Gästebuch
Wir freuen uns über (fast) jeden Eintrag in unserem Gästebuch. Nutzen Sie einfach das untenstehende Formular. Diskussionen sollten, sofern ein passendes Forum vorhanden ist, in unsere Diskussionsforen verschoben werden. Pöbeleien und Werbung sind nicht erwünscht, HTML-Tags werden in Text umgewandelt. Kursiv-Formatierung mit *Sternchen*, Fett mit _Unterstrichen_. (Sternchen sind daher als **, Unterstriche als __ zu maskieren.)

Name:
E-Mail:
Homepage:

Montag, der 11. Februar 2002, 16:13 Uhr
Name: Samarpan
E-Mail: samarpan@omreikifamily.de
Homepage: http://www.OmReikiFamily.de

Sehr informitive Seite...
Macht Spaß zu stöbern

Montag, der 11. Februar 2002, 12:56 Uhr
Name: wolfgang
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

aber wer in den Himmel will, das bestimmt nur die
Mafiainstitution Kirche.
Die Kirche kennt da keine Gnade. Kein Heil ohne Kirche.
Ja, ja, der Glaube versetzt Berge - von Menschen
unter die Erde.

Montag, der 11. Februar 2002, 11:05 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

"Die einzige Entschuldigung fuer Gott ist, dass es ihn nicht gibt" (E.W.Foerg).

Montag, der 11. Februar 2002, 07:45 Uhr
Name: Gottlos
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Gott ist nur ein lächerliches Wort, das alles ent-schuldigen soll.

Sonntag, der 10. Februar 2002, 23:10 Uhr
Name: Dieter
E-Mail: dieter-hashagen@gmx.de
Homepage: www.humanitas-online.de.vu

Ich weiß nicht, wer PeterH. ist, aber er hat mir den Gefallen getan, mir die Kriminalgeschichte des Christentums in Kurzfassung in mein Gästebuch zu stellen. Ich habe den Eintrag optisch verschönert und als neue Seite mit Namen "Horror" in meine HP integriert. Vielen Dank PeterH. Als Atheist begrüße ich es, wenn mir Theologen entgegenarbeiten. m.hu.G.

Sonntag, der 10. Februar 2002, 13:24 Uhr
Name: Peter H.
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Bitte keine Mega-Texte ins GB, das gilt für alle. Links sind völlig ausreichend. -- Der Humanist

Sonntag, der 10. Februar 2002, 11:05 Uhr
Name: Heike J.
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Und er wird uns so lange mit Predigten nerven, bis er sich enttrüstet zurückziehen kann mit dem Vorwurf, wir Ungläubige wären ja sowas von Intolerant.

Samstag, der 9. Februar 2002, 22:34 Uhr
Name: Heike N.
E-Mail: worldsherold@aol.com
Homepage: http://www.worlds-herold.de

@Ute,

das ist ein Mann, vor dem mindestens 40 Jahre alle auf den Knien gelegen haben. Plötzlich ist er ohne Publikum. Da kann so was schon mal vorkommen. Das nennt man "Konflikt-Unfähigkeit".

Gruß

Heike N.

Samstag, der 9. Februar 2002, 21:55 Uhr
Name: Ute
E-Mail: uteober@web.de
Homepage: http://welcome.to/atheist

Ich frage mich, wessen Predigten nervtötender sind: die von Pfarrer Rieper oder nicht doch die von Dr. Dieter Schmidt.

Dass Rieper sich traut, das Wort "Diskussion" in diesem Zusammenhang in den Mund zu nehmen, ist lächerlich.

Donnerstag, der 7. Februar 2002, 20:41 Uhr
Name: Dieter
E-Mail: dieter-hashagen@gmx.de
Homepage: www.humanitas-online.de.vu

...und die Erde ist eine Scheibe !

Donnerstag, der 7. Februar 2002, 18:38 Uhr
Name: Heike N.
E-Mail: worldsherold@aol.com
Homepage: http://www.worlds-herold.de

Das Versprechen von Pfarrer Rieper, sich aus dem Gästebuch zurückzuziehen, hat ja nicht lange angehalten.

Und dabei hat er noch nicht mal Zeit gefunden, mir eine simple Frage zu beantworten ...

