Gästebuch
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Donnerstag, der 14. Februar 2002, 23:03 Uhr
Name: Vincecnt
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Du sagst, Du seist ein "echter/wahrer Christ", meine Oma behauptet das Gleiche, mein Nachbar auch...

Das ist auch mein echtes Problem. Ich weiß natürlich nicht, ob ich ein wahrer Christ bin. Ist Christ eigentlich überhaupt als Bezeichnung sinnvoll? Ich müsste mich als jemand Bezeichnen, der versucht so zu leben, wie es mir Jesus sagte.

Was ich aber bei Religionen nie akzeptieren werde, ist die Mission (und dies zudem mit staatl. Finazhilfe).

Und genau das wollte ich entgegengesetzten Vereine auch vorwerfen. Noch sind solche Vereine klein - wartet 2000 Jahre und es kann das gleiche passieren. Mission ist nicht eine Sache von Religionen, sondern von Gemeinschaften - sei es eine Partei oder eine Religionsgemeinschaft, alle wollen so viele wie mögliche Mitglieder haben.

Vor dem Missionieren habe ich sogar Angst. Wir werden nicht nur von Religionen, sondern von Parteien, Industrie und sonst was missioniert - das einziste was ich machen kann, ist alle diese Dinge prüfen und abhacken. Mein Motto ist, akzeptiere nichts, wenn es nicht plausibel ist.

Folgender Spruch von Albert Einstein (vorhin war ja mal so ein Posting von so einem Einstein-Typ da), habe ich mir zu diesem Thema groß in mein geistiges Buch geschrieben:

Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann hat er sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde.

Wenn ich jemanden in der U-Bahn Bildzeitung lesen sehe, und sehe, wie er über absolut stumpfsinnige Skandale von irgendwelchen geldstinkenden Exarestokraten lacht, mit seinem neuen Handy in Markenkleidung telefoniert und sich jedes Modewortes bedient, fällt mir dieser Spruch immer ein. Dieser Mensch wurde vielleicht nicht von einer Religion, aber von der Industrie und von den Medien "missioniert".

Wenn Glaubensgemeinschaften sich auf dieses Niveau begeben wollen (die Kirche tut es; Atheistische Verbände tun es), dann sollen sie es - ich will es vermeiden.

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 22:41 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Hi Vincent,

Eltern z.B. unterhalten sich oft mit kleinen Kindern in einer Kindersprache, weil die Kinder dann zu verstehen scheinen...

Mit Kindern in der BLA-BLA-Sprache zu reden hielt ich schon immer fuer den groessten Nonsens, auf den sich Erwachsene einlassen konnten

- Gott könnte das gleiche tun.

Dann haette er nicht(s) verstanden.

Ich höre erst auf zu glauben, wenn ich alle die Wunder in meinem Leben erklären kann...

Das haben GLAEUBIGE wohl zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte gesagt und gedacht und ist kein schluessig-rationales Argument fuer einen Gottesbeweis. Dass die Wunder oft nach einigen Jahrhunderten als solche ueberholt waren, scheint die Glaeubigen der nachfolgenden Jahrhunderte kaum beeindruckt zu haben (wie man sieht).

- und das wird wohl dauern.

Du wirst es nicht wohl mehr erleben :-))

Greusse
Herbert

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 22:34 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Gott will kein Diktator sein, der sagt, du musst glauben - er sagt, du darfst glauben - aber steh dafür gerade was du glaubst und was du tust.

Die stets "Frohe Drohbotschaft":
Mach was Du willst, Du bist (angeblich frei) - tust Du aber nicht das, was ich Dein Gott will, und Du handelst entgegen meinen Richtlinien, dann musst Du auch fuer die Konsequenzen gerade stehen. Die sind dann eben Verzicht auf "ewiges Leben" und eine ewige Existenz in Pein und Schmerz.
Was sind das doch fuer "ethische Praemisen" fuer eine angeblich freie Willensentscheidung...

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 22:27 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Eltern, die ihre Kinder christlich erziehen werden, haben dazu eine Wahl, die Wahl ihres Gewissens.

