Gästebuch
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Donnerstag, der 14. Februar 2002, 11:23 Uhr
Name: Wolfgang
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Homepage: keine Homepage

Wenn ich so die Seiten dieses interessanten Gäste-buches lese, fällt mir immer wieder auf, dass den Darstellungen der Humanisten nie ein echter Gegenbeweis von der Existenz eines Gottes erbracht wird.
Die einzige Behauptung , wenn man nicht an einen Gott glaubt und das herzallerliebste Jesulein entzaubert, man sei paranoid.
Das nennt man Umwertung aller Werte, die genau dem christlichen Weltbild entspricht.
Der papst sagt, Tiere haben keine Seele, dann erübrigt sich die Diskusion um die sogenannte christliche Moral.
Das gleiche gilt für die frauenfeindliche Einstellung.
Das Papsttum ist eine der großen Katastrophen in der Geschichte des Abendlandes.
Es gibt kaum ein Jahrhundert, das dafür nicht den Beweis liefern würde. Wir dürfen diese Institution deshalb nicht nur als eine gegebene
Größe betrachten, sondern sollten uns fragen, wie sie am besten schadlos gemacht werden kann. Der beste Weg ist die Unglaubwürdigkeit
anzuprangern:
Hurra, es gibt keinen Gott,es gab keinen Gott und
es wird auch nie einen geben!

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 08:57 Uhr
Name: Dieter
E-Mail: dieter-hashagen@gmx.de
Homepage: www.humanitas-online.de.vu

Hallo Leute, ab 13.Februar 2002 bin ich 1. Vorsitzender (Gemeinschaftsleiter) der Freien Humanisten Brake. Eine kleine Gemeinschaft mit nur 230 Mitgliedern, aber daran wird gearbeitet. Ich erhoffe mir dabei die Unterstützung der Theologen, die in unseren Gästebüchern dafür sorgen, das unsere große Gemeinschaft noch größer wird. Mein Slogan für Brake: Alles bleibt anders! m.hu.G.

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 07:21 Uhr
Name: Heike J.
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Lüdemanns Begründungen, was Jesus nicht gesagt hat, und was er wahrscheinlich gesagt hat, sind leider teilweise auch ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Vor allem die Begründungen für das, was Jesus wirklich gesagt haben soll. Im Grunde genommen können wir bei der Quellenlage überhaupt nicht wissen, was Jesus gesagt, ob er überhaupt etwas gesagt hat. Die studierten Theologen wissen das übrigens.

Das Buch "Jesus Menschensohn" von Rudolf Augstein über die Forschung zur Person halte ich für besser.

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 21:56 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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...ist jede Strafe unnötig, wenn jeder dem anderen vergibt und den Nächsten und seinen Feind liebt wie sich selbst.

Fuer diese ethische Erkenntnis bedarf es keiner Goetter. An der realen Umsetzung hapert hier und dort.

Gruesse
Herbert

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 21:49 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
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@ Vincent:

Und was ist mit den weggerissenen Pflanzen?

1. Vegetarismus nuetzt der Erde und der Natur wesentlich mehr als Fleischkonsum.
2. Handelt es sich beim Toeten von Pflanzen eindeutig um "Leidreduzierung" (fuer die Produktion von 1 Kilo Rindfleisch benoetigt man etwa 10 Kilo Pflanzen und ca. 15 Kubikmeter Wasser)
3. Lies noch andere wichtige und interessante Fakten, die ich kompakt im vorgenannten Artikel in den NEWS am 09.01.2001 geschrieben hatte.

Gruesse
Herbert

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 21:40 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
Homepage: keine Homepage

Wie kann ich denn groß etwas falsch machen? Gott hat uns verziehen.
Alles was wir machen müssen, hat uns Jesus selbst gesagt. Und das was wir machen müssen, können wir a) kaum falsch machen und b) wenn wir es falsch machen und dafür gerade stehn, will Jesus für uns um Verzeihung bitten. Eigentlich nicht sonderlich kompliziert?

"Religionen sind Fertighaeuser fuer arme Seelen" (Dr. K. Deschner)

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 21:37 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Vincent:

Ich habe gerade weil ich an Gott glaube keine Angst vor dem Tod. Eher im Gegenteil. Wenn es stimmt, dann wird es nach dem Tod besser sein, als es jetzt ist.

Der GLAUBE an ein Weiterleben nach dem Tod ist ja erst das Resultat aus meinen vorgenannten Begruendungen. Natuerlich hat ein GLAEUBIGER keine Angst mehr vor dem Tod. GLAUBEN ist ja der Weg des geringsten Widerstandes, diese Zaesur zu ueberwinden.

Die Existenz Gottes kann ich für mich auf alle Fälle belegen,...

Soweit war ich auch einst...

...die Existenz Jesus kann man teilweise Historisch belegen.