Heike N.

Donnerstag, der 7. Februar 2002, 18:31 Uhr
Name: Pfarrer Rieper, Cloppenburg
E-Mail: PFARRERRIEPER11@compuserve.de
Homepage: keine Homepage

Bitte keine Predigten im GB. Ab ins Forum, Herr Pfarrer! -- Der Humanist

Donnerstag, der 7. Februar 2002, 16:15 Uhr
Name: Franz Hübner
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Hallo Herr Ferstl,
ich möchte als erste, dass Sie mich nicht falsch verstehen, mit "Helfen ist ein christliches Monopol". Natürlich ist es das nicht. Andererseits muss man sich die Frage stellen, wie sehr unsere Ethik mit der christlichen Ethik in Verbindung steht.

Das mit der Beweispflicht ist ein ähnliches Problem. Ich kann z.B. behaupten, die Zeit ist nicht kontinuierlich (damit meine ich nicht, die Geschwindigkeit der vergehenden Zeit, sondern ob es Momente gibt, in denen die Zeit im gesamten Universum z.B. stehen bleibt). Egal wie dumm nun dieses Beispiel ist - ein Nachweis ist unmöglich.

Übertragen auf das Gottesbeispiel: Wenn unsere Welt nur durch Gott mit einer jenseitigen Welt verbunden wäre, so könnte nur Gott eingreifen. Nun könnte man annehmen, dass Gott will, dass wir Menschen völlig eigenständig sind, aber daher erst verstehen müssen, richtig zu leben. (Das Beispiel ist jetzt etwas lückenhaft, aber wenn man länger daran arbeitet könnte man beestimmte ungedeckte Bereiche wie Totgeburten logisch auch abdecken).
Es wäre logisch denkbar, aber damit könnten wir jedes Märchen abdecken.

Meiner Meinung ist es nicht möglich irgendetwas derartiges abzudecken - ich schätze sogar, dass wir Menschen nie fähig seien werden, irgendetwas zu verstehen, dass in unserer Logik komplett unerkennbar ist. Die Informatik hat hier meiner Meinung nach einen sehr interesannten Horizont eröffnet:

Wir können gedachte Systeme erschaffen, in denen nur noch die Notwendigkeit der inneren Konsistenz erforderlich ist. (Stark abgewandeltes Zitat aus Linus Torvalds "Just for Fun")

Da ich nicht wissen kann, ob es einen Gott gibt oder nicht, halte ich es für nötig nach christlichen (oder auch humanistischen) Gesichtspunkten soweit zu leben, wie es nicht die Rechte und Freiheiten anderer einschränkt oder Gesetze bricht. Meinen Kindern will ich - wenn sie in das Alter kommen - nicht in eine religiöse Einstellung hineinreden, es sei denn, sie geraten in eine (im Verhältniss zu den Kirchen) wirklich gefährliche Glaubensgemeinschaft - denn die Kirchen sind gegen viele Sekten wirklich harmlose Gemeinschaften, frommer Menschen. Auch rede ich nicht in die religiösen Einstellungen meiner Frau (sie ist bekennende Christin), so wie sie nicht in die meinigen redet.

Ich möchte gerne an dieser Stelle die Diskussion abbrechen, denn eine solche Diskussion muss man mit sich selbst führen. Wenn ich eines Tages ein unumstößliches Ergebnis gefunden haben sollte, melde ich mich wieder. Auch wenn ich stark bezweifle, dass ich eines Tages (es sei denn, es gibt ein Jenseits und ich werde in dieses einkehren) zu einem entgültigen Ergebniss kommen werde.

gezeichnet,

Franz Hübner

P.S.: Hierzu möchte ich noch eine kurze Stellungnahme geben:

: "Gott mit uns" stand auf dem Koppelschloss der
: Wehrmachtssoldaten. waren die, die geschossen
: haben alles Atheisten?

Sicherlich nicht. Aber Christen im Sinne dessen, was ein Jesus als Christ bezeichnen wollte, denke ich auch nicht. Im Übrigen haben bestimmte Indianerkulturen auch Bluttaten im Namen eines Gottes getan. Da ich ausgehe, dass ich nicht wissen kann, dass es einen Gott gibt oder nicht, kann ich auch nicht sagen, für welchen Gott ich es tat - bzw. ob ich es in Erlaubniss oder Mißgunst (eines) Gottes tat.