...und das ist einseitig im Sinne von Metaphysik und goettlicher Existenz konditioniert.

Man hat als GLAEUBIGER eben keine Wahl:
Niemand erzaehlt mir, dass ein GLAEUBIGER versuchen wird, die von ihm gezeugten Kinder im Sinne einer wirklich neutralen Weltanschauung (ohne Taufe, Beten und dem ganzen Klimbim) zu erziehen und wartet, bis sich der "Proband" sich fuer oder gegen einen beliebigen GLAUBEN entscheidet.

Gruesse Herbert

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 22:22 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Hi Vincent,

vorneweg - ich akzeptiere Deinen perseonlichen Gottesglauben. Den stelle ich hier nicht zur Disposition. Was ich aber bei Religionen nie akzeptieren werde, ist die Mission (und dies zudem mit staatl. Finazhilfe).

Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ihr fälschlicherweise Christen mit Kirche vergleicht...

Ja aber woher weiss denn MENSCH von (fiktiven) Goettern? Doch nicht etwa, weil die Bibel fuer jedermann vom Himmel faellt und sich direkt in den Gehirnen der GLAEUBIGEN manifestiert, sondern weil u.a. die Kirchen mit ihrer Propaganda und ihrer Mission, etc. den Menschen erst mal ueber die Inhalte des christlichen Maerchenbuches berichten (und dies moeglichst im kindlichen Alter, um ein erfolgreiches "mind mapping" zu erreichen).

... Vielleicht müsste man sagen es gibt "sog. Christen" und "echte Christen".

Frag` mal meine GLAEUBGE Oma, zu was sie sich zaehlt! - zuden "wahren" Christen. Wer wollte zudem eine menschliche Unterscheidung zwischen den "wahren" und den "normalen" Christen (Taufscheinchristen?) treffen? "Richtet nicht...", "...an den Fruechten werdet ihr sie...".
Ausserdem sind die Kriterien eines Gottes wohl kaum mit dem menschlichen Verstand erfassbar.
Du sagst, Du seist ein "echter/wahrer Christ", meine Oma behauptet das Gleiche, mein Nachbar auch...

Gruesse
Herbert

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 22:06 Uhr
Name: Vincent
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Nochwas zu dem Psychoterror:

Es gibt unterschiede zwischen Psycho-Sekten wie Scientology und dem Christentum, das sollte hier auch nicht vergessen werden. Dort werden Menschen körperlich und geistig mißhandelt ohne irgendeine Wahl zu haben. Eltern, die ihre Kinder christlich erziehen werden, haben dazu eine Wahl, die Wahl ihres Gewissens. In Psychosekten wird ihnen die Wahl genommen.

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 22:06 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Hi Vincent,

Übrigens ist das kein Wunschglaube, wenn ich sage, dass Humanisten vor Gott eine Chance hätten:
Unwörtliches Zitat: Was ihr einem meiner geringsten Brüder habt getan, das habt ihr mir getan.

Aber immer unter der Praemisse:
"Nur wer an mich glaubt, wird leben..."

Dies impliziert eindeutig fuer Nichtglaeubige die Entfernung von der Verheissung des so genannten "ewigen Lebens" (auf das ich dankend verzichte). :-))

Gruesse
Herbert

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 22:04 Uhr
Name: Vincent
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Kann man eine neue Welt der Nächstenliebe auf dem Leid anderer Menschen in ewigen Feuer aufbauen? Erzieht man Kinder mit schlimmsten Drohungen (Psychoterror) zu Liebe? Diese Methode halte ich für ziemlich fragwürdig. So handeln vielleicht schwache Menschen. Von einem allmächtigen Gott würde ich etwas anderes erwarten.

Ganz so würde ich das nicht sagen. Das Eltern ihren Kindern ihre Meinung einbläuen ist ein Tatsache, die nichts mit Religion zu tun hat. Ich denke, Gott will kein Diktator sein, der sagt, du musst glauben - er sagt, du darfst glauben - aber steh dafür gerade was du glaubst und was du tust.

Es ist in jeder Hinsicht nicht ganz richtig, wenn Eltern ihren Kindern die Weltanschaung einpflanzen, Eltern müssen sie ihren Kindern klar machen und mit ihnen darüber reden.

