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Sonntag, der 24. Februar 2002, 14:21 Uhr
Name: Vincent
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Und das Zitat "Wer nicht an mich glaubt, sollt verdammt werden" lässt du geflissentlich aus, weil es nicht in dein Bild vom lieben Jesus passt.

Ja, aber wer an ihn glaubt und auf ihn vertraut und so handelt, wie er gesagt hat, hat keine Nachteile, sondern kann anderen Menschen und sich selbst helfen. Was hat ein Herrscher davon, dass die Menschen sich gegenseitig helfen und was hat ein Herrscher davon, dass er Anhänger hat, die sich lieber schlagen lassen, als selbst zuzuschlagen?

Meiner Tochter werden mehr Möglichkeiten der Wahl gelassen. Sie hat die Auswahl aus vielen Weltanschauungen. Wenn du das Prägung nennst...

Hier muss ich endlich aufhören ein Urteil zu fällen, denn ich kenne weder dich genau, noch deine Tochter.

Sonntag, der 24. Februar 2002, 13:26 Uhr
Name: Heike J.
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muss heißen: "als einzige Deutsche..."

Sonntag, der 24. Februar 2002, 13:24 Uhr
Name: Heike J.
E-Mail: keine E-Mail
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Ja, aber die Frage müsstest du doch auch aus deinem Standpunkt beantworten können.

Ich kann ihr nur sagen, warum ich nicht glaube, und warum ich früher geglaubt habe, nicht warum die anderen glauben (zumal es ja die verschiedensten Glauben gibt, in meiner Umgebung Moslems, evgl., kath., Zeugen, Neuapostolen, ne Buddhistin haben wir auch in der Familie.).

Eine prägungsfreie Erziehung kann und sollte es in dem meisten Fällen nicht geben.

Du überschätzt den Einfluss der Eltern auf Heranwachsende. Da ist die Umgebung, die Cique viel ausschlaggebender. Als meine Tochter in der Grundschule als einige Deutsche sich vom RU abmelden wollte, den zudem noch die Klassenlehrerin hielt, gehörte da schon eine Menge Selbstbewusstsein zu.

Meiner Tochter werden mehr Möglichkeiten der Wahl gelassen. Sie hat die Auswahl aus vielen Weltanschauungen. Wenn du das Prägung nennst...

Das alles klingt doch nicht nach jemand, der Macht haben will, oder?

Und das Zitat "Wer nicht an mich glaubt, sollt verdammt werden" lässt du geflissentlich aus, weil es nicht in dein Bild vom lieben Jesus passt.

Sonntag, der 24. Februar 2002, 13:10 Uhr
Name: Vincent
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@Heike J.

Hi, Vincent, du schreibst in deinener Antwort einen Namen drüber und mischst dann bunt die Zitate.

Ist mir danach auch aufgefallen - aber leider konnte ich das nicht mehr ändern.

Da würde ich ihr sagen, dass ich darauf keine Antwort wüsste (Eltern müssen nicht alles wissen ;-) ), kann ihr natürlich erklären, warum ich früher geglaubt habe und jetzt nicht mehr, und dass sie da jemanden fragen müsse, der an Gott glaubt. (Da gibt es jede Menge in Umgebung und Familie).

Ja, aber die Frage müsstest du doch auch aus deinem Standpunkt beantworten können.

Meinte Tochter ist getauft (damals waren wir noch alle evgl.), ist aber auf eigenen Wunsch ein Jahr nach mir aus der Kirche ausgetreten (mit 9). Diesen Sommer werden ihre Freundinnen mit Konfirmandenunterricht anfangen. Sie weiß, dass sie auch teilnehmen kann - wenn sie möchte. Bisher möchte sie nicht. In unserer Familie herrscht Religionsfreiheit.

Ich kann das nicht beurteilen. Ich kenne deine Familie nicht. Aber ich kenne andere Familien, wo die Kinder anhand der Eltern eben auch aus der Kirche austraten. Andererseits kenne ich das Gegenteil. Aber eine Prägung von egal was, zu egal was, gibt es bei allem - darauf wollte ich hinaus. Eine prägungsfreie Erziehung kann und sollte es in dem meisten Fällen nicht geben.

@Heike N.:

Habe ich jetzt nicht so ganz verstanden. Meine Mutter hat mich auf Druck hin taufen lassen. Ich war erst drei Jahre alt.

siehe obrige Antwort.