Donnerstag, der 7. Februar 2002, 14:29 Uhr
Name: Gottlos
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Sag mir, wo die Götter sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo der Jesus hängt,
was ist bloß geschehn?

Donnerstag, der 7. Februar 2002, 11:19 Uhr
Name: Svenja
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: http://www.logomio.at

Eure Seiten gefallen mir sehr gut und ich werde sie öfter mal besuchen.

Donnerstag, der 7. Februar 2002, 00:15 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Hallo Herr Hübner,

vorab danke fuer Ihre netten Worte, die ich nur erwidern kann.

wir scheinen uns im Bezug auf den Glauben ähnlich zu verstehen.

So sicher bin ich mir da nicht :-)))
Wie schon gesagt. Ich bin erklaerter Atheist. Ich habe eine konkrete Position bezogen. Das finde ich persoenlich eine gute Ausgangsbasis fuehr eine gefestigte weiter Lebensposition. "Ich weiss, dass ich nichts weiss" und baue mein Leben darauf auf. Ich halte mich bevorzugt an moeglichst verifizierbare Fakten (natuerlich war ich bei der Mondlandung nicht selbst dabei - wenn Sie wissen, was ich meine).

Ich bin zwar kein Vegitarier, schon aus gesundheitlicher Notwendigkeit.

Das verstehe ich jetzt nicht? Gerade deswegen sollte man es naemlich sein!

Das Problem sind nicht einmal die Ideologien an sich, sondern deren Ausführung. Würden Menschen wirklich christlich Leben, hätten wir ein Paradies auf Erden. Aber sie tun es nicht.

Ersetzen Sie den Terminus christliches mit dem Terminus humanistisches. Das Fazit wird aehnlich sein.

Besser gesagt, ich akzeptiere Theismus, denn ich kann als Mensch ebenso wenig, gegen oder für die Existenz eines oder mehrer Götter beweisen. Das kann ich nicht.

Ich will es auch gar nicht. Wer behauptet, dass etwas existent sein soll, der hat auch die Beweispflicht. Nicht die Verifizierung der Nichtexistenz ist noetig, sondern die der Existenz eines angenommenen Wesens.

Ihr Argument - wieso gibt es denn Krieg und Leid - könnte ich mit einem Spruch aus dem 19.Jh beantworten "Das Leben auf Erden ist die Schule für das Himmelreich".

Dann muss man aber an dieses nicht verifizierbare Himmelreich (ohne Belege) GLAUBEN. Leid und Krieg sind aber real - an die muss ich nicht GLAUBEN.

Erst wenn wir sterben und unser Leben in einem Jenseits ansehen müssen, könnten wir verstehen, wieso wir schlecht sind. Es ist das Argument, dass mich lange am christlichen Glauben hielt.

Deshalb ist es fuer mich ja so wichtig, ein moeglichst ethisch einwandfreies Leben zu leben (schon mal als Vorbild fuer die Kinder) ohne an ein fiktives Wesen und seinen Jenseitsversprechungen zu GLAUBEN.

Andererseits kann es sein, dass Jesus z.B. tatsächlich Gottgesand war und es einen Gott gibt, der diese äußere Realität umfasst