(Aber es ist kein Wunder, dass Menschen sich Gott so vorstellen, weil sie sich diesen Gott eben nach dem Bilde des Menschen schufen.)

Nein, die Menschen machen Gott zu einem Menschen. Wenn Gott das Universum geschaffen hat muss er so sein, dass wir Menschen ihn nicht begreifen können - nein er ist so.

Eltern z.B. unterhalten sich oft mit kleinen Kindern in einer Kindersprache, weil die Kinder dann zu verstehen scheinen - Gott könnte das gleiche tun.

Ich beziehe mich auf könnte, denn ich weiß nur dass es Gott gibt, details von ihm und seinem Plan für uns weiß ich nicht, wenn er eines Tages zurückkehrt und sich uns offenbart, weiß ich es.

Ich höre erst auf zu glauben, wenn ich alle die Wunder in meinem Leben erklären kann - und das wird wohl dauern.

Viele Grüße,

Vincent

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 22:01 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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Hi Vincent,

Man sollte denke ich beim Missionieren auch die Methoden betrachten.

Nicht die Methode ist das letztlich Entscheidende und Verwerfliche, sondern der Zweck - die Mission selbst.

Scientology missioniert mit Gehirnwäsche - was man den zwei großen Kirchen in Deutschland meiner Meinung nach nicht (mehr) vorwerfen darf. Und jeder Christ der mit Gewalt und Gehirnwäsche missioniert, ist kein Christ mehr, denn wirklich Glauben kann nur der, der aus freien Stücken zu diesem kommt.

Mission beginnt schon bei der Kindstaufe. Hier werden in eklatanter Weise grundlegende Rechte des neugeborenen Menschen missachtet (Vermischung von Vereinsmitgliedschaft Minderjaehriger mit finanziellen [steuerrechtlichen] Folgen). Im uebrigen gab es im Urchristentum keine Kindstaufen.
Es folgen die elterlichen Gebete, die auf Basis des elterlichen Erziehungsrechtes erteilt werden. Das mag noch akzeptabel sein, sind aber u.a. Grundlage fuer die weitere Gehirnwaesche z.B. im Kindergarten (kirchliche Traegerschaft). In der kindlichen Gemeinschaft erleben Kinder die (oftmals) ersten Gottesdienste und den GLAUBEN der Erwachsenen als angebliche Realitaet und nicht als GLAUBEN im transzendenten Sinne.

Weiter folgen der RU in staatlichen Raeumen durch staatlich ausgebildete und staatl. bezahlte Lehrer, die nur dann eine Lehrerlaubnis erhalten, wenn sie die Bedingungen der Kirchen erfuellen (missio/vocatio). Weitere Stichworte: Kommunion, Konfirmation, Firmung, Christmetten, Prozessionen, Beten in der Schule bei Unterrichtsbeginn, verbindlicher Gottesdienst fuer alle Schueler, Pfingsten, Ostern, Himmelfahrt, Auferstehung, Karfreitag...

Und ueberall sind jene Kinder von Andersdenkenden/-glaeubigen die ausgegrenzten. Schon alleine aus Gruenden der Pietaet und fehlender Zivilcourage schicken nicht wenige (konfessionsfreie) Eltern ihre Kinder deshalb in den RU. Nach dem Motto: Nur nicht auffallen, kein Aufsehen erregen, kein Anderssein zeigen, man mutet dem Kind sonst zuviel zu. Das alles ist es doch nicht wert, die Kinder auszugrenzen, ich will doch nur meine Ruhe haben, wir leben nun mal in einer christl. Kultur, etc., etc., etc.,...
Der Gruppenzwang ist enorm - insbesondere bei Kindern.

Ich hätte nichts dagegen, wenn man den Religionsunterricht z.B. einschränkt,...

Wieso nur einschraenken?
Der RU sollte auf freiwilliger Basis angeboten werden - von mir aus Sonntags in den Raeumen der staatl. Schule. Ansonsten auf Kosten der kirchlichen Vereinsmitglieder.

