rassegesetze. Sicher ist jedenfalls, daß gleich nach OB Germer der heutige Präsident der "Freien Akademie" ein Grußwort sprechen soll. Er weigerte sich bisher ebenso wie die DUR-Oberen, sich von den Nazi-Traditionen, vom Gründer Hauer oder von Dierks - immer noch bei der "Freien Akademie" aktiv - zu distanzieren.

Neo-Nazi-Verbindungen

Das erstaunt nicht, denn die DUR steht auch in den 90er Jahren zur Tradition. Die Hamburger Innenbehörde bestätigte 1997, daß die DUR-Landesgemeinde Hamburg ihr "Haus der Deutschen Unitarier" bis 1995 an die rechtsextremistische "Gesellschaft für freie Publizistik" und den "Freundeskreis Filmkunst" des Nazi-Anwalts Jürgen Rieger vermietete. Hamburgs Landesgemeindeleiter Helmut Kramer, der dafür verantwortlich war und mit Adelheid Reuß-zur Lippe - der früheren Chefredakteurin der rechtsextremistischen Zeitschrift "Die Bauernschaft" des Auschwitz-Leugners und früheren Auschwitz-Wachmannes Thies Christophersen und vorherigen Freundin des "Reichsbauernführers" Walter Darré - befreundet war, wird in Weimar die Gesprächsrunde "50 Jahre Menschenrechte" leiten und soll hier auch zum neuen DUR-Präsidenten gewählt werden. Um wen es sich hinter all der Tarnung in Wahrheit handelt, hätte OB Germer in den Verfassungsschutzberichten nachlesen können; aber diese Lektüre ist für einen Ex-SED-Kader wohl tabu.

Briefbomben-Drohung

Gegen den Neonazi Henning Hraban Ramm, 26 Jahre alt und "Sohn von Berufsunitariern" (DUR-Programmheft für Weimar), der eine Arbeitsgruppe beim Weimarer "Unitariertag" leiten soll, ermittelt inzwischen die Staatsanwaltschaft: Via Internet soll er im Frühjahr dazu aufgerufen haben, Briefbomben an Antifaschisten zu senden. Mit dabei als Leiterin einer Gesprächsrunde in Weimar ist auch wieder Anneliese Müller, früher BdM-Führerin, dann mit ihrem Mann, einem früheren HJ-Führer, verantwortlich für die DUR-Jugend, die später Helmut Kramer und dann Henning Hraban Ramm leitete. So lernt die junge von der alten Generation.

Antisemitisch-antichristliche Kontinuität

Ihren Kampf gegen Juden und Christen, den der DUR-"Papst" Hauer 1934 als "Kampf zwischen der vorderasiatisch-semitischen und der indogermanischen Glaubenswelt" beschrieb, formuliert der DUR-Vordenker Wolfgang Deppert 1996 in dem Sekten-Heftchen "unitarische blätter" zeitgemäß: man lehne den "israelitisch-christlichen Orientierungsweg" ab, weil er eine "autoritäre Lebenshaltung" verlange - doch die "unitarischen blätter" nannten noch 1986 Hauers "Deutsche Glaubensbewegung" der 30er Jahre als ihre Wurzel. Der langjährige DUR-Funktionär Hans-Dietrich Kahl, der auch in Weimar wieder dabei sein wird und den die "unitarischen blätter" bis heute drucken und zitieren, hatte noch 1989 geschrieben, den Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß - bei dem Fritz Sauckel zum Tode verurteilt und schließlich hingerichtet wurde - habe man "als Siegerjustiz, veranstaltet von Feindmächten, von denen mindestens eine selbst auf die Anklagebank gehört hätte" abgelehnt, "es war Ehrensache, sich um diesen Prozeß nicht zu kümmern!" Minutiös beschrieb Kahl auch 1989, wie die Rosenberg-Anhänger - alles NSDAP-Kader - nach 1945 die DUR als Auffangorganisation nutzten.