Das werde ich nicht versuchen abzustreiten, auch wenn ich da so meine Zweifel habe. Hatte er wirklich gelebt, dann war er grundsaetzlich ein Anderer, als der, der in den Evangelien dargestellt wird.

Die Wahrheit der Worte Jesus kann ich logisch belegen.

Lies man das Buch von Gerd Luedemann ueber die nachweislichen Worte Jesus`:
"Jesus nach 2000 Jahren. Was er wirklich sagte und tat."

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3924245886/qid=1013632503/sr=1-18/ref=sr13_18/028-0971468-4872518

Gruesse
Herbert

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 21:28 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Vincent:

Zum Thema Vegetarismus haette ich noch einen interessanten Artikel auf dieser Seite zu bieten. Guck mal unter News (links die Erdkugel klicken) und gehe nach ganz unten in die "Ablage". Ich denke bei 24 oder 23 muesste der Artikel zu finden sein:

Datum: 9. Januar 2001
Rubrik: Wissenschaft
"Vegetarismus aus primaer global-oekologischer Sicht"

Viel Spass beim Lesen...

Gruesse
Herbert

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 21:17 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Vincent:

Du hast mich falsch verstanden. Ich wollte dir nur sagen, dass ich Atheisten auch mit Kommunisten gleichsetzen kann, sowie du Christen mit Kirchenmitgliedern ständig gleichsetzt.

Das ist voellig legitim von Dir. Denn so wie mancher behauptet, diese oder jene Menschen, die sich selbst Christen nennen, seien keine "wahren Christen" (gewesen), koennte man auch umgekehrt argumentieren. Man substituiere lediglich den Begriff Christen mit den Begriffen Atheisten, Humanisten, Freidenker...

[...] Ich meinte nur, dass ich mich damals nur vor dem Gesetz verantworten musste...

Das sehe ich anders. Selbstverantwortliches Handeln (sich und anderen gegenueber) impliziert ethische Werte, die verifizierbar sind und an denen man sich messen kann.
Uebrigens: Da weder ein Gott noch sonstwas im Aether kreist ist die so genannte christliche Ethik - die absolut ist, da goettlich definiert - nichts anderes als eine hausgemachte menschliche.
Religionen lassen sich im allgemeinen reduzieren auf zwei markante Wesensmerkmale:

1. Sie bieten fuer das irdische Dasein eine Fertighaus-Ethik.
2. Sie verkuenden eine paradiesische Existenz nach dem Ableben.

Alles weitere drumherum ist auf diesen beiden Praemissen aufgebaut!

Eigentlich schade, dass ein so intelligenter Bursche wie Du diesen Versprechungen auf den Leim geht. :-))

Thema: Suende, die ich nicht kenne, respektive nicht daran GLAUBE

Meinetwegen "Bruch gegen das Gesetz Gottes".

Ist fuer das Dasein voellig irrelevant.

In diesem Punkt bist du mir wirklich sympatisch.

Dito!

Gruesse
Herbert

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 21:11 Uhr
Name: Heike J.
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Ich bin immer wieder erstaunt, mich welcher Gewissheit jemand die Bibel deutet, - und mit welcher ebensolchen Gewissheit andere die Bibel ganz anders deuten.

Nur um richtig verstanden zu werden: ich bin nicht erstaunt, dass die Bibel unterschiedlich gedeutet wird. Das kann bei den vielen Widersprüchen (z.B. absolute Verzeihung - ewige Strafe) gar nicht anders sein. Mich erstaunt nur die absolute Gewissheit der verschiedensten Deutungen.

Kann es sein, dass jeder - wie du - ein Gotteserlebnis hatte, und Gott zu jedem ganz anders spricht. ;-) Vielleicht sind es ja verschiedene Götter?

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 21:06 Uhr
Name: Vincent
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Wozu dann die vielen Strafandrohungen in der Bibel?

Im Prinzip ist alles zwei Geboten unterzuordnen, dem der Nächsten- und Feindesliebe und dem "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein"-Sache. So wie ich das sehe ist jede Strafe unnötig, wenn jeder dem anderen vergibt und den Nächsten und seinen Feind liebt wie sich selbst.

Wozu ist damit nicht beantwortet, ich habe nur beantwortet, dass sie

a) nur von dem durchgeführt werden können, der selbst unschuldig ist

b) nicht ausgeführt werden müssen, wenn man seinen Nächsten und Feind liebt und ernsthaft um Verzeihung bei seinen Brüdern und Schwestern (übertragen natürlich) und bei Gott bittet.

Ich denke du weißt warum ich ernsthaft hervorgehoben habe.

Vincent

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 20:45 Uhr
Name: Heike J.
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Wie kann ich denn groß etwas falsch machen? Gott hat uns verziehen.

Wozu dann die vielen Strafandrohungen in der Bibel?