...wenn im Ethikunterricht den Kindern neutral von Religionen und deren Ansichten berichtet und denen, die es wollen, einen Religionsunterricht anbietet.

Ethikunterricht (EU) war doch bisher nur ein Deckmaentelchen, um im Namen der Toleranz und des Humanismuses durchs Hintertuerchen entweder die Kinder auf diese Art und Weise an die Religionen heranzufuehren oder zumindest die Abmeldungen vom RU niedrig zu halten (siehe Kampf der Kirchen gegen LER, Werte & Normen, Lebenskunde).
Mein Ethik-Lehrer in der Abi-Klasse (1983) war uebrigens der Pfarrer...
Seitdem haben Freigeistige einiges erstritten - nicht die toleranten Christen.
Der EU wurde aber urspruenglich auf Druck der kath. Bischoefe in Deutschland eingefuehrt, nachdem die Abmeldungen vom RU (nach Urteile des BVG Mitte und Ende der siebziger Jahre festgestellt hatten, dass RU nicht verbindlich fuer alle als Pflichtfach gelten darf, da die Religionsfreiheit dies verbietet) rapide nach oben schnellten.
Auch die Kirchen wissen: Gaebe es keine Kindstaufe mehr, waeren sie in wenigen Dekaden unbedeutende Sekten.

Insbesondere muss man Kindern einbläuen, dass jeder das glauben darf was es für richtig hält - man muss erreichen, dass gläubige und nicht/anders-gläubige Kinder von vorneherein an einem Tisch sitzen können.

Religion verbieten dies eigentlich per definitionem: Jeder GLAEUBIGE hat seine eigene Wahrheit. Und wie vehement diese verteidigt wird, zeigt sich nicht zuletzt an den Reaktionen zum aktuellen Kruzifix-Urteil und zu dem von 1995.
Alles andere sind selbstgestrickte - und meist kirchenfreie - Gottesbilder und haben mit den "Vorgaben" (den offiziellen Lehren) der Kirchen selten etwas gemein.

Aber leider gibt es in den Schulen, eine Aussonderung - gerade für wirklich christlich gläubige Jugendliche von Seitens anderer Jugendlicher.

Bei uns in Bayern ist es eher staendig umgekehrt. Ueber Beispiele koennte ich Baende schreiben. Stichworte: Beten in der Schule im Deutschunterricht. Gemeinsam Beichten gehen waehrend der Schulzeit (Deutschunterricht). Das von staatl. Seite angebrachte Kruzifix darf nicht entfernt werden, Kinder duerfen keine Hausaufgaben machen in der Freistunde, die sich ergibt weil sie zwar von RU befreit sind, aber mangels Nachfrage kein EU-ANgebot an der Schule haben...

Mir geht es dabei nicht darum, wer was glaubt, sondern in diesem Falle geht es mir um etwas, das vielleicht gefährlich enden kann:

Metaphysiche WAHRHEITEN enden meist gefaehrlich.

Das ist auch der Grund warum ich wirklich etwas gegen das Schweinebild habe.

Von mir aus haengt man das LILA EINHORN an einem roten Halbmond. Christen wird das wohl kaum beleidigen... :-)))

Es beleidigt eine Religion,...

Religionen kann man nicht beleidigen - lediglich die konditionierten Gehirne der GLAEUBIGEN.

...manche Menschen könnten zu solchen Beleidigungen handgreiflich werden.

Das ist richtig - aber dann muesste man jedes satirische Kabarett ebenso verbieten. Es findet sich immer jemand irgendwo auf dieser Welt, der sich durch irgendwas beleidigt fuehlen koennte und dadurch aggressiv werden koennte.

Wie einige hier in diesem Gästebuch beweisen, kann auf beiden Seiten nicht jeder normal diskutieren.

Wir wenden aber keine physische Gewalt an - so wie ich dies durch fundamentale GLAEUBIGE am eigenen Leib sowie Hab und Gut erfahren musste.