Wegen der offensichtlichen Nazi-Kontinuität, von der sich die DUR trotz vieler Aufforderungen bis heute nicht distanzieren will, hatte die PDS-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke 1997 öffentlich gegen den "Unitariertag" in Hameln Stellung bezogen. Ob es in Thüringen, wo die Partei demnächst mitregieren möchte, wieder eine Stellungnahme der PDS gibt, diesmal gegen einen parteilosen Oberbürgermeister 'aus den eigenen Reihen', der die Sekte hofiert? Die Weimarer Tagung wird von derselben Hamelner Nazi-Gemeinde organisiert wie der "Unitariertag" 1997. Damals schrieb die Hamelner Lokalpresse spöttisch "Unit-Arier".

100 Seiten zu der Sekte "Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft e. V." bringt das Buch von Peter Kratz "Die Götter des New Age. Im Schnittpunkt von 'Neuem Denken', Faschismus und Romantik" (Elefanten Press Verlag Berlin 1994, 415 Seiten), das auch die Versuche der DUR bloßstellt, in die sogenannten neuen sozialen Bewegungen einzudringen. Mai 1999

Im heute aktuellen Logo der Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft e.V., das auch auf ihren Fahnen zu sehen ist, überschneiden sich Lebens- und Todesrune der Nazis. Das DUR-Zeichen entspricht auch der Rune vom Totenkopfring der SS und vom Jul-Leuchter der SS:

Lebens- und Todesrunen werden von Nazis als Zeichen für Geburt und Tod auf Grabsteinen und in Todesanzeigen verwendet (beide Beispiele aus der zeitschrift "glaube und tat" der DUR):




Die Neonazi-Gruppe "Skinheads Sächsische Schweiz" posiert mit den Runen für das Nachrichtenmagazin "Focus" (Nr. 41/2000, S. 116):

Die Runen werden international von Neonazis benutzt. Die englische antifachistische Zeitschrift "Searchlight" brachte im Juli 2000 dieses Foto des "leading US nazi William Pierce, who has inspired a generation of nazi terrorists" vor einem Versammlungshaus der Neonazis, an dessen Fassade die Lebensrune prangt:

"Seit geraumer Zeit bemüht sich die National Alliance unter ihrem Chef William Pierce" (hier mit der Rune abgebildet) "um eine Vormachtstellung in dem rechtsextremen Musikbusiness in den USA, aber auch in Europa. Pierce unterhält enge Kontake zur NPD. Nach seiner Flucht aus der BRD fand der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Hendrik Möbus Unterschlpf bei William Pierce." (antifaschistisches presse-archiv und bildungszentrum berlin, 23. 07. 2001) Der als "Satansmörder" durch die Presse gegangene Möbus ermordete den Antifaschisten Sandro Beyer.

Die DUR-Jugendorganisation BDUJ hat die Runen auf ihrem Wimpel nachempfunden:


...Inhalt aktuelle Texte

...Eingangsseite


Mittwoch, der 6. Februar 2002, 11:50 Uhr
Name: Dieter Schmidt
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Vom 14. Deutschen Bundestag (1998) wurde die SPD-Abgeordnete Doris Barnett, ehemals Rechtsschutzsekretärin der Gewerkschaft ÖTV, zur Vorsitzenden des Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung gewählt. Barnett war erst 1994 erstmalig in den Bundestag eingezogen.
Der folgende Text ist vom März 1997.


Materialien zur Sekten-Enquetekommission V:

SPD-MdB Doris Barnett: Von Christen verfolgt?