Warum quält man sich im Bezug auf auf die Tatsache, dass es ganz natürlich ist, auf seinen Vorteil bedacht zu sein? Das tut jedes Lebewesen.

Weil mein Vorteil in den meisten Fällen, jemand anderes Nachteil ist. Und das kann ich als Christ eigentlich gar nicht zu lassen. Früher dachte ich, es ist eigentlich egal: Haupstache ich habe "genug gelebt".
Aber was daraus entsteht, wenn jeder nur nach seinem Vorteil sucht und alle anderen Menschen anhand der eigenen Vorteile schadet, das habe ich erlebt.
Ich sehe es so: Mein eigener Vorteil sollte nicht größer sein, als der Vorteil anderer. Doch leider ist es in unserer Welt nur mit äußerster Mühe machbar, so zu leben.

Unter anderem ein Grund, warum ich gerne auf eine Beerdigung meiner verzichte, sondern meine sterblichen Überreste zur Organspende und der Wissenschaft übergeben habe (werde). Was habe ich davon, wenn meine Reste auf einen Friedhof kommen und dann anderen auch noch was koste?
Das wäre nicht gerade im Sinne der Nächstenliebe.

Das andere Problem ist aber, Gutes nicht für das Gewissen oder Gott zu tun, zu heucheln. Erst dann ist es wirklich ehrlich, wenn ich es tue, ohne mir groß zu sagen, dass das jetzt wieder ach so toll war, dass ich irgendwas wohltätiges getan habe. Am liebsten wäre mir, einfach handeln, ohne über den Erfolg irgendwie stolz zu sein - freuen schon, dass etwas erfolgreich war, aber sich nicht sagen, dass man damit genug getan hat.Denn auf dieser Welt ist es gar nicht möglich genug zu tun.

@Frank (wenn du das noch liest):

Die Tatsache, dass jemand mit dem neuen Testament sich Macht organisieren wollte, halte ich für falsch. Wieso will jemand einerseits Macht, andererseits fordert er, dass man in einer stillen Kammer betet - geradezu, dass man nicht fromm ist und Vorbeter ist.
Wieso macht es jemand schwer, zu glauben, indem er Gotteesbilder u.ä. verbietet?
Wieso fordert einer, dass man hilft, aber so, dass es keiner merkt.
Wieso schreibt jemand nur ein ernstzunehmendes Gebet vor?
Wieso ist es für Jesus wichtiger, zu helfen und seinen Nächsten zu lieben, als einmal im Leben nach sonstwo zu pilgern, um dort irgendetwas anzubeten.
Wieso ist es für Jesus wichtiger Ausgestoßene als Mitmenschen zu sehen, anstatt einem Priester die Hand zu küssen.

Das alles klingt doch nicht nach jemand, der Macht haben will, oder?

Wenn ich Macht haben will, sage ich den Menschen, dass sie eine Goldene Statue von Hans-Dampf anbeten sollen.

Dies sind wichtige Gründe, wieso ich zum Christen wurde, und nicht zum Moslem oder Buddhist oder etwas anderem.

Aber auch ein Grund, warum ich nicht zur Kirche bin. Denn die Kirchen machen das was Jesus ihnen nicht gesagt hat. Ein Kreuz zu verehren, meinetwegen eine der 13 Vorhäute, eine Bibel zu küssen - was haben andere davon?

Sonntag, der 24. Februar 2002, 12:48 Uhr
Name: Heike J.
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Ich muss mich korrigieren: So viele gibt es in der Umgebung doch nicht mehr, die an Gott glauben. Kirchenmitglieder ja, ab wirklich gottgläubig sind die wenigsten.

Sonntag, der 24. Februar 2002, 12:37 Uhr
Name: Heike J.
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Hi, Vincent, du schreibst in deinener Antwort einen Namen drüber und mischst dann bunt die Zitate.

Ja, aber was erzählst du ihr/würdest du ihr auf die Frage: "Wieso sollte ich an einen Gott glauben?" antworten.

Da würde ich ihr sagen, dass ich darauf keine Antwort wüsste (Eltern müssen nicht alles wissen ;-) ), kann ihr natürlich erklären, warum ich früher geglaubt habe und jetzt nicht mehr, und dass sie da jemanden fragen müsse, der an Gott glaubt. (Da gibt es jede Menge in Umgebung und Familie).