Gruesse
Herbert

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 21:54 Uhr
Name: Vincent
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Wenn Christen Andersgläubige nicht so penetrant mit ihrem Kruzifix malträtieren würden - siehe auch den von mir zitierten Text aus einem Religionsbuch "Male die Marterwerkzeuge..." -, würde dieses Schweinebild wohl erst gar nicht entstanden sein. Dies ist nur die Reaktion.

Noch was dazu: Ist es immer sinnvoll genauso dumm zu reagieren wie die gegenseite?

(Die Frage stelle ich mir gerade auch selbst - keine Angst)

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 21:52 Uhr
Name: Vincent
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Wenn Christen Andersgläubige nicht so penetrant mit ihrem Kruzifix malträtieren würden - siehe auch den von mir zitierten Text aus einem Religionsbuch "Male die Marterwerkzeuge..." -, würde dieses Schweinebild wohl erst gar nicht entstanden sein. Dies ist nur die Reaktion.

Christen, Fundamentalisten oder Kirchen? Ich habe mich selbst nie dafür ausgesprochen Kruzifixe aufzuhängen oder Sonntags in die Kirche zu gehen - ehrlichgesagt stimme ich Herbert darin überein, dass Kruzifixe gegen die 10 Gebote verstoßen.
Ich gehe gelegentlich in einen Gottesdienst, wenn es darum geht einen Ort der Ruhe zu finden. Kirchengebäude sind so schön ruhig, gegenüber dem Lärm der Welt. Aber um zu beten, gehe ich lieber in mich und in die Stille. Um Christ zu sein, benötige ich keine Kirche, sondern nur Gott. Ich sehe die Kirchen in Deutschland als konservative christliche Sozialdienstleister mit ein paar Macken an. Das einzigste im kirchlichen Rahmen ist, dass ich in einem Posaunenchor mitspiele, denn das ist für mich eine sehr freudige Methode Gott zu loben. Gebetsbücher ausmalen oder fromm dreimal im Kreis rennen, das hat für mich nichts mit Christentum zu tun.

Ich sehe, dass sich die Diskussion im Kreise dreht. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ihr fälschlicherweise Christen mit Kirche vergleicht und oft vergesst, wie sehr Christen sich zu Unchristen machen, weil sie gegen die Bibel verstoßen. Vielleicht müsste man sagen es gibt "sog. Christen" und "echte Christen".

Was sich auch im Kreise dreht ist die Diskussion, ob es einen Gott gibt oder nicht. Ich glaube daran, denn ich habe vieles erlebt und gesehen - um es zu untermauern, kombiniert die Zahl 23 und die Sache, dass ich mich als arg computerbegeistert nenne, vielleicht könnt ihr dann akzeptieren, dass ich einige gute Gründe habe an Gott zu glauben -, was mir diesen Glauben sicher macht. Wenn andere Menschen daran Zweifeln, ist es ihnen nach unserem Grundgesetz erlaubt, ich bitte nur darum, dass man tollerant Glauben akzeptiert (ich bitte auch die Kirchen), solange er nicht gegen das Grundgesetz verstößt.
Meinen Glauben sehe ich nicht gegen das Grundgesetz und das Grundgesetz nicht gegen meinen Glauben, denn es wurde in der Kenntniss zur Verantwortung vor Gott geschrieben und verstößt nicht gegen meinen Glauben - im Gegenteil es ist Teil davon (Vom Pessimist zum Realist zum Optimist).

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 21:06 Uhr
Name: Heike J.
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Klasse Bibelrezension:

http://www.wk-giesa.de/Jagdrevier.html

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 20:47 Uhr
Name: Heike J.
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Vincent
Wenn Gott eine neue Welt schaffen will, dann kann er nur Menschen brauchen, die an der Nächstenliebe hängen.

Kann man eine neue Welt der Nächstenliebe auf dem Leid anderer Menschen in ewigen Feuer aufbauen? Erzieht man Kinder mit schlimmsten Drohungen (Psychoterror) zu Liebe? Diese Methode halte ich für ziemlich fragwürdig. So handeln vielleicht schwache Menschen. Von einem allmächtigen Gott würde ich etwas anderes erwarten. (Aber es ist kein Wunder, dass Menschen sich Gott so vorstellen, weil sie sich diesen Gott eben nach dem Bilde des Menschen schufen.)