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 19:15 Uhr
Name: Vincent
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@ Herbert

Ich kenne persoenlich Vegetarier, die sich seit Jahrzehnten ohne Fleisch ernaehren und ebenso keine Mangelerscheinungen zeigen. Im Gegenteil ein 30-jaehriger Bekannter hat - seitdem er Veggie ist und reichlich schmackhafte Algenprodukte verzehrt - optimale Blutwerte; vorher hatte er drastischen Eisenmangel. Insofern ist auch dies kein Gegenargument zu meinen Ausfuehrungen.

Mag sein. Ich kenne eine Vegitarierin, die wegen Mangelerscheinungen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Gelle: Fleisch ist ein Stueck Lebenskraft! Fragt sich blos fuer wen? Fuer das geschlachtete Tier wohl eher kaum...

Und was ist mit den weggerissenen Pflanzen?

Ich lebe solange, bis mein Koerper seine Dienste versagt. Dann greife ich vielleicht zu Methoden der selbstbestimmten Sterbehilfe. Sinn gebe ich meinem Leben selbst - das ueberlasse ich keinen anderen (und schon gleich keinen Hirngespinstern) :-))

Ich lebe auch, bis Gott sagt es ist Schluss, was dann dieser Schluss ist, wie lange er dauert und was passiert, hat er zu entscheiden. Sterbehilfe will ich nicht. Mittlerweile kann ich Leiden ertragen und wenn das Leiden ein Teil meines Lebens ist, dann soll es so sein. Ich habe erlebt, dass sich alles auf einen Schlag ändern kann, daher weiß ich auch nicht, ob ich hier noch etwas tun kann oder nicht und daher kann ich nicht selbst mein Leben beenden.

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 19:08 Uhr
Name: Vincent
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Irgendwann könnten Zweifel kommen, ob du auch alles richtig machst. Und von da an lebst du mit einem schlechten Gewissen - solange du glaubst.

Wie kann ich denn groß etwas falsch machen? Gott hat uns verziehen.
Alles was wir machen müssen, hat uns Jesus selbst gesagt. Und das was wir machen müssen, können wir a) kaum falsch machen und b) wenn wir es falsch machen und dafür gerade stehn, will Jesus für uns um Verzeihung bitten. Eigentlich nicht sonderlich kompliziert?

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 19:06 Uhr
Name: Heike J.
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Andererseits weiß ich, dass ich auf Gottes Seite richtig bin und dass er mir verzeihen wird.

Irgendwann könnten Zweifel kommen, ob du auch alles richtig machst. Und von da an lebst du mit einem schlechten Gewissen - solange du glaubst.

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 18:59 Uhr
Name: Vincent
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@Heike J.

Ich möchte meinem Leben gerne dann selbst ein Ende setzen, wenn ich es für richtig halte - möglichst bevor ich willen- und würdelos in einem Pflegeheim lande. Vincent muss so lange leben, wie sein Gott es will, und das kann zum Ende hin verdammt übel werden...

Meiner Meinung ist das alt werden ein Teil meines Lebens. Wenn ich auch irgendwann würdelos in einem Pflegeheim liege, möglicherweise nicht mal mehr meinen eigenen Namen weiß, so ist es ein Teil meines Lebens. Wenn Gott meint, dass ich erfahren muss, wie ich senil werde, dann hat er einen Grund - wenn mein Leben durch einen Autounfall enden soll, dann auch.

Jede Sekunde meines Lebens ist ein Teil meines Lebens, ständig erfahre ich, lerne ich, verstehe ich.

Was es heißt, am liebsten sterben zu wollen, das glaub mir, weiß ich gut.

@Herbert

Ich saehe einen entscheidenden Nachteil fuer mich. Ich haette mein Leben als Imitat eines fiktiven Gottes vergeudet. Nur die jaemmerliche Angst vor dem alles ausloeschenden Tod - dem entgueltigen Aus - kann meinen Geist nicht beugen, um an erfundene Geister zu GLAUBEN.
Darauf kann ich dankend verzichten. Ich bleibe gerne moeglichst autark in meiner geistigen Autonomie.

Ich habe gerade weil ich an Gott glaube keine Angst vor dem Tod. Eher im Gegenteil. Wenn es stimmt, dann wird es nach dem Tod besser sein, als es jetzt ist.

Ja ich bin auch gerne geistig unabhängig. Ich habe beschloßen nur das zu glauben, was ich erfahre. Wenn ich der Definition eines Skeptikers nach der GWUP (www.gwup.org) gehe, dann bin ich einer. Ich glaube nicht blind, nur an das was ich belegen kann. Die Existenz Gottes kann ich für mich auf alle Fälle belegen, die Existenz Jesus kann man teilweise Historisch belegen. Die Wahrheit der Worte Jesus kann ich logisch belegen.