Die Abgeordnete bezeichnet sich selbst als Schülerin eines Nazi-Agitators
und fühlt sich seit frühester Jugend wegen ihrer "Religion" benachteiligt –-
Barnetts Sekte arbeitet eng mit Alt- und Neonazis zusammen und wünschte schon das Verbot der Bibel –- Sympathieerklärung ihres Chefideologen für die antisemitische Sekte
"Universelles Leben / Heimholungswerk" –-
Werbeartikel in "Freireligiösen"-Zeitschrift für die "Scientology Church"
Die SPD entsendet nicht nur die meisten christlichen Theologen in den 13. Deutschen Bundestag (16, davon 7 Geistliche; CDU/CSU: 10, davon 4 Geistliche; Grüne: 2; FDP und PDS je 1), sie hat auch die skurrilsten Sektenmitglieder in ihrer Fraktion. Zum Beispiel Doris Barnett aus Ludwigshafen, aussichtslose Gegenkandidatin von Bundeskanzler Helmut Kohl im Wahlkreis 157, die nur über die Landesliste Rheinland-Pfalz ins Parlament einziehen konnte. Barnett führte mit der larmoyanten Klage Wahlkampf, schon als Kind von Christen verfolgt worden zu sein, weil sie einer sogenannten "freireligiösen" Sekte angehöre. Diese rechtsextreme Organisation hat mannigfaltige Verbindungen zum Nationalsozialismus und zum Neofaschismus. Doch damit nicht genug: Barnett bekennt stolz, ihre "Jugendweihe" von dem alten Nazi Wilhelm Bonneß erhalten zu haben, einem Kriegshetzer und Ideologen der "Ausmerzung der artfremden Kräfte", wie Bonneß 1942 schrieb.

"Ich bin seit meiner frühesten Kindheit freireligiös, meine Eltern haben mich bereits vor der Einschulung angemeldet", sagte Barnett im Oktober 1994 der rechtsextremen Sektenzeitschrift "Wege ohne Dogma", die das Organ der "Freireligiösen" ist und gegen Christen, Juden, Ausländer und Schwule gleichermaßen hetzt. Dann jammerte sie: "Bereits in meinen ersten Schuljahren mußte ich erfahren, was es in unserer Gesellschaft bedeutet, der gängigen Norm nicht zu entsprechen und, so wie in meinem Fall, freireligiös zu sein. Ich mußte mich immer besonders anstrengen. Trotz meiner allgemeinen guten Leistungen in der Schule wurde ich von einigen Lehrern schlechter bewertet als meine Mitschüler. Ich hatte freireligiösen Religionsunterricht und ging bei Dr. Wilhelm Bonneß zur Jugendweihe."

Nazi-Werbeblatt WOD

Die Zeitschrift "Wege ohne Dogma" (WOD), der Barnett ihre Wehklage anvertraute, wurde 1992 als Zusammenschluß mehrerer Sektenzeitschriften gegründet und ist das offizielle Organ des "Bundes Freireligiöser Gemeinden Deutschlands" (BFGD), der "Freireligiösen Landesgemeinde Baden" und der "Freien Religionsgemeinschaft Rheinland", der auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Eckhart Pick angehört. WOD schrieb 1993 im Stil der schlimmsten Nazi-Agitation, Antifaschisten würden "kulturelles Aids" verbreiten und hätten schon die Zeitungen "taz" und "FAZ" sowie den Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Constantin Freiherr von Heeremann, mit ihren "Viren" "infiziert", so daß deren politisches "Informations-Immunsystem" nicht mehr funktioniere. Grund der biologistischen Attacke: Heeremann wollte eine Zweigorganisation dieser Sekten nicht in Räumen der Landjugendakademie tagen sehen, weil sie "die Nachfolger des Reichsbauernführers Darré sind", wie Heeremann uns damals sagte; und "taz" und "FAZ" hatten negativ über diese Sektenszene berichtet, die seit den frühen 30er Jahren eng mit dem Nationalsozialismus und mit Neofaschisten zusammenarbeitet.

So wirbt WOD immer wieder für Veranstaltungen der "Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft e. V." (DUR), die nach rechtskräftigen Gerichtsurteilen der 90er Jahre als "Nazi-Sekte", als "völkisch-rassistische Sekte" und als "nazistische Tarnorganisation" bezeichnet werden darf, die "seit einigen Jahren die Geschichte der Freien Protestanten in Rheinhessen als eigene Geschichte beansprucht, um ihre faschistische Herkunft zu vertuschen". Das Landgericht Berlin hatte 1990 nach der Prüfung Hunderter Seiten schriftlicher Beweise über die DUR geurteilt, "daß bis in die jüngste Vergangenheit" bei dieser Sekte "in maßgeblichen Positionen solche Personen tätig waren, die eben nationalsozialistisches Gedankengut vertreten haben".