*Und was würdest du tun, wenn sie in eine Kirche eintreten oder sich taufen lassen will?

Meinte Tochter ist getauft (damals waren wir noch alle evgl.), ist aber auf eigenen Wunsch ein Jahr nach mir aus der Kirche ausgetreten (mit 9). Diesen Sommer werden ihre Freundinnen mit Konfirmandenunterricht anfangen. Sie weiß, dass sie auch teilnehmen kann - wenn sie möchte. Bisher möchte sie nicht. In unserer Familie herrscht Religionsfreiheit.

Sonntag, der 24. Februar 2002, 12:34 Uhr
Name: Heike J.
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Hi, Vincent, du schreibst in deinener Antwort einen Namen drüber und mischst dann bunt die Zitate.

Ja, aber was erzählst du ihr/würdest du ihr auf die Frage: "Wieso sollte ich an einen Gott glauben?" antworten.

Da würde ich ihr sagen, dass ich darauf keine Antwort wüsste (Eltern müssen nicht alles wissen ;-) ), kann ihr natürlich erklären, warum ich früher geglaubt habe und jetzt nicht mehr, und dass sie da jemanden fragen müsse, der an Gott glaubt. (Da gibt es jede Menge in Umgebung und Familie).

*Und was würdest du tun, wenn sie in eine Kirche eintreten oder sich taufen lassen will?

Meinte Tochter ist getauft (damals waren wir noch alle evgl.), ist aber auf eigenen Wunsch ein Jahr nach mir aus der Kirche ausgetreten (mit 9). Diesen Sommer werden ihre Freundinnen mit Konfirmandenunterricht anfangen. Sie weiß, dass sie auch teilnehmen kann - wenn sie möchte. Bisher möchte sie nicht. In unserer Familie herrscht Religionsfreiheit.

Sonntag, der 24. Februar 2002, 12:32 Uhr
Name: Heike N.
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Hallo Vincent,

die Aussage bzgl. Gott und Meinungen kamen vo Heike J., ich kann sie aber von meinem Standpunkt bentworten: wenn meine Tochter sich entscheidet, sich taufen zu lassen, dann ist das ihre Sache, nicht meine (ich erinnere an mein Posting zur kirchlichen Hochzeit: wird sie glücklich damit, dann bitte schön).

Ich kenne dich nicht persönlich, aber wenn Druck nötig war um dich taufen zu lassen - hättest du dich einfach so taufen lassen.

Habe ich jetzt nicht so ganz verstanden. Meine Mutter hat mich auf Druck hin taufen lassen. Ich war erst drei Jahre alt.

Tät mich nur mal so interessieren: In wie fern?

Jugendgruppen, Fahrten organisiert, Mit-Vorbereitung von Jugendgottesdiensten, Mitglied im Kirchenchor.

Wie oft habe ich schon hinter dem Rücken anderer über jemand gelästert?
Wie oft habe ich nicht irgendwelche Wohltaten nur aus Heuchelei gemacht?
Wie oft habe ich mal einen fallengelassenen Zettel irgendwo liegen lassen, für den dann jemand anderes sich bücken muss, um ihn aufzuheben.

Warum quält man sich im Bezug auf auf die Tatsache, dass es ganz natürlich ist, auf seinen Vorteil bedacht zu sein? Das tut jedes Lebewesen.

Gruß
Heike

Sonntag, der 24. Februar 2002, 12:14 Uhr
Name: Vincent
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@Heike N.:

Da unterschätzt du aber Kinder und Jugendliche. Ich bin von einer atheistischen Mutter großgezogen worden, die mich erst auf Druck der Familie mit drei Jahren hat taufen lassen.

Ich kenne dich nicht persönlich, aber wenn Druck nötig war um dich taufen zu lassen - hättest du dich einfach so taufen lassen.

Später war ich aktives Kirchenmitglied

Tät mich nur mal so interessieren: In wie fern?

Sie wird insoweit geprägt, dass sie weiß, dass es zu Gott verschiedene Meinungen gibt. Mir wurde das erst sehr viel später klar

Ja, aber was erzählst du ihr/würdest du ihr auf die Frage: "Wieso sollte ich an einen Gott glauben?" antworten.
Und was würdest du tun, wenn sie in eine Kirche eintreten oder sich taufen lassen will?