Vincent

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 18:55 Uhr
Name: Heike J.
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Andererseits weiß ich, dass ich auf Gottes Seite richtig bin und dass er mir verzeihen wird.

Irgendwann könnten Zweifel kommen, ob du auch alles richtig machst. Und von da an lebst du mit einem schlechten Gewissen - solange du glaubst.

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 18:50 Uhr
Name: Vincent
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Das ist kein Argument für den Glauben, denn es gibt viele Menschen, die gerade wegen des Glaubens in Angst leben, Gottes Willen nicht zu genügen. Hast du mal das Buch "Gottesvergiftung" von Most gelesen? Die ganze Sache wirkt halt indivuduell, da kann man nichts verallgemeinern. Was für den einen positive Auswirkungen hat - die er möglicherweise aber auch anders erhalten könnte -, hat für den anderen äußerst negative Auswirkungen.

Natürlich. Glaube ist etwas persönliches.

Persönlich kann ich nur von mir sagen:
Natürlich habe ich Ehrfurcht vor Gott, denn letztenendes muss ich mich vor ihm verantworten. Andererseits weiß ich, dass ich auf Gottes Seite richtig bin und dass er mir verzeihen wird.

Ich persölich fühle mich, seit ich nicht mehr glaube, wesentlich wohler in meiner Haut. Endlich passen Verstand und Gefühl zueinander.

Mir geht es genau andersherum. In dem Moment, in dem ich mein Atheisten-Dasein in Frage stellen musste, waren mein Verstand und meine Gefühle uneins. Mein Verstand registrierte, was ich sah und was ich erlebte - und das was ich erlebte war so, dass ich Glauben an Gott gewann. Wie ich nun gesamt zu Gott kam, will ich hier nicht genauer ausbreiten. Der Grund den ich habe, ist eindeutig - aber es ist eine Sache, die ich einfach nicht öffentlich ausgeben will.

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 18:42 Uhr
Name: Heike J.
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Mir ist auch noch ein Nachteil eingefallen:

Ich möchte meinem Leben gerne dann selbst ein Ende setzen, wenn ich es für richtig halte - möglichst bevor ich willen- und würdelos in einem Pflegeheim lande. Vincent muss so lange leben, wie sein Gott es will, und das kann zum Ende hin verdammt übel werden...

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 18:38 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Wenn ich mich getäuscht haben solle (wenn...) und es gäbe keinen Gott.

Erinnert sehr an die Pascal`sche Wette... :-)))
"Wenn" ist nicht umsonst einer der deutschesten Woerter...

Ich saehe einen entscheidenden Nachteil fuer mich. Ich haette mein Leben als Imitat eines fiktiven Gottes vergeudet. Nur die jaemmerliche Angst vor dem alles ausloeschenden Tod - dem entgueltigen Aus - kann meinen Geist nicht beugen, um an erfundene Geister zu GLAUBEN.
Darauf kann ich dankend verzichten. Ich bleibe gerne moeglichst autark in meiner geistigen Autonomie.

Gruesse
Herbert

Mittwoch, der 13. Februar 2002, 18:32 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Vincent

Ich habe dafür keine Mangelerscheinungen an bestimmten Vitaminen und Eiweißen.

Ich kenne persoenlich Vegetarier, die sich seit Jahrzehnten ohne Fleisch ernaehren und ebenso keine Mangelerscheinungen zeigen. Im Gegenteil ein 30-jaehriger Bekannter hat - seitdem er Veggie ist und reichlich schmackhafte Algenprodukte verzehrt - optimale Blutwerte; vorher hatte er drastischen Eisenmangel. Insofern ist auch dies kein Gegenargument zu meinen Ausfuehrungen.

Durch ausgewogene Ernährung erhalte ich genug Stoffe von Pflanzen, wie auch von Tieren.

Gelle: Fleisch ist ein Stueck Lebenskraft! Fragt sich blos fuer wen? Fuer das geschlachtete Tier wohl eher kaum...

Im übrigen Lebe ich solange es für Gott einen Sinn macht, dass ich lebe.

Ich lebe solange, bis mein Koerper seine Dienste versagt. Dann greife ich vielleicht zu Methoden der selbstbestimmten Sterbehilfe. Sinn gebe ich meinem Leben selbst - das ueberlasse ich keinen anderen (und schon gleich keinen Hirngespinstern) :-))

Ich danke Gott für mein Leben und hoffe es so gut wie möglich nach seinen Vorstellungen auszurichten.

Ich lebe mein Leben so gut es geht nach meinen Vorstellungen. Ich geniesse es in vollen Zuegen unter den Praemissen der relativen Sinngebung, solange nicht das Dasein anderer Lebewesen darunter beeintraechtigt wird.
Fuer den Versuch eines ethisch moeglichst einwandfreies Lebens bedarf es keiner Goetter.

Gruesse
Herbert

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