Die DUR - heute noch ca. 200 aktive Mitglieder - diente nach 1945 als Auffangorganisation für hohe Funktionäre des Nazi-Staates und für die Ideologen des "Kirchenkampfes" der 30er Jahre. Funktionäre und Ideologen der DUR kandidierten später bei Wahlen für die REPs, für die NPD oder die "Kieler Liste für Ausländerbegrenzung". In DUR-eigenen Häusern fanden in den letzten Jahren immer wieder Veranstaltungen rechtsextremistischer Organisationen statt, die z. T. sogar in Verfassungsschutzberichten erwähnt werden; die DUR mußte dies 1996 selbst zugeben. Doch WOD schrieb 1993, es würden "unsere unitarischen Freundinnen und Freunde" durch eine "Rufmordkampagne" "in die rechte Ecke" gedrängt.

In WOD schreiben Funktionäre und Ideologen der DUR, und noch im Dezember 1995 warb WOD für eine Propaganda-Veranstaltung des langjährigen DUR-Präsidenten Horst Prem, der wenige Jahre zuvor den SS-Offizier und Mitinitiator der Nazi-Euthanasie, Albert Hartl, als "Wegweiser" der DUR gelobt hatte. Hartl hatte seine Euthanasie-Propaganda nach 1945 mit Vorträgen und Schriften innerhalb der DUR fortgesetzt. Kein Wunder, daß der gemeinsame "Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften" - in dem sich die "Freireligiösen" mit der DUR und DUR-Zweigorganisationen zusammenschlossen, in dessen Präsidium Prem sitzt und dessen Verlautbarungen WOD veröffentlicht - sich heute für "Sterbehilfe" einsetzt. Kein Wunder auch, daß einer der führenden Funktionäre der "Freireligiösen", der Neonazi Erich Satter, in WOD Lobeshymnen auf den Euthanasie-Befürworter Peter Singer schreibt.

Barnetts religiöser Lehrer: ein Nazi-Ideologe

Wie eng die "Freireligiösen" mit dem Nazismus verbunden sind, zeigt nicht nur Satter, wenn er in WOD zusammenfassend von der "freireligiös-unitarischen Bewegung" schreibt. Barnetts Vorbild Wilhelm Bonneß - 1947 bis 1977 "Landesprediger der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz", bis 1981 Präsident des BFGD und bis zu seinem Tod 1995 BFGD-"Ehrenvorsitzender" - gehörte vor dem 8. Mai 1945 zu den führenden Propagandisten des "Kirchenkampfes" der Nazis. Er half dabei mit, die Ziele des "Kirchenkampfes" ideologisch zu untermauern: Juden- und Christentum sollten als "Fremdreligionen" aus Deutschland verbannt werden, die biologische "Ausmerzung" der Juden wurde religiös verbrämt. Bonneß publizierte in den 30er und 40er Jahren in der Zeitschrift "Deutscher Glaube", die vom "Kirchenkampf"-Führer Wilhelm Hauer und dem obersten NS-Rassetheoretiker Hans F. K. Günther herausgegeben wurde und in der auch etliche spätere DUR-Ideologen schrieben. (Günthers Buch "Bauernglaube" wurde noch in den 70er Jahren von der DUR angepriesen, Günthers enger Vertrauter, der SS-Offizier aus Darrés "Rasse- und Siedlungsamt der SS" Lothar Stengel-von Rutkowski, trat noch in den 90er Jahren als Referent bei der DUR auf - ausgerechnet zum Thema "Gentechnik"!) Der verantwortliche Redakteur von "Deutscher Glaube" war Herbert Grabert, später Mitbegründer der DUR und Gründer des rechtsextremistischen Grabert-Verlages, in dem führende Ideologen der DUR - wie der "Entartete Kunst"-Hetzer Richard W. Eichler, der "Auschwitz-Lügner" Dieter Vollmer oder die langjährige DUR-"Ehrenpräsidentin" Sigrid Hunke - ihre Schriften veröffentlichen.