(Ist jetzt nicht auf deine Tochter direkt bezogen)

Keinesfalls. Er ist nunmehr fast 80 Jahre jung und ein atheistischer, nihilistischer Misanthrop

Na dann :-)

"Weihen" ist uebrigens nichts anderes, als einem Gegenstand eine mystische Bedeutung/Wirkung zuzusprechen. Um an so etwas zu GLAUBEN, muss man vorher die Gehirne der Menschen entsprechend bearbeiten (konditionieren).

Ich halte nichts von geweihten Gegenständen. Wenn etwas geweiht ist, dann nur Gott. Ein Gegenstand ist ein Gegenstand ist ein Gegenstand.
Aber wovon ich etwas halte ist, dass man den Leuten, die etwas geweiht ansehen, diese Weihe nicht 'befleckt'.

? Gesetzeswidrig ?

Wandalismus. In gewisserweise sicher auch Beschädigung fremden Eigentums.

So nebenbei erwaehnt, betreibt der Bund fuer Geistesfreiheit (Bayern) seine Taetigkeiten seit 1848 - also seit mehr als 150 Jahren.

Ja, aber was gab es früher? Christliche Taufe oder humanistische Namensfeier?

Also hat beides Vorteile: Gebete, die erhoert werden und Gebete, die nicht erhoert werden?!

Nein, die frage ist, was im Endeffekt besser ist. Nicht immer kam was gutes heraus - aber oft schon. Vielleicht sehe ich vieles immer zu positiv.
Sieh mal, wäre ich nie erpresst worden, hätte ich nie zu Gott gefunden. Hätte ich nie zu Gott gefunden, hätte ich nie irgendjemand bedürftigen Geld gespendet.

Nur komisch, dass er bei Leuten der "Ersten Welt" scheinbar besonders und sehr oft darauf eingeht - bei den Verhungernden der "Dritten und Vierten Welt", die jaemmerlich und inbruenstig Beten und Bitten, drueckt (D)ein Gott offenkundig beide Augen zu.

Nein, Gott geht nicht immer darauf ein - manchmal ist es eben sogar gut so. Dass es Menschen in der sog. "dritten Welt" schlecht geht, sollten wir in der sog. "ersten Welt" in erster Linie als guten Grund sehen Christ oder Humanist zu sein.
Ich konnte durch das Missionswerk einmal mich mit Menschen aus der "Demokratischen Republik" Kongo unterhalten. Nun, sie glauben nicht anders als wir - es ist noch etwas mythischer Ahnenglauben bei ihnen. Aber obwohl es ihnen schlecht geht, danken sie Gott für alles Gute und klagen bei ihm für alles Schlechte.

Las das Beten einfach weg, dann merkst Du, dass das Sprichwort zutrifft:
"Hilf Dir selbst, dann hilft Dir (vermeintlich) Gott".

So ein schwachsinniger Spruch. Wir Menschen haben die Möglichkeit uns selbst zu helfen. Wenn dir mal eine Pistole an den Kopf gehalten wird und derjenige am Abdrücken ist, bloß zufälliger Weise das ganze Ding sich mechanisch verklemmt, wirst du merken, dass ein solcher Spruch Unfug ist.

Seit dem ich mir selbst helfe, und keinerlei goettlichem Beistand bedarf, geht es mir wirklich gut.

Ich versuche so viel wie möglich selbst zu tun. Ich sehe es so: Wenn Gott es für richtig hält mir zu helfen, wird er es tun. Aber im Prinzip muss ich doch auch lernen, mir selbst zu helfen.

War das Karl May, der folgendes gesagt hat? : "Wie kann ich etwas von Gott verlangen, wenn ich noch nicht einmal das tue, was er von mir verlangt."

Wenn ich daran denke, dass ich teilweise am Elend und zukünftigen Elend von Menschen verantwortlich bin, bloß weil ich meine Wohnung beheize und Licht einschalte. Ich kann als Mensch im reichen Europa ja fast nichts machen, dass das Elend der Menschen in der dritten Welt ernsthaft verkleinert.