Mal angenommen es waere so gewesen: Was bringt uns letztlich dazu, dies zu GLAUBEN? Die ach so christliche Ethik (die 10 Gebote, an die sich kaum jemand haelt) oder der Wunsch nach einer Existenz nach dem Tode. Und das ist der casus knackus. Stellen Sie sich vor, der Mensch wuerde ewig leben: Es gaebe keine einzige Religion auf dieser Erde.
Der egozentrisch bedingte Wunsch, an diesem Jenseits teilzuhaben, zwingt uns zu bewusstseinsgesteuerten Zugestaendnissen an die Realitaet. Erst wenn einem voellig egal ist, ob nach dem Tode noch was kommt, kann man die Dimension der gelebten Realitaet erfassen. Und die ist eben ziemlich singular (was nicht heisst, dass es zwingend so sein muss, es spielt aber keine Rolle fuer ein irdisches ethisches Verstaendis) und ermoeglicht zudem kaum eine rationale Sicht aus der metaphysischen, paradiesischen Retrospekive. Diese rationale Sicht stuende im grassen Gegensatz zum transzendenten GLAUBEN.
Ich transferiere nicht "gut" und "boese" (lieber verwende ich allerdings den Begriff "schlecht", da der Begriff des "Boesen" ausschliesslich religioes motiviert ist) und die daraus resultierende Verantwortung auf die Zeit nach meinem Tod. Hier und jetzt sind wir verantwortlich fuer ein Leben, das sich orientiert an den Beduerfnissen unserer Mitmenschen. Wir, nicht Goetter, sind fuer unser "Schicksal" verantwortlich. Dementsprechend muessen wir selber unser ethisches Universum erschaffen. Religionen machen uebrigens nichts anderes.

...und wurde geheilt. Er glaubt daran, dass es eine göttliche Botschaft war. Es könnte aber genauso eine biologische Reaktion gewesen sein, die im Gehirn irgendeine Folgereaktion auslöste.

Warum sollte ich der Meinung sein, dass ein fiktiver und nie bewiesener Gott ihn geheilt haette? Nur weil er fest daran GEGLAUBT hat? Weil er gebetet hat? Wenn der Seelsorger dies selbst GLAUBT, ist das seine Annahme.
Jeden Tag laesst sein fiktiver Gott Hundertausend jaemmerlich an Hunger und Krankheit sterben, obwohl viele davon zu seinem Gott beteten...

Auf alle Fälle weiß ich, dass der Seelsorger nach christlichen Motiven handelt.

Helfen ist kein christliches Monopol

Er sagt, dass Gott ihm das Leben schenkte, um anderen Menschen zu helfen.

Er meint wohl eher, dass er andere Menschen damit missionieren kann. Ansonsten haette sein Gott taeglich Gelegenheit, seine Existenz real zu beweisen.

dass solche Stellen durchaus von Menschenhand ohne eine göttliche Intuition stammen.

Auch die Bibel ist nichts anderes. Die kritische Bibelforschung betrachtet mittlerweile etwa 1/3 der Evangelien als Faelschung. Da muesste ich mich als Christ allerdings fragen: Was GLAUBE ich dann noch?

Wieder kann ich hier nur sagen. Wir werden es nie erfahren. Denn rein von der Logik wäre es möglich, dass ein allmächtiges Wesen alles machen kann.

Auch hier wieder: Dies ist m.E. fuer ein ethisch moeglichst einwandfrei gefuehrtes Leben voellig unwichtig.

An dem Gedanken - was wäre, wenn ich nicht geboren wäre, bleibe ich persönlich hängen. Einerseits hätte ich nie einen Unfall gehabt - andererseits hätte ich auch nie das Lachen meiner Kinder gesehen.

Diese Fragen koennte man sich eben nie stellen.

Ich frage mich oft, ob wir Menschen ein Haufen zuusammengeklumpter Eiweise sind oder aber ob wir mehr als das sind.

Fuer mich sind menschliche Lebewesen so etwas wie eine mutierte Affenart mit besonderer evolutionaerer Hirnentwicklung, die dem Leben auf diesem Planeten eher Nach- als Vorteile gebracht haben. Sie schwirren wie ein gefraessiger Heuschreckenschwarm auf diesem Planeten umher. 6.000.000.000 menschliche Kreaturen, die alles kahlfressen...

Ehrlich gesagt, ich vermute, dass ich es erst erfahren werde, wenn ich gestorben bin. Bis dahin hoffe ich genug gedacht und getan zu haben, so dass es einerseits möglich ist in ein Jenseits zu kommen, aber dass ich andererseits mit Freude gelebt habe.

Meine Handlungspraemissen sind nicht mehr auf ein moegliches Jenseits ausgerichtet. Ich habe keine Befuerchtungen mehr, dass es nach dem Tode aus ist - einfach knips.
Neues Leben koennte aber aus meinem Tode entstehen. Der Leichnam koennte (nicht zu tief eingegraben) durchaus als Humusprodukt fuer keimendes, pflanzliches Leben dienen. Vielleicht koennte auch ein hungriges Tier die Knochen benagen oder nur Pilze aus der Leiche herauswachsen. Kleintiere koennten sich am verfaulenden Fleisch laben und der verwesende Leichnam bringt sich wieder in den "ewigen" Kreislauf der Natur ein. Ist das nicht ein wundervoller Gedanke?