Ein Jugendverführer macht "reinen Tisch" mit den "Artfremden"

WOD schrieb im Mai 1995 in einem Nachruf auf Bonneß, er habe ab 1947 - "in den schweren Anfangsjahren" - geholfen, "die 1933 von den Nationalsozialisten verbotenen Gemeinden in der Pfalz wieder zu gründen". In Wahrheit wurde 1933 Wilhelm Hauer, ein rassistischer Agitator und Vertrauter Alfred Rosenbergs (des "Beauftragten des Führers für die gesamte geistige und weltanschauliche Schulung und Erziehung der NSDAP"), in Personalunion zum Führer der nazistischen "Deutschen Glaubensbewegung" und zum "Präsidenten" des BFGD und damit zum Vorgänger von Bonneß gewählt. Hauer führte die "Freireligiösen" in die "Deutsche Glaubensbewegung", und WOD fühlt sich ihm heute noch verbunden, wenn er hier 1993 als "Religionswissenschaftler" gewürdigt wird und seine nazistischen Untaten verharmlost werden. Den Vorwurf gegen Hauer, er sei "unfähig zu trauern" gewesen, weil er nach 1945 seine völkisch-rassistische Religionspropaganda ohne Wenn und Aber fortsetzte - hauptsächlich in der DUR und ihren Zweigorganisationen -, konterte WOD mit der gewollt naiven Frage: "Worüber hätte Hauer trauern sollen?" Vielleicht über die verfolgten Juden und Christen, aber zu einem solchen Bekenntnis der Mitschuld können sich die "Freireligiösen" bis heute nicht durchringen.

Unter Hauers und Günthers Herausgeberschaft schrieb Doris Barnetts späterer Lehrer Wilhelm Bonneß 1942 in "Deutscher Glaube" den Artikel "Volkskundler künden und bekennen. Gedanken und Sätze aus ihren Werken, verbunden von Wilhelm Bonneß":

"Jahn war es, der das Wort 'Volkstum' prägte und eine 'Volkstumskunde' forderte. Er aber war es auch, der seine Arbeit, und vor allem die an der deutschen Jugend, unter das Zeichen des Hakenkreuzes stellte. ... Arndt aber, der in flammendem Zorne die Rechte der mütterlichen Erde und des ihr treuesten Sohnes, des Bauern verteidigte, für dessen Freiheit und Ehre focht und im Bauerntum den Mutterboden, die lebenschaffende und lebenerhaltende Schicht des Volkes erkannte, hat der Volkskunde, auch der wissenschaftlichen, ein für allemal den Weg gewiesen, den sie zu gehen hatte, wollte sie die ihr zugedachte heilige Aufgabe erfüllen. Sie ging ihn und geht ihn nicht immer, aber diesen Weg schlugen und halten all die Forscher ein, denen die Ehre und das Schicksal unseres Volkes oberstes Gesetz ist und die sich durch eine sogenannte wissenschaftliche 'Objektivität', - 'die in ihren Vertretern nicht einmal soviel Objektivität zuläßt, um zu erkennen, daß sie, streng genommen, im Dienste Roms oder Judas stehen', - nicht abhalten lassen, zu fragen: was ist arteigen und was ist artfremd? 'Dies ist die Fragestellung für eine nationalsozialistische Volkskunde auf rassischer Grundlage, für eine Volkskundewissenschaft, die nicht nur objektiv feststellen will, sondern die mit ihren Feststellungen ihrem Volke dienen und nicht schaden will. Damit soll keineswegs eine engstirnige Abkapselung gegenüber der Wissenschaft anderer Völker befürwortet werden. Es steht vielmehr zu erwarten, daß wir der Kultur anderer Völker mit viel klareren Blicken gegenübertreten, wenn wir erst einmal im eigenen Hause reinen Tisch gemacht haben. Wir werden gerade aber durch eine vergleichende Volkskunde in dieser neuen Art die Eigenart der Völker erkennen, die mehr oder minder unseres Blutes und unserer Art sind und werden sie von jenen scheiden, die uns innerlich fremd und entgegengesetzt sind.'"