Wie oft habe ich schon hinter dem Rücken anderer über jemand gelästert?
Wie oft habe ich nicht irgendwelche Wohltaten nur aus Heuchelei gemacht?
Wie oft habe ich mal einen fallengelassenen Zettel irgendwo liegen lassen, für den dann jemand anderes sich bücken muss, um ihn aufzuheben.

Wenn ich ernsthaft über all das Nachdenken würde, was ich schlimmes gemacht habe - schon allein, was die Nächstenliebe betrifft, dann bräuchte ich sicher Jahre.

Aber das würde zu nichts führen. Das einzige was ich machen kann, ist den Schaden wieder gut zu machen und darauf zu hoffen, dass Gott mir den Rest verzeiht.

Aber wenn ich nur daran denke, was ich falsch gemacht habe, was alles schlecht ist, dann werde ich es nie schaffen, etwas besser zu machen.

Ich denke Gott wird einen Grund haben, manches zu tun und manches nicht zu tun. Aber wie soll ich es beurteilen, wenn ich nicht das wenige ernsthaft machen kann, was Gott von mir verlangt.

Sonntag, der 24. Februar 2002, 03:32 Uhr
Name: Heike J.
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Vincent:
Meine Tochter fragt viel, weil auch die Fragen durch die Schule kommen. Biblische Themen kommen recht häufig in den verschiedenen Fächern vor. Ich antworte ich stets sehr ausführlich. Wahrscheinlich ausführlicher, als manche "christlichen" Eltern könnten, weil ich mich nämlich mit dem Glauben beschäftigt habe und mir die biblischen Geschichten vertraut sind.
Sie wird insoweit geprägt, dass sie weiß, dass es zu Gott verschiedene Meinungen gibt. Mir wurde das erst sehr viel später klar.

Sonntag, der 24. Februar 2002, 01:13 Uhr
Name: Herbert Ferstl
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@ Vincent:

Ich hoffe, dieser jemand nennt sich nicht Hummanist.

Keinesfalls. Er ist nunmehr fast 80 Jahre jung und ein atheistischer, nihilistischer Misanthrop (Selbstbezeichnung).

Hoffentlich wurde er verklagt.

Nein - er durfte aber den letzten Krieg erleben (falls Du meinst, dass dies vielleicht eine "goettliche Strafe" war) :-))

Mir ist es relativ egal welche Religion es trifft. Wer aber so etwas mit "geweihten" Dingen einer Religion umgeht, der ist für mich nur noch ein paar Stufen von denen entfernt, die einst Synagogen schändeten.

Er war damals noch ein Junge - und Kinder sehen nun mal die Dinge nicht so toternst, wie Erwachsene. Vielleicht faellt deshalb den meisten Kindern gar nicht auf, dass in ihrem Klassenzimmer ein Kruzifix haengt.
"Weihen" ist uebrigens nichts anderes, als einem Gegenstand eine mystische Bedeutung/Wirkung zuzusprechen. Um an so etwas zu GLAUBEN, muss man vorher die Gehirne der Menschen entsprechend bearbeiten (konditionieren).

Eine solche Art gegenüber Religionen ist unerhört und sicherlich in mehrerlei Hinsicht gesetzeswidrig.

? Gesetzeswidrig ?
Wem gegenueber? Den goettlichen Gesetzen?
Fordern nicht die geradzu heute noch Steinigung und ist demnach nicht auch der Sklavenhandel noch legitim?

Das einzigste was hier als Ausrede gilt ist, dass er ein Kind war.

Eben...

Ich halte zwar auch nichts, von Weihwasser - aber ich hasse Menschen, die Religionen von anderen Wort wörtlich bepinkeln.

Und ich halte nichts von religioesen Ideologien - genannt Religionen (deswegen pinkle ich aber nicht auf das Eigentum anderer Leute). :-)))

Herbert, entschuldige bitte, aber hier eifert ihr garantiert den bereits vorhandenen Religionen nach - da braucht ihr niemanden was vormachen.

Nochmal: Initialisierungsriten gab es zu allen Zeiten der Menschheit. Schon Fruehmenschen vollzogen Feste beim Akt der Geschlechtsreife.
So nebenbei erwaehnt, betreibt der Bund fuer Geistesfreiheit (Bayern) seine Taetigkeiten seit 1848 - also seit mehr als 150 Jahren.

Beten sehe ich bei Gott, eher als ein freundliches Bitten und wenn Gott es für sinnvoll hält, dann wird er darauf eingehen.