Wie mein Leben sich wenden wird, welchen Glauben ich erlangen werde und welche Erkenntnisse, das wird sich zeigen.

Nachdem ich mich vom Glaeubigen zum Nichtglaeubigen "gewandelt" habe (das war ein langer und schmerzhafter Prozess) will ich diesbezueglich keinerlei Prognosen fuer die Zukunft machen. Viel ist moeglich und man sollte sich nicht von vornherein "blockieren". Nach dem derzeitigen Stand der Dinge sehe ich aber fuer die naehere Zukunft keinerlei Anlass, meine derzeitige atheistische Position aufzugeben.

Ob es einen Gott und ein Jenseits gibt oder nicht, das werde ich früh genug erfahren, bzw. nicht-erfahren.

Ich habe eine gute Bekannte (52), die vor wenigen Jahren mit ihrer alten Mutter einen "Pakt" schloss: Wenn es - wie auch immer und egal unter welch harten Umstaenden - moeglich sei, sollte die Mutter nach ihrem Tod Kontakt zur noch lebenden Tochter aufnehmen. - Nichts!

Gruesse
Herbert Ferstl

PS: Wie jung sind Sie eigentlich?

Mittwoch, der 6. Februar 2002, 23:20 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Hallo Herr Hübner,

1. Vom Staat muss sie legalisiert sein, denn wäre es sie nicht, hätten wir keine Glaubensfreiheit mehr und wenn wir das nicht hätten, dann würde uns ein Grundrecht fehlen.

Das sehe ich nicht ganz so. Die wesentlichen Merkmale der so genannten Glaubensfreiheit sind im GG der BRD bereits mit den Artikeln 5 (Meinungsfreiheit), Art. 8 (Versammlungsfreiheit) und Art. 9 (Vereinigungsfreiheit) abgedeckt. Warum man das nochmals expilizit als Zusammenfassung in Art. 4 wiedergibt, ist mir nicht so ganz nachvollziehbar (ausser der Lobbyismus der Kirchen war da besonders erfolgreich) :-)))

Die Kirche nimmt dem Staat Sozialleistungen ab und das ist unumstritten.

Das ist eindeutig widerlegt. An welche Leistungen denken Sie da gerade? Alle ueber das Subsidiaritaetsprinzip erbrachten Leistungen (Krankenhaeuser, Pflegedienste, Altersheime, etc.) koennten vom Staat selbst oder von freien Wohlfahrtsverbaenden ebenso erledigt werden. Bezahlt werden diese Dinge sowieso von den Kassen - also von der Allgemeinheit und nicht speziell von den Kirchen. Die achten sogar sehr darauf, dass hier keine selbst zu tragenden Defizite entstehen. Die Arbeits- und Einstellungbedingungen (schlechtere Bezahlung, keine getrennt Lebenden, keine Geschiedenen, keine in wilder Ehe Lebenden, keine mit unehelichen Kindern, keine Homosexuellen, keine ohne Kirchenmitgliedschaft...) bestimmt dennoch alleine die Kirche! (hier hat sich zugegebenermassen manches gelockert).
Dort aber, wo die Kirchen Nachwuchs aquirieren, wie z.B. in Kindergaerten, ist ihr tatsaechlicher Eigenanteil faktisch so gering (etwa 8 Prozent der Gesamtkosten), dass die Trageerschaft letztlich auch von den Eltern alleine ausgeuebt werden kann (siehe Freie Kindergaerten, z.B. "unserer" unter www.Freier-Kindergarten.de)

Die andere Frage ist, ob damit nicht der Staat in einen Zugehörigkeitszwang zur Kirche verwickelt ist.

Die "ewige" Liason zwischen Thron und Altar. Man schafft nicht nur willfaehrige Schaefchen, sondern ebenso devote Staatsbuereger...