Bonneß lobte die "nationalsozialistische Rassenerkenntnis"

"Vom volksfrommen Bauerntum aber läßt sich sagen, 'daß es der rassisch gebundene, zeitlos sich vererbende Ausdruck der Weltanschauung einer Gemeinschaft ist', die im Brauchtum eine Art Gottesdienst verrichtet. ... 'Da jede Weltanschauung letzten Endes rassisch bedingt sein muß und durch das Erlebnis, die Welt-Anschauung geformt wird, muß auch das Brauchtum zum Ausdruck der Rasse werden.' ... Denn 'immer wieder, in bestimmter Prägung, wie Blüten oder Früchte eines Baumes in Form und Stoff einander gleichen, sprossen naturgesetzlich dieselben Ausdrucksbilder germanischen Wesens als Sinnbilder des Volksglaubens durch all die Jahrhunderte'. ... Arteigen aber sind die auf Erbanlagen und Erbgütern beruhenden Lebenskräfte und Lebensformen, die hinter allen volkskundlichen Erscheinungen, Gegenständen und Handlungen stehen: ihre Erkenntnis, ihre Vergleichung und Abwägung gegenüber fremdem Geist und Wesen ermöglicht die 'Pflege und Entfaltung der arteigenen Kräfte auf der einen Seite, die Ausmerzung der artfremden auf der anderen'." "Hier werden jene aufstehen", so Bonneß weiter, "die schon immer die Gegner einer wahren Volkseinheit waren, jene Kreise, ...die es als Gefahr ansehen, wenn in dem bisher vorwiegend von ihnen gedeuteten und gehüteten Volksgut ein neuer Beweis für die Richtigkeit nationalsozialistischer Rassenerkenntnisse gefunden wird."

"Freireligiöse" Kriegshetze 1939

Schon wenige Monate nach Kriegsbeginn hatte Bonneß 1939 in "Deutscher Glaube" geschrieben: "Auf ein Wort, Kamerad! ... Du bist jung, bist stark und gesund, und draußen ist Krieg. Du würdest gern da vorn, unter Kameraden, unter Soldaten, vorn, an der Front! Da wird Geschichte gemacht, Taten werden vollbracht. Schicksale gestalten und erfüllen sich - Tod und Leben stehen hart nebeneinander und sind doch wie Brüder. ... Setze dich ein, zeige eine reine, große Gesinnung und ein tapferes, mutvolles Herz! Bewähre dich, prüfe dich! Gib Antwort dir selber, daß du einst reif bist, wenn man dich ruft - zum letzten Einsatz - an die Front!"