Nur komisch, dass er bei Leuten der "Ersten Welt" scheinbar besonders und sehr oft darauf eingeht - bei den Verhungernden der "Dritten und Vierten Welt", die jaemmerlich und inbruenstig Beten und Bitten, drueckt (D)ein Gott offenkundig beide Augen zu.

Persönlich muss ich sagen, bei allen Gebeten, die nie erhört wurden, sage ich, hat es im Nachhinein, oft sogar etwas gebracht.

Also hat beides Vorteile: Gebete, die erhoert werden und Gebete, die nicht erhoert werden?!
Sorry, aber sag mal, hast Du schon mal was von subtilen Autosuggestion gehoert?

Ich war danach oft in einer besseren Lage - und wenn nicht, dann doch, denn habe ich etwas gelernt, wie ich das nächste Mal, besser handeln kann.

Las das Beten einfach weg, dann merkst Du, dass das Sprichwort zutrifft:
"Hilf Dir selbst, dann hilft Dir (vermeintlich) Gott".
Seit dem ich mir selbst helfe, und keinerlei goettlichem Beistand bedarf, geht es mir wirklich gut.

Gruesse
Herbert

Sonntag, der 24. Februar 2002, 00:50 Uhr
Name: Herbert Ferstl
E-Mail: keine E-Mail
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@ Vincent:

Ja, aber die Tatsache, dass Gott kein Thema ist, ist ja eine Prägung.

Richtig - es ist aber eine (moeglichst) neutrale Praegung. Nur ein einziger Gott ist tatsaechlich kein Thema, aber alle Goetter dieser Erde.
Und genau das ist sinnvoll, um dem spaeteren Jugendlichen/Erwachsenen eine kleine Auswahl an (sinnstiftenden?) theistischen Systemen anzubieten, aus denen er sich die ihm passende auswaehlt. Oder auch keine!

Gruesse
Herbert

Samstag, der 23. Februar 2002, 23:55 Uhr
Name: Heike N.
E-Mail: worldsherold@aol.com
Homepage: www.worlds-herold.de

Hallo Vincent,

Ja, aber die Tatsache, dass Gott kein Thema ist, ist ja eine Prägung.

Da unterschätzt du aber Kinder und Jugendliche. Ich bin von einer atheistischen Mutter großgezogen worden, die mich erst auf Druck der Familie mit drei Jahren hat taufen lassen. Daran kann ich mich sogar noch erinnern. Allerdings fand ich es nicht schlimm, im Gegenteil: ich hatte ein schickes weißes Kleid, und supertolle weiße Lackschuhe. Ich fand mich sehr schick *gg*.
Da wir evangelisch waren, musste ich den Religionsunterricht besuchen, war allerdings nicht so einfach für die Lehrer, da ich schon immer alles hinterfragt habe (das lag aber nicht an meiner Erziehung, sondern an meiner Persönlichkeit). Mit 12 wollte ich den Konfirmandenunterricht besuchen (teils wegen der Geschenke, teils aus Überzeugung). Später war ich aktives Kirchenmitglied.

Meine Tochter ist weder getauft noch konfirmiert worden, da ich der Meinung war und bin, dass sie so etwas selber entscheiden soll. Trotzdem war das Thema Christentum immer wieder ein Gesprächsthema, da Kinder fragen (oft Löcher in den Bauch). Ich habe ihr (jeweils altersgemäß) erklärt, dass es manche Menschen gibt, die an einen Gott glauben, und manche das eben nicht tun. Auf ihre Frage, was denn besser sei, antwortete ich ihr, dass das jeder Mensch für sich selber entscheiden muss. Sie besuchte übrigens auf eigenen Wunsch den Religionsunterricht und war eben so unbequem im Fragen wie ich in ihrem Alter. Das wichtigste aber ist: sie macht sich Gedanken und hinterfragt. Wie sie sich letzendlich entscheiden wird, ist ihre Angelegenheit. Sie weiß allerdings, dass ich aus naheliegenden Gründen niemals an einer kirchlichen Hochzeit teilnehmen würde. Wenn du nun meinst, ich setze sie unter Druck, dann trifft das zumindest nicht auf meine Tochter zu. Sie hat eine starke Persönlichkeit und lässt sich selten etwas vorschreiben.

Gruß
Heike

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