2. Als das Grundgesetz geschrieben wurde, waren die Menschen froh, dass sie sich an einer Religion festhalten konnten...

Ich kenne alte Menschen (Atheisten), die gerade im Krieg/Gefangenschaft diesen Gottesglauben verloren hatten (siehe auch Wolfgang Borchert: "Draussen vor der Tuer").

...(ich entsinne mich an eine Dokumentation über heimkehr russischer Kriegsgefangener, wie die Menschen an Gott festhielten und nach der Rückkehr fröhlich den Choral "Nun danket alle Gott" sangen.)

Man hat auch schon vor den Kriegen an Gott festgehalten. Half blos nichts...
Ich bezweifle nicht, dass fuer viele Menschen der GLAUBE ein sinnstiftender Halt sein kann - ich bezweifle nur, dass uns dieser GLAUBE vor weiterer Unbill bewahrt.
Gerade die Gemetzel des WK II. zeigen, dass Buerger christlicher Religionszugehoerigkeit (damals ueber 99 % der Reichsbewohner), nicht nur den Krieg nicht verhindert hatten, sondern sich aktiv an Denunzierungen, Verhetzungen (und Schlimmeren) gegen juedische Buerger beteiligt haben. Das kann man natuerlich nicht verallgemeinern (schliesslich war ein Prozent nicht ohne Religionszugehoerigkeit) und wie christlich die Gesellschaft damals war, konnte ich nur an dem tiefen GLAUBEN meiner Eltern und Grosseltern ausmachen. Und dieser GLAUBE sass sehr tief...

Von den vielen Sozialisten und Kommunisten, die selbstaufopfernd und aus humanistisch ethischer Motivation heraus bedrohten Menschen geholfen haben, redet heute kaum einer mehr.
Deserteure der Wehrmacht - egal welcher Religionszugehoerigkeit - spricht man bis heute keine Gerchtigkeit zu (siehe Wehrmachtsdeserteur Herrn Baumann, DFG-VK).

"Gott mit uns" stand auf dem Koppelschloss der Wehrmachtssoldaten. waren die, die geschossen haben alles Atheisten?

Du sollst nicht toeten oder morden?

Zitat:

"Du sollst töten, wenn es in Deinem ureigenen Interesse liegt. Vor allem sollst Du andere Kulturen unterwerfen, ihnen ihren Glauben nehmen und an allen Abtrünnigen ein Exempel statuieren. Bei der Einnahme der entsprechenden Städte und Dörfer kann und soll es zu Exzessen kommen. Gott will es. Du sollst Irrlehrer enttarnen und hinrichten, wann immer es möglich ist. Das Leben von Hexen sollst Du auslöschen, denn sie haben ihren Platz auf der Erde und im Himmel verwirkt. Wenn ein Mädchen vergewaltigt wird, und es schreit nicht, dann töte den Täter und das Mädchen. Du sollst auch die sexuell Perversen töten, denn sie mißachten die Gebote Gottes. Und natürlich sollst Du die Kriminellen töten, denn sie bringen Unfrieden über die Menschen. Auch mußt Du Deinen Staat unterstützen, wenn er mit einer Armee ein anderes Land angreift, in dem die Gebote Gottes mit Füßen getreten werden.

Aber bitte, lieber Christ, auch wenn es manchmal schwerfällt: Du sollst nicht morden."

Zitat aus einem Text von Erik Moeller

Gruesse
Herbert

Gästebuch-Archiv
72 | 71 | 70 | 69 | 68 | 67 | 66 | 65 | 64 | 63 | 62 | 61 | 60 | 59 | 58 | 57 | 56 | 55 | 54 | 53 | 52 | 51 | 50 | 49 | 48 | 47 | 46 | 45 | 44 | 43 | 42 | 41 | 40 | 39 | 38 | 37 | 36 | 35 | 34 | 33 | 32 | 31 | 30 | 29 | 28 | 27 | 26 | 25 | 24 | 23 | 22 | 21 | 20 | 19 | 18 | 17 | 16 | 15 | 14 | 13 | 12 | 11 | 10 | 9 | 8 | 7 | 6 | 5 | 4 | 3 | 2 | 1

Copyright © 1999, Der Humanist (Gästebuch entwickelt von Erik Möller) - Copyright © der Einträge bei ihren Autoren