Ausgrenzung der "Artfremden" heute

Tatsächlich ist die "freireligiös-unitarische Bewegung" bis heute von diesen Personen und ihren Ideen geprägt. Da wundert es nicht, daß in WOD der "Deutsche Unitarier" Holger Schleip häufiger Autor ist, der in der rechtsextremistischen Zeitschrift "Nation Europa" "Ausländer raus!"-Forderungen erhob; auch in dem WOD-Heft, das Barnetts Interview enthält, schrieb Schleip. Schon 1992 wurde auch in WOD die Einschränkung des Asylrechts gefordert: Die "Präsidentin" der "Freien Humanisten Niedersachsen", heute "Präsidentin" des "Dachverbandes freier Weltanschauungsgemeinschaften", die frühere niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Helga Lewandowsky, lehnte "gesetzliche Sonderregelungen gegen rechte Gewalttäter" ab und beklagte gleichzeitig "eine Vielzahl ungeahnter Mißbräuche" des Asylrechts. Im Stil der neonazistischen Hetze gegen Ausländer behauptete sie: "Wenn bei einem leergefegten Wohnungsmarkt einheimischen Mietern städtischen Wohnraums gekündigt wird (!), damit Asylbewerber einquartiert werden können, ist dies durch die Betroffenen nicht mehr rational erfaßbar." Auf Lewandowskys WOD-Artikel folgte auf derselben WOD-Seite ein Gedicht der Alt- und Neofaschistin Margarete Dierks, nach ihrem eigenen Lebenslauf eine Angehörige der antisemtischen "Ludendorffer"-Sekte, enge Vertraute Hauers und dessen Biographin, vom Verfassungsschutz wegen ihrer Teilnahme an rechtsextremistischen Treffen zeitweise beobachtet, 1938 Verfasserin einer Dissertation über die Integration der deutschen Juden im 19. Jahrhundert, in der sie die (Wieder-) Ausgrenzung der Juden aus der Gesellschaft forderte: "Fremdblütige, die im Namen der Menschheit Heimatrecht forderten in einem Lande, das nicht ihres Blutes und ihres Geistes Heimat war", so Dierks 1938 über die deutschen Juden. Was für diese "freireligiösen" Nazis früher die Juden waren, sind ihnen heute die Ausländer. In diese Tradition stellt sich freiwillig auch SPD-MdB Eckhart Pick aus Mainz, der sich als einziger Abgeordneter im Handbuch des Bundestages stolz und ohne jede Einschränkung als "freireligiös" präsentiert, dessen Sekte "Freireligiöse Gemeinde Mainz" in der Zeitschrift WOD sämtliche Gemeindenachrichten und die Geburtstage der Gemeindemitglieder veröffentlicht, und dessen Dachverband "Freie Religionsgemeinschaft Rheinland", den die Mainzer Gemeinde gründete und dominiert, die Zeitschrift WOD im Impressum als ihr "Organ" bezeichnet; wen wundert es da noch, daß Pick bei der Grundgesetzänderung im Bundestag für die faktische Abschaffung des Asylrechts stimmte.

"Freireligiöse" wünschen 1992 das Verbot des Alten Testaments

Die "Ausmerzung der artfremden Kräfte" aus dem "Volksglauben" betreiben diese "Freireligiösen" offenbar heute immer noch, ihr Kampf gegen "Juda und Rom" hat momentan jedoch etwas vorsichtigere Formen als in den 30er und 40er Jahren, als sie den Komplex Auschwitz ideologisch absicherten. Wärend der Neonazi Erich Satter noch an die alten Methoden der "Ausmerze" denken läßt, wenn er in WOD davon schreibt, Antifaschisten würden "kulturelles Aids" und "Viren" verbreiten, wünschte der verantwortlicher Redakteur von WOD, Eckhart Pilick, 1992 in WOD das Verbot des Alten Testaments herbei. Pilick ist seit Jahrzehnten ein führender Funktionär der "freireligiös-unitarischen Bewegung". In WOD schrieb er, die Bibel beinhalte die "Befürwortung von Gewalt" und müsse deshalb unter den 88a des Strafgesetzbuches fallen. Mit denselben Argumenten, die die Neonazis schon lange benutzen, um von den Verbrechen des Komplexes Auschwitz abzulenken, prangerte Pilick an, im Buch Mose werde der Völkermord verherrlicht, "Greueltaten" und "Schandtaten" würden heute von christlichen und jüdischen Religionslehrern als "heilig" und "Gott wohlgefällig" angepriesen. Und er jammerte: "Ich kann den Lehrer nicht anzeigen und das Buch nicht aus dem Handel ziehen lassen: Das Gesetz ( 88a StGB) ist im Januar verändert worden. Jetzt ist Befürwortung von Gewalt nur noch strafbar, wenn sie sich gegen den Bestand des Staates richtet. Zugegeben, das tut dieses Buch nicht. Die Gesetzeshüter selber lassen darauf ja sogar den Eid leisten."