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 20:38 Uhr
Name: Heike J.
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Frank
In meinem Bekanntenkreis definieren sich die meisten Christen allerdings nicht mehr durch Jesus Christus und das neue Testament, sondern ihrer Ansicht nach durch das Gebot zur Nächstenliebe und zur Mitmenschlichkeit.
Aus meiner Sicht sind sie daher auch eigentlich keine Christen mehr, sondern Humanisten:-)

Exakt. Die meisten Christen sind von ihrem Weltbild und Glauben gar keine. Meine Rede.

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 20:36 Uhr
Name: Heike J.
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Das ist auch der Grund warum ich wirklich etwas gegen das Schweinebild habe

Wenn Christen Andersgläubige nicht so penetrant mit ihrem Kruzifix malträtieren würden - siehe auch den von mir zitierten Text aus einem Religionsbuch "Male die Marterwerkzeuge..." -, würde dieses Schweinebild wohl erst gar nicht entstanden sein. Dies ist nur die Reaktion.

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 20:31 Uhr
Name: Heike J.
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@Vincent:
*Umfrage ...je nach dem von wem und wessen Auftrag sie gestellt wurde.

Diese Umfrage geschah im Auftrag einer kirchlichen Zeitschrift, da ist das schlechte Ergebnis wohl nicht nach unten manipuliert.

Donnerstag, der 14. Februar 2002, 20:14 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Vincent:

Ich kann zu Gott nur das sagen, was ich selbst erlebte - vielleicht werde ich andere Seiten kennen lernen. Allgütig ist Gott nicht und vielleicht müsste ich das gerade sogar wissen, aber da Jesus für uns gestorben ist - auch für mich, dich und alle anderen...

Nein! Fuer mich musste weder ein Jesus noch sonst ein (selbsternannter?) Gott sterben...
Ein Narr, der sein Leben laesst, um damit vermeintlich anderen zum "ewigen" Leben zu verhelfen.
Bestenfalls fuer mich sterben mussten beispielsweise Ogoni-Nigerianer, die im Nigerdelta ihr Leben lassen mussten, weil ich permanent noch das Automobil nutze. Im Nigerdelta beuten Grosskonzerne der Oelbranche die Menschen gnadenlos aus.

- und Gott weiß, wer ich bin, wird er mir vielleicht verzeihen. Wenn nicht, wenn er mir nicht verzeiht, hat er einen driftigen Grund.

Ich kenne zur Genuege diesen taeglichen "Verifizierungsprozess": Habe ich so gehandelt, dass ich der Intention Gottes gerecht werde? Was haette ich besser tun koennen? Habe ich aufrichtig zu ihm gebetet oder nur gebettelt? etc., etc., etc....
Diese taegliche Kommunikation mit (m)einem (vermeintlichen) Gott, dieses "stille Abkommen" mit ihm, mich doch stets auf meinen Wegen zu begleiten; mir seine Gnade zuteil werden lassen; meinen innersten Dank entgegen nehmen...
Eine schier endlose Litanei an Konversation mit Jesus, seinem Vater und dem HeiGei koennte ich wiedergeben - alles Hirngespinster (obwohl ich doch Gott selbst erfahren hatte!?).

Nein danke! Ich bin wirklich erleichtert, diesen konditionierten Schrott aus meinem Bewusstsein geloescht zu haben.
Mein Leben verlaeuft seitdem in vielen Dingen farbenfroher, unabhaengiger und gluecklicher (was nicht heissen soll, dass ich mit Gott nicht gluecklich gewesen waere).
Wir haben eine (zweite) Familie gegruendet, haben ordentlich Vermoegen angehaeuft, bin Mitinhaber zweier Firmen, gehe voraussichtlich mit 45 Jahren in den "Ruhestand", geniesse die von uns gezeugten Kinder und lebe das Leben moeglichst ausgelassen und mit sichtlichem Genuss. Fuer all dies - und noch viel mehr - bedarf es keiner Goetter. Ethik ohne Gott ist nicht nur moeglich, sie ist schon immer Fakt.

Gruesse
Herbert

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