Trotz Sektenvernetzung kein Thema für die Sekten-Enquetekommission

Bisher hat der SPD-Fraktionsvorsitzende Rudolf Scharping, der in Rheinland-Pfalz einer Doris Barnett und einem Eckhart Pick zu ihren Bundestagsmandaten verhalf, seine Parteigenossen noch nicht aufgefordert, sich von alledem zu distanzieren. Und auch die "Enquetekommission 'Sogenannte Sekten und Psychogruppen'" des Deutschen Bundestages hat die "Freireligiösen", die in einigen Bundesländern Sonderrechte als "Körperschaften des öffentlichen Rechts" genießen, bisher noch nicht zum Untersuchungsgegenstand gemacht. Sie hätte Grund genug, denn der heutige Chefideologe dieser Sekten ist Hubertus Mynarek, dessen Bücher in WOD angepriesen werden und der auch selbst hier schreibt. Mynarek präsentiert sich in seinen Schriften nicht nur als Apologet des Nazi-"Kirchenkämpfers" Wilhelm Hauer, den er für "eine der bedeutendsten Größen der Religionswissenschaft des 20. Jahrhunderts" hält - auf Hauers Büchern prangte das Hakenkreuz! Mynarek schrieb nicht nur ein Buch für die "Jugendarbeit" der Nazi-Sekte DUR, er wurde auch vom evangelischen "Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt" schon 1986 unter der Überschrift "In der Tradition von Blut und Boden" porträtiert. Einer von Mynareks engsten Freunden ist der WOD-Chef Eckhart Pilick, der seinen Schützling immer wieder verteidigte und auch im WOD-Vorläufer "Freie Religion" schreiben ließ. Daß Mynarek zu den ersten Verbreitern der Propaganda der "Scientology Church" in Deutschland zählte, daß er ganz offen seine Sympathie für die antisemitische Sekte "Universelles Leben / Heimholungswerk" bekannte, störte die "Freireligiösen" bisher nicht. Im Gegenteil: Ihre Zeitschrift "Der Humanist", die sich mit der Zeitschrift "Freie Religion" zu WOD zusammenschloß, brachte in den 80er Jahren sogar einen Werbeartikel für die "Scientology Church", von deren Pressereferentin geschrieben. Sowohl "Scientology" als auch "Universelles Leben" werden von der Sekten-Enquetekommission behandelt, ihre Vernetzung bis zu den "Freireligiösen" fällt dagegen unter den Tisch - politische Rücksichtnahme?

"Herr, die Geister, die ich rief ...": Die enge Vernetzung der rechtsextremen Sekten untereinander ist wohl ein zu heißes Eisen für die SPD, die die Sekten-Enquetekommission doch selbst initiierte.

...Dokumente zu den Freireligiösen

...Inhalt Frühere Texte

...Eingangsseite

Mittwoch, der 6. Februar 2002, 06:40 Uhr
Name: Wolfgang
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Humanisten sind also eine Gefahr für die Menschheit.
Haben Humanisten Menschen wegen ihres Glaubens
bestialisch umgebracht?
Die Scheiterhaufen sind noch nicht erloschen.
Man braucht doch nur nach Irland zu schauen.

Mittwoch, der 6. Februar 2002, 06:07 Uhr
Name: Antichrist
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Da haben es wir doch wieder: weg mit Andersdenkenden!
Und jene meine Feinde, die nicht wollen, das ich über sie herrsche, bringet her zu mir und macht sie vor mir nieder.

Euer Jesus!!!

Gästebuch-Archiv
66 | 65 | 64 | 63 | 62 | 61 | 60 | 59 | 58 | 57 | 56 | 55 | 54 | 53 | 52 | 51 | 50 | 49 | 48 | 47 | 46 | 45 | 44 | 43 | 42 | 41 | 40 | 39 | 38 | 37 | 36 | 35 | 34 | 33 | 32 | 31 | 30 | 29 | 28 | 27 | 26 | 25 | 24 | 23 | 22 | 21 | 20 | 19 | 18 | 17 | 16 | 15 | 14 | 13 | 12 | 11 | 10 | 9 | 8 | 7 | 6 | 5 | 4 | 3 | 2 | 1

Copyright © 1999, Der Humanist (Gästebuch entwickelt von Erik Möller) - Copyright © der Einträge bei ihren Autoren